AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Vortragseinladung 30-11-16: Über Vergewaltigung sprechen: Eine Debattengeschichte

27.11.2016 Von: Julia Miller Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 30.11.2016
19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Dr. Mithu Melanie Sanyal, Autorin, Kulturwissenschaftlerin und Journalistin, Düsseldorf

Über Vergewaltigung sprechen: Eine Debattengeschichte

Kurzankündigung zum Vortrag:

Die Silvesternacht 2015/16 in Köln, Gina-Lisa Lohfink, die Änderung des Sexualstrafrechts – über Vergewaltigung und sexuelle Grenzüberschreitungen wird wieder einmal heftig diskutiert. Was heißt Nein heißt Nein? Was heißt Ja heißt Ja? Woher wissen wir, was wir über Vergewaltigung wissen? Und wäre es an der Zeit, dieses Wissen neu zu überdenken? Im Vergewaltigungsdiskurs gibt es nur zwei Geschlechter: Opfer und Täter. In keinem anderen Bereich wird so gnadenlos gegendert wie bei dem Thema Vergewaltigung. Dass dies kein Zufall ist, sondern das Ergebnis von Debatten, die wir zwar nicht mehr kennen, die aber maßgebliche Auswirkungen darauf haben, wie wir über Vergewaltigung denken und sprechen. Die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal macht diese unsichtbaren Debatten sichtbar: von Aristoteles bis #ausnahmslos. Ihre Debattengeschichte „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens” ist gerade in der Edition Nautilus erschienen.

Vortrag am 23-11-2016 entfällt!

23.11.2016 Von: Julia Miller Kategorie: Neuigkeiten, Termine

Liebe Freund_Innen der AG Queer Studies,

leider muss die Veranstaltung mit Kübra Gümüşay am Mittwoch kurzfristig wegen Krankheit der Referentin ausfallen!
Wir bedauern dies sehr und versuchen, einen Alternativtermin zu finden.

Damit geht unsere Vorlesungsreihe erst nächste Woche mit dem Vortrag von Mithu Sanyal weiter.
Wir freuen uns dann auf euren Besuch!

Beste Grüße,
eure AG Queer Studies

Vortragseinladung 23-11-16: Feminismus in Deutschland, 2016. Ein Einwanderungsland.

20.11.2016 Von: Julia Miller Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 23.11.2016
19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Kübra Gümüşay, Autorin & Aktivistin

Feminismus in Deutschland, 2016. Ein Einwanderungsland.

Kurzankündigung zum Vortrag:

Wie muss der Feminismus in einer multikulturellen, multiethnischen, pluralen Gesellschaft aussehen? Welches sind die Probleme und Hürden heute – und was sind die Herausforderungen der Zukunft? In ihrem Vortrag beschäftigt sich Kübra Gümüşay mit dem Ideal des intersektionalen Feminismus und seiner Umsetzung.

Vortragseinladung 16-11-16: Das „andere“ zur hegemonialen Männlichkeit?

13.11.2016 Von: Till Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 16.11.2016
19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Sophie Ruby, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena

Das „andere“ zur hegemonialen Männlichkeit?

Kurzankündigung zum Vortrag:

Wie ist Anderes zu traditionellen Männlichkeitskonzepten möglich? Sophie Ruby wird unter der Fokussierung auf diese Frage einen einführenden Überblick zu theoretischen Konzepten und empirischen Ergebnissen der Männlichkeitssoziologie geben. Es werden theoretische Kritiken und Weiterentwicklungen diskutiert, empirische Forschungsergebnisse, aber auch praktisch-politische Fragen nach der Entwicklung und Umsetzung emanzipatorischer Praxis hinsichtlich der Kategorie Geschlecht.

Vortrag am 09-11-2016 entfällt!

07.11.2016 Von: Julia Miller Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Liebe Freund_Innen der AG Queer Studies,

leider muss die Veranstaltung “LGBTQI”-Geflüchtete in Hamburg” mit der Initiativgruppe Queer Refugees Support Hamburg am Mittwoch ausfallen!
Wir bedauern dies sehr und melden uns, falls sich der Vortrag noch nachholen lässt.

Damit geht unsere Vorlesungsreihe erst nächste Woche mit dem Vortrag von Sophie Ruby weiter.
Wir freuen uns dann auf euren Besuch!

Beste Grüße,
eure AG Queer Studies

Vortragseinladung 02-11-16: Raum einnehmen – Dicke Ermächtigungsstrategien

31.10.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 02.11.2016, 19:15 Uhr,
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Hengameh Yaghoobifarah ist Medienkulturwissenschaftler_in, Aktivist_in, Autor_in und Redakteur_in beim Missy Magazine.

Raum einnehmen: Dicke Ermächtigungsstrategien

Kurzankündigung zum Vortrag:

Fat-Shaming und Dickenfeindlichkeit sind bestehende Diskriminierungsformen, die sich über viele Bereiche ausdehnen und dennoch kaum benannt werden. Durch neue Ressourcen wie Blogs, Kunstprojekte oder Bücher entstehen Grundlagen für eine Thematisierung, es entstehen Diskurse. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie können dicke_fette Personen sich in einer dickenfeindlichen Gesellschaft ermächtigen und wie können normschlanke Kompliz_innen unterstützen?

Vortrag am 26-10-2016 entfällt!

24.10.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Liebe Freund_innen der AG Queer Studies,
leider muss die Veranstaltung mit dem zine.napse Kollektiv aus Münster am Mittwoch auffallen!
Wir bedauern dies sehr und hoffen, dass sich die ZineLesung vielleicht noch nachholen lässt.

Damit geht unsere Vorlesungsreihe erst nächste Woche mit dem Vortrag von Hengameh Yaghoobifarah los.
Wir freuen uns dann auf euren Besuch!

Beste herbstliche Grüße,
eure AG Queer Studies

Vortragseinladung 13-07-16: Queer DisAbility Studies und Crip Theory

11.07.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 13.07.2016, 19:15 Uhr,
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum für Disability Studies (ZeDis) statt und wird schriftgedolmetscht.

Mag.a Elisabeth Magdlener Vorsitzende des Vereins CCC** – Change Cultural Concepts, Lehrende der Queer DisAbility Studies, Aktivistin, Teil der Community-Tanzbewegung DanceAbility und A.D.A.M. (Austrian DanceArt Movement), Wien

Queer DisAbility Studies und Crip Theory

Kurzankündigung zum Vortrag:

In den letzten Jahren entwickelte sich im anglo-amerikanischen Raum ein neuer Forschungszweig von Betroffenen für betroffene Aktivist_innen, Theoretiker_innen und ihre Mitstreiter_innen, die Queer DisAbility Studies. Sie haben sich aus der Verknüpfung von Gender- und Feminist Studies sowie Disability Studies herausgebildet.
In einer kulturwissenschaftlichen Herangehensweise setzen sich die Queer Dis_ability Studies gesellschaftsanalytisch mit Normierungsstrukturen, Macht- und Gewaltverhältnissen auseinander, die in unserem normierenden Gesellschaftssystem verankert sind.
Dieser Vorlesungsbeitrag soll eine erste Annäherung an Queer DisAbility Denkungsweisen sein. Dabei werden unterschiedliche Thematiken des Umgangs mit Normvorstellungen gesellschaftskritisch beleuchtet.

Vortragseinladung 29-06-16: Return the gaze! – Performative Strategien für queer-feministischen Widerstand

25.06.2016 Von: Jen Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 29.06.2016, 19:15 Uhr, Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Julischka Stengele, freie Künstlerin, Kulturarbeiterin und Aktivistin, Wien
Return the gaze! – Performative Strategien für queer-feministischen Widerstand
Kurzankündigung zum Vortrag:
Die Auseinandersetzung mit dem Blick, das Verhältnis von anschauen und angeschaut werden ist in meiner künstlerischen Arbeit von zentraler Bedeutung. Dabei interessiert   mich insbesondere der Blick auf gesellschaftlich diskriminierte Körper, sowie der Blick von jenen, die diskriminiert werden, auf sich selbst und die unterdrückenden Mechanismen.
In meiner Kunst wie auch in meiner Lohnarbeit als Aktmodell erprobe ich Strategien für das Zurückgeben solcher Blicke. Mein eigener Körper und die gesellschaftlichen
Verhältnisse, in die er eingebunden ist, sind sowohl Inhalt als auch Ausdrucksmittel.
Die Bühne – ob im Theater, dem Aktzeichensaal oder auf der Straße – dient mir als
Austragungsort für selbstbestimmte Sichtbarkeit. Vorgefertigten Bildern setze ich
eigene entgegen – unbequeme, widerständige, bestärkende.
In diesem performativen Vortrag stelle ich eine Auswahl meiner Projekte und Strategien vor, die zeigen sollen, wie queer-feministische und künstlerische Praxen zusammenwirken können.

Vortragseinladung 15-06-16: Intersektionen Klasse und Geschlecht

14.06.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 15.06.2016
19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Tanja Abou, Institut für Klassismusforschung, pädagogische Tresenkraft, Sozialarbeiterin, Social-Justice-Trainerin und Kinderbuchautorin, Berlin

Intersektionen Klasse und Geschlecht am Beispiel von Interventionen in den feministischen Mainstream der 80er und 90er – Arbeiter_innentöchter und Prololesben

Kurzankündigung zum Vortrag:

In dem Vortrag werden verschiedene Formen der Selbstorganisation nicht-bürgerlicher Feminist_innen der 1980er und 1990er Jahre vorgestellt und aufgezeigt, wie Mehr­fachzugehörigkeit(en) sich verschränken und Ausschlüsse verstärken können.

Der Begriff Intersektionalität wurde zum ersten Mal von der US-amerikanischen Juristin Kimberlé Crenshaw verwendet. Der Begriff beschreibt die Überschneidung verschie­dener Diskriminierungen in einer Person. Diese Diskriminierungen können nicht einfach zusammen addiert werden, sondern führen zu spezifischen Diskriminierungs­erfahrungen. Crenshaw nutzt das Bild einer Kreuzung (intersection), um die spezifi­sche Diskriminierung von Schwarzen Frauen sichtbar zu machen. Jede Straße steht für eine strukturelle Diskriminierung – bei Crenshaw Rassismus und Sexismus. Für eine Schwarze Frau erhöht sich das Risiko eines Unfalls, weil sie sowohl von Rassismus als auch von Sexismus betroffen sein kann.

Im deutschsprachigen Raum war es Clara Zetkin, die auf den Zusammenhang von Klasse und Geschlecht aufmerksam machte und die bürgerliche Frauenbewegung dafür kritisierte, dass sie sich nur für ihre Interessen einsetze. Die Diskussion wurde von den Arbeiter_innentöchtern und den Prololesben weiter geführt. Sie kritisierten, dass die Bürgerlichen in der damaligen FrauenLesben-Bewegung den Ton angaben.

Die Arbeiter_innentöchter waren organisierte Feminist_innen, die an Universitäten studierten und auf ihre spezifische Situation aufmerksam machten und auch Kollo­quien für Betroffene anboten. Eine Gruppe gab zum Beispiel den Reader “Kommen sie auch aus der Bildungsferne?” heraus. Die Prololesben waren Teil – oder eben nicht-Teil – der autonomen FrauenLesbenbewegung, an der sie kritisierten, dass nicht-Bürgerliche sich anpassen müssten, um nicht unangenehm aufzufallen oder um überhaupt ernst genommen zu werden.