AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Vortragseinladung 27-01-2016: Von rheokrenen Culture Kleshas – oder der feine Herr Camus beim Rumprousten

25.01.2016 Von: jonas Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 27.01.2016, 19:15 Uhr

Achtung! Diesmal abweichend in Hörsaal C, Von Melle Park 6 („Philosophen-Turm“)

Blessless Mahoney, Dekanin der Eberhardt-Anbau-Scheibenschwenkpflug-Universität, Brake an der Weser &
Didine van der Platenvlotbrug, Pröpstin der Elsa-Sophia-von-Kamphoevener-Fernuniversität, Katzen-Ellenbogen

Hier die Kurzankündigung zum Vortrag:

Nach 22 Jahren im Dienste der philosophischen Welterkenntnis heißt es nun bei den bei­den Professorinnen der Beredsamkeit: “Voll auf die Zwölf!” Aus den 15 Aggregatzuständen wählen sie ausgerechnet die 42 für ihren bunt gemischten Fruchtkorb. Beherzt wird das absurde Mycel bei der Wurzel gepackt und verwandelt sich durch kundiges Plaudern zu Staub! Und Gold! Also Goldstaub!

und for our foreign guests:

For 22 years the two professors of eloquence helped in understanding the philosophical problems of the world, but now they go like: „In your face!“ From the 15 states of aggrega­tion they chose of all the “42” for their motley fresh fruit basket. Spirited as they are, they strike the mycelium at the heart of its problem and turn it by their knowledgeable talk into dust! And gold! Means gold dust!

 

Vortragseinladung 20-01-2016: how to combine activism and filmmaking?

20.01.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch 20.01.2016, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”)

Zara Zandieh, Filmemacherin und Kamerafrau, Berlin

Dekonstruktion von Sehgewohnheiten in Erzählform und Bildersprache aus postkolonialer & queer-feministischer Perspektive – Or how to combine activism and filmmaking?

Filmemachen ist eine Möglichkeit Geschichten, Blickwinkel und Widersprüchlichkeiten, die im Mainstream weniger Betrachtung finden, sowohl im Inhalt, als auch in der Form, einen Raum und Ausdruck zu geben.
In Filmausschnitten von verschiedenen Filmschaffenden, die u.a. post-koloniale (queer-) feministische Perspektiven einnehmen, schauen wir uns unterschiedliche Möglichkeiten an und diskutieren auf welche Weise sie sich sowohl in ihrer narrativen Erzählform als auch in der Bildersprache vom Mainstream absetzen.

Zara Zandieh ist unabhängige Filmemacherin & Kamerafrau und schloss 2006 ihren MA in Gender, Ethnic Studies und Sexualities an der University of East London ab.
Ihre Arbeit ‘under-construction’ (2012) wurde auf Ausstellungen in verschiedenen Ländern gezeigt, zuletzt im Haus der Kulturen der Welt im Februar 2015. Ihr Film ‘Khoshbakhti’ (Happiness) läuft auf der DokLeipzig (Internationales Leipziger Festival für Dokumentar– und Animationsfilm) im Rahmen der offiziellen Auswahl des Deutschen Wettbewerbs kurzer Dokumentar- und Animationsfilm.
Andere Filme wie ‘Fragments of Ava’ (2012) und “Such a strange time it is, my dear…” (2007) liefen auf diversen Filmfestivals weltweit. Sie war außerdem an der Organisation und künstlerischen Programmgestaltung des Filmfestivals SECOND TAKE – Gender and Society in Cinema in Kabul 2008 beteiligt.
Durch ihre Filme zieht sich eine poetische schlichte Erzählweise, die die Zuschauenden einlädt, unvertraute Perspektiven einzunehmen.

Vortragseinladung: 13-01-2016: Stinkt Pink? Die Farbe Pink in feministischen Diskursen

04.01.2016 Von: Jen Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Hengameh Yaghoobifarah, Medienkulturwissenschaftlerin, Aktivistin, Autorin und Online-Redakteurin beim Missy Magazine, Berlin

Mittwoch 13.01.2016, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”)

Hier die Kurzankündigung zum Vortrag:

Barbie, Himbeeren, Dildos, Parteilogos und Winkel: Keine Farbe ist so sehr geladen wie Pink. Bereits im Säuglingsalter werden Mädchen und Jungen farblich in zwei Sektoren getrennt, die Gender-Markierung ist wohl die offensichtlichste. Belastet mit Vorurteilen bleiben aber auch Bereiche wie Klasse, Ethnizität/Race, Alter und Begehren nicht unberührt. Während einige Initiativen mit feministischem Anspruch zum Boykott auffordern, bedienen sich andere queer_feministische Gruppen gezielt dieser Farbe. Den einen verschafft sie Sichtbarkeit, den anderen Assimilation. Zwischen kurzlebigem Konsumwahn in einer heteropatriarchalen Gesellschaft und campy-queerer Subversion fragt Hengameh

Yaghoobifarah, inwiefern Pink als verloren gilt und ob die Farbe nicht zurückerobert werden kann.

Vortragseinladung: 02-12-2015: Es gibt uns! Asexualitat sichtbar machen

30.11.2015 Von: larissa Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Irina Brüning, Mitglied von AktivistA, Verein zur Sichtbarmachung von Asexualität, Berlin

Mittwoch 02.12.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”)

Hier die Kurzankündigung zum Vortrag:

Asexuelle Menschen fühlen sich von keinem Geschlecht sexuell angezogen. Das größte Problem dieser Gruppe ist wohl die geringe Bekanntheit ihrer seltenen Orientierung; andere begegnen ihr häufig mit Vorurteilen oder ignorieren sie ganz einfach.

Der Vortrag geht auf Schwierigkeiten ein, mit denen Asexuelle sich auseinandersetzen müssen, und gibt einen Einblick in asexuellen Aktivismus und asexuelle Öffentlichkeitsarbeit.

Vortragseinladung 25-11-2015: Von “What the hell?” zu “Hell, yeah!” – Blacktivism und Empowerment

23.11.2015 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Ginnie Bekoe, queer B(l)acktivist und zukünftige Ziegenbesitzerin, Beiratsmitglied in der Initiative Schwarze Menschen (ISD) Bund e.V., Hamburg

Mittwoch 25.11.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”)

Der Vortrag wird in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt

Hier die Kurzankündigung zum Vortrag:

Empowerment ist eine Praxis der Selbstermächtigung. Selbstermächtigung bedeutet, sich frei-machend von gesellschaftlichen Herrschaftsverhältnissen (Rassismus, (Hetero-)Se­xismus, Ableismus etc.) den eigenen Stärken und Interessen zuzuwenden.
Es ist also eine Praxis, die all jene nutzen können, die auf Grund von sozialen Kategorien strukturell benachteiligt sind. Es ist eine positive Zuwendung auf das eigene Selbst, weg von sozialer Negativ-Prägung und Fremdbestimmung.

Schwarze Personen sind in dieser Gesellschaft Rassismus und Ressentiments ausge­setzt. Dies kann sehr verschiedene Gefühle auslösen: Von Hilflosigkeit und Ablehnung über Widerwillen, Wertlosigkeit zu Enttäuschung, Trotz und Wut. Das Selbstbild ist ge­meinhin durch die Fremdassoziationen und -erwartungen geprägt, es kann aber auch ver­sucht werden, sich nicht trotz sondern unabhängig davon als Individuum zu begreifen: nicht nur gegen das Fremdbild, sondern für das Selbstbild zu agieren.

In dem Vortrag werden verschiedene Empowermentstrategien und -ebenen anhand von Beispielen beleuchtet und in Verbindung gebracht mit verschiedenen aktivistischen Praxen Schwarzer Menschen.

Ich werde auf individuelle und gruppenbezogene Wirkweisen von Aktivismus eingehen und Geschichten erzählen von Widerstand und Wellness, Sanftheit und Stärke, Kunst, Kultur, Kuchen und albernen Alliterationen.
Und Ziegen.

Vortragseinladung 18-11-2015: „Du bist ja total krank!“ – Eine Reise durch die Wirrungen der Psychiatrie

16.11.2015 Von: Till Kategorie: Uncategorized

Peet Borgstein, Feministin, Bloggerin und Kulturwissenschaftlerin, Marburg

Mittwoch 18.11.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”)

Hier die Kurzankündigung zum Vortrag:

Wir alle sind vertraut mit psychiatrischen Diagnosen. Wir selbst oder nahe Menschen von uns gelten als depressiv, verrückt, persönlichkeitsgestört. Viele gehen regelmäßig in die Therapie, manche landen hinter verschlossenen Türen. Was passiert hinter diesen Türen? Wer unterscheidet, welches Verhalten, Denken, Fühlen noch normal und welches krank ist? Was hat das alles mit der Gesellschaft zu tun, in der wir leben? Welche Machtverhältnisse durchziehen das Gebäude, die Psychiater_innen, die Patient_innen? In diesem Vortrag soll es Anregungen für einen kritischen Blick auf Psychiatrie geben. Anhand vieler Beispiele wird die Institution genauso unter die Lupe genommen wie die Diagnosen, die zur Einweisung von Nöten sind.

Nachtrag: Link zur Präsentation

Workshop mit Shirlette Ammons im November

05.11.2015 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Workshop

AG Queer Studies und ISD Hamburg

in Kooperation mit der hochschulübergreifenden Gemeinsamen Kommission Gender & Diversity und dem Zentrum GenderWissen

proudly present:

Shirlette AmmonsShirlette Ammons – Bentley Mode:
Paradiesvogel Hip Hop, der die Grenzen des Möglichen neu auslotet

 

Bentley Mode [bent-li: mu:d] Substantiv: Eine Identität, die sich nicht den gesellschaftlichen Normen beugt. Sich nicht zu verstecken, sondern ein Paradiesvogel zu sein. Etwa selbstbewusst das eigene Schwarzsein zu leben anstatt sich gesellschaftlich Schwarz machen zu lassen. Oder, sich nicht von der Gesellschaft queer zuschreiben zu lassen, sondern die eigene, queere Identität in vollen Zügen ausleben, Sexualität von veralteten Moralvorstellungen loslösen und Unsicherheiten mit Selbstvertrauen gegenübergetreten.
 
 
Gladys Bentley war eine Sängerin der Harlem Renaissance der 1920’er Jahre, die ihre hypermännliche Erscheinung durch ihren weißen Smoking und Zylinder bis zum Exzess zelebriert hat. Sie flirtete mit den weiblichen Teilen des Publikums während sie bekannte Lieder mit veränderten Lyrics in verruchte Neuinterpretationen mit Drag Queens als Backgroundtänzer*innen inszenierte.



In ihrem Workshop wird Shirlette Songs von ihrem Album „T4GB“ vorstellen, die diesen Bentley Mode illustrieren. Daneben wird sie euch sowohl Künstler*innen vorstellen, die den Bentley Mode heute verkörpern (Mykki Blanco, Angel Haze…) als auch den historischen genreübergreifenden Kontext von Bentley Mode darstellen (Grace Jones, Sylvester).

 
Der Workshop findet am 24.11.2015 ab 19:30 Uhr und in englischer Lautsprache statt.

Ort:

Zentrum GenderWissen
Monetastraße 4
20146 Hamburg

 

Der Workshop ist gebühren- und barrierefrei zugänglich

Auf Grund einer begrenzten Zahl an Plätzen bitten wir um Anmeldung unter folgender Emailadresse: isdhamburg@isdonline.de

 

Vortragsabsage für den 11-11-2015

05.11.2015 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Der Vortrag von Lann Hornscheidt nächste Woche findet nicht statt.

Weiter geht es dann in der Vortragsreihe am
18.11.2015 mit Peet Borgstein: „Du bist ja total krank!“ – Eine Reise durch die Wirrungen der Psychiatrie

Vortragseinladung 04-11-2015: Behindert und verrückt feiern

02.11.2015 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Antje Barten, Lea Eckert, Ly* Antwerpen, Tab Bergner aus dem Pride Parade Berlin Bündnis
Behindert und verrückt feiern
Mittwoch 04.11.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”)
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem ZeDiS statt und wird schriftgedolmetscht

Hier die Kurzankündigung zum Vortrag:

Mit der „behindert und verrückt feiern“ – Pride Parade Berlin wollen wir seit drei Jahren einen öffentlichen Raum schaffen, um dem Druck zur Normalisierung von Körper-, Verhaltens-, und Wahrnehmungsweisen etwas entgegenzusetzen und unser So-Sein/uns zu feiern. Ähnlich wie z.B. Geschlecht und Sexualität sind unserem Verständnis nach Behinderung und Verrücktheit auch gesellschaftlich gemacht und wirkmächtig. Wir wollen die damit verbundenen Normen angreifen und trotzdem unsere hergestellten Gruppen feiern, uns verbünden, uns wertschätzen.
Im Bündnis haben sich unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen zusammengefunden, haben eine selbstorganisierte, gesellschaftskritische, verbandsunabhängige Demo auf die Räder gestellt und einige inhaltliche Auseinandersetzungen im/zum Themenfeld angestoßen.
Auch Rückmeldungen von Teilnehmer_innen haben uns gezeigt, dass die Parade und die Veranstaltungen drumherum ein Raum geworden sind, den sich viele Menschen lange gewünscht haben und der auf verschiedenen Ebenen Menschen etwas von der Energie zurückgibt, die uns in unserem Alltag geraubt wird.
Wie die Demo entstanden ist, welche politischen Ideen wir damit transportieren möchten und auf welche Herausforderungen wir dabei gestoßen sind – davon wollen wir euch erzählen.

Vortragseinladung 29-10-2015: Rape Culture – Eine Einführung zu gesellschaftlichem Umgang mit sexualisierter Gewalt und dem Begriff der ‘Vergewaltigungskultur’

28.10.2015 Von: larissa Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Soziologiestudentin und politische Aktivistin Malaika Bunzenthal

Rape Culture – Eine Einführung zu gesellschaftlichem Umgang mit sexualisierter Gewalt und dem Begriff der ‘Vergewaltigungskultur’

Mittwoch 28.10.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”)

Triggerwarnung: in dem Vortrag wird sexualisierte Gewalt explizit benannt

Hier das Abstract zum Vortrag:

Der Begriff der „rape culture“ (zu deutsch: „Vergewaltigungskultur“) bezeichnet eine Gesellschaft, in der sexualisierte Gewalt häufig stattfindet, toleriert und verharmlost wird. Dieser Vortrag stellt sich der Frage: Was genau ist rape culture? Wie sieht so eine Gesellschaft aus? Sexualisierte Gewalt wird häufig fälschlicherweise als selten vorkommendes, interpersonelles Phänomen zwischen zwei (oder mehr) Personen dargestellt. Dieser Vortrag bewegt sich weg von der rein individuellen Ebene und beleuchtet die gesellschaftlichen Dimensionen von sexualisierter Gewalt. Was sind vorherrschende Fehlannahmen (sogenannte „Verwaltigungsmythen“)? Was bedeutet „victim-blaming“ und wie zeigen sich Schuldzuschreibungen gegenüber den Betroffenen? Wie kann es dazu kommen, dass die wenigsten Täter_innen verurteilt werden? Wie äußert sich rape culture in Medien und Popkultur? Und wieso sind wir alle Teil dieser rape culture?