AG Queer Studies

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Archiv für ‘Neuigkeiten’

Neuer Lehrschwerpunkt “Intersektionalität und Diversity”

27.03.2012 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Neuigkeiten

Aktuelles aus dem Zentrum GenderWissen Hamburg zum neuen Lehrschwerpunkt “Intersektionalität und Diversity” und dem gleichnamigen Zertifikat. Die Ringvorlesung “Jenseits der Geschlechtergrenzen” kann übrigens auch für das Zertifikat angerechnet werden.

Die Universität und weitere Hamburger Hochschulen kooperieren mit dem Ziel, Lehrveranstaltungen für interdisziplinäre Gender Studies fächerübergreifend zu öffnen. In diesem Semester beginnt der neue Lehrschwerpunkt „Intersektionalität und Diversity“.

In Kooperation mit dem Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Hamburg startet die hochschulübergreifende Gemeinsame Kommission „Gender & Diversity“ diesen Lehrschwerpunkt mit der Lehrveranstaltung „Die bewegte Geschichte intersektionaler Theorien und ihre aktuelle Bedeutung für soziologische Analysen“ am Fachbereich Sozialwissenschaften. Im folgenden Wintersemester 2012/13 wird der Focus dann auf disziplin- und fachspezifische Perspektiven von Intersektionalität und Diversity gelegt. Beide Seminarangebote werden jeweils im Wechsel angeboten.

Wozu dieser Lehrschwerpunkt?
Die hohe Komplexität sozialer Vielfalt und sozialer Ungleichheit stellen eine besondere Herausforderung für akademische Forschung und politische Gestaltung dar. Besonders in den Gender Studies gibt es lebhafte Debatten um die Differenzen innerhalb der Kategorie Geschlecht. Intersektionalitätstheorien integrieren heute systematisch eine Vielzahl von Kategorien in wissenschaftliche Analysen. Und Diversity bezeichnet die umfassende Berücksichtigung verschiedener Differenzkategorien im Bereich der Anti-Diskriminierungs- und Gleichstellungspolitik.

Weitere interessante Veranstaltungen zu diesem neuen Lehrschwerpunkt entnehmen Sie bitte dem Lehrtableau „Gender und Queer Studies Hamburg“ SoSe 2012 unter www.zentrum-genderwissen.de
Das Zentrum GenderWissen erstellt jedes Semester ein Lehrtableau mit einschlägigen Lehrveranstaltungen aus hochschulischen Angeboten der BA/MA-Studiengänge. Diese sind laut der Studienordnungen teilweise im freien Wahlbereich der BA-Studiengänge belegbar. Eine Zertifizierung der erworbenen Kompetenzen ist möglich

Studierende können ihre erworbenen Kompetenzen im Rahmen ihrer allgemeinen Fachausbildungen und im freien Wahlbereich „Gender und Queer Studies Hamburg“ erwerben. In modernen Organisationen, ob privatwirtschaftlich, öffentlich oder wohlfahrtstaatlich, gelten Gender- und Diversitykompetenzen zunehmend als Schlüsselqualifikationen. Eine hochschulübergreifende Gemeinsame Kommission „Gender & Diversity“ zertifiziert den Besuch von mindestens vier einschlägigen Lehrveranstaltungen und weist damit die erworbenen Fähigkeiten aus. Studierende können das Zertifikat „Intersektionalität und Diversity“ bei Bewerbungen für ihre wissenschaftliche Weiterqualifikation mit Themenbereichen zu Gender und Diversity, sowie für ihren Einstieg in einschlägige Berufs- und Tätigkeitsbereiche nutzen.

Das Zentrum GenderWissen ist ein fächerübergreifendes Forum für Expert/innenwissen. Wir sind mit Forschenden, Lehrenden und Studierenden der Hamburger Hochschulen seit 1984 vernetzt und zentrale Anlaufstelle für Lehrkoordination, Förderprojekte sowie eine „Zentrale Bibliothek Frauenforschung & Gender Studies“ für umfassende Literatur zu den Themenbereichen Genderwissenschaften, aktuell auch Queer- und Disability Studies, Diversity und Intersektionalität.

Bitte um Feedback zu DGS-Vorträgen und Vorschau auf das Sommersemester

17.02.2012 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Neuigkeiten, Vortragsreihe

Für unsere Ringvorlesung “Jenseits der Geschlechtergrenzen” an der Uni Hamburg stehen uns zwar Gelder für DGS-Dolmetscher_innen zur Verfügung, diese reichen aber leider nicht, um bei jedem Vortrag Dolmetscher_innen dabeizuhaben. Darum wüssten wir gerne, welche unserer Vorträge euch, falls ihr DGS gebärdet, besonders interessieren.

Wir würden uns daher sehr freuen, wenn ihr uns bis zum 28.2.2012 eine Mail an queer.aghh (aett) gmx.de mit den Vorträgen schreibt, die ihr/Sie gerne besuchen würdet. Ihr könnt auch direkt hier auf der Seite ein Kommentar hinterlassen. Vielen Dank im Voraus für eure Mithilfe und auch für’s Streuen unserer Frage in die entsprechenden Kanäle!

Folgende Vorträge sind für das Sommersemester geplant:

Die Vorträge finden Mittwochs von 19 Uhr bis 21 Uhr (c.t.) im Raum 0079, Von-Melle-Park 5 (“WiWi-Bunker”) auf dem Campus der Uni Hamburg statt.

04.04.2012
Einführung in das Semesterprogramm und Organisatorisches
AG Queer Studies, Universität Hamburg

11.04.2012
Körper von Wert. Eine queer-feministische und politisch-ökonomische
Perspektive auf Reproduktions- und Biotechnologien

Dr. Ute Kalender, Kulturwissenschaftlerin, Berlin, DFG
Graduiertenkolleg Geschlecht als Wissenskategorie, Forschungsprojekt
zu Biological Citizenship

18.04.2012
Roma und Sinti in Europa – zwischen Romantisierung und Ausgrenzung
Verena Spilker, M.A., freie Redakteurin und Amaro Drom e.V.
Mitarbeiterin aus Berlin

25.04.2012
Täuschend echt?! Zum Gewicht der Illusion im Feld
trans*inter*feindlicher Diskriminierung und Gewalt.

Ines Pohlkamp, Bremen, Referentin für queer-feministische
Mädchenarbeit, intersektionale Bildung, Forschung zu heteronormativer
Diskriminierung und Gewalt gegen Trans*Inter*Personen

02.05.2012
Jenseits des autonomen (menschlichen) Subjekts?
Dr. Hanna Meißner, TU Berlin,
Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung

09.05.2012
Begehren, Gewalt und die Krisen des ‘unmarkierten Geschlechts’.
Zugänge einer kritischen Männlichkeitsforschung

Paul Scheibelhofer, Promovent am Gender Studies Department der Central
European University, Budapest

16.05.2012
Theorie und Praxis – doch weit voneinander entfernt? Feministische
Bewegung aus intersek-tionaler Perspektive am Beispiel der Slutwalks

Nadine Lantzsch, M.A. Gender & Diversity Kompetenz, feministische
Aktivistin und freie Autorin, Berlin

23.05.2012
‘Maskulismus’ – Abwehrmechanismen komplizenhafter Männlichkeit
Andreas Kemper, Soziologe (M.A.), Verein Zabiba, Münster

06.06.2012
Sowohl als auch. Überraschende und altbekannte Geschlechterentwürfe in
der Epigenetik und Molekularbiologie

Dipl. Biol. Bärbel Mauss, Leitung des Studienprogramms “Gender Studies
in den Ingenieurwissen-schaften. Technik – Wissenschaft – Praxis” am
ZIFG, TU-Berlin.

13.06.2012
Zur Verflechtung von Heteronormativität und Rassismus – eine
ethnographische Annäherung

Dr. Urmila Goel, Berlin

20.06.2012
Sehnsucht nach Ontologie? Zur Kritik des ‘material feminism’
PD Dr. Susanne Lettow, Philosophin, Gastprofessorin am Institut für
Philosophie der FU Berlin

27.06.2012
(Un-)wirklichkeiten von (A-)Sexualität
Dipl.-Soz. Judith Scheunemann, AG Queer Studies,
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Uni-versität Kassel

04.07.2012
“100% Bio-Zwitter”. Intersex-Aktivismus zwischen Biologismus,
Menschenrechtsdebatten und Dekonstruktion

Dr. phil. Kathrin Zehnder, Soziologin, Universität Zürich,
ethnologisches Seminar

11.07.2012
“Johnny, are you queer?” Chor-Vortrag-Performance
Die polyphonen Knabenchorschwuchteln, Hamburg

Pressemittelung zur Frauen* Vollversammlung

18.01.2012 Von: Do. Gerbig Kategorie: Neuigkeiten

Wir dokumentieren eine Pressemitteilung vom 18.01.2012:

Unipräsidium der Uni Hamburg erschwert Frauenvollversammlung

Vor drei Jahren wurde das teilautonome Referat, in dem sich Frauen organisiert haben, vom AStA abgeschafft. Nun haben sich Frauen an der Uni Hamburg erneut organisiert. Sie fordern die Wiedereinrichtung eines teilautonomen Referats für Frauen. Ein Raum für die Organisation von Frauen ist dringend notwendig.

Einen weiteren Beweis liefert das Vorgehen des Unipräsidiums. Dieses wurde vom Präsidium des Studierendenparlaments (Stupa) aufgefordert, den Aufruf zu einer studentischen Frauenvollversammlung über das uniinterne, Onlinenetzwerk Stine zu verschicken. Mit Stine werden alle Studierenden der Uni erreicht. Vor vier Woche veröffentlichte das Stupa-Präsidium den Aufruf. Zwei Tage vor dem Zeitpunkt der Frauenvollversammlung schickte das Unipräsidium erst auf Nachfrage die Ablehnung. Die Einladung könne nicht über Stine verschickt werden, teilte das Unipräsidium mit. Der Grund sei, einzelnen Gruppe könne die Verschickung nicht ermöglicht werden, da es sonst zu viele Stine-Mitteilungen geben könnte.

Frauen sind nicht irgendeine Gruppe. Frauen sind täglich Diskriminierung ausgesetzt, auch an der Uni Hamburg. „Die Ablehnung des Unipräsidiums ist Ausdruck der frauen*diskriminierenden Gesellschaftsstruktur.“, sagte eine Aktive. Räume für die Organisation von Frauen müssen ermöglicht und nicht bekämpft werden. „Wir fordern das Unipräsidium auf, den Aufruf umgehend zu verschicken.“, ergänzt eine andere Aktive. Die Mobilisierung zur Vollversammlung wird mit der Ablehnung ein weiteres Mal extrem erschwert. Das Unipräsidium verleugnet mit der Begründung, die herrschende Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Diese muss aber Infrage gestellt und bekämpft werden. Dafür brauch es dringend ein teilautonomes Referat für Frauen in der Verfassten Studierendenschaft. Durch diese Ablehnung lassen sich die Aktiven nicht aufhalten, am Donnerstag, 19.1.2012, wird im Anna-Siemsens-Hörsaal (VMP8) um 14.00Uhr eine uniweite, studentische Frauenvollversammlung stattfinden.

Für Nachfragen stellen wir gerne einen Kontakt her.

Für Nachfragen:

Veranstaltungsankündigung

15.11.2011 Von: Do. Gerbig Kategorie: Aktivismus, Neuigkeiten, Termine

Gerne machen wir auf folgende Veranstaltung aufmerksam:

Liebe Studierenden,

ich möchte Euch ganz herzlich zu einer Veranstaltung mit Dr. Arun Saldanha einladen, die am Freitag, den 25.11.2011 um 15h in Raum 108, Allende Platz 1, hier bei uns in Hamburg stattfinden wird.
Eine vorherige Anmeldung ist nicht nötig!

Arun Saldanha, Assistenz Professor für Geographie an der University of Minnesota, wird einen Vortrag halten mit dem Titel “Die deutsche Weis(se): German Whiteness and the Crisis of European Multiculturalism”.

Saldanha ist ein stark von Gilles Deleuze beeinflusster Forscher und Theoretiker, der die Rolle von Materialität/Korporalität bei der Analyse und Bekämpfung der Reproduktion von Rassismus stärker gewichten und gleichzeitig die Weise, wie Materialität in diesem Bereich zumeist konzeptualisiert wird, neu fassen möchte. Während des Workshops werden wir Gelegenheit haben, über Saldanhas zum Teil provozierende theoretische Vorschläge zu diskutieren und eine der zentralen Personen des sogenannten “material turn” in den Sozialwissenschaften kennenlernen.

2007 erschien Saldanhas Buch Psychedelic White: Goa Trance and the Viscosity of Race (University of Minnesota Press), das Brian Massumi zufolge “a highly original theory of race as a dynamic event arising from a complex field of embodied encounter” vorschlägt und einen neuen Blick auf die Entstehung und Reproduktion von Rassismus bietet. Das Buch basiert auf Saldanhas Feldforschung in dem indischen Bundesstaat Goa, der seit den 1990er Jahren als Anziehungspunkt für Anhänger des Musikstils des sogenannten “Goa-Trance” aus aller Welt fungiert und für seine exzessiven Strand-Partys bekannt ist. Hier beobachtet Saldanha minutiös den von ihm als materiell – und weniger als repräsentional – konzeptualisierten Prozess der Fortschreibung von “race”. Für Arun Saldanha ist “race” in seinen eigenen Worten “[...] a material process. This means that race is based on how different people (economically different, physically different) interact with each other and gradually become divided into racial groups.” (Zitat seiner Website entnommen)

Derzeit arbeitet Saldanha an einem Buch mit dem Titel “The Political Phenotype: Antiracist Science after Man”.

Weiterer (lockerer) Bestandteil der Veranstaltung soll ein gemeinsames Ausgehen am Freitagabend sein!

Über Euer Kommen und Mitdiskutieren bei Vortrag und Party würde ich mich sehr freuen! Falls Ihr Interesse an Artikeln von Arun Saldanha habt, schreibt mir gerne. Über eine Rückmeldung über Euer Kommen würde ich mich sehr freuen, spontanes Erscheinen ist jedoch auch kein Problem.

Mit herzlichen Grüßen,

Franziska Dahlmeier
(Studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Urs Stäheli)

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Ein neues Frauen*Referat an der Uni Hamburg?

08.11.2011 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Aktivismus, Neuigkeiten

Wie viele von euch wissen hat der AStA vor einigen Jahren das teilautonome FrauenLesbenTrans*-Referat abgeschafft. Diese Aktion zog viele Proteste nach sich. Das Fehlen eines institutionellen Ortes für selbstorganisierte feministische Arbeit an der Uni schmerzt bis heute. Uns erreichte heute folgender Mobilisierungsaufruf von Simon, der für Regenbogen/Alternative Linke im Studierendenparlament sitzt. Es scheint sich eine Möglichkeitsfenster für ein neues Frauen*Referat an der Uni zu ergeben und es gilt jetzt, dieses zu erkämpfen!

Liebe Leute,

am Donnerstag, den 10.11. findet ab 18h im Anna-Siemsen-Hörsaal die nächste Sitzung des Studierendenparlamentes (Stupa) statt. Unter anderem wird es um eine Satzungsänderung der Teilautonomen Referate gehen.
Bis vor ca. 5 Jahren gab es noch ein teilautonomes Frauenreferat an der Uni. Dieses wurde von den Jusos abgeschafft. Wir haben vor dieses wieder mit der Satzungsänderung zu institutionalisieren. Leider sieht die Mehrheit der AStA-Koalition keinen Bedarf für eine solches Referat. Vor allem kommt oft der Vorwurf auf, das es keine gäbe, der das am Herzen läge oder die bereit wäre den Rerentinnen-Job zu übernehmen.
Um diesem Eindruck zu widersprechen möchte ich herzlich dazu einladen, dass viele feministisch aktive Menschen am Donnerstag vorbei kommen. Entweder als Hörer*Innen oder sehr gerne auch als aktiv an der Diskussion Beteiligte.

Ich habe in den letzten Tagen viele Gespräche mit AStA-Vertreter*Innen geführt und gebe hier mal ein paar der “Gegenargumente” wieder auf die sich mensch vorbereiten kann:

  • Frauen sind doch in der Statusgruppe der Studierenden eh überrepräsentiert.
  • Ich erfahre als Frau keine Nachteile im Studium und sehe daher kein Bedarf für ein Referat.
  • Wir haben doch schon das Queer-Ref, da können doch die Frauen auch hin gehen. (Allgemein wird oft versucht, das Queer-Ref gegen ein Frauenreferat auszuspielen.)
  • Wenn die Frauen einen Schutzraum wollen, können sie jederzeit zum AStA kommen, wir helfen da gern weiter.
  • Unsere Gleichstellungsbeauftragte macht doch schon einen guten Job. (macht sie auch, es geht hier natürlich eher um das Stellvertreter*Innen Problem)

Falls ihr keine Zeit an dem Termin habt, trotzdem zu den genannten Argumenten gegen ein Frauenreferat etwas schreiben wollt, könnt ihr es auch gerne per Mail an mich schreiben. Ich lese es dann im Stupa vor oder bringe es auf eine andere gewünschte Art in die Debatte ein.

solidarische Grüße
Simon ( simonstuelcken [ät] gmx [punkt] net )

Hinweise zu den Scheinanforderungen

27.10.2011 Von: W. Kategorie: Neuigkeiten

Auf vielfachen Wunsch sind jetzt die Scheinanforderungen online. Auf der Seite unter dem Menüpunkt “Vorlesungsreihe” findet Ihr künftig Informationen zur studienformalen Seite der Vorlesungsreihe.

“Allein schon Deutschland II”

27.10.2011 Von: Do. Gerbig Kategorie: Aktivismus, Neuigkeiten, Termine

Für alle Kurz-Entschlossenen und alle, die gestern schon die Überfüllung des tollen Vortrags von Noah Sow genossen haben ;) – gehts gleich weiter in der T-Stube.
Um 18 Uhr im Pferdestall gibt es morgen Teil 2 der Veranstaltung “Allein schon Deutschland” mit dem Cafe Morgenland, die wir wärmstens weiterempfehlen möchten.
yay!
Für mehr Infos: studentischesmillieu

Veranstaltungshinweis: Tagung “UniVision2020 – Ein Lehrhaus für Alle!”

09.10.2011 Von: bertoldscharf Kategorie: Aktivismus, Neuigkeiten, Termine

Wir möchten auf zwei Veranstaltungen des Zentrums für Disability Studies hinweisen:

1. Tagung “UniVision2020 – Ein Lehrhaus für Alle!” am 28./30. März 2012
2. Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung “Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies” mit GebärdensprachdolmetscherInnen und SchriftmittlerInnen

1. Am 29. und 30. März 2012 führt das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) zum zweiten Mal eine große barrierefreie Tagung – diesmal zum Thema “UniVision2020 – Ein Lehrhaus für Alle!” – in Hamburg durch.

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Frage, wie eine Hochschule gestaltet sein soll, in der Barrierefreiheit, Teilhabe, Vielfalt und Gleichstellung zusammen kommen. Die Tagung wendet sich vor allem der Bedeutung der Teilhabe von behinderten Menschen an Planung und Entwicklung einer barrierefreien Hochschule zu. Im Rahmen der Tagung wird diskutiert, welche Ansprüche ein „Lehrhaus für Alle!“ unter den Gesichtspunkten „Diversity“, „Intersektionalität“, „Gender und Disability Mainstreaming“ erfüllen muss.

Auf Anfrage stellen wir für die Veranstaltung kommunikative Assistenz (SchriftmittlerInnen und/oder GebärdensprachdolmetscherInnen) zur Verfügung.

Parallel zur Tagung wird eine Ausstellung zum Thema Barrierefreiheit stattfinden, die unabhängig von der Tagung besucht werden kann.

Über den aktuellen Stand der Tagungsvorbereitungen wird fortlaufend auf der Webseite des Zentrums für Disability Studies informiert. Das Programm wird in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden. Auf Wunsch können wir Sie gerne auch per Email informieren. Schicken Sie dann bitte eine Mail mit dem Betreff “Aufnahme in den Tagungsverteiler” an [email protected] (Wer bereits den Newsletter des ZeDiS abonniert hat, wird über die Tagungsvorbereitungen automatisch informiert.)

Kontakt:
Universität Hamburg
Zentrum für Disability Studies (ZeDiS)
Sedanstraße 19
D – 20146 Hamburg
Tel.: +49 (0)40 – 42 838 – 37 35 (mit AB)
Fax: +49 (0)40 – 42838 – 3392
Email: [email protected]

2. Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung “Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies” mit GebärdensprachdolmetscherInnen und SchriftmittlerInnen

Am 24. Oktober 2011 wird Dr. Tomas Vollhaber von 16.30 bis 18.00 Uhr in der Universität Hamburg (Edmund-Siemers-Allee 1, Ost-Gebäude, Raum 221) einen Vortrag zum Thema “In Leder über den Campus. Das vergessene Paradies der Identitätslosigkeit.” halten. (Es kann sein, dass in der letzten Oktoberwoche eine uniweite Aktion stattfinden wird. Der Vortrag wird trotzdem stattfinden.)

GebärdensprachdolmetscherInnen und SchriftmittlerInnen werden dolmetschen. Der Eintritt ist frei. Alle sind herzlich willkommen.

Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, was es bedeutet, Teil des performativen Studiengangs Deaf Studies zu sein, der seine (hörenden und nicht-konformen gehörlosen) Teilnehmer auszuschließen scheint und ihnen einen Beobachterstatus zuweist; ein Studiengang, der zwischen der Angst vor dem Makel der Behinderung und der Verharmlosung von Behinderung oszilliert.
Der Vortrag versucht eine Perspektive zu entwickeln, bei der die Voraussetzung einer erfolgreichen Teilnahme an performativen Studiengängen – unabhängig ihrer Zuschreibungen gender oder queer, disabled oder deaf – darin besteht, dass sich die Teilnehmer individuell
darin verorten.
Der Vortrag begreift performative Studiengänge als Feldversuch, den eigenen Entwurf experimentell zu erfahren und zu denken: In Leder über den Campus.

Der Vortrag von Dr. Tomas Vollhaber findet im Rahmen der Ringvorlesung “Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies” des ZeDiS statt. Die Ringvorlesung läuft vom 17.10.2011 bis 30.01.2012. Das Programm finden Sie hier (PDF-Datei, 115 KB). Alle Vorträge werden von SchriftmittlerInnen gedolmetscht.

Barrierefreie Vorträge im Wintersemester

30.09.2011 Von: Do. Gerbig Kategorie: Neuigkeiten, Termine, Vortragsreihe

Wir bieten im kommenden Semester an der Universität Hamburg in der Ringvorlesung „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ zwei Vorträge mit Gebärdensprachdolmetscher_Innen an. Wir freuen uns außerdem sehr, dank unserer Kooperation mit dem Zentrum für Disability Studies Hamburg ZeDiS den Vortrag Rebecca Maskos mit Schriftmitttlung anbieten zu können. Alle Vorträge sind Teil des allgemeinen Vorlesungswesens und finden immer von 19:15 Uhr bis 20:45 Uhr an der Universität Hamburg statt. Der Eintritt ist frei und alle sind herzlich willkommen! Diese Ankündigung gerne breit streuen und weiterempfehlen.

Los geht es schon am 26.10.2011 mit dem Vortrag von Noah Sow im Hörsaal F Von Melle Park 6: Diskurs mit Schieflage – Wie Kommunikation zum Dominanzerhalt genutzt wird - an Beispielen aus Medien und Bildungsinstitutionen

kurzer Überblick des Inhalts:

In meiner Arbeit betrachte ich die Konstruktion struktureller sogenannter Normalität, analysiere sie und stelle sie infrage: Welche Praktiken und -Gepflogenheiten halten wir für „normal“? Sind diese geeignet, ein Ungleichgewicht in der Gesellschaft herzustellen oder zu erhalten? Nennen wir sie dann noch „normal“?
In meinem Vortrag lege ich dar, welche strukturellen Eigenschaften darauf hin deuten, dass ein Diskurs dominant (als Gegensatz zu gleichberechtigt) geführt wird. Ich erläutere dies anhand von sieben unterschiedlichen Merkmalen, die sich oft addieren, von denen aber auch jedes für sich genommen bereits Indikator für hegemoniales Diskursverhalten ist. Nach den „7 Kennzeichen des strukturell dominanten Diskurses“ anhand von Beispielen, gebe ich „7 Empfehlungen und Strategien für einen gleichberechtigten Diskurs“.
Mit der Betrachtung und Erörterung dieser Anzeichen werden Machtverhältnisse mit-analysiert. Traditionelle, oft als „willkürlich“ empfundene Instrumente des dominanten Diskurses fügen sich bei dieser genaueren Betrachtung zu einem Gesamtbild zusammen, das nicht zielgerichtet intendiert sein mag, dennoch aber unmittelbar dazu geeignet ist, eine Gleichberechtigung zu verhindern.
Es ergeben sich vielfältige Strukturen, Strategien und Praktiken, die der Gleichberechtigung nicht nur nicht zuträglich sind, sondern sie sogar verhindern. Das Verstehen der Strukturen, die diese kommunikativen Gepflogenheiten gemeinsam haben, löst ihre Maskierung als „einzel-Erscheinungen“ oder unhinterfragten „Usus“ auf: Wir erkennen, dass es sich um Platzzuweisungen handelt, um die Festigung von Hierarchiestrukturen, die einer jeweils dominanten Gruppe nützen. Sie sind damit immer auch Vehikel zum Erhalt dieser Dominanz.

Der Vortrag “Bist Du behindert oder was?” Behinderung, Ableism und souveräne Bürger_innen von Rebecca Maskos mit Schriftmittlung findet dann am 14.12.2012 im Raum 0079, Von Melle Park 5 statt.

Der zweite Vortrag in DGS von Kathrin Schrader und Gudrun Greb schließlich am 11.01.2012 wieder im Raum 0079, Von Melle Park 5 trägt den Titel: “Die Würde ist unantastbar und das ist auch so“ Vom Überlebenskampf und alltäglichen Grenzverletzungen Drogengebrauchender SexarbeiterInnen

Veranstaltungshinweis: Blockseminar an der HCU

28.09.2011 Von: W. Kategorie: Neuigkeiten, Termine

Sebastian Mohr
Blockseminar für Masterstudierende: Sex Wars : Contemporaray Politics of Gender and Sexuality
Erste Sitzung: Samstag, 19.11.2011, 10-16, Averhoffstraße 38 (“HCU”), 16c

Regelmäßigen Teilnehmer*Innen der Vorlesungsreihe vielleicht noch bekannt, hält Sebastian Mohr kommendes Semester ein Seminar an der Hafen City Univerität. Es folgt die Beschreibung:

Sex wars – contemporary politics of gender and sexuality
Lecturer: Sebastian Mohr, University of Copenhagen, Centre for Medical Science and
Technology Studies – [email protected]
Content: The seminar explores the heritage and role of feminist & queer theoretical thought in contemporary societies. Students are introduced to feminist and queer theory, the social movements they are connected with, the impact they have had on current concepts of society, and the role they play in contemporary political debates. The seminar combines the study of theoretical literature within feminism, queer theory, and sociology with the interrogation of historical accounts of the concerned movements and their media contributions. Students learn how to theorize gender and sexuality and apply them as part of an analysis of contemporary political debates in selected international contexts. Active participation is a necessity and students will be asked to prepare presentations corresponding to the curriculum. The examination will consist of a written essay in which students will apply the analytical categories gender and sexuality on a topic of their choice. The seminar is held in English or German depending on the participating students.
Curriculum: The literature will be available as a download in PDF-format.
Dates:
19./20. November 2011
14./15. January 2012
10:00 – 16:00
Biographical Note: Sebastian Mohr – Ph.D. candidate and cultural anthropologist at the Centre for Medical Science and Technology Studies at the University of Copenhagen; currently: Ph.D.-project on sperm donation as part of 21st century biomedicine.