AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Archiv für ‘Uncategorized’

Vortragseinladung 24.05.17: Queer-feministische Organisierung gegen den G20 Gipfel in Hamburg.

21.05.2017 Von: Julia Miller Kategorie: Uncategorized

Mittwoch, 24.05.17, 19.15 Uhr,

Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Queer-feministische Organisierung gegen den G20 Gipfel in Hamburg.

Vertreter_innen des FLTI*Bündnisses berichten

 

Kurzankündigung zum Vortrag:

Am 7. und 8. Juli wollen sich die Vertreter*innen der reichsten 20 Industrie- und Schwellenländer in Hamburg treffen, um ihre ökonomischen Interessen zu koordinieren und eine Globalisierung zum angeblichen Nutzen aller zu gestalten. Mit einem lauten, bunten Protest stellen wir uns gegen diesen falschen Paternalismus. Um dem Diktat von oben mit einer Selbstorganisierung von unten zu begegnen, fand (u.a.) eine Aktionskonferenz statt. Auf dieser gründete sich ein queer-feministisches Bündnis, das seit Januar diesen Jahres autonom agiert. In einem 45 minütigen Vortrag und anschließender Diskussion wollen wir darüber sprechen, warum eine queer-feministische Stimme innerhalb der Anti-G20-Proteste wichtig ist. Wir möchten das bestehende FLTI*-Bündnis vorstellen und über den aktuellen Stand der Vorbereitungen informieren.

Ausfall des Vortrages: Fragmente aus dem queersten Aufstand – Zinelesung am 25.01.2017

22.01.2017 Von: Sascha Fischer Kategorie: Uncategorized

Verehrte Freund*innen der AG Queer Studies

Leider müssen wir Euch informieren, dass der Vortrag am kommenden
Mittwoch, 25. Januar 2017 leider entfällt.

Der nächste Vortrag findet am Freitag, den 03. Februar 2017 

(findet abweichend an einem Freitag im Philosophenturm, Von-Melle-Park 6, Hörsaal C statt!)

Oberflächlich betrachtet …
… baden Sie gerade Ihre Hände darin.
Das Vlotless-Paradigma: dark matters.

 

 

Vortragseinladung 18-01-2017: Coole Männer – verspannte Frauen. Zur Kritik heterosexueller Paarökonomien

12.01.2017 Von: Jen Kategorie: Uncategorized

Mittwoch, 18.01.2017, 19:15 Uhr,
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Dr. Sarah Speck ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main

Coole Männer – verspannte Frauen. Zur Kritik heterosexueller Paarökonomien

Kurzankündigung zum Vortrag:

Anhand der Ergebnisse einer Studie zu heterosexuellen Paaren, in denen die Frauen das Haupteinkommen verdienen, geht der Vortrag dem Wandel von Geschlechterverhältnissen nach. Wie ändern sich Männlichkeiten und Weiblichkeiten vor dem Hintergrund prekarisierter Arbeitswelten? Was passiert, wenn immer mehr Frauen das Familieneinkommen sichern, weil auch männliche Berufsbiographien zunehmend unsicher werden? Der Vortrag möchte die gegenwärtige Diskussion des Zusammenhang von Ökonomie und Geschlecht durch eine spezifische Perspektive auf die Ökonomien und Aushandlungsprozesse des Alltags ergänzen. Dabei werden unterschiedliche Milieus betrachtet und sowohl manifeste als auch latente Dimensionen in der (Neu-)Verhandlung von Arbeitsteilung und Geschlechterarrangements in den Blick genommen. Ein detaillierter Blick ins ‚Private‘ offenbart, dass zentrale Gründe für die Aufrechterhaltung der Geschlechterordnung nicht nur in Männlichkeits- und Weiblichkeitsnormen liegen, sondern mitunter auch in der Vorstellung von Geschlechteregalität selbst.

Vortragseinladung 01-06-16: Arbeitsskizzen zu passing/belonging

31.05.2016 Von: Till Kategorie: Uncategorized

Mittwoch, 01.06.2016
19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Dr. Sushila Mesquita, Referat Genderforschung, Universität Wien &
Nick Prokesch, Queer-Filme-Macher, Bildproduzent und Graffitikünstler, Wien:

Arbeitsskizzen zu passing/belonging

Kurzankündigung zum Vortrag:

Wir stehen am Beginn eines längeren (Film)Projekts, das sich mit unterschiedlichen
Formen von und Zugängen zu passing (als jemand „anderes“ Durchgehen) und
belonging (ein Gefühl des Dazugehörens) auseinandersetzt. Mit Hilfe von Video-
sequenzen und Zitaten wollen wir uns dem Spannungsverhältnis der beiden Figuren
annähern. Im Gespräch suchen wir von unseren unterschiedlichen Perspektiven als
trans/non-binary und weiß/nicht-weiß nach gemeinsamen Anknüpfungspunkten und
Formen des transdisziplinären Austauschs.

Vortragseinladung 18-11-2015: „Du bist ja total krank!“ – Eine Reise durch die Wirrungen der Psychiatrie

16.11.2015 Von: Till Kategorie: Uncategorized

Peet Borgstein, Feministin, Bloggerin und Kulturwissenschaftlerin, Marburg

Mittwoch 18.11.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”)

Hier die Kurzankündigung zum Vortrag:

Wir alle sind vertraut mit psychiatrischen Diagnosen. Wir selbst oder nahe Menschen von uns gelten als depressiv, verrückt, persönlichkeitsgestört. Viele gehen regelmäßig in die Therapie, manche landen hinter verschlossenen Türen. Was passiert hinter diesen Türen? Wer unterscheidet, welches Verhalten, Denken, Fühlen noch normal und welches krank ist? Was hat das alles mit der Gesellschaft zu tun, in der wir leben? Welche Machtverhältnisse durchziehen das Gebäude, die Psychiater_innen, die Patient_innen? In diesem Vortrag soll es Anregungen für einen kritischen Blick auf Psychiatrie geben. Anhand vieler Beispiele wird die Institution genauso unter die Lupe genommen wie die Diagnosen, die zur Einweisung von Nöten sind.

Nachtrag: Link zur Präsentation

Take back the night – 30. April 2013 in Hamburg

27.04.2013 Von: bertoldscharf Kategorie: Uncategorized

Wir möchten Euch auf Take back the night 2013 hinweisen:

Der queer-feministische Aktionstag (ohne Cis-Männer*) am 30. April 2013 in Hamburg!

Alle Infos auch auf:
http://2013tbtn.blogsport.de/category/aktionstag-action-day/

Der queer-feministische Aktionstag (ohne Cis-Männer*) am 30. April 2013 in Hamburg!

Ab 15 Uhr beginnt der Aktionstag in der Roten Flora
(Achidi-John-Platz 1, nähe S-Bahn Sternschanze)

– Stencilworkshop: 15-18Uhr
– Demo 1×1: ab 16Uhr
– Hörbar an der ihr euch unterschiedliche inhaltliche Beiträge anhören könnt
– Sehbar, wo ihr euch Kurzfilme anschauen könnt
– Eine Demo-Vorbereitungsecke zum kreativ sein und Basteln
– Kaffee und Kuchen
– Raum zum Rumhängen, Vernetzen, Quatschen und Austauschen
– Siebdruckstand
– Infotisch + mit Pennplatzbörse
– Büchertisch
– ab 18Uhr Essen
– ab 18h kurzfilme
– Getränke
– Kinderbetreuung (nur bis 18 Uhr)
– wir haben keine barriere freie Toilette (kein Schlüssel)

Ab 19 Uhr Einfinden in der Roten Flora für die Demo (Großplenum)
Wichtige Infos und Updates erfahrt ihr auf dem Großplenum um 19 Uhr!
Hier wollen wir uns alle auf einen Stand bringen, letzte Infos und Updates besprechen, um uns dann gemeinsam vor der Flora auf der Straße einzufinden.

Um 21 Uhr Demo startet pünktlich vor der Roten Flora
Die Route läuft durch die Schanze, St. Pauli bis zum Hafen.
Wir wünschen uns eine geschlossene Demo!
Es wird eine Awarenessgroup in/bei der Demo sein.
Der EA ist erreichbar unter 040 / 432 78 778

Ab 23 Uhr Party im Plan B Keller
(St. Pauli Hafenstraße 116, nähe S-Bahn Reeperbahn/Landungsbrücken)
Die Dj*anes für die Party:
Ab 23h zur Einstimmung grrrlz Punk
danach geht es weiter mit
Lotta Fux und Finess
(Glitzer Electro Berlin/ Hip-Hop, Pop, Electro Hamburg)

Einmal für die Party:

Die Party wird rauchfrei sein, zum rauchen bitten wir euch in den Garten
zu gehen.

Gesucht: Interviewpersonen zu “Queeren Körperpraktiken”

04.03.2013 Von: bertoldscharf Kategorie: Uncategorized

Wir haben folgende Anfrage bekommen, die wir Euch hiermit zur Kenntnis geben wollen. Wer Interesse hat, sich interviewen zu lassen, melde sich bitte bei uns unter queer.aghh@gmx.de, wir leiten die Mail dann weiter.

Liebe Leute,

wir sind Student_innen der Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg und führen im Rahmen des Seminars „Ethnographien von Körperpraktiken“ bei Prof. Dr. Marianne Pieper ein Forschungsprojekt durch. Unser Schwerpunkt liegt dabei in „Queeren Körperpraktiken“ – so interessiert uns, ob und auf welche Weisen Queerness Teil eurer alltäglichen Performance ist.

Dafür suchen wir Menschen mit einem queeren Selbstverständnis, die Lust und Zeit haben, sich von uns interviewen zu lassen. Die Interviews unterliegen natürlich den Datenschutzbestimmungen und werden selbstverständlich anonymisiert.

Ein Interview wird von jeweils einer Person aus unserer Gruppe durchgeführt und wird in etwa eine Stunde dauern. Letztendlich hängt dies jedoch davon ab, wie viel ihr erzählen möchtet und wie viel Zeit ihr mitbringt. Wann und wo die Interviews stattfinden, richtet sich nach euren Wünschen. Es wäre allerdings schön, wenn wir bis Mitte März einen gemeinsamen Termin finden könnten.

Besonders wichtig ist uns, die Interviews offen zu gestalten, um eure Wünsche und Vorstellungen miteinzubeziehen. Es wird sich also um eine narratives Interview und nicht um ein Frage-Antwort-Schema handeln.
Mit diesem Vorgehen versuchen wir, eure Perspektiven zu erfahren und zu verstehen.

Wir würden uns freuen, wenn einige von euch Lust hätten, am Interview teilzunehmen und ihr euch bei uns melden würdet.

Liebe Grüße,
Björn, Julia, Miriam, Naveena und Robin

Workshop: Kritische Bildung und Feminismus

15.06.2012 Von: bertoldscharf Kategorie: Uncategorized

Wir möchten gerne noch auf einen externen Workshop hinweisen, der bereits am samstag stattfindet und bei dem noch Plätze frei sind, Ihr Euch also noch spontan anmelden könnt:

Kritische Bildung und Feminismus

Samstag, 16.06.
“Zum queer-feministischen Denken anregen”
Workshop (11 – 16 Uhr)

Veranstaltungsort:
Wirtschafts-Wissenschaften, “WiWi-Bunker”, Von-Melle-Park 5, Raum 3136/3146

Feministisches Denken ist kritisches Denken. Aber Feminismen haben das Problem, dass ihr Image nicht sexy ist, oder? Mehr noch, die Annahme, Feminismus habe was mit Männerhass zu tun, bleibt oft unwidersprochen. Außerdem reagieren zahlreiche Praktiker_innen/ Aktivist_innen/ Studierende/ Wissenschaftler_innen ablehnend auf die Thematisierung von Geschlechterverhältnissen, Heteronormativität und Sexismus. „Wissen wir alles!“- oder: „Nicht schon wieder Gender! Und erst recht nicht Feminismus!“ Und weiter: „Queer? Nein, habe ich nichts mit zu tun.“ – Diese reflexartigen Ablehnungen begleiten feministische Interventionen seit ihren Anfängen.

In diesem Workshop stelle ich jene Perspektiven einer subjektorientierten queer-feministischen Bildung im Mittelpunkt, die sich in ein Ensemble kritischer Bildung jenseits neoliberaler Verwertungs- und Kältestrategien einreihen. Hierfür beleuchten wir queer-feministische Bildungskonzepte, wie bspw. die ‘geschlechterhomogene’ Angebote (feministische Mädchenarbeit und kritisch-solidarische Jungenarbeit) und intersektionale Projekte. Außerdem widmen wir uns den Möglichkeiten und Begrenzungen queer-feministischer Bildungskonzepte: Wie kann queer-feministische Bildung zum Denken anregen und Interdependenzen von Dominanzverhältnissen thematisieren?

Das Ziel des Workshops ist es, mit Lust und Beunruhigung zentrale Ideen der queer-feministischen Bildung kennen zu lernen und zu diskutieren. Fühlt Euch/Fühlen Sie sich herzlich zu dieser Auseinandersetzung eingeladen!

Referentin:
Ines Pohlkamp, [Gender Institut Bremen, in Gründung], Referentin für queer-feministische Mädchenarbeit/ geschlechtersensible Pädagogik & politische Bildung, intersektionale Pädagogik & Bildung, Forschung zu heteronormativer Diskriminierung und Gewalt gegen Trans*Inter*Personen

Anmeldung erwünscht:
E-Mail an info@rls-hamburg.de schicken – Betreff ‘Anmeldung: Kritische Bildung und Feminismus’

Empfohlene Literatur:
bell hooks: Feminism is for Everybody, Cambridge MA: 2000.
bell hooks: Teaching to Transgress. Education as the Practice of Freedom, NY/London: 1994.
Busche, Mart/ Maikowski, Laura/ Pohlkamp, Ines/ Wesemüller, Ellen (Hg): Feministische Mädchenarbeit weitdenken. Zur Aktualität eines bildungspolitischen Praxis, Bielefeld: 2010.
Butler, Judith: Die Macht der Geschlechternormen, Frankfurt/M.: 2009.
Plößer, Melanie: Dekonstruktion – Feminismus- Pädagogik. Vermittlungsansätze zwischen Theorie und Praxis, Königstein/Taunus: 2005.

Queere Hochschultage an der Uni Hamburg

06.05.2012 Von: bertoldscharf Kategorie: Uncategorized

Wir möchten an dieser Stelle auf die Ankündigung der Queeren Hochschultage des Queer-Referates des AStA der Uni Hamburg hinweisen:

Die Queeren Hochschultage finden vom 14-16. Mai in der Woche des internationalen Tag gegen Homophobie, am 17.Mai statt.
Ziel der Woche ist es queeren Gedanken sichtbarer zu machen an der Universität, noch über die Grenzen unseres Referats hinnaus.
Andersrum Portrait, ein non-profit Kunstprojekt gegen Homophobie, wird ihre Werke ausstellen. Zudem wird es einen Büchertisch mit interessanter queerer Literatur geben und das Referat wird über seine bisherigen Öffnungszeiten hinaus geöffnet sein. Es wird ausserdem eine Soli-Aktion mit einer Videoaktion auf dem Campus stattfinden.

Hierzu werden folgende Veranstaltungen stattfinden (weitere Raumangaben folgen):

Montag 14.05:
12-14 Uhr Brunch im Referat
14-16 Uhr Literaturvortrag “Caitlin Morans How to Be a Woman: neue Identitätspolitik?” (Frau Claudia Heuer) Raum: WiWi 0029
16-18 Uhr Diskussionsrunde Vorurteile; Hörsaal 4 im VMP 11
ab 18 Uhr Kurzfilmabend

Dienstag 15.05:

12-14 Uhr Vortrag und Diskussion “Intersex-Exploration” (Diana Hartmann) Raum: WiWi 2091/2201
16-18 Uhr Vortrag “Schwule Bewegung – Queere Bewegungen. Möglichkeiten politisch-emanzipatorischer Arbeit 1971 und heute” (Simon) Raum: WiWi 0079
18-20 Uhr Offene Sofarunde im Referat

Mittwoch 16.05:
12-14 Uhr Diskussion zu geschlechtergerechter Sprache (Leona Faulstich) Raum: Kulturkursraum WiWi 0026
14-16 Uhr Vortrag “Sexismus in der Werbung” (Lara Ollmann und Andreas Koopmann) Raum: WiWi 0079
ab 19 Uhr Ringvorlesung “Theorie und Praxis – doch weit voneinander entfernt? Feministische Bewegung aus intersektionaler Perspektive am Beispiel der Slutwalks” Raum: WiWi 0079 (organisiert von der Ag-Queerstudies)
ab 20:30 Abschlussparty im Referat

Wir freuen uns auf euch!

Vorträge mit Übersetzung in Deutscher Gebärdensprache im Sommersemester 2012

11.04.2012 Von: bertoldscharf Kategorie: Uncategorized

Wir freuen uns mitteilen zu können, dass dieses Semester vier Vorträge in der Ringvorlesung “Jenseits der Geschlechtergrenzenh” in Deutsche Gebärdensprache übersetzt werden können. Leider sind unsere finanziellen Mittel begrenzt und wir können deshalb nicht alle Vorträge dolmetschen lassen. Wir setzen uns aber dafür ein, dass es in Zukunft mehr Vorträge sein werden. Folgende Vorträge werden gedolmetscht (ausführliche Beschreibung weiter unten):
Von-Melle-Park 5, 20146 Hamburg, Raum 0079, mittwochs 19.15 – 21 Uhr

18.04.2012
Roma und Sinti in Europa – zwischen Romantisierung und Ausgrenzung
Verena Spilker, M.A., freie Redakteurin und Amaro Drom e.V. Mitarbeiterin aus Berlin

25.04.2012
Täuschend echt?! Zum Gewicht der Illusion im Feld trans*inter*feindlicher Diskriminierung und Gewalt.
Ines Pohlkamp, Bremen, Referentin für queer-feministische Mädchenarbeit, intersektionale Bildung, Forschung zu heteronormativer Diskriminierung und Gewalt gegen Trans*Inter*Personen

16.05.2012
Theorie und Praxis – doch weit voneinander entfernt? Feministische Bewegung aus intersektionaler Perspektive am Beispiel der Slutwalks
Nadine Lantzsch, M.A. Gender & Diversity Kompetenz, feministische Aktivistin und freie Autorin, Berlin

27.06.2012
(Un-)wirklichkeiten von (A-)Sexualität
Dipl.-Soz. Judith Scheunemann, AG Queer Studies, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Universität Kassel

Kurzbeschreibungen der Vorträge:

18.04.2012
Roma und Sinti in Europa – zwischen Romantisierung und Ausgrenzung
Verena Spilker, M.A., freie Redakteurin und Mitarbeiterin bei Amaro Drom e.V., Berlin

Roma, Sinti und andere als “Zigeuner” diskriminierte Gruppen leben seit Jahrhunderten auf der ganzen Welt und trotzdem hat die Mehrheitsbevölkerung oft nichts als Vorurteile und stereotype Bilder im Kopf. In der Ukraine, wo ich zwei Jahre lang in unterschiedlichen Roma-Gemeinschaften gelebt habe, konnte ich das in jedem einzelnen Gespräch feststellen, das ich mit den Menschen der Mehrheitsbevölkerung dort führte. Und auch hier in Deutschland werde ich immer wieder mit den unterschiedlichsten Fragen konfrontiert: Wo kommen diese Vorurteile her? Wie ist die Situation für Roma und Sinti in Europa heute, und welche gesellschaftlich-historischen Entwicklungen haben dazu geführt? Welche Bezeichnungen sind politisch korrekt?Dies und warum das Problem bei der Mehrheitsbevölkerung und nirgendwo anders liegt, möchte ich gerne an ausgewählten Beispielen erläutern und anschließend diskutieren.

25.04.2012
Täuschend echt?! Zum Gewicht der Illusion im Feld trans*inter*feindlicher Diskriminierung und Gewalt.
Ines Pohlkamp, Bremen, Referentin für queer-feministische Mädchenarbeit, intersektionale Bildung, Forschung zu heteronormativer Diskriminierung und Gewalt gegen Trans*Inter*Personen

Transphobie hat viele Gesichter: Eine Seminarteilnehmerin berichtet von den Erfahrungen eines Freundes: „Der hat die schöne Frau geküsst. Und dann hatte die einen Penis!“ Alle anderen im Raum lachen. Einer ruft: „Aber man will doch wissen, mit wem man ins Bett geht.“ Im Vortrag „Täuschend echt?!“ fragt Ines Pohlkamp nach der Bedeutung von ‘Echtheit’ und der ‘Falschheit’ von Geschlecht im Feld der Diskriminierung und Gewalt. Die Referentin lädt zur Reflexion über diskursmächtige „täuschend echte“ Phänomene der Zweigeschlechtlichkeit ein und präsentiert Ergebnisse aus ihrer qualitativen Studie zur Trans*Inter*feindlichen Diskriminierung und Gewalt. Anhand von ausgewähltem Interviewmaterial mit geschlechtlich nonkonformen Personen wie Transgender, Crossdresser_innen oder intersexuellen Personen veranschaulicht sie die zentrale Stellung des Stereotyps der „Täuschung“ (Talia M. Bettcher). Mit Hilfe ihrer Ergebnisse hinterfragt sie das Phänomen geschlechtlicher Authentizität.

16.05.2012
Theorie und Praxis – doch weit voneinander entfernt? Feministische Bewegung aus intersektionaler Perspektive am Beispiel der Slutwalks
Nadine Lantzsch, Berlin, M.A. Gender & Diversity Kompetenz, feministische Aktivistin und freie Autorin

Die Kritik, die Frauen mit Behinderungen, Lesben, Schwarze Frauen, Migrant_innen, Trans* und einige andere Gruppen bereits vor Jahrzehnten an der feministischen Bewegung formulierten, ist nach wie vor aktuell. Auch die Slutwalks, die Demonstrationswelle gegen sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungsverharmlosung, sahen sich mit nahezu identischen Anwürfen konfrontiert. Obwohl die Organisator_innen die intersektionalen Verschränkungen sozialer Positionen in ihrer Arbeit versuchten zu berücksichtigen – sei es im Selbstverständnis, in der Organisation der Demo selbst oder in der Nachbereitung. Nach wie vor kommt es innerhalb feministischer Gruppen und Bewegungen zu Ausschlüssen, Aneignungen und Übergriffen jeglicher Art, ungeachtet der Tatsache, dass Feminist_innen heute auf das Wissen ihrer Vorgänger_innen zurückgreifen (können).
Der Vortrag will der Frage nachgehen, inwiefern feministische Theorie und Praxis im Widerspruch stehen, welche Grenzen, Schwierigkeiten und Paradoxien feministischen Handlungs- und Widerstandsweisen zu Grunde liegt und warum Intersektionalität oft nur Theorie ist.

27.06.2012
(Un-)wirklichkeiten von (A-)Sexualität
Dipl.-Soz. Judith Scheunemann, AG Queer Studies, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Universität Kassel

Seit ich mich im Jahr 2008/2009 im Rahmen meiner Diplomarbeit mit dem Phänomen der Asexualität beschäftigt habe, ist mir – genau wie ich es aus Berichterstattungen von Personen kenne, die sich als asexuell bezeichnen – eine Frage immer wieder begegnet: „Gibt es Asexualität wirklich?“ Dahinter steht die Annahme, Sexualität sei etwas natürliches, jeder Mensch sei von Geburt an sexuell. Abweichungen von dieser Norm, so die Annahme, könnten nur pathologisch oder nicht wirklich existent sein.
Um ein Verständnis menschlicher Sexualität zu bekommen, sind Freuds Werke noch immer eine der prominentesten Quellen. Dieser Spur möchte auch ich nachgehen, mit der Frage: Wie lässt sich Freud auf den heutigen Begriff der Asexualität anwenden und wie stellt er diese dar? Nach dieser historisch- psychoanalytischen Perspektive wende ich mich stärker soziologisch-konstruktivistischen Theorien zur (A-)Sexualität zu. Dies geschieht mit der Fragestellung, ob und inwiefern ein Unterschied zur vorherigen Perspektive besteht und ob neuere Theorien helfen, das Phänomen Asexualität genauer zu erfassen.
Da ich davon ausgehe, dass es für ein breiteres Verständnis eines Phänomens sinnvoll ist, nicht nur die Theorie einzubeziehen, möchte ich auch die Empirie betrachten. Daher werde ich Beispiele aus der Empirie mit folgender Frage untersuchen: Wie definieren sich asexuelle Personen selbst? Hierfür beziehe ich mich auf meine inhaltsanalytische Auswertung der Internetseite AVEN (Asexual Visibility and Education Network), einer Internetseite von asexuellen Personen, die im Jahr 2004 in Deutschland entstand. Der Bogen zur anfänglich angesprochenen Problematik der Fremdwahrnehmung von Asexualität schließt sich schlussendlich, indem ich mir zuletzt genauer anschaue, wie Medien (besonders Zeitungen) das öffentlich präsenter werdende Thema verhandeln.