AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Archiv für ‘Uncategorized’

Vortragseinladung 09.06.: S.Estes – Gay Citizenship, Military Service, and Civil Rights

06.06.2010 Von: W. Kategorie: Uncategorized

Steve Estes, Associate Professor
Another American Dilemma : Gay Citizenship, Military Service, and Civil Rights
Mittwoch, 09. Juni 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Durch verkettung günstiger Umstände können wir Euch einen Vortrag präsentieren, welcher unsere Reichweite sonst gesprengt hätte, Associate Professor Steve Estes von der Sonoma State University in Kalifornien präsentiert uns seine Forschungsergebnisse. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

Der Referent zu seinem Vortrag:

The “don’t ask, don’t tell, don’t pursue” policy, implemented as a political compromise in 1993 and 1994, legislated the silence of gay and lesbian soldiers on active duty and in the reserves. I argue that this silence about gays in the military has led to a collective amnesia about the service and sacrifices of homosexual troops. In this case, the politics of military service are also the politics of memory. If we forget that gay and lesbian Americans have served their country, then we as a nation are much less likely to view them as full citizens, deserving of civil rights and equal protection of the law. Oral history provides one way to break this silence, to “ask and tell” about the military careers of gay and lesbian soldiers and to allow these veterans to speak for themselves about the current military policy.

The activist must “Ask and Tell,” but the scholar has a responsibility to do more. My research and interviews with over 50 gay and lesbian veterans of the US military has four primary objectives. First, I chart the evolution of military policies on homosexuality since World War II, and I show that gay and lesbian responses to those policies were far from monolithic. I place the fight to lift the ban of open gay military service in other context of struggles for civil rights, particularly the African American struggle against discrimination and segregation in the US military. Finally, I explore the ways that silence about sexuality and military service has affected the dual – and sometimes dueling – identities of the gay veteran.

Vortragseinladung: 02.06.: Mensch-Tier Forschung

29.05.2010 Von: W. Kategorie: Uncategorized

Melanie Bujok (Dipl. Sozialwissenschaftlerin)
Tiermaschinerie, Monsterkabinett, freie Wildbahn und Streichelzoo.
Reflexionen der kritischen Mensch-Tier-Forschung zur Ökonomie, sozialen
Kontrolle und zu gesellschaftlichen Ordnungen des Körpers.
Mittwoch, 02. Juni 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Am Mittwoch präsentieren wir – zur üblichen Zeit am üblichen Ort – Melanie Bujok, Lehrbeauftragte an der Universität Bielefeld und Projektleiterin in der Jugendsozialarbeit. Sie setzt sich in Theorie wie Praxis krtitisch mit Mensch-Tier Verhältnissen auseinander und forschte auch zu körpersoziologischen Fragestellungen. Bislang wurde in vielen Intersektionalitätsansätzen das Gegensatzpaar “Mensch:Tier” mit allen weitreichenden Auswirkungen kaum beachtet, somit ist Horizonterweiterung geradezu garantiert.

Die Referentin zu ihrem Vortrag

Das Tier“ ist seit jeher Projektionsfläche und Spiegel einer mit Werthierarchien und Machtkonstellationen verbundenen Ordnungspolitik der jeweiligen Zeit. Am Körper von Tieren werden soziale, politische, ethische und vor allem ökonomische Normen weitestgehend ungehindert inszeniert, in Gestalt gebracht und darum besonders deutlich sichtbar. So wird durch die totale Kontrolle der Gesellschaft über einen Großteil tierlicher Individuen und durch die ihnen verunmöglichte Verfügbarkeit über ihren eigenen Körper – v.a. in den Tierindustrien – dieser auf ein manipulierbares und verwaltbares Material gesellschaftlicher Interessen und Techniken reduziert. Der Vortrag versucht anhand bestehender sozialer Tierkategorien und mit diesen verbundenen Behandlungspraxen durch die Gesellschaft aufzuzeigen, inwieweit sie nicht nur Ausdruck des gegenwärtigen Mensch-Tier-Verhältnisses sind, sondern darüber hinaus zum Teil generell aktuelle gesellschaftliche Verhandlungen des Körpers und Zugriffe auf diesen reflektieren.

Vortragseinladung: 12.05.2010 – Biologisches Geschlecht ist gemacht

10.05.2010 Von: W. Kategorie: Uncategorized

Dr. Heinz-Jürgen Voß
Biologisches Geschlecht ist gemacht – und das in vielfältigen Ausformungen
Mittwoch, 12. Mai 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

In unserem highlighreichen Semester freuen wir uns auf ein weiteres: Heinz-Jürgen Voß, Diplombiologe und Dr.Phil. lehrt zu Geschlecht und Biologie an diversen Universitäten und könnte auf dem Gebiet – auch biologisch – fundierter Geschlechterdekonstruktion als namenhaft angekündigt werden. Mehr von ihm und über ihn findet Ihr auf seiner Homepage und dem Blog “Das Ende des Sex”

Biologisches Geschlecht ist gesellschaftlich hergestellt. Menschen werden in Gesellschaft hineingeboren und lernen in ihr; ihr Denk- und Sagbares ist damit durch Gesellschaft (u.a. Sprache) beschränkt. Das gilt auch für die Rede über „biologisches Geschlecht“. Die Annahme ist zu verwerfen, dass „biologisches Geschlecht“ außerhalb von Gesellschaft betrachtbar wäre. Auch bzgl. „biologischen Geschlechts“ geht es um Theorien – und diese wandeln sich, u.a. nach gesellschaftlichen Erfordernissen. Das wird in diesem Input deutlich und soll zur Diskussion anregen: Unterschiedliche Theorien über „biologisches Geschlecht“ werden vorgestellt (historisch und aktuell). Deutlich wird, dass nicht nur Argumente der Differenz, sondern auch der Gleichheit zweier Geschlechter in diesen prominent vertreten waren und sind. Sichtbar wird auch, dass Auseinandersetzungen stattfanden und stattfinden, dass also zu keiner Zeit nur eine Sichtweise verbreitet war, sondern Vertreter (später auch Vertreterinnen) verschiedener biologisch-medizinischer Geschlechtertheorien miteinander diskutierten.

Herausgestellt wird für aktuelle biologisch-medizinische Geschlechtertheorien, dass diese zunehmend zu dem Ergebnis gelangen, dass sich als geschlechtlich betrachtete Merkmale individuell (und im Vergleich verschiedener Menschen: vielgestaltig) ausprägen. So werden mittlerweile biologisch viele Geschlechter denkbar, statt nur zwei oder drei.