AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
Weblog abonnieren

Archiv für ‘Vortragsreihe’

Vortragseinladung 16-11-16: Das „andere“ zur hegemonialen Männlichkeit?

13.11.2016 Von: Till Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 16.11.2016
19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Sophie Ruby, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität, Jena

Das „andere“ zur hegemonialen Männlichkeit?

Kurzankündigung zum Vortrag:

Wie ist Anderes zu traditionellen Männlichkeitskonzepten möglich? Sophie Ruby wird unter der Fokussierung auf diese Frage einen einführenden Überblick zu theoretischen Konzepten und empirischen Ergebnissen der Männlichkeitssoziologie geben. Es werden theoretische Kritiken und Weiterentwicklungen diskutiert, empirische Forschungsergebnisse, aber auch praktisch-politische Fragen nach der Entwicklung und Umsetzung emanzipatorischer Praxis hinsichtlich der Kategorie Geschlecht.

Vortrag am 09-11-2016 entfällt!

07.11.2016 Von: Julia Miller Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Liebe Freund_Innen der AG Queer Studies,

leider muss die Veranstaltung “LGBTQI”-Geflüchtete in Hamburg” mit der Initiativgruppe Queer Refugees Support Hamburg am Mittwoch ausfallen!
Wir bedauern dies sehr und melden uns, falls sich der Vortrag noch nachholen lässt.

Damit geht unsere Vorlesungsreihe erst nächste Woche mit dem Vortrag von Sophie Ruby weiter.
Wir freuen uns dann auf euren Besuch!

Beste Grüße,
eure AG Queer Studies

Vortragseinladung 02-11-16: Raum einnehmen – Dicke Ermächtigungsstrategien

31.10.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 02.11.2016, 19:15 Uhr,
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Hengameh Yaghoobifarah ist Medienkulturwissenschaftler_in, Aktivist_in, Autor_in und Redakteur_in beim Missy Magazine.

Raum einnehmen: Dicke Ermächtigungsstrategien

Kurzankündigung zum Vortrag:

Fat-Shaming und Dickenfeindlichkeit sind bestehende Diskriminierungsformen, die sich über viele Bereiche ausdehnen und dennoch kaum benannt werden. Durch neue Ressourcen wie Blogs, Kunstprojekte oder Bücher entstehen Grundlagen für eine Thematisierung, es entstehen Diskurse. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie können dicke_fette Personen sich in einer dickenfeindlichen Gesellschaft ermächtigen und wie können normschlanke Kompliz_innen unterstützen?

Vortrag am 26-10-2016 entfällt!

24.10.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Liebe Freund_innen der AG Queer Studies,
leider muss die Veranstaltung mit dem zine.napse Kollektiv aus Münster am Mittwoch auffallen!
Wir bedauern dies sehr und hoffen, dass sich die ZineLesung vielleicht noch nachholen lässt.

Damit geht unsere Vorlesungsreihe erst nächste Woche mit dem Vortrag von Hengameh Yaghoobifarah los.
Wir freuen uns dann auf euren Besuch!

Beste herbstliche Grüße,
eure AG Queer Studies

Vortragseinladung 13-07-16: Queer DisAbility Studies und Crip Theory

11.07.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 13.07.2016, 19:15 Uhr,
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum für Disability Studies (ZeDis) statt und wird schriftgedolmetscht.

Mag.a Elisabeth Magdlener Vorsitzende des Vereins CCC** – Change Cultural Concepts, Lehrende der Queer DisAbility Studies, Aktivistin, Teil der Community-Tanzbewegung DanceAbility und A.D.A.M. (Austrian DanceArt Movement), Wien

Queer DisAbility Studies und Crip Theory

Kurzankündigung zum Vortrag:

In den letzten Jahren entwickelte sich im anglo-amerikanischen Raum ein neuer Forschungszweig von Betroffenen für betroffene Aktivist_innen, Theoretiker_innen und ihre Mitstreiter_innen, die Queer DisAbility Studies. Sie haben sich aus der Verknüpfung von Gender- und Feminist Studies sowie Disability Studies herausgebildet.
In einer kulturwissenschaftlichen Herangehensweise setzen sich die Queer Dis_ability Studies gesellschaftsanalytisch mit Normierungsstrukturen, Macht- und Gewaltverhältnissen auseinander, die in unserem normierenden Gesellschaftssystem verankert sind.
Dieser Vorlesungsbeitrag soll eine erste Annäherung an Queer DisAbility Denkungsweisen sein. Dabei werden unterschiedliche Thematiken des Umgangs mit Normvorstellungen gesellschaftskritisch beleuchtet.

Vortragseinladung 29-06-16: Return the gaze! – Performative Strategien für queer-feministischen Widerstand

25.06.2016 Von: Jen Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 29.06.2016, 19:15 Uhr, Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Julischka Stengele, freie Künstlerin, Kulturarbeiterin und Aktivistin, Wien
Return the gaze! – Performative Strategien für queer-feministischen Widerstand
Kurzankündigung zum Vortrag:
Die Auseinandersetzung mit dem Blick, das Verhältnis von anschauen und angeschaut werden ist in meiner künstlerischen Arbeit von zentraler Bedeutung. Dabei interessiert   mich insbesondere der Blick auf gesellschaftlich diskriminierte Körper, sowie der Blick von jenen, die diskriminiert werden, auf sich selbst und die unterdrückenden Mechanismen.
In meiner Kunst wie auch in meiner Lohnarbeit als Aktmodell erprobe ich Strategien für das Zurückgeben solcher Blicke. Mein eigener Körper und die gesellschaftlichen
Verhältnisse, in die er eingebunden ist, sind sowohl Inhalt als auch Ausdrucksmittel.
Die Bühne – ob im Theater, dem Aktzeichensaal oder auf der Straße – dient mir als
Austragungsort für selbstbestimmte Sichtbarkeit. Vorgefertigten Bildern setze ich
eigene entgegen – unbequeme, widerständige, bestärkende.
In diesem performativen Vortrag stelle ich eine Auswahl meiner Projekte und Strategien vor, die zeigen sollen, wie queer-feministische und künstlerische Praxen zusammenwirken können.

Vortragseinladung 15-06-16: Intersektionen Klasse und Geschlecht

14.06.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 15.06.2016
19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Tanja Abou, Institut für Klassismusforschung, pädagogische Tresenkraft, Sozialarbeiterin, Social-Justice-Trainerin und Kinderbuchautorin, Berlin

Intersektionen Klasse und Geschlecht am Beispiel von Interventionen in den feministischen Mainstream der 80er und 90er – Arbeiter_innentöchter und Prololesben

Kurzankündigung zum Vortrag:

In dem Vortrag werden verschiedene Formen der Selbstorganisation nicht-bürgerlicher Feminist_innen der 1980er und 1990er Jahre vorgestellt und aufgezeigt, wie Mehr­fachzugehörigkeit(en) sich verschränken und Ausschlüsse verstärken können.

Der Begriff Intersektionalität wurde zum ersten Mal von der US-amerikanischen Juristin Kimberlé Crenshaw verwendet. Der Begriff beschreibt die Überschneidung verschie­dener Diskriminierungen in einer Person. Diese Diskriminierungen können nicht einfach zusammen addiert werden, sondern führen zu spezifischen Diskriminierungs­erfahrungen. Crenshaw nutzt das Bild einer Kreuzung (intersection), um die spezifi­sche Diskriminierung von Schwarzen Frauen sichtbar zu machen. Jede Straße steht für eine strukturelle Diskriminierung – bei Crenshaw Rassismus und Sexismus. Für eine Schwarze Frau erhöht sich das Risiko eines Unfalls, weil sie sowohl von Rassismus als auch von Sexismus betroffen sein kann.

Im deutschsprachigen Raum war es Clara Zetkin, die auf den Zusammenhang von Klasse und Geschlecht aufmerksam machte und die bürgerliche Frauenbewegung dafür kritisierte, dass sie sich nur für ihre Interessen einsetze. Die Diskussion wurde von den Arbeiter_innentöchtern und den Prololesben weiter geführt. Sie kritisierten, dass die Bürgerlichen in der damaligen FrauenLesben-Bewegung den Ton angaben.

Die Arbeiter_innentöchter waren organisierte Feminist_innen, die an Universitäten studierten und auf ihre spezifische Situation aufmerksam machten und auch Kollo­quien für Betroffene anboten. Eine Gruppe gab zum Beispiel den Reader “Kommen sie auch aus der Bildungsferne?” heraus. Die Prololesben waren Teil – oder eben nicht-Teil – der autonomen FrauenLesbenbewegung, an der sie kritisierten, dass nicht-Bürgerliche sich anpassen müssten, um nicht unangenehm aufzufallen oder um überhaupt ernst genommen zu werden.

Vortragseinladung 27-04-16: Decolonize Your Veranstaltungsplanung

25.04.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 27.04.2016
19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Noah Sow, Künstlerin, Autorin, Theoretikerin, Aktivistin, Hamburg:
Decolonize Your Veranstaltungsplanung aka Verantwortlich Veranstalten.
Epic Fails und Bessere Praxis für die Planung transformativer Projekte – Eine Einführung

Kurzankündigung zum Vortrag:

Es gibt viele Traditionen, wie in Deutschland kommuniziert und veranstaltet wird. Diese Traditionen – und oft auch unhinterfragten “automatischen” Abläufe, Besetzungs­politiken und Programmpunkte – sind genauso gewachsen wie die gesellschaftlichen Zustände, die wir verändern wollen. Wenn wir herkömmliche Regeln und Traditionen befolgen, ohne sie zu hinterfragen, verlaufen selbst transformativ beabsichtigte Veranstaltungen oft nicht vorteilhaft – und die politische veranstalterische Konzeption und Praxis sabotiert ihre eigenen (vorgeblichen) Absichten.
Auch Aktivist_innen unterlaufen planerische Automatismen, die mit ihren politischen Zielen nicht im Einklang sind. Mit besonderem Augenmerk auf die Meta-Ebenen und unterschiedlichen Interessens-, Macht- und Zumutungslagen, die sich aus unterschied­lichen Positioniertheiten ergeben, gibt der Vortrag eine Einführung in Noah Sows aktuellen gesellschaftswissenschaftlichen und aktivistischen Arbeitsschwerpunkt. Wir betrachten das Gerüst verschiedener klassischer Unhinterfragtheiten aktivistischer/ kultureller/kunst-und kulturpolitischer Veranstaltungsunternehmungen. Durch die Sichtbarmachung werden Vor- und Nachteile identifiziert, analysiert und Raum wird eröffnet für bewusstere und neue kuratorische/veranstalterische Experimente und Freiheiten.

Vortragseinladung 13-04-16: Biphobie, Monosexismus und das ‚Verschwinden Lassen’ des Phänomens der Bisexualität

11.04.2016 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 13.04.2016
19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Dr. Christian Klesse, Senior Lecturer am Department of Sociology, Manchester Metropolitan University:
Negation & Annihilation. Über Biphobie, Monosexismus und das ‚Verschwinden Lassen’ des Phänomens der Bisexualität

Kurzankündigung zum Vortrag:

Das vorherrschende Sexualitätsverständnis ist von heteronormativen oder dualisti­schen Annahmen geprägt, nach welchen Menschen sowohl klar einem Geschlecht zuzuordnen sind und sich im Normalfall auch heterosexuell begehrend, romantisch auf das sogenannte andere Geschlecht beziehen; oder aber – dies jedoch nur im Ausnahmefall! – sich als schwule oder lesbische Personen dem gleichen Geschlecht zuwenden. Menschen, deren Partnerwahl nicht auf ein Geschlecht festgelegt ist, erfahren häufig eine Infragestellung ihrer Sexualität. Der Juraprofessor Kenji Yoshino stellt fest, dass das dominante Sexualitätsverständnis darauf angelegt ist, bisexuelle Identitäten und Kultur unsichtbar zu machen, zum Verschwinden zu bringen.

Die Konzepte der Biphobie und des Monosexismus bieten sich an, um diese und andere Formen der Verneinung, Abwertung und Stereotypenbildung hinsichtlich bisexueller Lebensweisen oder nicht eindeutig geschlechtlich kodierter Begehrens­muster in ihrem materiellen Zusammenhang zu begreifen. Der Vortrag legt nahe, dass Biphobie kein eindimensionales und universal operierendes, sondern vielmehr ein vielschichtiges und dynamisches Machtverhältnis darstellt, das auch andere Formen des Ausschlusses und der Diskriminierung mobilisiert.

Jüngere Forschungen verkomplizieren gängige Sichtweisen von Biphobie als ein hauptsächlich symbolisches Gewaltverhältnis, welches sich auf stereotype Wahr­nehmung reduzieren ließe. Biphobie strukturiert auch den Zugang zu Privilegien und zu materiellen Ressourcen und Sicherheiten. Biphobiekritik ist somit ein wichtiger und notwendiger Bestandteil effektiver intersektionaler Herrschaftskritik.

Vortragseinladung 27-01-2016: Von rheokrenen Culture Kleshas – oder der feine Herr Camus beim Rumprousten

25.01.2016 Von: jonas Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 27.01.2016, 19:15 Uhr

Achtung! Diesmal abweichend in Hörsaal C, Von Melle Park 6 („Philosophen-Turm“)

Blessless Mahoney, Dekanin der Eberhardt-Anbau-Scheibenschwenkpflug-Universität, Brake an der Weser &
Didine van der Platenvlotbrug, Pröpstin der Elsa-Sophia-von-Kamphoevener-Fernuniversität, Katzen-Ellenbogen

Hier die Kurzankündigung zum Vortrag:

Nach 22 Jahren im Dienste der philosophischen Welterkenntnis heißt es nun bei den bei­den Professorinnen der Beredsamkeit: “Voll auf die Zwölf!” Aus den 15 Aggregatzuständen wählen sie ausgerechnet die 42 für ihren bunt gemischten Fruchtkorb. Beherzt wird das absurde Mycel bei der Wurzel gepackt und verwandelt sich durch kundiges Plaudern zu Staub! Und Gold! Also Goldstaub!

und for our foreign guests:

For 22 years the two professors of eloquence helped in understanding the philosophical problems of the world, but now they go like: „In your face!“ From the 15 states of aggrega­tion they chose of all the “42” for their motley fresh fruit basket. Spirited as they are, they strike the mycelium at the heart of its problem and turn it by their knowledgeable talk into dust! And gold! Means gold dust!