AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Vortragseinladung 22.11.2017: Lesung & Diskussion: “Wege zum Nein. Emanzipative Sexualitäten und queer-feministische Visionen. Beiträge für eine radikale Debatte nach der Sexualstrafrechtsreform in Deutschland 2016”

19.11.2017 Von: Marc Sick Kategorie: Vortragsreihe

Mittwoch, den 22.11.2017 um 19.15 Uhr

Von-Melle-Park 5, Raum 0079

 

“Wege zum Nein. Emanzipative Sexualitäten und queer-feministische Visionen. Beiträge für eine radikale Debatte nach der Sexualstrafrechtsreform in Deutschland 2016”

Sina Holst und Johanna Montanari, Herausgeberinnen

 

Hier das Abstract zum Vortrag:

Wie können wir Räume und Beziehungen gestalten, in denen Neinsagen nicht nur möglich ist, sondern wertgeschätzt wird? Was ändert sich mit der Sexualstrafrechtsreform in Deutschland 2016? Was bedeutet diese Reform aus rassismuskritischer queer-feministischer Perspektive?

Wir stellen das Buchprojekt “Wege zum Nein” vor, lesen daraus vor und laden euch ein, mit uns zu diskutieren.

„Wege zum Nein“ versammelt aktivistische, juristische und philosophische Perspektiven auf die Reform des Sexualstrafrechts 2016 und führt eine radikale Debatte über sexuelle Gewalt, sexuelle Selbstbestimmung und Emanzipation. Rassismuskritische queer-feministische Perspektiven thematisieren und attackieren den gesellschaftlichen Status Quo und treten in Austausch miteinander. Sie entwerfen Argumente und Visionen, diesen Status Quo zu verändern, sich Handlungsmacht anzueignen und diese zu erweitern.

 

Vortragseinladung 15.11.2017: Lookismus zwischen Theorie und (Alltags-)Praxis – Vortrag und Lesung aus dem aktuellen Buch

12.11.2017 Von: Marc Sick Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, den 15.11.2017 um 19.15 Uhr

Von-Melle-Park 5, Raum 0079

 

Lookismus zwischen Theorie und (Alltags-)Praxis – Vortrag und Lesung aus dem aktuellen Buch

Herausgeber*innen- und Autor*innenkollektiv

Hier das Abstract zum Vortrag:

Seit Jahren werden in queeren, linken und feministischen Diskursen immer wieder sogenannte lookistische Diskriminierungen thematisiert. Der Begriff des Lookismus scheint dabei keinesfalls klar umrissen zu sein, weshalb es sich lohnt danach zu fragen, was unter dem Terminus verstanden und miteinander verhandelt wird. Grob lässt sich Lookismus wie folgt zusammenfassen: Lookismus fragt nach Prozessen der alltaglichen Wahrnehmung und Bewertung von Körpern, wobei es immer wieder um Fragen der Diskriminierung, Ausgrenzung und Ausschließung geht. Offen bleibt die Frage, inwiefern Lookismus mit anderen -ismen einhergeht. Und, wenn dem so ist, ob sich eine klare Abgrenzung und Erweiterung zu bestehenden -ismen überhaupt lohnt. Genügen die bestehenden Analysekategorien aus, um gegenwärtige, körperbezogene, sexistische, misogyne, rassistische, klassistische usw. Diskriminierungen zu erfassen? Oder bedarf es eines stärker körperfokussierten -ismus, um bisher ungeklärte und unbedachte Leerstellen zu betrachten?

Der Beitrag ist so aufgebaut, dass er sich nach einer gemeinsamen, theoretischen Beschäftigung mit dem Begriff zunächst einer kritischen Betrachtung von Empowermentstrategien widmet, um abschließend in der Diskussion ein Fazit zu ziehen – im Sinne eines gemeinsamen An-, Weiter- und Umdenkens.

 

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Vortragseinladung 08-11-2017: Hate Speech – Harassment – Antifeminismus

07.11.2017 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, den 08.11.17 um 19:15 Uhr
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Hate Speech – Harassment – Antifeminismus: Digitale Öffentlichkeiten als Labor eines neuen Kulturkampfes

Dr. Kathrin Ganz, Forschungsgruppe Arbeit–Gender–Technik, TU Hamburg

Hier das Abstract zum Vortrag:

Rechte Ideologien werden aktuell auf neue Weise als ein Identifikationsangebot für Menschen artikuliert, die ihre Opposition zum Gegebenen zum Ausdruck bringen wollen. Neben Rassismus, Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Antiglobalismus u.a. sind Antifeminismus und der sogenannte Antigenderismus wichtige Elemente dieses politischen Projektes. Feminismus und Gender werden dabei als Projekte einer herrschenden Elite adressiert.

Digitale Öffentlichkeiten spielen bei der Formation dieses rechten Diskurses eine wichtige Rolle. Auf geradezu paranoide Art werden dort Feindbilder gepflegt und angegriffen. Antifeminismus äußert sich folglich nicht nur in Form von Argumenten gegen Quote und Binnen-I, sondern auch in sogenannter hate speech und organisiertem online harassment. Die „Verrohung“ von Online-Kommunikation wird in jüngster Zeit vermehrt öffentlich diskutiert, mit dem Ergebnis, dass „Hass im Netz“ zuletzt auch zum Gegenstand netzpolitischer Regulierung geworden ist.

Der Vortrag nimmt den Antifeminismus in digitalen Öffentlichkeiten zum Ausgangspunkt, um eine Reihe von Themen zu diskutieren: die Dynamiken digitaler Kommunikation, die u.a. Antifeminismus derzeit befeuern, die politische Bedeutung von Antifeminismus im Internet und die Frage, wie (netz-)politische Strategien gegen Antifeminismus und Hass im Netz zu bewerten sind.

Vortragseinladung 01-11-17: Lesung: „Wir waren doch mal Feministinnen“

30.10.2017 Von: Till Kategorie: Vortragsreihe

Mittwoch, 01.11.2017, 19:15 Uhr,
Abweichend im Pferdestall, Allende-Platz 1, Raum 250

Andi Zeisler, Gründerin und Herausgeberin des Bitch Magazine

Die Lesung findet in englischer Sprache statt.
The event will be held in English.

Kurzankündigung zum Vortrag:

Feminismus ist hip. Beyoncé und Emma Watson bekennen sich zum »F-Wort«, Taylor Swift sowieso. Eine ganze Marketingindustrie schreibt sich »Empowerment« auf die Fahnen, um damit so gut wie jedes Produkt, von Unterwäsche bis Frühstücksflocken, an die Frau zu bringen. Was als politische Bewegung für soziale Gerechtigkeit begonnen hat, scheint heute kaum noch mehr als ein Shoppingtipp in einem großen, bunten Markt zu sein, der uns Lösungen für Probleme und Problemzonen verkauft, die erst das System zu solchen macht. Der Feminismus als Marke setzt individuelle Selbstverwirklichung über kollektive Solidarität.
Andi Zeisler, Gründerin und Herausgeberin des Bitch Magazine, nimmt in „Wir waren doch mal Feministinnen“ (Rotpunktverlag, 2017) eine schillernde Reihe von Beispielen aus Popkultur, Medien und Werbung unter die Lupe und zeigt, wie der Feminismus vereinnahmt und verwässert wurde.
Unerschrocken und mit beißendem Witz erzählt dieses Buch, wie wir es dazu haben kommen lassen, und es erinnert uns daran, dass mit Feminismus eigentlich einmal etwas anderes gemeint war.

 

Semesterstart mit Kooperationsveranstaltung

24.10.2017 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Dieses Wintersemester beginnen wir mit einer Kooperationsveranstaltung aus der Ringvorlesung „Inclusive Religions?! Beiträge zur Dekonstruktion von Dis/Abled Bodies in religiösen Kontexten“ des Zentrums für Disability Studies und Teilhabeforschung.
Dementsprechend bitten wir, den anderen Ort und die andere Zeit für diesen Vortrag zu berücksichtigen:
Mittwoch, 25.10.2017 – 16.00 bis 18.00 Uhr
Edmund-Siemers-Allee 1, 20146 Hamburg, Raum 221 Ostflügel

Zu Gast ist:
Katharina Payk, Mag.a ev. Theologin und Pädagogin aus Wien. Sie ist leitende Redakteurin von an.schläge, Das feministische Magazin
Der Titel des Vortrags lautet:
Dis_ability: Dekonstruktion und Selbstermächtigung, Gender_queere und postsäkulare Perspektiven

Die Veranstaltung wird von Schriftdolmetscher*innen übersetzt

Hier noch die Kurzbeschreibung:
„Dem Konzept Queer wohnt inne, dass naturalisierte und ewig geglaubte Kategorien destrukturalisiert werden. Hingegen wird Religion gemeinhin nicht gerade als Möglichkeit zur Dekonstruktion angesehen. Religiöse Normen wirken – oft unbewusst – auf unsere Konzepte von Körper, Dis_ability, Geschlecht und Begehren ein. Aber Religiosität kann auch offensiv genutzt werden, um Ressourcen für Selbstermächtigungsstrategien in Bezug auf gender, desire und dis_ability freizumachen. Im Vortrag werden sowohl wissenschaftliche wie aktivistische Konzepte und Strategien berücksichtigt.“

In unserer Reihe geht es nächsten Mittwoch los, allerdings auch an einem anderen Vortragsort. Die Details dazu sowie Aktualisierungen und das Abstractheft zu unserem Programm im Wintersemester sind jetzt online.

Dania Alasti: Der Wille zum Nein

10.07.2017 Von: W. Kategorie: Podcast

Dania Alasti MA. ist Autorin und studierte Philosophie in Hamburg und Berlin. Juni 2017 referierte sie daüber Wie die deutsche Rechtsprechung Betroffenen sexueller Gewalt einen selbstbestimmten Subjektstatus verweigert hat. Aus dem Abstract:

Die Auslegung des Sexualstrafrechts vor der Reform im Juli 2016 hatte den Betroffenen sexueller Gewalt den Status des bürgerlichen Subjektes verweigert. Der Schutz der sexuellen Selbstbestimmung wurde an der physischen Widerstandsfähigkeit bemessen, nicht an der Äußerung des Willens. Nicht nur war die Verfügung über Eigentum besser geschützt als die Verfügung über den eigenen Körper. Die Praxis der Rechtsprechung hat auch zu widersprüchlichen Auslegungen des Gewaltbegriffs bei Sitzblockaden und bei sexueller Gewalt geführt.

In meinem Vortrag werde ich die Problematik des Strafrechts vor der Reform darlegen, um zu zeigen, dass dem Strafrecht sowie seiner Apologie Vergewaltigungsmythen zugrunde lagen. Dabei verstehe ich die Forschung zu Vergewaltigungsmythenakzeptanz der Sozialwissenschaften als eine Art von Ideologiekritik im Sinne der Kritischen Theorie, die Widersprüche als Ausdruck von Herrschaftsverhältnissen versteht. Doppelstandards bei der Auslegung des Gewaltbegriffs bei Sitzblockaden und bei sexueller Gewalt interpretiere ich insofern als Ausdruck patriarchaler Ideologien. Dass seit der Reform der verbale Ausdruck des entgegenstehenden Willens hinreichend sein soll, um die sexuelle Selbstbestimmung zu schützen, ist die Verwirklichung des Versprechens an das bürgerliche Subjekt, autonom über sich und die eigenen Angelegenheiten entscheiden zu können. Diese Selbstbestimmung werde ich ebenfalls hinterfragen als etwas, das nicht unabhängig von gesellschaftlichen Verhältnissen gedacht werden kann.

Wir danken den Kolleg*innen von Tide herzlich für die Zusammenarbeit!

Vortragseinladung 05.07.2017: Migrationsbedingt behindert? Rassismusforschung trifft Disability Studies

03.07.2017 Von: Marc Sick Kategorie: Vortragsreihe

Mittwoch, 05.07.2017, 19.15 Uhr,

Von-Melle-Park 5, Raum 0079

 

Dr. Donja Amirpur, Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene an der TH Köln

Migrationsbedingt behindert? Rassismusforschung trifft Disability Studies

Kurzankündigung zum Vortrag:

Im Mittelpunkt des Vortrages stehen Familienbiographien an der Schnittstelle von Migration und Behinderung. Dafür nutzt Donja Amirpur Ergebnisse und Interviewausschnitte aus ihrer Studie “Migrationsbedingt behindert?”. Eine Analyse der von den Eltern und ihren Kindern erfahrenen Ausgrenzungen zeigt die Verwobenheit rassistischer und ableistischer Machtverhältnisse und weist auf eine Spezifik an ihrer Schnittstelle hin.

Dies ist eine Kooperationsveranstaltung mit dem ZeDis (Zentrum für Disability Studies). Wir möchten euch aber darüber informieren, dass es dieses mal leider keine Schriftmittlung geben wird, was bei den Kooperationsveranstaltungen sonst üblich ist.

Vortragseinladung 31.05.2017: Von der friedfertigen Antisemitin zur queer-theoretischen Post-Zionistin.

28.05.2017 Von: Simon Schultz Kategorie: Aktivismus, Neuigkeiten

Mittwoch, 31.05.17, 19.15 Uhr,
Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Dr. Ljiljana Radonić, Gastprofessorin am Centrum für Jüdische Studien der
Universität Graz/Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien

Von der friedfertigen Antisemitin zur queer-theoretischen Post-Zionistin

Kurzankündigung zum Vortrag:

Jahrzehntelang hat die „neue Frauenbewegung“ ein positives Bild von „der Frau“
im NS gezeichnet, was nicht selten zu einer den Holocaust verharmlosenden
Argumentation führt(e). Entgegen der Tatsache, dass Frauen als KZ-Aufsehe-
rinnen, Fürsorgerinnen oder Denunziantinnen an der antisemitischen Ausgren-
zung und Vernichtung von Jüdinnen und Juden begeistert mitwirkten, werden sie
in feministischen Schriften oft als auf die Mutterrolle reduzierte „Gebärmaschi –
nen“ dargestellt – ein feministischer Fall von Täter(innen)-Opfer-Umkehr. Handelt
es sich um einen spezifisch feministischen Antisemitismus, wenn Matriarchats-
forscherinnen dem Judentum und seinem historischen „Ausmordungsprogramm“
die Schuld an der Zerstörung des Matriarchats geben und es als besonders
patriarchale Religion imaginieren? Der Bogen reicht bis Judith Butler, die nicht
mehr vom „alten Israel“ spricht, sondern alles Schlechte im heutigen, rassisti-
5schen, vom Siedlerkolonialismus und Reinheitsvorstellungen geprägten, auf
Vertreibung basierenden, illegitimen Staat Israel verortet, der aufgrund anhalten-
der „Deportationen“ und des „konzentrierenden Kolonialismus“ ebenfalls selbst
schuld an der ihm drohenden Zerstörung sei. Schließlich lässt sich auf Basis
einer kritischen Theorie des Antisemitismus die Frage stellen, ob Antisemitismus
bei Frauen und Männern die gleichen Bedürfnisse befriedigt, oder ob entspre –
chend der verschiedenen Geschlechterrollen unterschiedliche Inhalte projiziert
werden.

Vortragseinladung 24.05.17: Queer-feministische Organisierung gegen den G20 Gipfel in Hamburg.

21.05.2017 Von: Julia Miller Kategorie: Uncategorized

Mittwoch, 24.05.17, 19.15 Uhr,

Von-Melle-Park 5, Raum 0079

Queer-feministische Organisierung gegen den G20 Gipfel in Hamburg.

Vertreter_innen des FLTI*Bündnisses berichten

 

Kurzankündigung zum Vortrag:

Am 7. und 8. Juli wollen sich die Vertreter*innen der reichsten 20 Industrie- und Schwellenländer in Hamburg treffen, um ihre ökonomischen Interessen zu koordinieren und eine Globalisierung zum angeblichen Nutzen aller zu gestalten. Mit einem lauten, bunten Protest stellen wir uns gegen diesen falschen Paternalismus. Um dem Diktat von oben mit einer Selbstorganisierung von unten zu begegnen, fand (u.a.) eine Aktionskonferenz statt. Auf dieser gründete sich ein queer-feministisches Bündnis, das seit Januar diesen Jahres autonom agiert. In einem 45 minütigen Vortrag und anschließender Diskussion wollen wir darüber sprechen, warum eine queer-feministische Stimme innerhalb der Anti-G20-Proteste wichtig ist. Wir möchten das bestehende FLTI*-Bündnis vorstellen und über den aktuellen Stand der Vorbereitungen informieren.

Vortragseinladung 17.05.17: Hetero-Ehe: eine queer-feministische Einführung

14.05.2017 Von: Marc Sick Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Mittwoch, 17.05.17, 19.15 Uhr,

Von-Melle-Park 5, Raum 0079

 

Steff Bentrup, Diplom-Soziologin, Hamburg

Hetero-Ehe: eine queer-feministische Einführung

Kurzankündigung zum Vortrag:

Hetero-Ehe ist immernochwieder im Trend, Heirat eine individuelle Entscheidung und Hochzeitstraditionen mutieren zu Spektakeln im öffentlichen Raum.

Gepackt von der Faszination des Grusels stelle ich Teile meiner Diplomarbeit vor und gebe einen groben intersektionalen Einblick rund um die heterosexuelle Ehe.

Krise, Privileg, Druck und Abhängigkeiten… Es ist schön kompliziert!
Gestreift werden dabei Ehe- und Zweierbeziehungssoziologie, Heteronormativitätskritik und ein bisschen Machttheorie.

Gewürzt wird das Ganze noch mit den Ehekritik-Charts der letzten vierzig Jahre bis heute und der Frage? Was passiert, wenn Ideale von romantischer Liebe und queer-/feministischem Selbstverständnis den Bund fürs Leben eingehen wollen??