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	<title>AG Queer Studies &#187; behinderung</title>
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	<description>... jenseits der Geschlechtergrenzen</description>
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		<title>Vortragseinladung 2011-12-14: Ableism (schriftgemittelt)</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 19:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rebecca Maskos
"Bist DU behindert oder was" : Behinderung, Ableism und souveräne Bürger_innen
Mittwoch 14.12.2011, 19:15, Von Melle Park 5 ("Wiwi Bunker") 0079
Bei dem Vortrag werden Schriftmittler*innen anwesend sein]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rebecca Maskos<br />
&#8220;Bist DU behindert oder was&#8221; : Behinderung, Ableism und souveräne Bürger_innen<br />
<strong>Mittwoch 14.12.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</strong></p>
<p style="text-align: center;"><em>Bei dem Vortrag werden Schriftmittler*innen anwesend sein</em></p>
<p>Aus Berlin kommt die Diplompsychologin und Journalistin Rebecca Maskos. Sie referiert zu folgendem:</p>
<p>Auf den Schulhöfen gilt &#8220;behindert&#8221; als Beleidigung, während im Bundestag ein Minister im Rollstuhl die bundesdeutschen Finanzen verwaltet. Im Fernsehen helfen zur besten Sendezeit Schauspieler_innen mit Trisomie 21 bei der Lösung von Kriminalfällen, während Pharmafirmen einen Test zur frühen Diagnose von Trisomie 21 auf dem Markt bringen, der bald noch effektiver das Leben von Menschen mit Lernschwierigkeiten verhindern wird. Wir leben in widersprüchlichen Zeiten. Behinderte Menschen sind gleichberechtigte Bürger_innen mit Rechten und Pflichten, das hat die Behindertenbewegung erkämpft. Trotzdem ist Behinderung immer noch ein Katastrophenszenario für sich als nichtbehindert verstehende Bürger_innen, das im Ruf nach pränataler Verhinderung und Sterbehilfe mündet. Behinderung scheint an etwas Fundamentalem zu rütteln, scheint die Identität und Integrität von Menschen mit vermeintlich intaktem Körper derart zu bedrohen, dass sie Verunsicherung und Angst auslöst. Woher könnte diese Angst kommen, welche Formen nimmt ihre Abwehr an, und was hat das mit einer Gesellschaft zu tun, in der der Körper zentraler Ort von Verwertung und Konkurrenz ist? Die Disability Studies und Aspekte der politischen Ökonomie geben Hinweise auf diese Fragen, denen ich in meinem Vortrag nachgehen möchte.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1841&amp;md5=af2b451cf5001521231dad1cce457940" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Carola Pohlen: Nichtbehinderung? Was soll das bitte sein?</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 13:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin Ganz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[biotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[disability studies]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer kleinen Pause machen wir weiter in unserer Podcastreihe mit einem Vortrag aus dem Wintersemester 2010. "Nichtbehinderung? Was soll das bitte sein? Ein Versuch, die Gender Studies für die Disability Studies produktiv zu machen" lautetet das Thema von Carola Pohlen, in dem sie den kaum in den Blick genommenen Begriff der "Nichtbehinderung" ins ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.agqueerstudies.de/fotos/Podcastlogo_klein.jpg" alt="Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen" width="120" height="120" align="left" />Nach einer kleinen Pause machen wir weiter in unserer Podcastreihe mit einem Vortrag aus dem Wintersemester 2010. &#8220;Nichtbehinderung? Was soll das bitte sein? Ein Versuch, die Gender Studies für die Disability Studies produktiv zu machen&#8221; lautetet das Thema von Carola Pohlen, in dem sie den kaum in den Blick genommenen Begriff der &#8220;Nichtbehinderung&#8221; ins Zentrum stellt und untersucht, wie Behinderung und Nichtbehinderung auch historisch voneinander abgegrenzt werden. Carola Pohlen ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am <a href="http://www.imew.de/index.php?id=574">Institut Mensch, Ehtik und Wissenschaft</a> in Berlin. </p>
<p><br />
<a href="http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/pohlen_2010_CC.mp3">Download</a> (mp3, 43 MB, 45 Minuten)<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-nd/2.0/de/80x15.png" alt="Creative Commons License" /></a><br />
<small>Dieser Werk bzw. Inhalt ist unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</small></p>
<blockquote><p> Die Disability Studies erlauben es, die gesellschaftlichen Machtverhältnisse in den Blick zu nehmen, die Behinderung als essentialisierenden und an Individuen geknüpften Identitätsmarker hervorbringen. Indem sie die gesellschaftlich spezifischen Bedeutungen von Behinderung und Nichtbehinderung entziffern, können die Disability Studies Aussagen darüber treffen, was unter Behinderung oder Nichtbehinderung zu einem historisch spezifischen Zeitpunkt jeweils zu verstehen ist und wie sie zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Bisher gibt es nur relativ wenige Arbeiten, die sich explizit auch mit Nichtbehinderung beschäftigen. Mit Blick auf das “Human Enhancement” – der biotechnologischen „Verbesserung“ jener Körper, die bereits als “normal” wahrgenommen werden – untersucht der Vortrag mit Bezug auf Diskussionen in den Gender Studies, inwiefern Vorstellungen von Nichtbehinderung mit Normalität verknüpft sind und wie sie normativ werden.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1787&amp;md5=c736ab0125cc2f31c396a5da6bcffbc2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Veranstaltungstip 2011-11-14: Zur Intersektionalität</title>
		<link>http://agqueerstudies.de/veranstaltungstip-2011-11-14-zur-intersektionalitat/</link>
		<comments>http://agqueerstudies.de/veranstaltungstip-2011-11-14-zur-intersektionalitat/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 10:53:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[behinderung]]></category>
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		<description><![CDATA[Do. Gerbig
Intersektionalität: Machtkategorien und Körperlichkeit. Race, Gender, Class, Dis-Ability – alles zusammen denkbar!?
Montag, 14.11.2011, 16:30, Edmund-Siemers-Allee 1 Ost ("ESA Flügelbau rechts") 221]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Do. Gerbig<br />
Intersektionalität: Machtkategorien und Körperlichkeit. Race, Gender, Class, Dis-Ability – alles zusammen denkbar!?<br />
<strong>Montag, 14.11.2011, 16:30, Edmund-Siemers-Allee 1 Ost (&#8220;ESA Flügelbau rechts&#8221;) 221</strong></p>
<p>Ein ebenfalls unbedingt hörenswerter Vortrag findet Montag 16 Uhr im Rahmen der Ringvorlesung unserer PartnerInitiative <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de">ZeDiS</a> statt, Do. Gerbig, aus Reihen der AG Queerstudies referiert zum Thema Intersektionalität.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1775&amp;md5=8bd45d4469bbe5bdb9370f77cdb31909" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Veranstaltungshinweis: Vorlesungsreihe &#8220;Behinderung ohne Behinderte!?&#8221;</title>
		<link>http://agqueerstudies.de/veranstaltungshinweis-vorlesungsreihe-behinderung-ohne-behinderte/</link>
		<comments>http://agqueerstudies.de/veranstaltungshinweis-vorlesungsreihe-behinderung-ohne-behinderte/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 19:12:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zentrum für Disability Studies (ZeDiS)
Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies"
Montags, ab 17.10.2011 16:30 Edmund-Siemers-Allee 1 Ost ("ESA, rechter Flügelbau") 221]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zentrum für Disability Studies (ZeDiS)<br />
Ringvorlesung &#8220;Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies&#8221;<br />
Montags, ab 17.10.2011 16:30 Edmund-Siemers-Allee 1 Ost (&#8220;ESA, rechter Flügelbau&#8221;) 221</p>
<p>Unsere Partner Initiative <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de">ZeDiS</a> veranstaltet auch kommendes Semester ihre Vorlesungsreihe, welche wir wärmstens empfehlen und zahlreich selbst besuchen, so Do. Gerbig am 14.11. gar als vortragende.</p>
<p>Das Programm findet Ihr <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/rvl_winter2011.pdf">hier</a></p>
<p>Aus der Beschreibung:</p>
<blockquote><p>Disability Studies (DS) sind ein interdisziplinärer wissenschaftlicher Ansatz, der aus der politischen Behindertenbewegung im angelsächsischen Sprachraum hervorgegangen ist. Richtungweisend für DS ist das so genannte soziale Modell von Behinderung, das davon ausgeht, dass Behinderung ausschließlich gesellschaftlich verursacht wird und dass in allen menschlichen Lebensbereichen behindernde Barrieren auftreten, die von Behinderung betroffenen Menschen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben erschweren.<br />
Darüber hinaus ist für DS die Sichtweise selbstbetroffener Menschen maßgeblich. Die allen Studierenden wie Interessierten offen stehende Ringvorlesung bietet einen Zugang zu unterschiedlichen Themen, die für DS bedeutsam sind.</p>
<p>Die Ringvorlesung steht allen Interessierten in- und außerhalb der Universität Hamburg offen. Die Räumlichkeiten sind für Rollstuhlfahrer/innen zugänglich und alle Vorträge werden von Schriftmittler/innen gedolmetscht. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.</p>
<p>Jeder Vortrag der Ringvorlesung ist eine in sich geschlossene Einheit, d.h. es ist möglich und zulässig, nur einzelne Vorträge zu besuchen. Für Studierende, die Leistungspunkte erwerben möchten, besteht Anwesenheitspflicht.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1665&amp;md5=285c99f5a27981df5808d4c612311639" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vortragseinladung (Schriftgemittelt!) 2011-07-06: &#8220;Armlose Wunder&#8221;</title>
		<link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-schriftgemittelt-2011-07-06-armlose-wunder/</link>
		<comments>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-schriftgemittelt-2011-07-06-armlose-wunder/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 16:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[Lucie Storchová
"Ich will, deswegen kann ich!" Geschlechtliche Markierung der Normalität, Produktivität und "bürgerlichen Tüchtigkeit" in Autobiographien der zentraleuropäischen "armlosen Wunder" (1910–1930)
Mittwoch 06.07.2011, 19:15, Von Melle Park 5 ("Wiwi Bunker") 0079]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lucie Storchová<br />
&#8220;Ich will, deswegen kann ich!&#8221; Geschlechtliche Markierung der Normalität, Produktivität und &#8220;bürgerlichen Tüchtigkeit&#8221; in Autobiographien der zentraleuropäischen &#8220;armlosen Wunder&#8221; (1910–1930)<br />
<strong>Mittwoch 06.07.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</strong></p>
<p>Der folgende Vortrag wird in Kooperation mit zusammen mit unserer PartnerInitiative Zentrum für Disablity Studies (<a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de/">ZeDiS</a>) angeboten. Schriftmittler*Innen werden anwesend sein, d.h. verbreitet diese Ankündigung weiter, solltet Ihr potentiell interessierte kennen.</p>
<p>Lucie Storchová ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Philosophischen Institut der tschechischen Akademie der Wissenschaften und am Institut für Anthropologie an der Faculty of Humanities in der Karls-Universität zu Prag. Sie referiert folgendes:</p>
<blockquote><p>Obwohl eine breitere konzeptionelle Diskussion sowie konkrete Forschungsprojekte zum Thema in der zentral- und osteuropäischen Geschichtswissenschaft mehr oder weniger fehlen, gehören die Imagination und kommerzielle Ausstellungen des „außerordentlichen Körpers“ (extraordinary body) an der Wende von 19. zum 20. Jahrhundert zu entscheidenden Phänomenen in der Entstehung des modernen zentraleuropäischen Nationalismus oder liberalen Kapitalismus. In meinem Exposé möchte ich auf den diskursiven Rahmen dieser Prozesse fokussieren, im besonderen auf Intersektionen von Gender und anderen Differenzdiskursen (als Klasse, Nation, Heteronormativität oder körperliche Differenz) in Autobiographien, die von renommierten „armlosen Wundern“ nach dem Ersten Weltkriege verfasst worden sind. Das autobiographische Selbst sowie der außerordentliche Körper in seiner Materialität lassen sich in diesem Sinne als textuelle Effekte der vielseitigen diskursiven Interaktion interpretieren, die unter anderen auch derzeitige Vorstellungen von ökonomischer Produktivität mitgestalteten. Die Lebensbeschreibung von Carl Hermann Unthan, dem populären und erfolgreichen armlosen Violinisten, wurde in Stuttgart unter dem Titel „Das Pediscript. Auszeichnungen aus dem Leben eines Armlosen“ in 1925 herausgegeben und diente als eine intertextuelle Basis für andere Super-Crip Autobiographien der Zeit. Als eine tschechische Parallele wähle ich ein einige Jahre später erschienenes Buch von František Filip „Bezruký Frantík píše o sobě“ („Armloser Franz schreibt von sich selbst“) aus. Eine entscheidende Rolle in der Produktion des autobiographischen Selbst spielte in beiden Texten der mit der Imagination von „ökonomischer Nützlichkeit“ und „ehrenvollem Lohn“ verbundene Diskurs der körperlichen Zwangsfähigkeit/Zwang zu nichtbehinderter Körperlichkeit (compulsory able-bodiedness), die als verbindlich auch für normates – im Sinne wie Rosemarie Garland-Thomson den Begriff benutzt – betrachtet wurden. Die Männlichkeit des außerordentlichen Körpers überschneidet 12 sich in beiden Lebensläufen auch mit Motiven der „bürgerlichen Tüchtigkeit“ und öffentlichen Engagiertheit – sei in Kriegsbestrebung in Falle Unthans oder in der Ideologie des Republikanismus und liberalen Kapitalismus bei Filip. Im abschließenden Teil meines Vortrages konzentriere ich mich auf Nachleben beider Lebensbeschreibungen seit den 1950ern. Die Autobiographie von Carl Unthan wurde am Ende der 60er Jahre von Joachim Piechowski neu bearbeitet; der Verfasser akzentuierte in seinem „dokumentarischen Roman“ „Der Mann ohne Arme“ solche Motive wie die zufriedene Ehe Unthans (mit dem Gewicht auf die Liebe für die innere Schönheit usw.) oder das Engagement des armlosen Violinisten im nachkriegszeitlichen Pazifismus und in der entstehenden Bewegung für Behindertenrechte. Paradoxerweise, ergänzen wir, weil das autobiographisches Selbst in der originellen Lebensbeschreibung Unthans sich gerade durch Strategien des „Anpassens“ (passing) und explizite Ablehnung der „Krüppelidentität“ charakterisieren lässt – es handelt sich um eine Art der Annihilation der eigenen körperlichen Differenz, die sich auf der hervorgehobenen Gender- und Klassenormalität des Autors und auf seine bürgerliche Arbeitsmoral und Anstrengung in Name des Vaterlandes und sein Kriegsansatzes gründete. Noch signifikanter für den aktuellen Zustand in postkommunistischen Ländern scheinen tschechische Aufsätze und Bücher über „den armlosen Franz“ aus den letzten zwei Dekaden. Die Person und das autobiographische Selbst dieses renommierten „armlosen Wunders“ funktionierte mehr als 50 Jahre nach seinem Tod als ein Super-Crip-Held der entstehenden neoliberalen Ideologie, als ein Beispiel eines idealisierten Unternehmers und Selfmademans, der nicht nur alle Äußerungen des Mitleids sondern auch das ganze „veraltete“ Fürsorgesystem des kommunistischen Sozialstaates ablehnt und verneint.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1585&amp;md5=8bde604fea328cbd109f57973a81feb8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vortragseinladung: 13.12.2010: Cripping Neoliberalism</title>
		<link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-13-12-2010-cripping-neoliberalism/</link>
		<comments>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-13-12-2010-cripping-neoliberalism/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 17:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[ableism]]></category>
		<category><![CDATA[arbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[kapitalismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Katerina Kolarova
Cripping Neoliberalism: Challenges of the Neoliberal Governance of Disability (Vortragssprache ist Deutsch)
Montag Mittwoch, 13.12.2010, 16:30, Edmund-Siemers-Allee 1 (Hauptgebäude, Flügelbau West) 221]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Katerina Kolarova<br />
Cripping Neoliberalism: Challenges of the Neoliberal Governance of Disability (Vortragssprache ist Deutsch)<br />
<strong>Montag, 13.12.2010, 16:30, Edmund-Siemers-Allee 1 (Hauptgebäude, Flügelbau West) 221</strong></p>
<p>Unsere PartnerInitiative <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de">ZeDiS</a> bietet Montag in ihrer sonst schon empfehlenswerten <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/rvl_winter1011.pdf">Ringvorlesung</a> ein Highlight: Katerina Kolarova aus Prag, welche auch schon zu anderem Thema bei uns eingeladen war, referiert über Neoliberal Governance of Disability.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1139&amp;md5=95d0af9f5f81bc87f2da61c00d0fd2d2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Vortragseinladung 10.11.2010: Nichtbehinderung? Was soll das bitte sein?</title>
		<link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-10-11-2010-nichtbehinderung-was-soll-das-bitte-sein/</link>
		<comments>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-10-11-2010-nichtbehinderung-was-soll-das-bitte-sein/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 18:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Vortragsreihe]]></category>
		<category><![CDATA[ableism]]></category>
		<category><![CDATA[behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[disability studies]]></category>
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		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Carola Pohlen
Nichtbehinderung? Was soll das bitte sein? Ein Versuch, die Gender Studies für die Disability Studies produktiv zu machen
Mittwoch, 10.11.2010, 19ct, Von Melle Park 5 ("Wiwi Bunker") 0079]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Carola Pohlen<br />
Nichtbehinderung? Was soll das bitte sein? Ein Versuch, die Gender Studies für die Disability Studies produktiv zu machen<br />
Mittwoch, 10.11.2010, 19ct, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</p>
<p>Um unseren Ableism-Schwerpunkt zu vertiefen, ist Mittwoch Carola Pohlen vom Institut Mensch, Ehtik und Wissenschaft in Berlin zu Gast</p>
<p>Vortragsabstract</p>
<blockquote><p>Die Disability Studies erlauben es, die gesellschaftlichen Machtverhältnisse in den Blick zu nehmen, die Behinderung als essentialisierenden und an Individuen geknüpften Identitätsmarker hervorbringen. Indem sie die gesellschaftlich spezifischen Bedeutungen von Behinderung und Nichtbehinderung entziffern, können die Disability Studies Aussagen darüber treffen, was unter Behinderung oder Nichtbehinderung zu einem historisch spezifischen Zeitpunkt jeweils zu verstehen ist und wie sie zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Bisher gibt es nur relativ wenige Arbeiten, die sich explizit auch mit Nichtbehinderung beschäftigen. Mit Blick auf das &#8220;Human Enhancement&#8221; – der biotechnologischen „Verbesserung“ jener Körper, die bereits als &#8220;normal&#8221; wahrgenommen werden – untersucht der Vortrag mit Bezug auf Diskussionen in den Gender Studies, inwiefern Vorstellungen von Nichtbehinderung mit Normalität verknüpft sind und wie sie normativ werden.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1089&amp;md5=390c8173bd33ed0db5ba3541628043b7" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Kongreßeinladung 03.-04.12.2010: Chancengleichheit ist barrierefrei</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Nov 2010 16:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[bildung]]></category>
		<category><![CDATA[disability studies]]></category>
		<category><![CDATA[diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[das Zentrum für Disability Studies
UniVision 2020 : Chancengleichheit ist barrierefrei!
03-04.12.2010
Anmeldeschluss: 15.11.2010, Unkostenbeitrag 20-40€]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>das Zentrum für Disability Studies<br />
UniVision 2020 : Chancengleichheit ist barrierefrei!<br />
03-04.12.2010<br />
Anmeldeschluss: 15.11.2010, Unkostenbeitrag 20-40€</p>
<p>Das <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de">ZeDiS</a> organisiert im Dezember eine Tagung zum Ziel einer Hochschule für alle. Mehr Informationen finden sich <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de/?p=1977">hier</a>, beachtet auch das <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/univision_2020_text.pdf">Plakat</a> (<em>.pdf</em>, 110kB).</p>
<p>Der Unkostenbeitrag beträgt 40€, ermäßigt (Studierende, Erwerbslose, Alleinerziehende u.ä.) 20€. Gebärden- und Schriftmittler*Innen stehen zur Verfügung, weiterer Assistenzbedarf kann berücksichtigt werden. Für eine Anmeldung bis 15.11. können folgendes <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/anmeldeformular_tagung.pdf">Formular</a> genutzt werden.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1085&amp;md5=ea0335a3b92519bd90c705596553d234" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Robert McRuer: Crip Theory</title>
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		<pubDate>Sun, 31 Oct 2010 17:37:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin Ganz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[crip]]></category>
		<category><![CDATA[disability studies]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
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		<description><![CDATA[

Nach einer kleinen Pause melden wir uns heute mit einer neuen Podcastfolge zurück. Im Januar 2010 hatten wir die große Freude, Robert McRuer bei unserem Workshop Queer Meets Disability begrüßen zu dürfen, den wir zusammen mit dem Zentrum für Disability Studies veranstalteten. Robert McRuer ist Professor für English in Washington. 2006 veröffentlichte er seine ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.agqueerstudies.de/fotos/Podcastlogo_klein.jpg" alt="Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen" width="120" height="120" align="left" /></p>
<p>Nach einer kleinen Pause melden wir uns heute mit einer neuen Podcastfolge zurück. Im Januar 2010 hatten wir die große Freude, Robert McRuer bei unserem Workshop <a href="http://agqueerstudies.de/einladung-zum-disability-workshop-04-01-2009/">Queer Meets Disability</a> begrüßen zu dürfen, den wir zusammen mit dem <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de/?page_id=63">Zentrum für Disability Studies</a> veranstalteten. <a href="http://columbian.gwu.edu/departmentsprograms/english/faculty/mcruerrobert">Robert McRuer</a> ist Professor für English in Washington. 2006 veröffentlichte er seine Monographie &#8220;<a href="http://www.nyupress.org/product_info.php?products_id=4784">Crip Theory</a>. Cultural Signs of Queerness and Disability&#8221;. Um das Verhältnis von Queer Studies, Disability Studies und den Begriff Crip/Krüppel geht es auch in seinem Vortag, der in englischer Sprache gehalten und vor Ort gedolmetscht wurde. Eine Dokumentation des Workshops auf Deutsch befindet sich auf den Seiten des <a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de/?p=3460">ZeDis</a> . Als Mitschnitt liegt die englische Version vor.</p>
<p><br />
<a href="http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/mcruer_2010.mp3">Download</a> (mp3, 34,6 MB)</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1071&amp;md5=37f8696b15182a514bea80b506eae703" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vortragseinladung: 31.05.: Sexualität &amp; Behinderung</title>
		<link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-31-05-sexualitat-behinderung/</link>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2010 10:46:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[ableism]]></category>
		<category><![CDATA[begehren]]></category>
		<category><![CDATA[behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[disability studies]]></category>
		<category><![CDATA[sexualität]]></category>

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		<description><![CDATA[Matthias Vernaldi
Sexualität und Behinderung : Der Umgang behinderter Menschen mit
Körperbildern undGeschlechterrollen im erotischen Kontext
Mittwoch, 31. Mai 2010, 16ct, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost (rechter
Flügelbau) Raum 221.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Matthias Vernaldi<br />
Sexualität und Behinderung : Der Umgang behinderter Menschen mit<br />
Körperbildern und Geschlechterrollen im erotischen Kontext<br />
<b>Mittwoch, 31. Mai 2010, 16ct, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost (rechter<br />
Flügelbau) Raum 221</b></p>
<p>In Kooperation mit unserer Partnerinitiative Zentrum für Disability Studies (<a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de">ZeDiS</a>) empfehlen wir Euch am Montag, (31.05.2010) um 16 Uhr im Flügelbau Ost des Uni-Hauptgebäudes Raum 221 die Vorlesung des Theologen Matthias Vernaldi, welcher sich für das berliner Netzwerk &#8220;Sexabilities&#8221;, sowie als Redakteur für die Zeitschrift &#8220;Mondkalb&#8221; engagiert. Er referiert zum Thema &#8220;Sexualität und Behinderung : Der Umgang behinderter Menschen mit Körperbildern undGeschlechterrollen im erotischen Kontext&#8221;</p>
<p>Der Referent zu seinem Vortrag:</p>
<blockquote><p>Der Vortrag beginnt mit einer kurzen Vorstellung meiner Person anhand von biographischen Punkten, die von Körperbildern bestimmt wurden. Nach einer Darstellung der Arbeit der Initiative Sexybilities widme ich mich Körperkonzepten und Geschlechterrollen in der Gesellschaft und gebe anonymisierten Beispiele aus der Beratungsarbeit von Sexibilities. Vor diesem Hintergrund möchte ich fragen: Erfordert Teilhabe/Inklusion ein gemeingültiges Menschenbild/Körperkonzept, das sich von denen unterscheidet, die wir vorfinden? Wie könnte es aussehen und wie ließe es sich etablieren?</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=864&amp;md5=9141493353444cb7fe6012373bfa6276" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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