AG Queer Studies

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Marion Schulze: Ein Blick in die Geschlechterarrangements des Hardcore

24.01.2013 Von: Kathrin Kategorie: Podcast

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenAus dem Programm des noch laufenden Semesters und auf besonderen Wunsch einer einzelnen Dame präsentieren wir euch heute den Vortrag von Dr. des. Marion Schulze zu den Geschlechterarrangements des Hardcore. Marion Schulze ist Soziologin und Oberassistentin für Gender Studies an der Université de Neuchâtel. Zum Thema veröffentlicht hat sie u.a. eine Aufsatz mit dem Titel “(Not Just Boy’s Fun. Mädchen im Hardcore” (in: Gabriele Rohmann (Hrsg.): Krasse Töchter. Mädchen in Jugendkulturen. Berlin 2007. S. 91-105), über den auf dem Blog Different Needs auch etwas zu lesen ist.

Anmerkung: Zu Beginn des Vortrags hat die Referentin drei kurze Ausschnitte aus Hardcore-Stücken vorgespielt, die wir aus lizenzrechtlichen Gründen für den Podcast rausgeschnitten haben.

 
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In diesem Vortrag geht es um die Geschlechterbilder und -konstruktionen von Mädchen in der Jugendsubkultur Hardcore(-punk). Für viele unter ihnen gehört es zu ihrer „Existenzweise“ dazu, aggressiv und wütend zu sein. Damit brechen sie allerdings oftmals mit den Geschlechtervorstellungen anderer und müssen dementsprechend ihre Position als „Mädchen“ beständig neu verhandeln.

Genau diese Prozesse werde ich in meinem Vortrag nachzeichnen. Im weiteren Sinne ist der Vortrag damit auch eine Einladung, Vorstellungen zu hinterfragen, wie man als Mädchen sein “sollte” und sein “kann”. Illustrieren werde ich dies an Hand von Beispielen aus meiner siebenjährigen, partizipierenden Feldforschung zu Hardcore in Europa, Nordamerika und Japan.

Vortragseinladung 2012-12-19: Geschlecht und Psyche

17.12.2012 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Anna Sieben
Geschlecht und Psyche : Auf der Suche nach Geschlechtlichkeit und Sexualität in klassischen psychologischen Theorien des 20. Jahrhunderts
Mittwoch 19.12.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Anna Sieben ist Dipl.-Psych. und Doktorandin am Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie der Ruhr-Universität Bochum. Sie präsentiert uns einen kritischen, breiten und kompetenten Blick auf die Psychologie unter dem Aspekt von Geschlecht und Sexualität:

Wie werden Geschlecht und Sexualität in klassischen psychologischen Theorien des 20. und späten 19. Jahrhunderts thematisiert? Dieser Frage bin ich in einer breit angelegten Analyse elf verschiedener Theorieströmungen – unter anderem Behaviorismus, Humanistische Psychologie, Evolutionspsychologie und Persönlichkeitspsychologie – nachgegangen. Dass in fast allen Theorien ein heteronormatives Bild biologisch bedingter Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität gezeichnet wird, überrascht wenig. Interessant ist jedoch, wie die verschiedenen Psycholog_innen dieses Modell in ihre psychologischen Theorien ‘einbauen’. Wie gelingt es ihnen, sich mit ihren Theorien eben nicht “jenseits der Geschlechtergrenzen” zu bewegen? Auf drei Formen der Einbindung heteronormativer Vorstellung in psychologische Theorien gehe ich in diesem Vortrag ein, erstens die Verwendung geschlechtsstereotyper Beispiele, zweitens die Schaffung eines theoretischen Sonderbereichs für Geschlecht und Sexualität, der zum Teil im Widerspruch zur übrigen Theorie steht und drittens die tendenziöse Interpretation empirischer Befunde.

Vortragseinladung 2012-12-12: Trümmerfrauen

10.12.2012 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Bertold Scharf
“Opfer, nichts als Opfer der Naziverbrechen!” Die “Trümmerfrauen” als Gründungsmythos der Bundesrepublik
Mittwoch 12.12.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Bertold Scharf ist Sozial- und Wirtschaftshistoriker in Hamburg und referiert zum Inhalt seiner Magisterarbeit. Da u.a. für die AG Queer Studies tätig, erwarten wir qua Gruppendruck einen nicht weniger als großartigen Vortrag, um die ‘Hausberufung’ zu rechtfertigen.

Die “Trümmerfrauen” sind aus den Erzählungen über die deutsche Nachkriegsgeschichte nicht mehr wegzudenken. Tatkräftige deutsche Frauen seien es gewesen, die in den zerbombten Städten Schutt und Trümmer beseitigt und die Voraussetzungen für den Wiederaufbau und das deutsche “Wirtschaftswunder” geschaffen hätten, so die gängige Vorstellung. In den letzten Jahren wurde in der historischen Forschung aber Kritik an diesem Bild laut. So kritisierte Elizabeth Heineman, dass sich Frauen besonders gut als “Heldinnen” der Nachkriegszeit geeignet hätten, da sie unbelasteter von den Verbrechen der NS-Zeit erschienen als Männer. Aber auch die tatsächliche Beteiligung von Frauen an der Trümmerbeseitigung außerhalb Berlins wurde in Frage gestellt. Hat es die “Trümmerfrauen” in Hamburg überhaupt gegeben? Wer ist damit überhaupt gemeint? Wie konnten sie Teil eines bundesdeutschen Gründungsmythos werden und was ist daran problematisch? In diesem Vortrag wird diesen Fragen am Beispiel Hamburgs nachgegangen und die Ergebnisse zur Diskussion gestellt.

Vortragseinladung 2012-12-05: Girlfags & Guydykes

03.12.2012 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Uli Meyer
Girlfags & Guydykes – Schwule Frauen und lesbische Männer zwischen Aprilscherz, Fetisch und queerer Identität
Mittwoch 05.12.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Mittwoch haben wir wieder einen spannenden Vortrag in unserer Vorlesungsreihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen. Uli Meyer
ist freie*r Autor*n aus Bremen und schreibt seit 2001 zu queeren Themen in der Popkultur, z.B. zu Geschlecht und Sexualität im Manga und Anime, Hongkong Film und US Underground Comic, und hält Vorträge an Universitäten und bei Film- und Comicfestivals. Veröffentlichungen zum Thema:
2007 „Almost Homosexual – Schwule Frauen/ Schwule Transgender (Girl-Fags/Trans*Fags)“ in Liminalis 1 (wohl die international erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit girlfags).
2010 „Hidden in Straight Sight: Trans*gressing Gender and Sexuality via BL“ in: Boys Love Manga, Essays on the Sexual Ambiguity and Cross-Cultural Fandom of the Genre (vertieft das Thema im Kontext von Manga und Anime Fans).

Thema am Mittwoch ist folgendes:

Wie können Frauen schwul sein und Männer lesbisch? Ist das so eine Art Fetisch? Oder sind die transsexuell? Stehen nicht so oder so alle Männer auf Lesbensex? Sind schwule Mädchen yaoi Fans und Slasher? Ist das eine neumodische Erfindung? Oder warum haben wir da noch nie was von ge hört?

Und warum haben wir da noch nie was von gehört, obwohl Magnus Hirschfeld bereits 1906 schwule Frauen und lesbische Männer beschreibt? Können Heteros queer sein? Und was soll das Ganze überhaupt?

Urmila Goel: Zur Verflechtung von Heteronormativität und Rassismus

02.11.2012 Von: Kathrin Kategorie: Podcast

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenAm 10. Juni 2012 hatten wir Urmila Goel aus Berlin zu Gast. Der Titel ihres Vortrages lautete “Zur Verflechtung von Heteronormativität und Rassismus – eine ethnographische Annäherung”. Urmila Goel arbeitet als Wissenschaftlerin, Autorin und Trainerin. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich auf Basis von theoretischen Ansätzen aus der kritischen Rassismustheorie, der postkolonialen Theorie sowie der Gender und Queer Studies mit ungleichen Machtverhältnissen in der Gesellschaft. Sie betreibt das außerordentlich lesenswerte Blog anders deutsch.

 
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“Nein, meine Eltern hatten keine arrangierte Ehe, sie haben …”, “Ich hoffe, wieder mit meiner Hetero-Beziehung klar zu kommen, denn mit meinen Eltern will ich nicht brechen.”, “Es ist noch zu früh für Emanzipation in Indien” – solche oder ähnliche Aussagen finde ich in meinem ethnographischen Material (Interviews, Publikationen, etc.) von Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind und mindestens einen Elternteil haben, der/die aus Südasien nach Deutschland migriert ist. Wie lassen sich solche Aussagen jenseits von kulturalisierenden Ansätzen – analysieren? Welche Interpretationen ermöglicht ein intersektionaler Blick, der insbesondere die Verflechtungen der Machtverhältnisse Rassismus und Heteronormativität berücksichtigt? Im Vortrag diskutiere ich mein ethnographisches Material aus dieser Perspektive.

Michaela: Umgang von Medizin und Gesellschaft mit intersexuellen Menschen

21.09.2012 Von: Kathrin Kategorie: Podcast

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenAm letzten Wochenende wurde in Hamburg anlässlich des DGKJ-Kongresses gegen Genitalverstümmlung bei intersexuell geborenen Kindern protestiert. Zum Thema Intersexualität/Zwischengeschlechtlichkeit reichen wir heute noch einen Podcast nach. Im Wintersemester 2011/2012 hatten wir Michaela zu Gast, die in Halle als Ärztin arbeitet und über den “Umgang von Medizin und Gesellschaft mit intersexuellen Menschen” referierte.

 
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Intersexualität mag inzwischen mehr Menschen theoretisch bekannt sein, verbessert hat sich der Umgang mit den Betroffenen bis heute wenig. Auch heute noch übt die Medizin in “fortschrittlichen” Ländern mit Skalpellen und anderen Instrumenten Gewalt gegen intersexuelle Menschen aus, sobald sie ihrer habhaft werden kann. Diese Behandlungen ohne medizinische Notwendigkeit dienen nicht dem Kindswohl, sondern mutmaßlichen oder auch nur eingebildeten Bedürfnissen nicht-intersexueller Menschen. Die lebenslangen Folgen für die Betroffenen können unter anderem Schmerzen, Verlust der sexueller Empfindungsfähigkeit, und schwere körperliche Schäden beinhalten; erschwerend tritt eine Traumatisierung ein, besonders wenn Betroffenen gegenüber geschwiegen oder gelogen wird, was jahrzehntelang als “Standard” galt.

Ungeachtet des Ausmaßes an Menschenrechtsverletzungen, wie es ein erheblicher Anteil der Betroffenen erlitten hat, erschrecken auch die Zahlen derer, die vermeintlich “glimpflich” davon gekommen sind, zumal sich viele anscheinend nicht der Zusammenhänge bewußt sind; sie neigen dazu, die Ursache für körperliche und seelische Probleme bei sich und ihrem angeborenen So-Sein zu suchen, statt bei den Tätern im Medizinsystem. Intersexualität wurde von Gesellschaftswissenschaftlern und politischen Organisationen anderer Zusammenhängen zwar entdeckt und angeführt, aber statt sich mit den Zwittern gegen die Zwangsoperationen und -behandlungen zu solidarisieren, ging es um die Interessen anderer Gruppen, bisweilen wurden sogar “Mittäter” als “Experten” herangezogen.

Da ja intersexuelle Menschen gar nicht so selten sind, kommen sie auch in lesbischen oder “queren” Zusammenhängen vor; der tatsächliche Umgang mit ihnen sollte an Offenheit und Akzeptanz gewinnen.

Vortragseinladung 2012-06-06

05.06.2012 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Bärbel Mauss
Sowohl als auch : Überraschende und altbekannte
Geschlechterentwürfe in der Epigenetik und Molekularbiologie
Mittwoch, 06.06.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Dipl. Biol. Bärbel Mauss leitet das Studienprogramm “Gender
Studies in den Ingenieurwissenschaften. Technik – Wissenschaft –
Praxis” am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU-Berlin.

Aus dem Abstract:

Auf der Ebene der nicht-geschlechtsgebundenen Vererbung kann die Kategorie Geschlecht eigentlich keine Rolle spielen, oder doch? Wie Geschlecht bzw. Geschlechterdifferenz an der DNA zum Ausdruck kommt, wird in einem ersten Schritt Thema dieses Vortrages sein. Im zweiten Schritt wird nach den konkreten Geschlechterentwürfen gefragt, die sich als Effekte der im ersten Schritt dargestellten Einschreibung von Geschlechterdifferenz auf molekularer Ebene zeigen.

Vortragseinladung 2012-05-23: ‘Maskulismus’

20.05.2012 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Andreas Kemper
‘Maskulismus’ – Abwehrmechanismen komplizenhafter Männlichkeit
Mittwoch, 23.05.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Am Mittwoch zu Gast ist Andreas Kemper (M.A.) vom Verein Zabiba zum Abbau von Bildungsbarrieren.

Seit zehn Jahren entwickelt sich im deutschsprachigen Raum ein zunehmend aggressiver werdender organisierter Antifeminismus. Sogenannte “Männerrechtler”, die sich selber auch “Maskulisten” nennen, traten bislang hauptsächlich in ihren eigenen Blogs und Foren im Internet auf, aber auch auf den Kommentarseiten von Online-Artikeln größerer Zeitschriften. Zunehmend werden die antifeministischen Inhalte mit rechtspopulistischen Ideen vermengt und Neo-Nazi-Seiten wie Thiazi.net oder Altermedia verlinkt. Nach der Ermordung von 77 Menschen in Oslo durch Breivik, dessen Antifeminismus einige Maskulisten teilen, kam es in dieser Szene zu einer Spaltung. Arne Hoffmann, der (ehemalige?) Star-Autor dieser Szene versucht nun einen “linken Maskulismus” zu etablieren. Schon länger geht es ihm und der Initiative AGENS darum, wissenschaftliche Reputabilität zu erhalten. In der Düsseldorfer Universität findet bspw. 2012 zum zweiten Mal eine “Männerkonferenz” statt. Reetabliert sich hier ein “akademischer Maskulinismus”?

Vortragseinladung 2012-05-16: Slutwalks

14.05.2012 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Nadine Lantzsch
Theorie und Praxis – doch weit voneinander entfernt? : Feministische Bewegung aus intersektionaler Perspektive am Beispiel der Slutwalks
Mittwoch, 16.05.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Der Vortrag wird in deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt. weitersagen!

Wir freuen uns auf einen Vortrag der Medienelite: Aus Berlin kommt Nadine Lantzsch, M.A. (Gender & Diversity Kompetenz) feministische Aktivistin und freie Autorin. Sie referiert zu folgendem:

Die Kritik, die Frauen mit Behinderungen, Lesben, Schwarze Frauen, Migrant_innen, Trans* und einige andere Gruppen bereits vor Jahrzehnten an der feministischen Bewegung formulierten, ist nach wie vor aktuell. Auch die Slutwalks, die Demonstrationswelle gegen sexualisierte Gewalt und Vergewaltigungsverharmlosung, sahen sich mit nahezu identischen Anwürfen konfrontiert. Obwohl die Organisator_innen die intersektionalen Verschränkungen sozialer Positionen in ihrer Arbeit versuchten zu berücksichtigen – sei es im Selbstverständnis, in der Organisation der Demo selbst oder in der Nachbereitung.

Nach wie vor kommt es innerhalb feministischer Gruppen und Bewegungen zu Ausschlüssen, Aneignungen und Übergriffen jeglicher Art, ungeachtet der Tatsache, dass Feminist_innen heute auf das Wissen ihrer Vorgänger_innen zurückgreifen (können).

Der Vortrag will der Frage nachgehen, inwiefern feministische Theorie und Praxis im Widerspruch stehen, welche Grenzen, Schwierigkeiten und Paradoxien feministischen Handlungs- und Widerstandsweisen zu Grunde liegt und warum Intersektionalität oft nur Theorie ist.

Vortragseinladung 2012-04-25: trans*inter*phobie

21.04.2012 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Ines Pohlkamp
Täuschend echt?! Zum Gewicht der Illusion im Feld trans*inter*feindlicher Diskriminierung und Gewalt
Mittwoch 25.04.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Der Vortrag wird in die Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Weitersagen!

Transphobie hat viele Gesichter: Eine Seminarteilnehmerin berichtet von den Erfahrungen eines Freundes: „Der hat die schöne Frau geküsst. Und dann hatte die einen Penis!“ Alle anderen im Raum lachen. Einer ruft: “Aber man will doch wissen, mit wem man ins Bett geht.”

Aus Bremen kommt Ines Pohlkamp, Referentin für queer-feministische Mädchenarbeit, intersektionale Bildung, Forschung zu heteronormativer Diskriminierung und Gewalt gegen Trans*Inter*Personen, welche auch Kriminologie studiert hat und aus ihrem Promotionsthema referiert.

Im Vortrag „Täuschend echt?!“ fragt Ines Pohlkamp nach der Bedeutung von ‘Echtheit’ und der ‘Falschheit’ von Geschlecht im Feld der Diskriminierung und Gewalt. Die Referentin lädt zur Reflexion über diskursmächtige “täuschend echte” Phänomene der Zweigeschlechtlichkeit ein und präsentiert Ergebnisse aus ihrer qualitativen Studie zur Trans*Inter*feindlichen Diskriminierung und Gewalt. Anhand von ausgewähltem Interviewmaterial mit geschlechtlich nonkonformen Personen wie Transgender, Crossdresser_innen oder intersexuellen Personen veranschaulicht sie die zentrale Stellung des Stereotyps der “Täuschung” (Talia M. Bettcher). Mit Hilfe ihrer Ergebnisse hinterfragt sie das Phänomen geschlechtlicher Authentizität.