AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Vortragseinladung 17.11.2010: Transsexualität aus der rechtlichen Perspektive

14.11.2010 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Deborah Reinert
Transsexualität aus der rechtlichen Perspektive
Mittwoch, 17.11.2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Viele verbinden “Queer” intuitiv mit Transsexualität; gleichwohl wir keine Deutungshoheit beanspruchen können oder wollen, handelt es sich um ein Thematik – und eine damit verbundene politische Auseinandersetzung -, die uns am Herzen liegt. Von daher freuen wir uns auf den Vortrag von Deborah Reinert, die uns als Rechtsanwältin und Gründungsmitglied des Instituts zur Förderung der geschlechtlichen Vielfalt in Köln uns etwas über die rechtliche Perspektive vortragen wird

Die Referierende zu ihrem Vortrag

Transsexualität ist zuallererst eine Selbstdiagnose. Wenn sich die Betroffenen sich mit ihrer Situation auseinandergesetzt und für einen entsprechenden Weg entschieden haben, werden sie in der Regel mit einer Fülle von psychologischen, sozialen, ökonomischen und vor allem medizinischen und juristischen Fragen konfrontiert, auf die sie eine ganz persönliche Antwort finden müssen. Mein Vortrag behandelt die in diesem Zusammenhang bedeutsamen juristischen Gesichtspunkte und beschränkt sich hierbei im Wesentlichen auf das Transsexuellengesetz (TSG), das alle grundlegenden juristischen Regelungen enthält. Eingegangen wird darauf, was im TSG geregelt wird, und wie die Betroffenen die derzeitigen Regelungsinhalte sehen. Kritisch betrachtet wird ferner die Verzahnung des medizinischen mit dem juristischen Verfahrens und es wird aufgezeigt, wo die Grenzen des TSG liegen. Unter Einbeziehung der jüngsten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts wird die Frage diskutiert, ob das TSG noch den aktuellen verfassungsrechtlichen Anforderungen genügt und wie eine Reform aussehen könnte.

PartyProgramm

13.06.2010 Von: W. Kategorie: Termine

Wie Ihr mitbekommen haben werdet, feiern wir am 19.06.2010 ab 21 Uhr im Centro Sociale mit Euch ein rauschendes Fest:

Hier Folgt das qualitätativ wie quantitativ überwältigende Programm:

20 Jahre – Die Jubiläumsparty am 19. Juni 2010 im Centro Sociale

09.06.2010 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

AG Queerstudies & Freund*Innen 20 Jahre “Jenseits der Geschlechtergrenzen” Jubiläumsparty Samstag, 19. Juni 2010, 21 Uhr, Sternstraße 2 im Centro Sociale

Die AG-QueerStudies feiert 20 Jahre ‘Jenseits der Geschlechtergrenzen’. Anno 1990 – das Veröffentlichungsjahr von “Gender Trouble” – als studentisches Projekt an der Uni Hamburg gestartet, besteht die immer noch selbstorganisierte Vortragsreihe seit nunmehr zwei Dekaden. Damals wie heute geht es um kritische Interventionen in die Produktion von (Hetero-)Normalitaeten. Denn: Wir sind gekommen, um zu bleiben  – und uns an den Verhältnissen zu reiben! Was für ein Anlaß zum Feiern! Mit queer-kulturellem Rahmen-Programm, Stößchen, (auch veganer) Torte und Tanz, am 19. Juni ab 21 Uhr im Centro Sociale. Das – umfangreiche wie grandiose – Programm findet sich hier

Vortrag von Kristina Reiss: Kommunikation und Körper

07.07.2009 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Die AG Queer Studies bleibt jugendlichlich – zumindest bei den Themen. Längst gilt das Thema “Körper” als zu wichtig, es der Biologie zu überlassen. Wir haben Prof. Dr. Kristina Reiss eingeladen, die in ihrem Vortrag “Kommunikation von Körper: Körper als Schnittstelle sozialer In- und Exklusion bei Jugendlichen” dessen Kommunikation und Formung reflektieren wird. Kristina Reis ist Juniorprofessorin für Kommunikation in pädagogischen Handlungsfeldern in Oldenburg.

Die Ausprägung von Körpergefühl, KörperSelbstbild & Handlungspotenzialen Jugendlicher sowie gesellschaftlich geltende Schönheitsnormen sind Resultat kultur- und genderspezifischer Sozialisationserfahrungen. Ein sehr hoher Anteil von – insbesondere weiblichen – Jugendlichen ist mit dem eigenen Körper unzufrieden. Körper(de)formierende Verhaltensweisen im Sinne von BodyModification sind sowohl bei weiblichen als auch männlichen Jugendlichen als Körperpraxen zunehmend verbreitet.
Dabei sind soziale und genderspezifische Attributionen und Stigmatisierungen im Umgang mit Körper und Körperlichkeit von zentraler Bedeutung. Die Kategorien Schönheit und Attraktivität werden im Kontext sozialer Inszenierung und Modifizierung des Körpers – (un)abhängig von Geschlechtergrenzen – zu existentiellen Maßstäben und werden für Jugendliche zu einem zentralen Kriterium sozialer In- bzw. Exklusionserfahrungen. Dabei stellen sich Fragen der Variabilität bzw. Verschmelzung von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Mensch und Technik und weiterer Kategorien, die auf der Folie theoretischer Körperdiskurse diskutiert und hinterfragt werden. Dabei wird erörtert, inwiefern die Konstruktion des Körpers der Konstituierung von (Gender)Identitäten dient, wenn mit dem Körper als variable formbare Größe gehandelt wird. Das Phänomen des Bodyismus, dem Streben und intentionalen Agieren um Perfektionierung und Makellosigkeit des genderisierten Körpers wird dem Wunsch nach Einzigartigkeit und Individualität gegenüber gestellt.
In pädagogischer Hinsicht zielt die Reflexion der Instrumentalisierung des Körpers auf einen bewusst positiv-reflektierten Umgang mit Körperlich- und Befindlichkeiten und damit auf eine nachhaltige Stärkung sozialer Handlungskompetenzen sowie Förderung gesellschaftlicher Partizipationschancen Jugendlicher.

Mittwoch 08.07.2009, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Vortrag von Olaf Stuve: Identitätskritische Jungenarbeit und intersektionale Perspektiven

01.07.2009 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Wiederum weit über den sprichwörtlichen Elfenbeinturm hinausgehend, haben wir heute Abend Olaf Stuve von Dissens e.V. zu Gast. Dissens e.V. ist ein seit 1989 bestehendes Beratung- Bildungs- und Forschungsinstitut in Berlin, welches pädagogischen Einrichtungen Fortbildungen zum Thema geschlechtsdifferente Pädagogik anbietet.

In der Debatte um Jungenarbeit hat sich in den letzten Jahren scheinbar so etwas wie ein “pragmatischer Konsens” herausgebildet, der zum Inhalt hat, dass Jungen in ihrer Jungenrealität erkannt und gefördert werden sollten und dekonstruktivistische Reflexionen, die die Brüchigkeit von Geschlecht beleuchten, hilfreiche Korrekturen darstellen. Damit ist einer Identitätskritik nicht Genüge getan, denn in der Praxis werden allzu gerne individuelle Förderungen mit Re-Maskulinisierungs-stragtegien (Edgar Forster) verwechselt. Ich möchte in dem Vortrag die Identitätskritik in der geschlechterreflektierten Jungenarbeit zum einen erneut stärken und zweitens mit einer intersektionalen Perspektive anreichern.

Mittwoch 01.07.2009, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079