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	<title>AG Queer Studies &#187; körper</title>
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	<description>... jenseits der Geschlechtergrenzen</description>
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		<title>Vortragseinladung 2012-01-18: Verkörperte Intelligenz</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 16:46:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Claude Draude, Thorsten Kluß
Unmögliche Körper? Von der Hülle des Denkens zur verkörperten Intelligenz. Ein Paradigmenwechsel
Mittwoch 18.01.2012, 19:15, Von Melle Park 5 ("Wiwi Bunker") 0079]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Claude Draude, Thorsten Kluß<br />
Unmögliche Körper? Von der Hülle des Denkens zur verkörperten Intelligenz. Ein Paradigmenwechsel<br />
<strong>Mittwoch 18.01.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</strong></p>
<p>Da der Körper viel zu wichtig ist, ihn den Biologist*innen oder Binariäten zu überlassen, freuen auf den Vortrag von Claude Draude (M.A. der Kulturwissenschaft, Arbeitsgruppe Soziotechnische Systemgestaltung) und Thorsten Kloß (Dipl.Psychologe mit Schwerpunkt Kogitive Neurowissenschaft, Institut für Hinrforschung), vom FB Informatik der Universität Bremen. Sie referieren zu folgendem:</p>
<blockquote><p>Die Informatik scheint auf den ersten Blick kein Wissenschaftsfeld zu sein, in dem der Körper eine besondere Rolle spielt. Dies gilt im besonderen für das Gebiet der Künstlichen Intelligenz. Deren Anfänge waren von Zukunftsvisionen geprägt, die die Unsterblichkeit des Geistes und die Überwindung des biologischen Lebens vorhersagten. Dem cartesianischen Paradigma der Körper-Geist-Trennung folgend, spielte der menschliche Körper eine untergeordnete Rolle und wurde allenfalls als Trägermaterial für Informationen verstanden, die zu intelligentem Verhalten führen sollten. Zeitgleich zum Körperboom in den Kulturwissenschaften ist Embodiment heute jedoch ein wichtiger Begriff, wenn es um neue intelligente Systeme, assistive Technologien und soziale Roboter geht. In unserem Vortrag gehen wir der Frage nach, was es bedeutet, wenn nun Körper in Bereiche der Wissenschaft einziehen, die lange Zeit nur den reinen Geist und die abstrakte Mathematik von eben jeder Körperlichkeit abtrennten. Hierzu bringen wir Geschlechterforschung und Kognitionswissenschaft miteinander in Dialog und diskutieren, ob diese Körperkonzepte tatsächlich einen Paradigmenwechsel in der Forschung oder lediglich die Rückkehr zum Determinismus der Biologismen unter veränderten Vorzeichen darstellen. Anhand von Beispielen und Verfahren aus der angewandten Künstlichen Intelligenz fragen wir nach Praktiken der Re- und Dekonstruktion heteronormativer Geschlechterkörper im Labor.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1855&amp;md5=1d18ba240a3770fbec66c57b47591a1e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vortragseinladung 2011-12-14: Ableism (schriftgemittelt)</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Dec 2011 19:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Vortragsreihe]]></category>
		<category><![CDATA[ableism]]></category>
		<category><![CDATA[behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[disability studies]]></category>
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		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[ökonomie]]></category>

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		<description><![CDATA[Rebecca Maskos
"Bist DU behindert oder was" : Behinderung, Ableism und souveräne Bürger_innen
Mittwoch 14.12.2011, 19:15, Von Melle Park 5 ("Wiwi Bunker") 0079
Bei dem Vortrag werden Schriftmittler*innen anwesend sein]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Rebecca Maskos<br />
&#8220;Bist DU behindert oder was&#8221; : Behinderung, Ableism und souveräne Bürger_innen<br />
<strong>Mittwoch 14.12.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</strong></p>
<p style="text-align: center;"><em>Bei dem Vortrag werden Schriftmittler*innen anwesend sein</em></p>
<p>Aus Berlin kommt die Diplompsychologin und Journalistin Rebecca Maskos. Sie referiert zu folgendem:</p>
<p>Auf den Schulhöfen gilt &#8220;behindert&#8221; als Beleidigung, während im Bundestag ein Minister im Rollstuhl die bundesdeutschen Finanzen verwaltet. Im Fernsehen helfen zur besten Sendezeit Schauspieler_innen mit Trisomie 21 bei der Lösung von Kriminalfällen, während Pharmafirmen einen Test zur frühen Diagnose von Trisomie 21 auf dem Markt bringen, der bald noch effektiver das Leben von Menschen mit Lernschwierigkeiten verhindern wird. Wir leben in widersprüchlichen Zeiten. Behinderte Menschen sind gleichberechtigte Bürger_innen mit Rechten und Pflichten, das hat die Behindertenbewegung erkämpft. Trotzdem ist Behinderung immer noch ein Katastrophenszenario für sich als nichtbehindert verstehende Bürger_innen, das im Ruf nach pränataler Verhinderung und Sterbehilfe mündet. Behinderung scheint an etwas Fundamentalem zu rütteln, scheint die Identität und Integrität von Menschen mit vermeintlich intaktem Körper derart zu bedrohen, dass sie Verunsicherung und Angst auslöst. Woher könnte diese Angst kommen, welche Formen nimmt ihre Abwehr an, und was hat das mit einer Gesellschaft zu tun, in der der Körper zentraler Ort von Verwertung und Konkurrenz ist? Die Disability Studies und Aspekte der politischen Ökonomie geben Hinweise auf diese Fragen, denen ich in meinem Vortrag nachgehen möchte.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1841&amp;md5=af2b451cf5001521231dad1cce457940" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vortragseinladung 2011-12-07: Klinefelter</title>
		<link>http://agqueerstudies.de/1828/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 20:17:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Vortragsreihe]]></category>
		<category><![CDATA[biologie]]></category>
		<category><![CDATA[diskriminierung]]></category>
		<category><![CDATA[Intersexualität]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Ralf Johnki, Andrea Engelken
Aus der Welt des Klinefelters – XXY...ungelöst???
Mittwoch 07.12.2011, 19:15, Von Melle Park 5 ("Wiwi Bunker") 0079]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ralf Johnki, Andrea Engelken<br />
Aus der Welt des Klinefelters – XXY&#8230;ungelöst???<br />
<strong>Mittwoch 07.12.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</strong></p>
<p>Am Mittwoch referieren Ralf Johnki aus Krefeld und Andrea Engelken aus Hamburg zum Thema Klinefelter. Sie sind vorsitzende der Deutschen Klinefelter-Syndrom Vereinigung.</p>
<blockquote><p>Die genaue Ursache des Klinefelter-Syndroms wurde in den 50er Jahren gefunden: Ein zusätzliches X-Chromosom in den Zellkernen. Männer mit klassischem Klinefelter-Syndrom haben ein zusätzliches X-Chromosom, sodass sich der Chromosomensatz 47,XXY ergibt. Neben der klassischen Form gibt es auch Mosaik- und Sonderformen. Die Frage nach den typischen Merkmalen für das Klinefelter-Syndrom lässt sich nicht allgemeingültig beantworten; charakteristisch sind jedoch, für alle Betroffenen gemeinsam, die kleinen Hoden.</p>
<p>In unserem Beitrag berichten wir von der Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit über das Klinefelter-Syndrom. Wir informieren Ärzte, Geburtshelfer und Pädagogen, Logopäden und nicht zuletzt betroffenen Männer, Lebenspartner, werdende Eltern und Jugendliche, die mit der Diagnose konfrontiert worden sind, und bieten emotionale und psychische Hilfe an bei der Klärung der Fragen zum Klinefelter-Syndrom. In Deutschland ist jeder 500. Junge, der geboren wird, davon betroffen. Derzeit leben etwa 80.000 nicht diagnostizierte Männer in Deutschland. Das Klinefelter-Syndrom stellt zwar keine Behinderung dar. Es kann aber zu einer solchen werden, wenn nicht in jungen Jahren richtig unterstützt, gefördert und therapiert wird.</p>
<p>Themenschwerpunkte unserer Arbeit sind: Aufklärung zur Frühförderung, beratende Unterstützung bei der Verwechselung mit dem ADS oder ADHS, emotionale und psychische Hilfestellungen vor allem auch nach der Diagnosestellung im Erwachsenenalter sowie nach der pränatal Diagnostik. Ferner die allgemeine Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit sowie bei allen medizinischen, wissenschaftlichen sowie pharmazeutischen Unternehmen und Organisationen. Ein Thema eben, was allen Menschen vielleicht zu Gute kommen kann.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1828&amp;md5=3e733b2ddd4a3750188ae47ec66def05" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Carola Pohlen: Nichtbehinderung? Was soll das bitte sein?</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 13:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin Ganz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[biotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[disability studies]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einer kleinen Pause machen wir weiter in unserer Podcastreihe mit einem Vortrag aus dem Wintersemester 2010. "Nichtbehinderung? Was soll das bitte sein? Ein Versuch, die Gender Studies für die Disability Studies produktiv zu machen" lautetet das Thema von Carola Pohlen, in dem sie den kaum in den Blick genommenen Begriff der "Nichtbehinderung" ins ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.agqueerstudies.de/fotos/Podcastlogo_klein.jpg" alt="Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen" width="120" height="120" align="left" />Nach einer kleinen Pause machen wir weiter in unserer Podcastreihe mit einem Vortrag aus dem Wintersemester 2010. &#8220;Nichtbehinderung? Was soll das bitte sein? Ein Versuch, die Gender Studies für die Disability Studies produktiv zu machen&#8221; lautetet das Thema von Carola Pohlen, in dem sie den kaum in den Blick genommenen Begriff der &#8220;Nichtbehinderung&#8221; ins Zentrum stellt und untersucht, wie Behinderung und Nichtbehinderung auch historisch voneinander abgegrenzt werden. Carola Pohlen ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am <a href="http://www.imew.de/index.php?id=574">Institut Mensch, Ehtik und Wissenschaft</a> in Berlin. </p>
<p><br />
<a href="http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/pohlen_2010_CC.mp3">Download</a> (mp3, 43 MB, 45 Minuten)<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img style="border-width: 0;" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-nd/2.0/de/80x15.png" alt="Creative Commons License" /></a><br />
<small>Dieser Werk bzw. Inhalt ist unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</small></p>
<blockquote><p> Die Disability Studies erlauben es, die gesellschaftlichen Machtverhältnisse in den Blick zu nehmen, die Behinderung als essentialisierenden und an Individuen geknüpften Identitätsmarker hervorbringen. Indem sie die gesellschaftlich spezifischen Bedeutungen von Behinderung und Nichtbehinderung entziffern, können die Disability Studies Aussagen darüber treffen, was unter Behinderung oder Nichtbehinderung zu einem historisch spezifischen Zeitpunkt jeweils zu verstehen ist und wie sie zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Bisher gibt es nur relativ wenige Arbeiten, die sich explizit auch mit Nichtbehinderung beschäftigen. Mit Blick auf das “Human Enhancement” – der biotechnologischen „Verbesserung“ jener Körper, die bereits als “normal” wahrgenommen werden – untersucht der Vortrag mit Bezug auf Diskussionen in den Gender Studies, inwiefern Vorstellungen von Nichtbehinderung mit Normalität verknüpft sind und wie sie normativ werden.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1787&amp;md5=c736ab0125cc2f31c396a5da6bcffbc2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Vortragseinladung 2011-11-16: Can There Be a Queer Brain?</title>
		<link>http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-2011-11-13-can-there-be-a-queer-brain/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 11:20:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prof. Dr. Anelis Kaiser
Can There Be A Queer Brain? Gedanken zur möglichen Queerness des Gehirns
Mittwoch 16.11.2011, 19:15, Von Melle Park 5 ("Wiwi Bunker") 0079]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Prof. Dr. Anelis Kaiser<br />
Can There Be A Queer Brain? Gedanken zur möglichen Queerness des Gehirns<br />
<strong>Mittwoch 16.11.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</strong></p>
<p>Wir freuen uns auf einen Vortrag aus dem Bereich kritischer Naturwissenschaften. Gerade die kognitiven Neurowissenschaften stehen dabei für die Hoffnung, traditionell geisteswissenschaftliche Probleme zu klären. Daß dies oftmals äußerst kritisierenswerte Formen annimmt, zeigten bereits einige hier erwähnten Vorträge [<a href="http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-14-7-neurogenders/">1</a>] [<a href="http://agqueerstudies.de/vortragseinladung-14-7-neurogenders/">2</a>] wie Texte [<a href="http://www.linksnet.de/de/artikel/19193">3</a>] und ließe sich weiter vertiefen [<a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50424655.html">4</a>], [<a href="http://www.zeit.de/2009/05/Voodoo">5</a>]. Dabei ist aber zu bedenken, daß pauschale Ablehnungen in inhaltlicher wie effektiver Reichweite ihre Grenzen haben; das Thema ist zu be-deutend, sich nicht genauer damit auseinanderzusetzen.</p>
<p>Deshalb haben wir Anelis Kaiser eingeladen, pädagogische Psychologie am Zentrum für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung der TU-Berlin lehrend. Sie arbeitete u.a. bei Forschungsprojekten wie &#8220;<em>Neurobiologische Korrelate der Mehrsprachigkeit in der Regio Basiliensis</em>&#8221; oder &#8220;<em>GERDA &#8211; gendered digital brain atlas&#8221; </em>und promovierte zu <em>&#8220;Geschlecht in der Hirnforschung am Beispiel von fMRI-Sprachexperimenten&#8221;</em></p>
<p>Die Referentin zu ihrem Vortrag</p>
<blockquote><p>Den Neurowissenschaften wird zugeschrieben, wahres und unvermitteltes Wissen über das zentrale menschliche Denkorgan, das Gehirn, zu erzeugen. Gerade hinsichtlich des Themas &#8220;Geschlecht&#8221; bzw. &#8220;Geschlechterdifferenzen&#8221; sind manche neurowissenschaftliche Aussagen hoch brisant. Im ersten Teil des Vortrags werde ich auf eine allgemeine disziplinäre Problematik eingehen: Was passiert, wenn die Gender Studies auf die Naturwissenschaften treffen? Als Beispiel soll kurz die Queer Biology ausgeführt werden. Im zweiten Teil soll das Wichtigste zum Thema &#8220;Geschlecht im Gehirn&#8221; vorgestellt werden: Wie sehen die Studien in der Hirnforschung aus und wo sind im Gehirn die &#8220;Geschlechtsareale&#8221;? Im dritten und letzten Teil wird der Versuch unternommen, die &#8220;Queerness&#8221; des Gehirns zu beschreiben.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1773&amp;md5=47be9f40e6a805aca584b82be8e4eb76" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Programmhinweis</title>
		<link>http://agqueerstudies.de/programmhinweis/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Aug 2011 02:33:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktivismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Viel Interessantes gibt es - auch unabhängig vom "queeren Urgestein" unserer Vortragsdokumentations-Sendung auf - FSK93,0. Und so möchten wir Euch auf folgendes Highlight hinweisen: "Immer mehr ich: Transidente erzählen von ihrem Weg zu sich selbst".

Das Freie Sender Kombinat ist in Hamburg auf 93,0 Antenne und 101,4 Kabel zu empfangen, um Hamburg im Kabel auf ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel Interessantes gibt es &#8211; auch unabhängig vom &#8220;queeren Urgestein&#8221; <a href="http://agqueerstudies.de/radio/">unserer Vortragsdokumentations-Sendung</a> auf &#8211; <a href="http://fsk-hh.org/">FSK93,0</a>. Und so möchten wir Euch auf folgendes Highlight hinweisen: &#8220;Immer mehr ich: Transidente erzählen von ihrem Weg zu sich selbst&#8221;.</p>
<p>Das Freie Sender Kombinat ist in Hamburg auf 93,0 Antenne und 101,4 Kabel zu empfangen, um Hamburg im Kabel auf 105,7 und weltweit über <a href="http://stream.fsk-hh.org:8000/fsk.ogg.m3u">Livestream</a>. Die nächsten Sendungen könnt Ihr an folgenden Terminen hören:</p>
<p><strong>Donnerstag, den 25.8.2011, 10:00 Uhr<br />
Donnerstag, den 29.9.2011, 20:00 Uhr</strong></p>
<p>Eine gekürzte Online-Version ist <a href="http://www.youtube.de/immermehrich">verfügbar</a></p>
<p>Die Sendungsankündigung:</p>
<blockquote><p>Die meisten Menschen interessieren sich für das Geschlecht anderer Leute. Das eigene hat man eben, das ist einfach Fakt.</p>
<p>Aber was passiert, wenn genau das angezweifelt wird?</p>
<p>Transidente Menschen ringen oft um Anerkennung ihres Geschlechts, sei es vor Gericht oder im alltäglichen Miteinander. Dem geht allerdings eine Phase der Selbstsuche und -findung voraus, an deren Ende die Erkenntnis steht: Meine körperlichen Geschlechtsmerkmale passen nicht zu meiner Geschlechtsidentität; deshalb kann ich nicht das Leben führen, dass ich eigentlich führen will.</p>
<p>Nun geht es darum, sich während einer Geschlechtsangleichung auf die eine oder andere Art mit dem eigenen Körper zu arrangieren. Damit geht auch einher, dass das Umfeld Betroffener möglichst früh das innere, von aussen noch nicht erkennbare Geschlecht anerkennt. Die korrekte Anrede sowie entsprechende Pronomen zu verwenden ist da ein wichtiges Zeichen, aber längst nicht alles.</p>
<p>Wie unterschiedlich verschiedene Menschen damit umgehen, wird aus einem Gespräch mit mehreren transidenten Personen deutlich.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1612&amp;md5=e2e799de428380f9d34e926348f7d214" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Bülow/Holm: What men are made of</title>
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		<pubDate>Fri, 15 Jul 2011 14:03:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kathrin Ganz</dc:creator>
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		<category><![CDATA[gender]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Vorlesungszeit des Sommersemesters 2011 liegt nun hinter uns. Bis wir im Oktober in die neue Saison starten habt ihr also genügend Zeit, verpasste Vorträge im Podcast nachzuhören oder euch eine Repetition zu gönnen. Diese Woche präsentieren wir euch einen Vortrag von Morten Hillgaard Bülow und Marie-Louise Holm, die sich mit Männlichkeit, Testosteron und ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.agqueerstudies.de/fotos/Podcastlogo_klein.jpg" alt="Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen" width="120" height="120" align="left" />Die Vorlesungszeit des Sommersemesters 2011 liegt nun hinter uns. Bis wir im Oktober in die neue Saison starten habt ihr also genügend Zeit, verpasste Vorträge im Podcast nachzuhören oder euch eine Repetition zu gönnen. Diese Woche präsentieren wir euch einen Vortrag von Morten Hillgaard Bülow und Marie-Louise Holm, die sich mit Männlichkeit, Testosteron und Hormonforschung auseinandersetzen: &#8220;What men are made of – The construction of concepts of masculinity in research projects about testosterone in Denmark from the 1910s to the 1980s&#8221;. <a href="http://www.nemm.dk/forskerprofiler/danske-forskere/morten-hillgaard-bulow">Morten Hillgaard Bülow</a> ist PhD Fellow am Medical Museion der Copenhagen University und Mitglied des board of Network for Research on Men and Masculinities (<a href="http://www.nemm.dk/">NeMM</a>), Dänemark. <a href="http://www.nemm.dk/forside/bestyrelse/marie-louise-holm">Marie-Louise Holm</a>  ist Forschungsassistentin am Institut für Psychologie und Education Studies der Roskilde Universität und ebenfalls im NeMM aktiv. </p>
<p><br />
<a href="http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/holm-buelow_2011_CC.mp3">Download</a> (mp3, 29,2 MB, 64 Minuten)<br />
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/"><img alt="Creative Commons License" style="border-width:0" src="http://i.creativecommons.org/l/by-nc-nd/2.0/de/80x15.png" /></a><br /><small>Dieser Werk bzw. Inhalt ist unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/de/">Creative Commons-Lizenz</a> lizenziert.</small><br />
<span id="more-1603"></span></p>
<blockquote><p>Since the 1920s the chemical substance called testosterone has been characterized as ‘the male hormone’ despite its presence in both male and female gendered bodies. This characterization is common in both the natural sciences’ hormone research, in everyday speech, and in various media presentations. In these contexts, testosterone has been – and is – often used as a metaphor for, or even synonymous with, ‘manliness’ and ‘masculinity’.</p>
<p>Scientific research about hormones has played a substantial role in linking testosterone to masculinity. From the 1910s onwards this research has influenced conceptions about what to designate as male or female, masculine or feminine, by connecting certain hormones to physical and psychological traits and arguing for a more or less direct causal relation between them. In the public the scientific results have been used in normative discussions about what is a good life for human beings with certain genders. It can be argued that the construction of a connection between testosterone and masculinity has played a significant role in the common perception of gender as consisting of two separate categories, ‘men’ and ‘women’, and in constructing the notion that they are naturally and fundamentally different, having different wishes, skills and abilities which in a heterosexual relationship complement each other. This perception of gender has influenced the view on and medical treatment of people categorised as homosexuals, transsexuals, and other groups of people who in various ways did not meet (the scientifically strengthened) gender expectations.</p>
<p>In this talk we want to discuss how and why testosterone and masculinity have been connected in scientific research, and what consequences this has had for societal norms about gender and the view upon and medical treatment of different so-called gender/sexual minorities. The talk is based on historical examples from Danish research projects about testosterone from the 1910s to the 1980s.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1603&amp;md5=771a6c55ab61b90155582e85570a2489" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Veranstaltungshinweis 2011-07-13: Wolfgang Maiers</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 03:32:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wolfgang Maiers
Neurowissenschaftliche und kritisch-psychologische Sichten auf die Debatte um den "freien Willen". Vortrag und Diskussion
Mittwoch 13.07.2011, 19:15, Von Melle Park 11 ("Rattenstall") Hörsaal

Wem die Diskussion in unserer Vorlesungsreihe zu dieser Zeit um Widerlegungen von Queer zu kontrovers oder nicht marxistisch genug ist, kann sich parallel diesen Vortrag aus dem Bereich der Kritischen Psychologie zu ...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wolfgang Maiers<br />
Neurowissenschaftliche und kritisch-psychologische Sichten auf die Debatte um den &#8220;freien Willen&#8221;. Vortrag und Diskussion<br />
<b>Mittwoch 13.07.2011, 19:15, Von Melle Park 11 (&#8220;Rattenstall&#8221;) Hörsaal</b></p>
<p>Wem die Diskussion in unserer Vorlesungsreihe zu dieser Zeit um Widerlegungen von Queer zu kontrovers oder nicht marxistisch genug ist, kann sich parallel diesen Vortrag aus dem Bereich der Kritischen Psychologie zu gegenwärtigen neurowissenschaftlichen Debatten anhören.</p>
<p>Mehr dazu auf <a href="http://kripsyhamburg.wordpress.com/2011/06/25/maiers/">kripsyhamburg.wordpress.com</a>.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1587&amp;md5=4787a9b0239a21c82d37c6b40ab0183e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vortragseinladung (Schriftgemittelt!) 2011-07-06: &#8220;Armlose Wunder&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Jul 2011 16:20:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lucie Storchová
"Ich will, deswegen kann ich!" Geschlechtliche Markierung der Normalität, Produktivität und "bürgerlichen Tüchtigkeit" in Autobiographien der zentraleuropäischen "armlosen Wunder" (1910–1930)
Mittwoch 06.07.2011, 19:15, Von Melle Park 5 ("Wiwi Bunker") 0079]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lucie Storchová<br />
&#8220;Ich will, deswegen kann ich!&#8221; Geschlechtliche Markierung der Normalität, Produktivität und &#8220;bürgerlichen Tüchtigkeit&#8221; in Autobiographien der zentraleuropäischen &#8220;armlosen Wunder&#8221; (1910–1930)<br />
<strong>Mittwoch 06.07.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</strong></p>
<p>Der folgende Vortrag wird in Kooperation mit zusammen mit unserer PartnerInitiative Zentrum für Disablity Studies (<a href="http://www.zedis.uni-hamburg.de/">ZeDiS</a>) angeboten. Schriftmittler*Innen werden anwesend sein, d.h. verbreitet diese Ankündigung weiter, solltet Ihr potentiell interessierte kennen.</p>
<p>Lucie Storchová ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Philosophischen Institut der tschechischen Akademie der Wissenschaften und am Institut für Anthropologie an der Faculty of Humanities in der Karls-Universität zu Prag. Sie referiert folgendes:</p>
<blockquote><p>Obwohl eine breitere konzeptionelle Diskussion sowie konkrete Forschungsprojekte zum Thema in der zentral- und osteuropäischen Geschichtswissenschaft mehr oder weniger fehlen, gehören die Imagination und kommerzielle Ausstellungen des „außerordentlichen Körpers“ (extraordinary body) an der Wende von 19. zum 20. Jahrhundert zu entscheidenden Phänomenen in der Entstehung des modernen zentraleuropäischen Nationalismus oder liberalen Kapitalismus. In meinem Exposé möchte ich auf den diskursiven Rahmen dieser Prozesse fokussieren, im besonderen auf Intersektionen von Gender und anderen Differenzdiskursen (als Klasse, Nation, Heteronormativität oder körperliche Differenz) in Autobiographien, die von renommierten „armlosen Wundern“ nach dem Ersten Weltkriege verfasst worden sind. Das autobiographische Selbst sowie der außerordentliche Körper in seiner Materialität lassen sich in diesem Sinne als textuelle Effekte der vielseitigen diskursiven Interaktion interpretieren, die unter anderen auch derzeitige Vorstellungen von ökonomischer Produktivität mitgestalteten. Die Lebensbeschreibung von Carl Hermann Unthan, dem populären und erfolgreichen armlosen Violinisten, wurde in Stuttgart unter dem Titel „Das Pediscript. Auszeichnungen aus dem Leben eines Armlosen“ in 1925 herausgegeben und diente als eine intertextuelle Basis für andere Super-Crip Autobiographien der Zeit. Als eine tschechische Parallele wähle ich ein einige Jahre später erschienenes Buch von František Filip „Bezruký Frantík píše o sobě“ („Armloser Franz schreibt von sich selbst“) aus. Eine entscheidende Rolle in der Produktion des autobiographischen Selbst spielte in beiden Texten der mit der Imagination von „ökonomischer Nützlichkeit“ und „ehrenvollem Lohn“ verbundene Diskurs der körperlichen Zwangsfähigkeit/Zwang zu nichtbehinderter Körperlichkeit (compulsory able-bodiedness), die als verbindlich auch für normates – im Sinne wie Rosemarie Garland-Thomson den Begriff benutzt – betrachtet wurden. Die Männlichkeit des außerordentlichen Körpers überschneidet 12 sich in beiden Lebensläufen auch mit Motiven der „bürgerlichen Tüchtigkeit“ und öffentlichen Engagiertheit – sei in Kriegsbestrebung in Falle Unthans oder in der Ideologie des Republikanismus und liberalen Kapitalismus bei Filip. Im abschließenden Teil meines Vortrages konzentriere ich mich auf Nachleben beider Lebensbeschreibungen seit den 1950ern. Die Autobiographie von Carl Unthan wurde am Ende der 60er Jahre von Joachim Piechowski neu bearbeitet; der Verfasser akzentuierte in seinem „dokumentarischen Roman“ „Der Mann ohne Arme“ solche Motive wie die zufriedene Ehe Unthans (mit dem Gewicht auf die Liebe für die innere Schönheit usw.) oder das Engagement des armlosen Violinisten im nachkriegszeitlichen Pazifismus und in der entstehenden Bewegung für Behindertenrechte. Paradoxerweise, ergänzen wir, weil das autobiographisches Selbst in der originellen Lebensbeschreibung Unthans sich gerade durch Strategien des „Anpassens“ (passing) und explizite Ablehnung der „Krüppelidentität“ charakterisieren lässt – es handelt sich um eine Art der Annihilation der eigenen körperlichen Differenz, die sich auf der hervorgehobenen Gender- und Klassenormalität des Autors und auf seine bürgerliche Arbeitsmoral und Anstrengung in Name des Vaterlandes und sein Kriegsansatzes gründete. Noch signifikanter für den aktuellen Zustand in postkommunistischen Ländern scheinen tschechische Aufsätze und Bücher über „den armlosen Franz“ aus den letzten zwei Dekaden. Die Person und das autobiographische Selbst dieses renommierten „armlosen Wunders“ funktionierte mehr als 50 Jahre nach seinem Tod als ein Super-Crip-Held der entstehenden neoliberalen Ideologie, als ein Beispiel eines idealisierten Unternehmers und Selfmademans, der nicht nur alle Äußerungen des Mitleids sondern auch das ganze „veraltete“ Fürsorgesystem des kommunistischen Sozialstaates ablehnt und verneint.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1585&amp;md5=8bde604fea328cbd109f57973a81feb8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Vortragseinladung 2011-06-08: Die Pille</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jun 2011 15:52:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eva-Maria Silies
Erfolgreiche Revolution oder fortgeführte Unterdrückung? Die hormonale
Verhütung mit der Pille in der Bundesrepublik der 1960er und 1970er Jahre
Mittwoch 08.06.2011, 19:15, Von Melle Park 5 ("Wiwi Bunker") 0079]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eva-Maria Silies<br />
Erfolgreiche Revolution oder fortgeführte Unterdrückung? Die hormonale Verhütung mit der Pille in der Bundesrepublik der 1960er und 1970er Jahre<br />
<b>Mittwoch 08.06.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</b></p>
<p>Eva-Maria Silies ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Innovations-Inkubator an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie referiert Mittwoch über folgendes Thema:</p>
<blockquote><p>Nachdem die Pille als neuartiges Verhütungsmittel 1961 in der Bundesrepublik eingeführt wurde, entwickelte sie sich im Verlauf der folgenden Jahre zunächst zu einem sehr nachgefragten Präparat, wurde aber spätestens in den 70er Jahren von vielen Frauen wieder abgesetzt. Nebenwirkungen und befürchtete Langzeitfolgen trugen ebenso dazu bei wie die Ablehnung der Pille als „unnatürliches“ Verhütungsmittel. Heftig diskutiert wurden zudem die Folgen für die weibliche Sexualität: Konservative Kritiker der Pille propagierten, die Pille mache junge Mädchen „hemmungslos“, während Nutzerinnen auch öffentlich die positiven Auswirkungen auf ihre Sexualität beschrieben. Aktivistinnen der Frauenbewegung kritisierten allerdings in den 70er Jahren, die Pille setze die sexuelle Unterdrückung der Frauen fort und sei damit letztlich ein Verhütungsmittel, von dem (wieder) nur die Männer profitierten. Diese verschiedenen Entwicklungslinien und Argumentationsmuster werden in dem Vortrag anhand von zeitgenössischen Quellen und Interviews mit Zeitzeuginnen nachgezeichnet und die Geschichte der Pille in den gesellschaftshistorischen Kontext der 60er und 70er Jahre eingebettet.</p></blockquote>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=1527&amp;md5=75ad39c56f16223e9bea6fb590564d9e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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