AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Veranstaltungsreihe „Geister der (Haus)Arbeit. Zur Verschränkung von Feminismen und Migration“ in der W3

04.02.2015 Von: Do. Gerbig Kategorie: Termine

Liebe Freund*innen der AG Queer Studies,
unsere Vorlesungsreihe für das Wintersemester ist abgeschlossen.
Wir freuen uns aber sehr, für die Zeit zwischen den Semestern auf folgende Veranstaltungsreihe hinzuweisen:

Was hat es sich seit der „Lohn-für-Hausarbeit“-Debatte in den 70ern verändert? Hat die Lohnarbeit die gewünschte emanzipative Wirkung für Frauen erzielt?
 Die Doppelbelastung durch Erwerbs- und Hausarbeit zwingt viele Frauen zum Verzicht auf Lohnarbeit. Häusliche Arbeit und der ganze Komplex von Tätigkeiten, die unser Leben reproduzieren, genießen nach wie vor geringe gesellschaftliche Wertschätzung. Doch wie sieht die Hausarbeit heute aus? Was bedeutet die Neuordnung der Hausarbeit? Wer steht heute noch und wo am „Spülbecken“ und welcher Küche?

Über diese und andere Fragen zum Thema der Neuordnung der Hausarbeit können Sie in der Veranstaltungsreihe „Geister der (Haus)Arbeit. Zur Verschränkung von Feminismen und Migration“ in der W3 diskutieren:

Mit den Künstler_innen Johanna und Benjamin Wölfing, 2014

Do 12., Do 19., Do 26. Februar / Videoinstallation, vor und nach den Veranstaltungen
frankfurter küche

Mit Filmemacherinnen Lizza May David, Claudia Liebelt
(Dokumentarfilm, D 2011, 40 Min., eng. OF mit Handouts und Flüsterübersetzung)
„Cycles of Care“
Do 12. Februar, 19:30 Uhr / Film / 3,-
Der Film „Cycles of Care“ zeigt fünf Frauen, die nach Jahren der Arbeit als Hausarbeiterinnen und Pflegerinnen alter Menschen in Israel nach Manila zurückgekehrt sind. In Fotoalben blätternd, Hebräisch sprechend und das Leben im Kibbutz oder mit ehemaligen Arbeitgebern erinnernd, sprechen sie vom Durchqueren von Grenzen in einem nicht nur geographischen Sinne. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit mit den Filmemacherinnen zu diskutieren.

Mit Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Professorin für Soziologie, Universität Gießen)

Do 19. Februar, 19:30 Uhr / Vortrag / 3,-
Outsourcing im Haushalt: Erkundungen zum Wert der Arbeit 

Wie gestalten sich die Arbeitsbedingungen im privaten Haushalt? Wer beauftragt wen? Welche regulierenden Maßnahmen der EU-Migrationspolitik wirken dafür begünstigend? In ihrem Vortrag geht Encarnación Gutiérrez Rodríguez auf diese Fragen ein und zeigt, wie in den Beschäftigungsbeziehungen im Bereich der Hausarbeit das koloniale Erbe nachwirkt und rassistische Mechanismen vorherrschen.

Mit Bini Adamczak (u.a. Autorin)

Do 26. Februar, 19:30 Uhr / Lesung / 3,-
Aufstand aus welcher Küche? Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalis­mus

Die Debatte über Reproduktionsarbeit (u.a. Haus- und Familienarbeit) ist eine der ältesten in der Geschichte des Feminismus. Heute kommen für Familien neue Problemfelder hinzu: Einerseits sind sie von der Doppelbelastung durch Erwerbs- und Hausarbeit betroffen, andererseits erkämpfen sie oftmals ihre Freiräume auf Kosten der Subalternen und Prekarisierten – also der Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht organisieren oder ihrer Position eine Stimme verleihen können. Dieses Dilemma beschreibt Silvia Federici als Neuordnung der Hausarbeit und als ein Ausbeutungsmechanismus in ihrem Buch „Aufstand aus der Küche“.
Bini Adamczak, die Mitherausgeberin der deutschen Fassung, liest aus dem Buch. Als Expertin der politischen Ökonomie und Vertreterin der polysexuellen Oekonomie zieht Adamczak zudem die Verbindungslinien zwischen Federicis Thesen und queer-feministischer Positionen.

Alle Veranstaltungen finden im Saal der W3 statt.
W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.
Nernstweg 32 – 34
22765 Hamburg

Vortragseinladung 2012-06-13: Heteronormativität und Rassismus

10.06.2012 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Urmila Goel
Zur Verflechtung von Heteronormativität und Rassismus – eine
ethnographische Annäherung
Mittwoch, 13.06.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Aus Berlin kommt Dr.Urmila Goel, Wissenschaftlerin und Trainerin –
Näheres unter http://www.urmila.de/ – mit folgendem Thema:

“Nein, meine Eltern hatten keine arrangierte Ehe, sie haben …”, “Ich
hoffe, wieder mit meiner Hetero-Beziehung klar zu kommen, denn mit
meinen Eltern will ich nicht brechen.”, “Es ist noch zu früh für
Emanzipation in Indien” – solche oder ähnliche Aussagen finde ich in
meinem ethnographischen Material (Interviews, Publikationen, etc.) von
Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind und mindestens einen
Elternteil haben, der/die aus Südasien nach Deutschland migriert ist.
Wie lassen sich solche Aussagen – jenseits von kulturalisierenden
Ansätzen – analysieren? Welche Interpretationen ermöglicht ein
intersektionaler Blick, der insbesondere die Verflechtungen der
Machtverhältnisse Rassismus und Heteronormativität berücksichtigt? Im
Vortrag diskutiere ich mein ethnographisches Material aus dieser
Perspektive.

Marc Thielen: Jenseits nationaler Grenzen

30.07.2011 Von: Kathrin Kategorie: Podcast

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenHeute präsentieren wir euch einen älteren Vortrag aus dem Wintersemester 2008/2009 – was man leider auch an der nicht ganz so guten Tonqualität hören kann. Marc Thielen sprach über “Prozesse sexueller Subjektpositionierungen in der Migration”. Der Träger des Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien ist zurzeit Vertretungsprofessor für Lernbehindertenpädagogik/Lernhilfe an der Goethe-Universität Frankfurt (Fachbereich Erziehungswissenschaften, Institut für Sonderpädagogik). 2009 erschien seine Monographie “Wo anders leben? Migration, Männlichkeit und Sexualität. Biografische Inter- views mit iranischstämmigen Migranten in Deutschland” (Münster: Waxmann).

[podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/thielen_2008_CC.mp3[/podcast]
Download (mp3, 38,3 MB, 42 Minuten)
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