AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Vortragseinladung 2011-06-08: Die Pille

05.06.2011 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Eva-Maria Silies
Erfolgreiche Revolution oder fortgeführte Unterdrückung? Die hormonale Verhütung mit der Pille in der Bundesrepublik der 1960er und 1970er Jahre
Mittwoch 08.06.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Eva-Maria Silies ist Historikerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Innovations-Inkubator an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie referiert Mittwoch über folgendes Thema:

Nachdem die Pille als neuartiges Verhütungsmittel 1961 in der Bundesrepublik eingeführt wurde, entwickelte sie sich im Verlauf der folgenden Jahre zunächst zu einem sehr nachgefragten Präparat, wurde aber spätestens in den 70er Jahren von vielen Frauen wieder abgesetzt. Nebenwirkungen und befürchtete Langzeitfolgen trugen ebenso dazu bei wie die Ablehnung der Pille als „unnatürliches“ Verhütungsmittel. Heftig diskutiert wurden zudem die Folgen für die weibliche Sexualität: Konservative Kritiker der Pille propagierten, die Pille mache junge Mädchen „hemmungslos“, während Nutzerinnen auch öffentlich die positiven Auswirkungen auf ihre Sexualität beschrieben. Aktivistinnen der Frauenbewegung kritisierten allerdings in den 70er Jahren, die Pille setze die sexuelle Unterdrückung der Frauen fort und sei damit letztlich ein Verhütungsmittel, von dem (wieder) nur die Männer profitierten. Diese verschiedenen Entwicklungslinien und Argumentationsmuster werden in dem Vortrag anhand von zeitgenössischen Quellen und Interviews mit Zeitzeuginnen nachgezeichnet und die Geschichte der Pille in den gesellschaftshistorischen Kontext der 60er und 70er Jahre eingebettet.

Vortragseinladung 2011-06-01: Antje Schrupp

29.05.2011 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Dr. Antje Schrupp
Symbolische Unabhängigkeit: Das Denken der Geschlechterdifferenz als politische Praxis
Mittwoch 01.06.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Der Vortrag kommenden Mittwoch wird simultan in DGS übersetzt – weitersagen, falls Ihr potentiell Interessierte kennt.

Und der Vortrag lohnt sich auch, Antje Schrupp ist Politologin und Journalistin in Frankurt/M. Sie ist mit einigen italienischen Feministinnen aus der Philosophinnengemeinschaft Diotima und dem Mailänder Frauenbuchladen befreundet und hat Teile ihrer Texte ins Deutsche übersetzt. Mehr von ihr lesen könnt Ihr unter www.antjeschrupp.com

Sie referiert bei uns über folgendes:

Differenzfeminismus steht in Deutschland in dem Ruf, essenzialistisch und biologistisch zu sein und die Unterschiede der Geschlechter zementieren zu wollen. Völlig falsch! Vielmehr ist das Denken der Geschlechterdifferenz eine politische Praxis die, ausgehend von den Erfahrungen und den Ideen von Frauen, Handlungsmöglichkeiten und neue Perspektiven eröffnet – für Frauen und Männer (und andere). Es geht dabei nicht um Lobbyismus und Teilhabe an ehemals männlichen Privilegien, sondern um Freiheit und symbolische Unabhängigkeit von überlieferten Normen und Maßstäben. Das ist unverzichtbar in Zeiten, in denen die etablierte Machtpolitik immer mehr Krisen produziert, aus denen auch die traditionellen frauenpolitischen Konzepte von Gleichstellung, Gender- Mainstreaming und Emanzipation keinen Ausweg bieten. Und: Nur wer die GeschlechterDIFFERENZ denkt, kann GeschlechterGRENZEN überwinden.

Wer sich fundiert vorbereiten will, zum Thema Differenzfeminismus gibt es bereits einen äußerst anspruchsvollen Vortrag im Podcast.

“Allein schon Weiße”

26.05.2011 Von: Do. Gerbig Kategorie: Aktivismus, Neuigkeiten

Gerne machen wir auf eine Veranstaltung außerhalb der Reihe aufmerksam

Veranstaltet von der kritischen T-Stube: studentisches Milieu

„Rassismus? Das ist doch nur ein Problem bei den Nazis! Heute gibt es in Deutschland vielleicht eine gewisse Fremdenfeindlichkeit, aber Rassismus ist doch eher Geschichte. Und hier auf dem Campus sind eh alle tolerant und an anderen Kulturen interessiert.“ – Diese verbreitete Ansicht, dass die Rassist_innen nur am „Rande der Gesellschaft“ zu finden sind und Rassismus durch „Multikulti“ überwunden wurde, blendet aus, dass die gesamte Gesellschaft von verschiedenen Rassismen durchzogen ist.

Ob die allgegenwärtige Panik vor „Flüchtlingswellen“ aus Nordafrika, der Ruf nach einer Abschottung Europas, welche die Bewegungsfreiheit von „Nicht-EU-Ausländern“ massiv beschränkt oder die tagtäglich in den Medien wiederkehrenden Forderungen an alle als Nicht-Deutsche markierten, sich endlich „unserer Leitkultur“ anzupassen – Rassismus wirkt in verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen. Rassismus erscheint in gewalttätigen Angriffen, in staatlichen Gesetzen und Institutionen. Rassismus erscheint aber auch in der alltäglichen Kommunikation, etwa in gutgemeinten Komplimenten, mit denen eine Nicht-Zugehörigkeit aber gerade hervorgehoben wird: „Du sprichst aber gut deutsch!“

Einer kürzlich erschienenen Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung („Die Abwertung der Anderen“) zufolge meint die Hälfte aller Deutschen, es gebe „zu viele Zuwanderer“ in Deutschland. Statistisch jede_r dritte Deutsche stimmt gar der Aussage zu, es gebe „eine natürliche Hierarchie zwischen schwarzen und weißen Völkern“. Rassismus ist aber nicht nur in der stumpfen Parole „Ausländer raus“ zu erkennen, sondern kann sich auch in der vermeintlich anteilnehmenden Frage zeigen, wann eine als nicht-deutsch wahrgenommene Person denn gedenke, wieder in „ihre Heimat“ zurückzukehren.

Wie abwertende Klischees über die „exotischen Fremden“ in Texten und Bildern weiterhin wirken, werden auf unserer Veranstaltung zwei Referent_innen vom Anti(ra)²dio* kritisch beleuchten. Anhand der Bezeichnung „Menschen mit Migrationshintergrund“ werden sie darüberhinaus auf aktuelle Praktiken der Fremdbezeichnung eingehen. Als weitere Gruppe wird das kürzlich entstandene antirassistische Bündnis der Uni Hamburg einen Einstieg in die „Critical Whiteness Studies“ geben. Es ist der Einsatz dieser kritischen Weißseinsforschung, den Blick umzukehren, und nicht mehr nur Objekte des Rassismus und ihre Konstruktion in den Blick zu nehmen, sondern die „Weißen“, die von diesem profitieren.

Wir hoffen ihr erscheint wieder zahlreich in der T-Stube und habt Lust auf eine lebendige Diskussion!

Am 06.06.2011, ab 18 Uhr in der T-Stube

Öffentliche Anhörung und Dialog zur Situation von Menschen mit Intersexualität

21.05.2011 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Neuigkeiten

Deutscher Ethikrat
Öffentlich Anhörung zum Thema Intersexualität
Mittwoch 08.06.2011 (Anmeldung bis 2011-06-05), 10-17, Markgrafenstr. 38 (Berlin) Leibnitzsaal

Von Intersexuelle Menschen e.V. erreichten uns der Hinweis auf eine Öffentliche Anhörung und Dialog zur Situation von Menschen mit Intersexualität in Deutschland, zu der der Deutsche Ethikrat am 8. Juni in Berlin einlädt. Aus der Einladung des Deutschen Ethikrates:

der Deutsche Ethikrat erarbeitet derzeit im Auftrag der Bundesregierung eine Stellungnahme mit dem Ziel, die Situation und die Herausforderungen für Menschen mit Intersexualität differenziert aufzuarbeiten. Vor diesem Hintergrund legt der Ethikrat großen Wert darauf, die Sichtweisen von Ärzten, Therapeuten, Sozialwissenschaftlern und Juristen ebenso zu erfassen wie die Perspektiven der Betroffenen und ihrer Eltern, die nun angehört werden sollen.

In diesem Zusammenhang führt der Deutsche Ethikrat eine öffentliche Anhörung mit Dialog zur Situation von Menschen mit Intersexualität

Zeit
Mittwoch, den 8. Juni 2011, 10:00 bis 17:00 Uhr

Ort
Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften Leibnizsaal
Markgrafenstr. 38
10117 Berlin

Anmeldung erforderlich bis Sonntag, den 5. Juni 2011, online unter www.ethikrat.org oder telefonisch unter 030/20370-242 bzw. per Fax unter 030/20370-252.

Die Anhörung ist Teil eines mehrstufigen Diskurs-Verfahrens, das im Mai mit einer Befragung der genannten Zielgruppen begonnen hat und nach der Anhörung in einen Online-Diskurs münden wird, um allen, die ein Interesse am Austausch zu diesem Thema haben, die Möglichkeit zu geben, sich daran zu beteiligen. Auf diesem Wege soll ein wechselseitiger Austausch von Betroffenen und Experten in Gang gesetzt werden, um auf diese Weise wichtige Informationen zu gewinnen und eine solide empirische Basis für seine
Stellungnahme zu schaffen.

Intersexualität oder Zwischengeschlechtlichkeit beschreibt unterschiedliche Phänomene uneindeutiger Geschlechtszugehörigkeit mit jeweils verschiedenen Ursachen. Nach wie vor werden Betroffene im Kleinkindalter an den Genitalien operiert, weil Mediziner und Eltern die Zwischengeschlechtlichkeit als eine Entwicklungsstörung sehen, die zum Wohle der Betroffenen chirurgisch sowie hormonell behandelt werden sollte. Selbsthilfegruppen intersexueller Menschen wehren sich jedoch zunehmend gegen solche Eingriffe, mit dem
Verweis auf das Recht auf körperliche Unversehrtheit, Selbstbestimmung und freie Persönlichkeitsentfaltung.

Sie sind herzlich eingeladen, als Zuhörer an der Veranstaltung teilzunehmen. Das detaillierte Programm wird in Kürze unter www.ethikrat.org bekannt gegeben.

Vortragseinladung 11.05.2011 – Die Ordnung der Familie

08.05.2011 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Jun.-Prof. Dr. Ulrike Lembke
Die Ordnung der Familie. Elternschaft und Gender Trouble beim Bundesverfassungsgericht
Mittwoch 11.05.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Der Vortrag wird in DGS übersetzt, Teil des schweren Kampfes um Barrierefreiheit.

Ulrike Lembke lehrt Öffentliches Recht und Legal Gender Studies

Das Bundesverfassungsgericht hat letztes Jahr entschieden, dass die Lebenspartnerin einer schwangeren Frau bei der Geburt des Kindes nicht als „zweite“ Mutter in die Geburtsurkunde eingetragen werden kann. Um rechtlich anerkannte Elternschaft zu erlangen, muss sie den langen Weg der Stiefkindadoption auch dann gehen, wenn beide Lebenspartnerinnen das Kind wünschten und als gemeinsames Kind großziehen wollen. Bei verheirateten Paaren wird der Ehemann dagegen unabhängig davon in die Geburtsurkunde eingetragen, ob er der leibliche Vater des Kindes ist. Bei näherer Betrachtung zeigt sich, dass die rechtliche Vorstellung von Elternschaft immer noch auf dem Grundmodell der Ehe (verheiratetes heterosexuelles Paar) mit Kind(ern) beruht. Zu diesem Grundmodell, das durch Status, sexuelle Orientierung und Geschlecht bestimmt wird, gibt es inzwischen diverse Alternativen wie uneheliche Eltern, homosexuelle Eltern, Alleinerziehende, Regenbogenfamilien, Eltern mit unklarem oder wechselndem Geschlecht etc. Diese Abweichungen von der „Normalfamilie“ sind aber rechtlich nicht als gleichwertig anerkannt. Die volle rechtliche Anerkennung der Elternschaft unverheirateter Mütter und Väter musste vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erstritten werden. Eingetragene Lebenspartnerschaften genießen noch immer nicht die gleichen Reproduktions- und Adoptionsrechte wie Ehepaare. Zur Frage transsexueller Elternschaft musste das Bundesverfassungsgericht noch nicht entscheiden, dies wird aber nach seiner jüngsten Entscheidung zum Transsexuellengesetz (Verfassungswidrigerklärung des Kastrationszwanges) nicht lange auf sich warten lassen. Zu erwarten wäre, dass das Bundesverfassungsgericht mit seiner progressiven Anerkennung alternativer sexueller Identitäten einerseits und verschiedener schutzwürdiger Formen von Elternschaft – biologisch, rechtlich und sozial – andererseits zwingend zu Gunsten der vom Grundmodell abweichenden Eltern entscheiden müsste. Dies wird durch seine bisherige Rechtsprechung aber gerade nicht bestätigt. Über die Gründe lässt sich fruchtbar spekulieren: Geschlecht als Ordnungskategorie hat eben doch noch nicht ausgedient und muss zumindest in der Familie als Keimzelle des Staates bewahrt werden. Und auch für eine moderne Bevölkerungspolitik scheint das heterosexuelle Paar unverzichtbar

Veranstaltungshinweise SoSe2011

03.04.2011 Von: W. Kategorie: Aktivismus, Termine

Zentrum für Disablity Studies (ZeDiS)
Ringvorlesung “Behinderung ohne Behinderte!?
Perspektiven der Disability Studies”
Montag 04.04.2011, 16:00, Edmund Siemers Allee 1 (“ESA-Westflügel”) 221

Assoziation Kritische Psychologie
Auch Du hast (k)einen freien Willen! – Selbst-organisiertes Seminar zum Thema: Kritisch-psychologische und neurowissenschaftliche Perspektiven auf die Kontroverse um den „freien Willen“
Donnerstag, 14.04.2011 18:00, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 4098

AG Menschenbilder
Philosophie & Praxis
Freitag, 08.04.2011 12:30, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 4098

Freies Senderkombinat Hamburg
Jenseits der Geschlechtergrenzen : Vortragsdokumentation der AG QueerStudies
Jeden 1. und 3. Montag im Monat 14:00-15:30; 93,0 MHz UKW

Ins neue Semester startend haben wir eine Menge Veranstaltungshinweise.


Das ZeDiS beginnt ihre Ringvorlesung am Montag – 04.04.2011 -, ebenfalls mit einer allgemeinen Vorstellung. Das Semesterprogramm findet Ihr hier


Die Assoziation Kritische Psychologie Hamburg veranstaltet auch dieses Semester einen Lesekreis:

Auch du hast (k)einen freien Willen!

Selbst-organisiertes Seminar zum Thema:
Kritisch-psychologische und neurowissenschaftliche Perspektiven auf die
Kontroverse um den „freien Willen“

Seit einigen Jahren deutet sich in der Psychologie ein Paradigmenwechsel
an: Nich nur an der Uni Hamburg steigt die Bedeutung
neurowissenschaftlicher Forschung. Deren Anspruch, menschliches Handeln
durch experimentelle Methoden der Hirnforschung erklären zu können, ist
derweil nich unumstritten. Angemahnt wird, dass sich in der Psychologie
ein biologischer Determinismus Bahn bricht, der die Gesellschaftlichkeit
menschlichen Lebens verkennt und diese stattdessen aus biologischen bzw.
genetischen Dispositionen ableitet.

Im Sommersemester möchten wir uns daher in einem selbst-organisierten
Seminar mit kritisch-psychologischen neurowissenschaftlichen
Perpsektiven auf menschliches Handeln auseinandersetzen. Ziel ist es,
nich nur eine Einführung in zentrale Vorstellungen der Kritischen
Psychologie zu geben, sondern uns auch mit Debatten, wie der Kontroverse
um den „freien Willen“ zu beschäftigen.

Auftaktveranstaltung am 14. April:

Alle Interessierten sind daher herzlich zu einem einführenden Vortrag
zum Thema am 14. April um 18:00 Uhr ein. Hier werden einige
Referent_innen eine Einführung in die Kritische Psychologie und die
Debatte um die Neurowissenschaften geben sowie organisatorische Fragen,
wie etwa den Semesterplan klären. Wir treffen uns an der Uni Hamburg im
Wiwi-Bunker (Von-Melle-Park 5), Raum 4098 (4. Etage).

Wöchentlicher Lesekreis jeden Donnerstag um 18:00 Uhr:

Darauffolgend werden wir das Seminar wöchentlich anbieten. Wir treffen
uns jeweils Donnersags vom 18:00 bis etwa 20:00 Uhr, ebenfalls im Raum
4098 im Wiwi-Bunker (Von-Melle-Park 5). Aktuelle organisatorische
Informationen, Hinweise zu Literatur und Weiteres findet ihr auf der
Homepage der „Assoziation Kritische Psychologie Hamburg“:
www.kripsyhamburg.wordpress.com

Kontakt:
[email protected] | www.kripsyhamburg.wordpress.com


Zuguterletzt beschäftigt sich das studentische Menschenbilderseminar freitags 12:30, wiwi 4098 dieses Semester mit “Philosophie & Praxis”, welche philosphischen Hintergründe haben scheinbar pragmatische Ansätze der Psycholigie und was waren die äußerst praktischen Folgen scheinbar abstrakter Philosophie? Webpräsenz: www1.uni-hamburg.de/menschenbilder


Vergeßt auch nicht, daß die AG QueerStudies Vorträge, Veranstaltungshinweise und manchmal mehr jeden 1. und 3. Montag im Monat auf FSK sendet.

Das kleine Einmaleins gängiger Abwehrmechanismen: Lippenbekenntnisse, Definitionsmacht und die überempfindlichen Anderen

15.02.2011 Von: Do. Gerbig Kategorie: Aktivismus, Neuigkeiten

Der Image-Film “Inside AStA” des AStA der UHH wurde vor, während und nach der Erstvorführung am 3.2.2011 im Abaton – welches übrigens durch seine Geschäftsführung entgegen des sonst gepflegten Images von hohem künstlerischem und politischem Anspruch alle Diskussionen vor der Vorführung abblockte – aufgrund der darin enthaltenen Rassismen und Sexismen von vielen Seiten massiv kritisiert (Linksammlungen zum Kontext findet ihr bei den Afrikawissenschaften, auf den stupanews und bei uns). Nun hat der AStA vor einer Woche die Stellungnahme “Zum Thema Rassismus” veröffentlicht, die auch wir nicht unkommentiert stehen lassen können und wollen.

Die Stellungnahme des AStA beginnt mit den üblichen inhaltsleeren Worthülsen, wie sie gerne auch von Politiker_innen oder Firmenvorständen in die Welt gesetzt werden, um von eigenen Schwächen abzulenken bzw. ein angeschlagenes Image wortgewaltig herum zu reißen: Es müsse “aktiv gegen Rassismus eingetreten werden”, die “wichtige Diskussion um Rassismus ist eine für eine gerechte Gesellschaft zwangsläufige”. Wenn der AStA dies so sieht, fragen wir uns allerdings, warum er sich der Debatte nicht stellt. Die Diskussion im Rahmen der Filmpremiere wurde nach ca. zwanzig Minuten abgebrochen, an der anschließenden Diskussion in anderen Räumlichkeiten nahm der AStA nicht teil. Das Black Students Network hat in der gleichen Woche als die Stellungnahme erschien, einen Brief an Monty Arnold geschrieben, mit der Bitte an einer Diskussion über den Film teilzunehmen. Dieser wurde am 15.2. auf dem Blog des BSN veröffentlicht. Darauf kam bisher keine Antwort und auch von Seiten des AStA kam kein Gesprächsangebot an die Kritiker_innen.

Um aber tatsächlich einen “zensurfreien Diskurs” zum Film und seine rassistischen und sexistischen stereotypen Bilder führen zu können, wäre zumindest eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Kritik nötig! Das Statements hinterlässt bei uns das dumpfe Gefühl, eine kaum begründete Zurückweisung der Kritiken entlang der gängigen Abwehrmechanismen gelesen zu haben.

Der AStA definiert darin Rassismus als “das gleichzeitige Wirken von Vorurteilen und einem ungleichen Machtverhältnis”. Wie es vor diesem Hintergrund möglich ist, den Image-Film als nicht rassistisch zu bezeichnen, ist uns schleierhaft: Wir finden im Film einerseits eine Vielzahl von stereotypen Vorurteilen (“Urgewalt”, “Folklore”), andererseits die angesprochenen “ungleichen Machtverhältnisse”, ausgedrückt in der unterlegenen Position der Schwarzen Putzfrauen und die überlegene Position der intellektuellen Weißen, die höheren Arbeiten nachgehen. Der Film bestätigt so genau die aktuell herrschenden ungleichen Machtverhältnisse. Welche Personen haben Spitzenpositionen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik inne? Und wer verrichtet in unserer Gesellschaft die ungeliebten Arbeiten, die als “nieder” gelten?
Laut AStA-Stellungnahme seien besagte Szenen aber keinesfalls rassistisch, sondern stünden in der Tradition des Kabarett. Stur zu behaupten, etwas sei Kabarett bedeutet aber nicht automatisch das Erfüllen der dafür nötigen Kriterien. Auch der Verweis auf nebulöse, nicht näher erläuterte “filmtheoretische Betrachtung” (etwa durch Timo Hempel selbst?) hilft da nicht wirklich weiter und wirkt eher wie ein Versuch der Einschüchterung oder Beeindruckung der Lesenden durch das Vorgaukeln eines wissenschaftlichen Anspruchs. Nicht jede überspitzte Darstellung dekonstruiert automatisch Stereotype und dass erst erklärt werden muss, wo in ihrem Film damit gebrochen wird, erschwert die Interpretation als Satire erheblich. (Nach der Argumentation des AStA wäre wohl auch Astra-Werbung antisexistisch und die BILD-Zeitung das emanzipatorischste Medium weit und breit.)

In früheren Äußerungen hat der AStA versucht, sich darauf heraus zu reden, dass der Film voller Insider-Witze sei. Dies beschränkt den Kreis derer, die sich die satirische Komponente des Films erschließen können, natürlich erheblich. Es läuft also letztlich darauf hinaus, dass der AStA sich mit diesem Film über Dinge lustig macht, über die nur die Verantwortlichen selbst lachen können.

Wie wenig der AStA tatsächlich bereit ist, sich mit Kritik auseinanderzusetzen, demonstriert er in der Stellungnahme durch wiederholte Versuche, mit Gewalt die Definitionsmacht an sich zu reißen: Weil der AStA durch seine Einsichten in filmtheoretische Betrachtung sich selbst bestätigt, dass der Film “klar erkenntlich” auf das “differenzierte Gegenteil” von Stereotypen abziele, sei er erwiesenermaßen Kabarett. Und weil der AStA selbst den Film als “nicht rassistisch” einordnet, sei er das dann auch nicht! Solche Sätze verweisen nicht nur auf völlige Kritikunfähigkeit, vielmehr: dieser selbst-referenzielle Zirkelschluss enthält keinerlei Argumentation und erfüllt nicht einmal die minimalen Anforderungen an eine Auseinandersetzung auf gleicher Augenhöhe.

Getreu der beliebten Argumentationsfigur “Es ist nicht rassistisch, weil ich kein/e Rassist/in bin und das so bestimme” weist der AStA auch auf seine angeblichen anti-rassistischen und anti-diskriminierenden Errungenschaften hin – ganz abgesehen davon, dass niemand vor verinnerlichten Rassismen gefeit ist, egal wie lange und intensiv mensch sich mit Rassismus beschäftigt hat. Wenn er sich aber im Rahmen seines hier selbst gelobten Einsatzes gegen Diskriminierung mit der Wiederwahl des “AusländerInnenReferats” und der Einführung der “Männertage” brüsten will, müssen wir an dieser Stelle das erste Mal bitter auflachen.
Genau diese AStA Koalition hat die gewählten Referent_innen des “Aref” zwei Jahre lang nicht bestätigt und dann durch Verfahrensfragen und Formalia gegen den Willen der Betroffenen dort eine neue Struktur etabliert. Jetzt zu schreiben, dass “auf [ihr] Hinwirken in [ihrer] Legislatur wieder eine rechtmäßige und erfolgreiche Wahl des “AusländerInnenreferates” durchgeführt” wurde, ist absurd und anmaßend.
Programm und Ausrichtung besagter “Männertage” hatten mit Fußball gucken, Gerätetraining in der Kaifu-Lodge, Kochkurs und dem Vortrag eines nicht unproblematischen Scheidungsväter-Vereins wohl nur weiße heterosexuelle Männer im Fokus. Unseres Erachtens reihen sie sich damit eher in einen bestimmten Jammer-Diskurs ein. Demnach sei der Feminismus und die ganze Frauenförderung daran schuld, dass heute Jungs und Männer ins Hintertreffen geraten seien. Natürlich können auch sie Diskriminierung erfahren, allerdings meist dann, wenn sie sich nicht wie “richtige” Männer verhalten (wollen).
Sexismus ist schlecht für Alle, seine Stereotype schränken auch die Möglichkeiten von Männern ein. Aber die Antidiskriminierungsstrategien des AStA kommen gut ohne Kritik an hegemonialer Männlichkeit und den Privilegien von weißen heterosexuellen Männern aus. Besonders brisant ist in diesem Zusammenhang jedoch, dass wir auch genau dieser AStA-Koalition die Abschaffung des FrauenLesben-Rats zu verdanken haben. Damit wurde der gesellschaftliche Backlash gegen den Feminismus ganz aktiv unterstützt und die nach wie vor schlechtere Stellung von Frauen in unserer Gesellschaft spielt für die politische Arbeit dieses AStA anscheinend kaum eine Rolle.

Schließlich verfällt der AStA in die Opferhaltung: Es wird der Wunsch nach einem “offenen Dialog ohne vorverurteilende Anschuldigungen” geäußert, von “Unklarheiten” gesprochen, außerdem könne in der “Lebensrealität des Bezeichneten Rassismus stattfinden, ohne dass die [andere] [...] Person [...] ein Rassist sein muss.” Die Kritiker_innen sind also zu empfindlich, sehen Rassismus, wo keiner ist, verstehen den Witz nicht – auch dies ist eine beliebte Taktik, sich nicht mit Kritik auseinandersetzen zu müssen. Jetzt fehlt nur noch der Tipp an die Kritiker_innen, sich mal ein bisschen locker zu machen.

Die Bemühungen, sich der lästigen Stimmen zu entledigen, gipfeln in der Pseudoentschuldigung des AStA, er bitte “alle Menschen, bei denen dieser Film für Missverständnisse gesorgt hat, um Entschuldigung”. Dies ist keine Entschuldigung, sondern eine Unverschämtheit! Ein Missverständnis seitens der Kritiker_innen zu konstruieren, ist Selbstüberschätzung, unbegründetes Überlegenheitsgebaren und ein billiger Weg, sich der Verantwortung zu entziehen!

Unser Fazit:
Diese Stellungnahme des AStA UHH und ihr verzweifeltes Bemühen sich selbst als wackere Bekämpfer_innen von Diskriminierung darzustellen, ist ein Schlag ins Gesicht für alle Gruppen, die jeden Tag gegen strukturelle, gewaltförmige und alltägliche Diskriminierung kämpfen.

Weitere Reaktionen auf die Stellungnahme findet ihr u.a.

Jennifer Jäckel: Queer – Das sind die ganz verrückten

14.02.2011 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Podcast

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenZwischen Petition und Protest ist es mal wieder Zeit für einen Podcast aus der Reihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen”. Damit ihr auch in den Semesterferien nicht ohne Input bleibt präsentieren wir euch heute einen Vortrag aus dem Sommersemester 2006. Jennifer Jäckel stellt mit dem Vortrag “‘Queer – das sind die ganz verrückten’ – Queer Politics in Deutschland im Spannungsfeld von queerer [Theorie und Praxis] und lesbisch-schwulen Politiken” Ergebnisse aus ihrer Magisterarbeit vor, die sie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau geschrieben hat. Mit Hilfe zweier Gruppendiskussionen nähert sich die Soziologin darin den unterschiedlichen Begriffsverständnissen von “queer”, ihrem subversiven Gehalt und der Frage nach den Möglichkeiten politischer Zusammenarbeit.
Jenny Jäckel ist heute wissenschaftliche Mitarbeiterin im Netzwerk Frauenforschung NRW, wo sie das Projekt “Beruf Professorin: Geschlechtergerechtigkeit in Berufungsverfahren an Hochschulen in NRW” durchführt.

 
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Der AStA und die Ignoranz gegenüber eigenen Rassismen in einem misslungenen „Image-Film“

06.02.2011 Von: Do. Gerbig Kategorie: Aktivismus, Termine

Dass es heute nicht mehr en vogue ist, politisch korrekt zu sein – bedauerlich genug – ist eine Sache. Dass es aber möglich ist, aus einem Unigremium heraus die plattesten rassistischen, (hetero-)sexistischen und klassistischen Stereotype in einem Image-Film zu verbraten, ist schlichtweg ein ungeheuerlicher Skandal.
Der Film “Inside AStA” und die Positionen, die AStA Vertreter_innen dazu einnehmen, treibt die traurige Realität des gesellschaftlichen Alltagsrassismus auf die Spitze.

Der Inhalt dieses Films ist nichts als Diffamierung. Es geht los mit den “farbenprächtig gewandeten afrikanischen Reinigungskräften”, die “gospelnd ihrer Arbeit” nachgehen und als urgewaltige Furien repräsentiert werden. Allein darin stecken sowohl im (Ankündigungs-)Text als auch in den entsprechenden Bildern des Films jede Menge diskriminierende Repräsentation. Das erschließt sich aber leider den Verantwortlichen nicht, auch wenn die Kritik schon vor der Premiere am 3. Februar pointiert ausformuliert wurde (siehe dazu auch der braune mob gew-studis wochenendseminar hwp-netz indymedia).
Sie scheinen nichts über die Kolonialgeschichte der Hamburger Universität zu wissen, wenn sie diese Szene in den “prächtigen Kuppelsaal des historischen Hauptgebäudes” legen und vorher den Hafen einblenden. Sie schrecken auch nicht davor zurück, dass sie damit Bilder von singenden Sklav_innen auf Baumwollfeldern heraufbeschwören, was sicher nicht als lustig durchgehen kann. Bedauernswert einerseits, wenn nicht voraus gesetzt werden kann, dass sich Studierende (die sich gerne als Bildungselite bezeichnen lassen) mit der Kolonialgeschichte Hamburgs auseinander gesetzt haben; sich dann aber mit der Kritik konfrontiert auch noch als äußerst beratungsresistent auszuzeichnen, ist das Andere.

Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, wird im Film als nächstes die privilegierte Stellung der (anscheinend ausschließlich weißen) AStA Mitarbeiter_innen wirkungsvoll in Szene gesetzt, welche ihrer politisch-intellektuellen Arbeit des Flyer-Verteilens nachgehen wollen. Sie werden von den schwarzen Putzkräften (die laut der ursprünglich veröffentlichten und später geänderten Version des Ankündigungstextes selbstverständlich Afrikanerinnen sein müssen) mit Gewalt daran gehindert, was naturalisierende Bilder weckt. Der Kommentar des Sprechers, die AStA Vertreter_innen stellten “sich der Urgewalt von Werktätigkeit und Folklore entgegen” (O-Ton aus dem Film), macht die Fronten schnell klar: Auf der einen Seite die nur als körperliche Arbeitskraft brauchbare, nur zum Teil zähmbare Wildheit, die versucht, die gebildeten Weißen auf der anderen Seite an ihrer wichtigen intellektuellen Tätigkeit zu hindern. Wünschenswert wäre es, wenn sich der AStA damit auseinandersetzt, dass die Putzkräfte an der Uni für einen Hungerlohn verdammt harte Arbeit leisten müssen. Stattdessen werden aber die rassistischen Strukturen, die auch das Studieren und Arbeiten an der Universität Hamburg prägen, vom AStA “liebevoll” stilisiert.

Nach dieser skandalösen Einstiegsszene jagt ein Stereotyp das andere: Die ewig gestrigen Linken (natürlich männlich, langhaarig, bärtig und mit schlechter Artikulation), die immer noch gegen Brokdorf sind, das knutschende Pärchen in der Materialkammer, das natürlich hetero sein muss oder der Wohnungslose, der an der Uni in Mülleimern wühlt. Auch hier wird wieder „liebevoll“ stilisiert, was der schönen heilen Uniwelt täglich den Spiegel gesellschaftlicher Realität vorhält und eigentlich Anlass für Reflektion und Solidarität geben sollte. In diesem „Image-Film“ bleibt jedoch alles auf seinem gesellschaftlich zugewiesenen Platz (entlang von Hautfarbe, Geschlecht und Klasse), wird weiter aufrecht erhalten und fortgeschrieben. Doch bereits eine inhaltliche Auseinandersetzung mit ihren Kritiker_innen scheint zu hoch für die AStA Leute und wird abgeblockt.

Uns stellt sich die Frage, was dieser Film eigentlich soll. Satire kann er nicht sein – auch wenn der Macher Timo Hempel es gerne so sehen würde. Allein es fehlt ihm die dafür nötige geistige Durchdringung der Sachverhalte – das hat er schon durch die platten, bruchlosen Reproduktionen von Stereotypen bewiesen. Seine Rechtfertigung, der Film sei voller Insider-Witze, wirft bei uns weiterhin die Frage auf, ob zur Verbreitung von unverständlichen Witzen auf dem Niveau von Mario Barth tausende Euros der Studierenden ausgegeben werden müssen. Denn auch die Referent_innen des AStA selbst werden in dem Film diffamiert und als inkompetent dargestellt, weil sie keinerlei nützliche Hilfestellung geben können. Verknüpft wird das Ganze dann recht zusammenhangslos mit der Botschaft: “AStA, der kriegt alles für Sie auf die Reihe”, was offensichtlich hinkt. Was der AStA mit seinem Image-Film aber unseres Erachtens tatsächlich hingekriegt hat ist, einen tiefen Einblick zu liefern, wie es politisch um ihn bestellt ist: nämlich extrem finster.

Die AG Queer Studies war mit einigen Leuten vor Ort und erklärt hiermit ihre Solidarität mit dem Black Students Network und allen anderen Gruppen oder Einzelpersonen, die auch gegen diesen Film und dabei waren, um gegen Rassismus aufzustehen und sich zu Recht lauthals zu empören. Gerne geben wir an dieser Stelle folgenden Aufruf weiter, welcher uns durch die GEW-Studis erreichte:

Am kommenden Montag (07.02.) um 18:00 Uhr findet im Subkultur Paranoia (VMP8, K57) ein Treffen in Sachen AStA-Image-Film und Konsequenzen daraus statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Wir fordern die sofortige Entlassung von Timo Hempel als den so genannten „Sonderbeauftragten für Kultur“.
Außerdem fordern wir den AStA auf, sich über alle Kanäle für seine rassistischen und sexistischen Machenschaften zu entschuldigen. Die Idee, diesen Film bei Orientierungseinheiten allen Erstsemester_innen zu zeigen, um den AStA bekannt und beliebt zu machen, ist nicht nur absurd, sondern auch menschenverachtend.
Last but not least, muss die Summe der studentischen Gelder, die auf dieses Schmierentheater verwendet wurde, offen gelegt und am besten von den Verantwortlichen zurück gefordert werden, um für sinnvolle Projekte gegen Rassismus und für mehr politische Bildung (vor allem auch für die Verantwortlichen im AStA selbst) eingesetzt werden zu können.

In tiefer Erschütterung und mit einer gehörigen Portion Wut,
Die AG Queer Studies

weitere Nachbereitungen der Ereignisse:

Nachtrag:
Der AStA hat anscheinend dafür gesorgt, dass das Video bei YouTube rausgenommen wird. Folgende Nachricht dazu hat uns eben erreicht:

Es gibt Neuigkeiten: YouTube hat aus „Urheberrechtlichen Gründen“ das Video von der Filmpremiere herausgenommen. Man kann sich die Videos (zur Zeit) nicht mehr angucken!!
Hahahah da versucht wohl der Asta durch Zensur bzw. durch formal-rechtliche Schritte die eigene rassistische Moppelkotze zu vertuschen….! Echt Peinlich!!!! (Bitte verbreitet diese „frohe Botschaft“)
Es wird bestimmt Leute geben die die Videos bald wieder online stellen werden…..!

ANTIRASSISMUS LÄSST SICH NICHT ZENSIERN!!!

Außerdem scheint der AStA zu denken, dass sich der Protest schon wieder gelegt hat. Dem ist aber nicht so!
Wir hatten heute ein sehr produktives Treffen und halten euch über baldige Aktionen auf dem Laufenden. Wer noch dazu kommen möchte, kann gerne nächsten Montag (14.02.) wieder um 18 Uhr im Subkultur Paranoia (VMP8, K57) dabei sein.

Veranstaltungstip: Kaindl zur Subjektwissenschaft

30.01.2011 Von: W. Kategorie: Termine

Unsere PartnerInitiative Menschenbilder in der Psychologie präsentiert im zweiten Versuch Christina Kaindl:

Wie versprochen lädt das Menschenbilder-Seminar und der Fachschaftsrat Psychologie der Uni Hamburg euch noch einmal zu unserer “Unikaten Vorlesung” in diesem Semester ein.

Wir freuen uns sehr, euch den Nachholtermin des wegen Krankheits
ausgefallenen Vortrags von Christina Kaindl aus Berlin
zur Subjektwissenschaftlichen Forschung der Kritischen Psychologie
mitteilen zu können.

Stattfinden wird das Ganze am Dienstag, den 01.02.2011 um 18:15 Uhr in Raum W 120, Edmund-Siemers-Allee 1 (ESA Westflügel), Universität Hamburg.

Wir freuen uns auf euer zahlreiches Erscheinen und einen spannenden
Vortrag und eine angeregte Diskussion.