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	<title>AG Queer Studies &#187; psychoanalyse</title>
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	<description>... jenseits der Geschlechtergrenzen</description>
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		<title>Vortrag von Martina Tißberger: Dark Continents</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jul 2009 15:54:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>W.</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine]]></category>
		<category><![CDATA[Vortragsreihe]]></category>
		<category><![CDATA[dekonstruktion]]></category>
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		<description><![CDATA[Vortragsankündigung 15.07.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Martina Tißberger<br />
Dark Continents. Psychoanalyse, Gender, Whiteness.<br />
Mittwoch 15.07.2009, 19:15, Von Melle Park 5 (&#8220;Wiwi Bunker&#8221;) 0079</p>
<p>Mittwoch präsentieren wir zum Ende der Vorlesungszeit Martina Tißberger, sie ist Dipl.Psychologin am Bereich &#8220;Geschichte der Psychologie&#8221; der FU Berlin und arbeitet zu Psycholanalyse, Gender unter Critical Whiteness und nutzt dabei auch diskursanalytische Methodik.</p>
<p>Die Referentin zum Vortrag:</p>
<blockquote><p>&#8220;Freuds Allegorisierung weiblicher Sexualität als „dark continent“  verweist unbeabsichtigt auf zwei konstitutive Figuren der Psychoanalyse:  Geschlecht und Rasse. Sie sind beide Differenz-Figuren mit deren Hilfe  Ausschlüsse vorgenommen werden, damit das Subjekt der Psychoanalyse  hervortreten kann. Geschlecht, bzw. die sexuelle Differenz stellt die  Anfangs-Figur dar. Der dunkle Kontinent als Allegorisierung Afrikas, das  für &#8216;Rasse&#8217; steht, ist der verschobene &#8211; der verdrängte Anfang. Dieser  &#8216;Kontinent weiblicher Sexualität&#8217; ist ein weißer Fleck in der  Erkenntnislandschaft Freuds &#8211; etwas, das sich ihm beständig zu entziehen  scheint und das zur &#8216;Leerstelle Frau&#8217;, dem konstitutiven Mangel des  Subjekts der Psychoanalyse, wird. Diese Leerstelle &#8211; das Unbewusste in  der Psychoanalyse &#8211; ist also in interdependenter Weise rassisch und  geschlechtlich codiert. Durch Freuds Ambivalenz als weißer Mann in einer  sexistischen und kolonialistischen Gesellschaft und zugleich als Jude in  einer antisemitischen Gesellschaft hat er uns eine Subjekttheorie  hinterlassen, die ein ebenso revolutionäres wie reaktionäres Potenzial  hat. Mit Daniel Boyarin argumentiere ich, dass ‚Rasseʼ in Form des  Antisemitismus den verschobenen Anfang der Psychoanalyse darstellt &#8211;  eine Differenz, die Freud in die sexuelle Differenz verschoben hat. Ich  nehme deshalb die &#8216;Leerstelle in der Psychoanalyse&#8217; &#8211; ihr Unbewusstes &#8211;  als Ausgangspunkt für eine Historisierung und zugleich eine  Dekonstruktion ihres Subjekts um zu zeigen, dass &#8216;Rasse&#8217; und Gender  gleichermaßen konstitutiv für dieses Subjekt sind.&#8221;</p></blockquote>
<p>Gerade angesichts der stark &#8216;naturwissenschaftlich&#8217; ausgerichteten Hamburger Psychologie bedeutet dies eine Chance zur Horizonterweiterung. Wie unzureichend &#8216;Naturwissenschaft&#8217; für psychologische Fragestellung sein kann, zeigte uns dieses Semester bereits die Biologin und Kulturwissenschaftlerin Kerstin Palm. Wer jenen Vortrag verpaßt hat, kann ihn <a href="http://www1.uni-hamburg.de/menschenbilder/vortraghamburg.pdf">hier</a> nachlesen.</p>
<p class="wp-flattr-button"></p> <p><a href="http://agqueerstudies.de/?flattrss_redirect&amp;id=241&amp;md5=d9b412189d386c24fc7957d93f9b0f52" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://agqueerstudies.de/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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