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Sanja Kajinic: Visual aspects of queer festivals in ex Yugoslavia

29.08.2010 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Podcast

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenIn der aktuellen Ausgabe unserers Podcast senden wir einen Vortrag aus dem Wintersemester 2009/2010. Sanja Kajinic, PhD Student des Gender Department der Central European University in Budapest, war zu Gast und sprach über “Visual aspects of queer festivals in ex Yugoslavia”. Wie immer bei Podcasts zu visuellen Themen, die mit Filmausschnitten, Bildanalysen und ähnlichem Arbeiten stehen wir für den Podcast vor dem Problem, dass euch Hörer_innen wichtige Informationen fehlen. Um dem entgegen zu wirken haben wir zwei youtube Videos heruasgesucht, auf die sich die Referentin bezieht.

 
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Den Ankündigungstext zum Vortrag (in englischer Sprache) findet ihr nach dem Klick.

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PartyProgramm

13.06.2010 Von: W. Kategorie: Termine

Wie Ihr mitbekommen haben werdet, feiern wir am 19.06.2010 ab 21 Uhr im Centro Sociale mit Euch ein rauschendes Fest:

Hier Folgt das qualitätativ wie quantitativ überwältigende Programm:

Vortragseinladung 16.06.2010: Störbilder der visuellen Geschlechterordnung

13.06.2010 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Josch Hoenes, M.A.
Störbilder der visuellen Geschlechterordnung : queere Körper, queeres Sehen, queeres Begehren
Mittwoch, 16. Juni 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Queer/Trans-Aktivist Josch Hoenes, welcher einen Magister in Kunst/Kulturwissenschaft vorzuweisen vermag, sucht mit uns Mittwoch neue Wege, heteronormative Selbstverständlichkeiten im – scheinbar so unmittelbaren – Sehen zu brechen.

Der Referent zu seinem Vortrag:

Innerhalb queerer Theorie und Kunst der 1990er Jahre sind Transgender-Figuren sowie möglichst irritierende Repräsentationen von Körpern, die Spuren der Transformation tragen und sich durch eine „Ästhetik der Turbulenz“ (Halberstam) einer Vereindeutigung widersetzen, teilweise zu den queeren Körpern par exellence avanciert. Dagegen gelten Körper, die sich einer solchen Ästhetik verweigern und Effekte evidenter Männlichkeit produzieren, häufig als affirmativ in Bezug auf Heteronormativität. So wichtig und vielversprechend Strategien und Ästhetiken der Verwirrung sind, tragen sie das Problem mit sich, den ohnehin schon stigmatisierten trans/queeren Körper zusätzlich die Last aufzutragen, Widerständigkeit zu repräsentieren und Unruhe zu stiften. Ich schlage daher vor, die Bilder, die sich scheinbar auf den ersten Blick unmittelbar in die Ordnung heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit einfügen, einer queeren Betrachtung zu unterziehen. Gerade in der Produktion von Evidenzeffekten besitzen solche Bilder – so die grundlegende These meines Vortrags – das Potential, bislang weitgehend ungebrochene heteronormative Selbstverständlichkeiten in Bezug auf Vorstellungen von Körper und Subjektivität, sowie einer Unmittelbarkeit des Sehens zu verunsichern und damit einen Raum für wichtige Fragen und Diskussionen zu öffnen.

Im Zitieren verschiedener Wahrnehmungs- und Darstellungskonventionen produzieren sie verschiedene Spannungsverhältnisse: zwischen Geschlecht und Sexualität; öffentlich und privat; Text und Bild; Physiognomie, Psychiatrie und Kunst. Damit führen die Fotografien nicht nur die Existenz einer visuellen westlich-modernen Geschlechterordnung vor Augen, sondern werfen grundlegende Fragen nach Praktiken und Technologien des Sehens und Wissens auf. Anhand ausgewählter Arbeiten werde ich aufzeigen, wie diese die Normalisierung und Disziplinierung von Identität, Geschlecht und Sexualität durch Wahrnehmungs- und Darstellungskonventionen problematisieren und wie sie die nach wie vor für unmittelbar und „natürlich“ gehaltenen Praktiken des Sehens ent-selbstverständlichen. Abschließend möchte ich zur Diskussion stellen, wie Praktiken des queeren Sehens – eines Sehens gegen die Norm – produktiv gemacht werden können: für eine Kritik heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit und für die Affirmation alternativer Entwürfe von Geschlecht und Sexualität.

20 Jahre – Die Jubiläumsparty am 19. Juni 2010 im Centro Sociale

09.06.2010 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

AG Queerstudies & Freund*Innen 20 Jahre “Jenseits der Geschlechtergrenzen” Jubiläumsparty Samstag, 19. Juni 2010, 21 Uhr, Sternstraße 2 im Centro Sociale

Die AG-QueerStudies feiert 20 Jahre ‘Jenseits der Geschlechtergrenzen’. Anno 1990 – das Veröffentlichungsjahr von “Gender Trouble” – als studentisches Projekt an der Uni Hamburg gestartet, besteht die immer noch selbstorganisierte Vortragsreihe seit nunmehr zwei Dekaden. Damals wie heute geht es um kritische Interventionen in die Produktion von (Hetero-)Normalitaeten. Denn: Wir sind gekommen, um zu bleiben  – und uns an den Verhältnissen zu reiben! Was für ein Anlaß zum Feiern! Mit queer-kulturellem Rahmen-Programm, Stößchen, (auch veganer) Torte und Tanz, am 19. Juni ab 21 Uhr im Centro Sociale. Das – umfangreiche wie grandiose – Programm findet sich hier

Vortragseinladung: 14.04.2010 – “Queering Hiphop”

11.04.2010 Von: W. Kategorie: Vortragsreihe

Katharina Morawek (Mag.A.)
Andere Sichtbarkeiten?
Queering Hip Hop zwischen Repräsentation und Aneignung
Mittwoch, 14. April 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Für alle die sich schon auf dieses heiß diskutierte Thema gefreut haben und für alle, die es ab jetzt für ähnlich spannend halten, präsentieren wir Katharina Moraweks Vortrag zur Wahnehmung von und subversive Strategien im Hiphop. Die Referentin ist Lehrbeauftragte am Institut für das künstlerische Lehramt an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

Die Autorin zu ihrem Vortrag:

Das Bild vom „sexistischen und homophoben Hip Hop“ ist eng verknüpft mit der Projektion, Kulturen des Hip Hop würden lediglich aus Schwarzen, männlichen, heterosexuellen Körpern bestehen – ein Paradigma, das die Soziologin Tricia Rose als „highly visible commercialized rap“ bezeichnet. Die Matrix, die dieser Wahrnehmung zu Grunde liegt, ist eine des Weiss-Seins, welches die eigene Position innerhalb von Populärkultur nicht hinterfragt. Doch wird das reibungslose Kursieren von mit Hip Hop verbundenen, stereotypen Bildern immer wieder von Hip Hop Artists in Frage gestellt und seit einigen Jahren sogar empfindlich gestört: Hip Hop wird offiziell ge-queert. Dabei kommen Repräsentationsstrategien zum Einsatz, die zwischen Parodie und Selbstbehauptung andere Sichtbarkeiten anstreben.
Der Vortrag wird einige Strategien queerer Artists vorstellen.

Vortragseinladung: 07.04.2010 – “Was ist Queer Theory?”

04.04.2010 Von: W. Kategorie: Vortragsreihe

AG Queerstudies
Jenseits der Geschlechtergrenzen und: Was ist Queer Theory?
Mittwoch, 07. April 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

In das neue Semester starten wir mit etwas Grundlegendem, denn wir stellen Euch nicht “nur” wie üblich die AG und das Semesterprogramm vor, sondern klären gängige Fragen zu queerer Theorie und Praxis mit einem Einführungsvortrag:

„Wie lässt sich etwas zu queer sagen, ohne den Begriff als undefinierbar zu definieren? Wie kann eine Skizze queerer Politiken aussehen, ohne ACT UP zu nennen oder Identitätspolitiken zu kritisieren? Wie lässt sich queere Theorie präsentieren, ohne dass Judith, Sex, Gender und Begehren sich die erste Zeile teilen? Wie liest sich ein Text, der doch nicht ohne Verweise auf ebendiese Schauplätze auskommt und dennoch einen anderen Blickwinkel auf queere Theorie und Politiken vorschlägt?” (Engel, Schulz, Wedl 2005)
Wir versuchen es mal: eine möglichst allgemeinverständliche Einführung in die theoretischen Hintergründe unseres Zuganges zu Queer.”

Claudia Kolzenburg: Queer Open Access

14.03.2010 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Podcast

Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen“Queer : Open : Access. Wissenschaftliches Publizieren im Web” lautete der Titel des Vortrages von Claudia Koltzenburg im Januar 2009. Da das Aufnahmegerät an diesem Abend seinen Dienst nicht tat, hatten wir zunächst keinen Mitschnitt des Vortrages. Claudia hat sich aber freundlicherweise bereit erklärt, eigens für unsere Sendung im Freien Sender Kombinat einen Radioessay aufzusprechen, den wir euch heute als Podcast zur Verfügung stellen können.
Claudia Koltzenburg fungiert als Managing Editor des medizinischen OA-Journals “Cellular Therapy and Transplantation” (), das von der Stammzelltransplantationsklinik des UKE mit DFG-Förderung herausgegeben wird und Beiträge in englischer und russischer Sprache veröffentlicht.

 
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Das Verfahren, bei dem im wissenschaftlichen Publizieren netzöffentlich freier Zugriff auf begutachtete Volltexte gewährt wird, firmiert seit ca. 15 Jahren unter dem Begriff ‘Open Access’ (OA). ‘Open’ ist dabei als Gegensatz zu bisherigen kommerziellen Verfahren gemeint, aufgrund derer elektronische Dokumente wissenschaftlicher Zeitschriften im Netz nur mit kostenpflichtigem Abo gelesen werden können. Was beim neuen Verfahren als ‘open’ gilt, kann in Kombination mit ‘access’ (Zugang) allerdings neue Grenzziehungen verursachen, und zwar unter technischen, kulturellen, finanziellen, rechtlichen und weiteren Gesichtspunkten. Queer Studies und ihre Protagonist*nnen sind inzwischen in den westlichen Diskursen der interdisziplinären ‘Science and Technology Studies’ recht gut vertreten. Der Vortrag versucht auszuloten, wie OA- Publikationen in wissenschaftlichen Zeitschriften als “boundary objects” (Star/Griesemer 1989) betrachtet und unter queeren Blickwinkeln in Bewegung gebracht werden können.

Hier erfahrt ihr mehr über unseren Podcast und wie ihr in bequem abonnieren könnt.

Do. Gerbig & Kathrin Ganz: Queere Ökonomiekritik – alternative Praxen

26.02.2010 Von: W. Kategorie: Podcast

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenDer Vortrag “Queere Ökonomiekritik – alternative Praxen” stammt von zwei Mitgliedern der AG Queer Studies, von denen jeweils auch schon Einzelvorträge in der Podcastreihe zu hören waren (Links dazu findet ihr unten). Dipl. Soziologin Do. Gerbig und Kathrin Ganz (M.A. Politikwissenschaft) sind außerdem Mitglieder der Arbeitsgruppe Arbeit-Gender-Technik an der TU Hamburg-Harburg, wo Do. in einem Forschungsprojekt zur gesellschaftlichen Teilhabe durch Internetnutzung bei Erwerbslosen und Kathrin an ihrer Dissertation zur Netzbewegung arbeitet. Ihr Vortrag vom November 2008 dreht sich jedoch um queer-feministisches und dekonstruktivistisches Nachdenken über Kapitalismus und Wirtschaften (Folien zum Vortrag). Die beiden Vortragenden haben dieses Thema seither weiterverfolgt. Kürzlich erschien der Artikel “Diverser leben, arbeiten und Widerstand leisten. Queerende Perspektiven auf ökonomische Praxen der Transformation” in der Arranca! #4 und zusammen mit weiteren Mitstreiterinnen organisieren sie einen Workshop zum Thema für das Diskussions- und Vernetzungsevent zu Ökonomiekritik und Queerfeminismus, das nächste Woche (4.-6. März 2010) in Berlin stattfindet.

 
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Svenja Schröder: Feministische Netzkultur

12.02.2010 Von: Kathrin Ganz Kategorie: Podcast

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenNach einer Pause aufgrund technischer Probleme, die erst einmal gelöst werden wollten, geht heute endlich wieder eine neue Folge unseres Podcasts online. “Feministische Netzkultur – Spielwiese oder Kriegsgebiet? Interdisziplinäre Betrachtung einer Netzlandschaft” lautete der Titel von Svenja Schröders Vortrag im November 2009, der Einblicke in die deutschsprachige (queer-)feministische Blogosphäre und Vernetzungen auf Seiten wie facebook oder twitter gibt. Svenja Schröder (M. Sc.) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für kollaborative lehr- und lernunterstützende Systeme an der Uni Duisburg Essen. Sie forscht zu Kollaboration im Web 2.0 (v.a. twitter) und ist in der Hacker- und queer-feministischen Szene unterwegs.

 
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Die Folien zum Vortrag beinhalten auch die Visualisierung von Svenjas Netzwerkanalyse und sind einen Klick wert! Hier erfahrt ihr mehr über unseren Podcast und wie ihr in bequem abonnieren könnt.
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Vortragseinladung: 03.02.2010 – “Neuronen, Mesonen und Matronen”

30.01.2010 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Blessless Mahoney (Dekanin der Eberhardt-Anbau-Scheibenschwenkpflug-Universität, Brake an der Weser), Didine van der Platenvlotbrug (Pröpstin der Elsa-Sophia-von-Kamphoevener-Fernuniversität, Katzen-Ellenbogen)

“Neuronen, Mesonen und Matronen :
Die Götter im Nacken des Unbewussten. Überschminkungen der Lebenswahrnehmungen: Willensfreiheit als Verwischung in der Bran-Spin-Zeit-Unendlichkeit. Kurz: Die Bedeutung des Paralellwelt-Seins”

Mittwoch, 03. Februar 2010, 19ct, Von Melle Park 9 (“Philturm”) A

Zum Semesterabschluß dieses doch recht praxisnahen Semesters widmen sich zwei Expertinnen einem hochabstrakten Modethema. Wir bemühen uns für die intellektuelle Auseinandersetzung mit soviel Theorie um eine akademisch-trockene Atmosspähre der Humorlosigkeit.

Die, auch musikalisch zu verstehende, Leitmotivik der Vorlesungen der Wissenschaftlerinnen hat in den letzten Jahren seit 1995 sich an den Deutungen der möglichen Wahrnehmungsmembranen versucht. Zum ersten Male machen nun Mahoney/van der Platenvlotbrug den transgenialen Schritt die Deutungshoheit hinter den eigenen intellektuellen Urknall und die Multi-Bran-Darlegungen der letzten Jahre bis an die Billionste Sekunde hinter den Urknall zu verschieben.

Die ringförmige Parabel, die die beiden Philosophinnen aufspannen umfasst somit das Kleinste und das Größte: Mesonen, Matronen und Neuronen. Dass die Konstruktion der Wirklichkeit nunmehr im Gewitter der isotopischen Verfallsraten untergehen muss, bleibt klar. Doch was kommt danach? Begleiten Sie die WissenschaftlerInnen bei der Suche.

Für die marginalisierte Gruppe der jetzt verwirrten Personen, welche unsere Starreferentinnen nicht kennen: Über die “kräuterteeabhängige Vollbluttransformistin” Didine van der Platenvlotbrug und die “TuntenimitatorIn” Blessless Mahoney, u.a. bekannt als “zwei Stimmen im Fummel” folgender Link

Als wäre dies nicht vergnügliches Highlight genug, erwartet Euch ein kurzer Ausblick auf das Programm des kommenden Semesters.