AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Die AG Queer Studies

Die AG Queer Studies ist eine Arbeitsgemeinschaft an der Universität Hamburg. Sie organisiert im Rahmen des Allgemeinen Vorlesungswesens die Ringvorlesung Jenseits der Geschlechtergrenzen. Diese Vortragsreihe ist Bestandteil des Gender und Queer Studies Curriculum, richtet sich aber auch ausdrücklich an außeruniversitäre Zuhörer_Innen.

Die Vortragsreihe startete 1990, damals noch unter dem Namen “(Männliche) Homosexualität in Kultur und Wissenschaft” und organisiert vom Schwulenreferat des AStA der Uni Hamburg. Standen in den ersten Semestern dieser Vortragsreihe noch schwule Themen im Mittelpunkt, bekam sie 1994 ihren heutigen Namen “Jenseits der Geschlechtergrenzen”, um damit auch im Titel die veränderte Programmatik zu verdeutlichen. Lesbische, feministische, bisexuelle, Transgender und andere Queer-Themen erweiterten das Spektrum der Beiträge. Parallel dazu haben sich auch die Theorien und Methoden, die den wissenschaftlichen Arbeiten der Vortragenden zu Grunde liegen, während des vergangenen Jahrzehnts gewandelt. Jüngere konstruktivistische und poststrukturalistische Forschungsansätze, deren Analysen geschlechtliche und sexuelle Identitäten als gleichzeitig erzwungene, aber auch veränderbare Effekte gesellschaftlicher Machtverhältnisse sichtbar machen und dementsprechend als Ausgangspunkt von Emanzipation problematisieren, sind die theoretisch-methodische Grundlage vieler Beiträge. Unverändert blieb von den Anfängen bis heute der politische Anspruch Sexualitäts- und zunehmend auch Geschlechterpolitiken kritisch zu reflektieren.

Die Ringvorlesung wird seit 1994 von der AG LesBiSchwule Studien organisiert, die sich 1999 in AG Queer Studies/LesBiSchwule Studien umbenannte und heute unter dem Namen AG Queer Studies arbeitet. Die AG hat sich für den Aufbau des Gender und Queer Studienganges engagiert und setzt sich weiter für den Erhalt bzw. die Wiederaufnahme des mittlerweile qua Zulassungstop unterbrochenen Projektes ein.

Im Jahr 2001 hat die AG einen empfehlenswerten Sammelband publiziert, der ein breites Spektrum an Themen abbildet, die in den bisherigen Vorträgen diskutiert wurden. Jenseits der Geschlechtergrenzen. Sexualitäten, Identitäten und Körper in Perspektiven von Queer Studies, herausgegeben von Ulf Heidel, Stefan Micheler und Elisabeth Tuider erschien beim MännerschwarmSkript in Hamburg. Ein zweiter Sammelband erschien im Mai 2009 ebenfalls im Männerschwarm Verlag ist. Er trägt den Titel Verqueerte Verhältnisse. Intersektionale, ökonomiekritische und strategische Interventionen und wurde von der AG Queer Studies herausgegeben.

Die AG Queer Studies setzte sich in den vergangenen Jahren erfolgreich für die Einrichtung des Studienprogramms Gender Studies mit dem Schwerpunkt Queer Studies ein. Es ist sowohl wissenschaftstheoretisch, als auch politisch unser Bestreben die Queer Theory in unserer Arbeit an der Vorlesungsreihe und im Studiengang Gender Studies als Grundlage der kritischen Analyse erkennbar zu machen und zu vermitteln. Im Feburar 2005 veranstaltete die AG Queer Studies erstmalig einen Runden Tisch mit dem Titel ‘Status Queer Vadis’, um Studierenden, Lehrenden und Aktiven eine Gelegenheit zu bieten, sich über die Möglichkeiten der Queer Studies/Queer Theorie innerhalb der Universität auszutauschen.

Die AG Queer Studies bedauert die negativen Entwicklungen der beiden Gender-Studiengänge an der Universität Hamburg und setzt sich gemeinsam mit dem Fachschaftsrat Gender- und Queer Studies für den Erhalt bzw. die Wiederaufnahme der Studiengänge ein.

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