AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
Weblog abonnieren

Vortragseinladung 26.10.2011: Noah Sow

23.10.2011 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Noah Sow
Diskurs mit Schieflage – Wie Kommunikation zum Dominanzerhalt genutzt wird – an Beispielen aus Medien und Bildungsinstitutionen
Mittwoch 26.10.2011, 19:15, Von Melle Park 6 (“Philturm”) Hörsaal F

Achtung, Raumabweichung:
Der Vortrag findet nicht wie die meisten übrigen in wiwi0079, sondern in Phil F statt!

Dieser Vortrag wird simultan in Deutsche Gebärdensprache (DGS) übersetzt. Weitersagen!

Wir freuen uns, am Mittwoch Noah Sow begrüßen zu können, wikipediarelevante freie Künstlerin und Kulturschaffende aus Hamburg.

Die Referentin zu ihrem Vortrag

In meiner Arbeit betrachte ich die Konstruktion struktureller sogenannter Normalität, analysiere sie und stelle sie infrage: Welche Praktiken und Gepflogenheiten halten wir für „normal“? Sind diese geeignet, ein Ungleichgewicht in der Gesellschaft herzustellen oder zu erhalten? Nennen wir sie dann noch „normal“?

In meinem Vortrag lege ich dar, welche strukturellen Eigenschaften darauf hin deuten, dass ein Diskurs dominant (als Gegensatz zu gleichberechtigt) geführt wird. Ich erläutere dies anhand von sieben unterschiedlichen Merkmalen, die sich oft addieren, von denen aber auch jedes für sich genommen bereits Indikator für hegemoniales Diskursverhalten ist. Nach den „7 Kennzeichen des strukturell dominanten Diskurses“ anhand von Beispielen, gebe ich „7 Empfehlungen und Strategien für einen gleichberechtigten Diskurs“.

Mit der Betrachtung und Erörterung dieser Anzeichen werden Machtverhältnisse mit-analysiert. Traditionelle, oft als „willkürlich“ empfundene Instrumente des dominanten Diskurses fügen sich bei dieser genaueren Betrachtung zu einem Gesamtbild zusammen, das nicht zielgerichtet intendiert sein mag, dennoch aber unmittelbar dazu geeignet ist, eine Gleichberechtigung zu verhindern.

Es ergeben sich vielfältige Strukturen, Strategien und Praktiken, die der Gleichberechtigung nicht nur nicht zuträglich sind, sondern sie sogar verhindern. Das Verstehen der Strukturen, die diese kommunikativen Gepflogenheiten gemeinsam haben, löst ihre Maskierung als „einzelErscheinungen“ oder unhinterfragten „Usus“ auf: Wir erkennen, dass es sich um Platzzuweisungen handelt, um die Festigung von Hierarchiestrukturen, die einer jeweils dominanten Gruppe nützen. Sie sind damit immer auch Vehikel zum Erhalt dieser Dominanz.

3 Comments to “Vortragseinladung 26.10.2011: Noah Sow”


  1. wird danach ein podcast dazu erscheinen? das wäre so super, denn ich kann leider nicht kommen!

    1
  2. leider nicht. wir konnten keine aufnahme vom vortrag machen.

    2
  3. Die Referentin hat allerdings dem Radio-Team in Aussicht gestellt, bei einer Sendung zum Thema mit Teilen dieses Vortrags mitzuwirken. Sollten Interessierte also hier Ideen und Wünsche für eine solche Sendung posten, steigt die Wahrscheinlichkeit, dies zu realisieren.

    3