AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Archiv f¨r Juni 26th, 2011

NiNsee droht Schliessung

26.06.2011 Von: W. Kategorie: Neuigkeiten

NiNsee is a centre for the promotion of research and distribution of knowledge and information regarding the Dutch slavery past and its consequences for contemporary society. To that end, NiNsee initiates historical research, develops educational programmes and exhibitions, and facilitates the distribution of information and documentation of the Dutch slavery past and its legacy. Research and education will contribute towards the recognition of the slavery past as a part of the shared history of all Dutch people and moreover promote the realization and acceptance of the legacy of slavery.

As of January 2013, there is a good chance that the National Institute for the study of Dutch slavery and its legacy (NiNsee) will no longer be subsidized by the the Ministry of Education, Research and Science. On Monday, June 27th, the State Secretary Halbe Zijlstra will discuss plans to discontinue the subsidy within the Tweede Kamer (House of Commons).

Durch die von der Regierung geplante Kürzungen droht die Geschichte der Sklaverei, aus dem kollektiven Gedächtnis der Niederlande gelöscht werden. Dies sollte nicht passieren! Unterschreiben sie bitte alle die Online-Petition!

Vortragseinladung 29.06.2011: Kontaktanzeigen

26.06.2011 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Benno Gammerl
Von Amazone bis Zögling. Männlichkeiten und Weiblichkeiten in gleichgeschlechtlichen Kontaktanzeigen
Mittwoch 29.06.2011, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Benno Gammerl ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Forschungsbereich Geschichte der Gefühle zu Berlin. Er referiert Mittwoch zu folgendem Thema:

Zwischen Tuntenstreit und Hypermaskulinität, zwischen Damenkränzchen und sexpositivem Feminismus: Konflikte um die angemessene und politischen wie persönlichen Erfolg verheißende Aneignung bipolarer oder transgressiver Geschlechtlichkeiten haben die Geschichte der Homosexualitäten seit den 1950er Jahren geprägt. In Kontaktanzeigen bezeichneten frauenliebende Frauen und männerliebende Männer sich selbst und die von ihnen Gesuchten als „Menschinnen“, „Jeanstypen“, „Hexen“, „boys“, „Traditionslesben“ oder „Kameraden“ und markierten damit Positionen in einem weiten Spektrum von Männlichkeiten, Weiblichkeiten und anderen Möglichkeiten. Wie haben sich diese Selbst- und Fremdbeschreibungen im Lauf der Zeit verändert? Kann man zwischen dominanten Versionen und marginalisierten Alternativen unterscheiden oder von einer zunehmenden Pluralisierung sprechen? Und welche Schlüsse lassen sich daraus für heutige Konstellationen ziehen – zwischen der Vielfältigkeitsparty, dem schwulesbischen Identitätsbau und queeren Verwerfungen?