AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Archiv f¨r November 8th, 2011

Ein neues Frauen*Referat an der Uni Hamburg?

08.11.2011 Von: Kathrin Kategorie: Aktivismus, Neuigkeiten

Wie viele von euch wissen hat der AStA vor einigen Jahren das teilautonome FrauenLesbenTrans*-Referat abgeschafft. Diese Aktion zog viele Proteste nach sich. Das Fehlen eines institutionellen Ortes für selbstorganisierte feministische Arbeit an der Uni schmerzt bis heute. Uns erreichte heute folgender Mobilisierungsaufruf von Simon, der für Regenbogen/Alternative Linke im Studierendenparlament sitzt. Es scheint sich eine Möglichkeitsfenster für ein neues Frauen*Referat an der Uni zu ergeben und es gilt jetzt, dieses zu erkämpfen!

Liebe Leute,

am Donnerstag, den 10.11. findet ab 18h im Anna-Siemsen-Hörsaal die nächste Sitzung des Studierendenparlamentes (Stupa) statt. Unter anderem wird es um eine Satzungsänderung der Teilautonomen Referate gehen.
Bis vor ca. 5 Jahren gab es noch ein teilautonomes Frauenreferat an der Uni. Dieses wurde von den Jusos abgeschafft. Wir haben vor dieses wieder mit der Satzungsänderung zu institutionalisieren. Leider sieht die Mehrheit der AStA-Koalition keinen Bedarf für eine solches Referat. Vor allem kommt oft der Vorwurf auf, das es keine gäbe, der das am Herzen läge oder die bereit wäre den Rerentinnen-Job zu übernehmen.
Um diesem Eindruck zu widersprechen möchte ich herzlich dazu einladen, dass viele feministisch aktive Menschen am Donnerstag vorbei kommen. Entweder als Hörer*Innen oder sehr gerne auch als aktiv an der Diskussion Beteiligte.

Ich habe in den letzten Tagen viele Gespräche mit AStA-Vertreter*Innen geführt und gebe hier mal ein paar der “Gegenargumente” wieder auf die sich mensch vorbereiten kann:

  • Frauen sind doch in der Statusgruppe der Studierenden eh überrepräsentiert.
  • Ich erfahre als Frau keine Nachteile im Studium und sehe daher kein Bedarf für ein Referat.
  • Wir haben doch schon das Queer-Ref, da können doch die Frauen auch hin gehen. (Allgemein wird oft versucht, das Queer-Ref gegen ein Frauenreferat auszuspielen.)
  • Wenn die Frauen einen Schutzraum wollen, können sie jederzeit zum AStA kommen, wir helfen da gern weiter.
  • Unsere Gleichstellungsbeauftragte macht doch schon einen guten Job. (macht sie auch, es geht hier natürlich eher um das Stellvertreter*Innen Problem)

Falls ihr keine Zeit an dem Termin habt, trotzdem zu den genannten Argumenten gegen ein Frauenreferat etwas schreiben wollt, könnt ihr es auch gerne per Mail an mich schreiben. Ich lese es dann im Stupa vor oder bringe es auf eine andere gewünschte Art in die Debatte ein.

solidarische Grüße
Simon ( simonstuelcken [ät] gmx [punkt] net )