AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Archiv f¨r Oktober 14th, 2012

Weitere interessante Veranstaltungen

14.10.2012 Von: W. Kategorie: Aktivismus, Termine

Zentrum für Disability Studies (ZeDiS)
Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies
Montags 16:30-18:00 Edmund-Siemers-Allee 1 Westflügel (“ESA, linker Flügelbau”) Raum 221

Menschenbilder in der Psychologie
Der ganz normale Wahnsinn? : Menschenbilder zwischen “Norm” und “Abweichung”
Dienstags 18:15-19:15 (Vortrag) & 19:20-[openend] (Diskussion), Von-Melle-Park 5 (“WiWi Bunker”) Raum 4098

Lesbisch Schwule Filmtage Hamburg (LSF), Rikki Beadle-Blair
Workshop: St. Petersburg – Film Shorts for Queer Rights
Freitag 19.10., 14.00 – 19:00 und Samstag 20.10, 11.00 – 18.00 Uhr
in den Räumen von Tide, Finkenau 35, 22081 Hamburg
Kosten: 20€, Anmeldung unter 040-348 06 70, Mo-Fr 11.30 -17.30 Uhr

Viele interessante Verantstaltungen beginnen ebenfalls in der kommenden Woche. Wir präsentieren Euch eine kleine Auswahl.

Allerwärmstens empfehlen wir die Ringvorlesung unserer hächstgeschätzen Kolleg*innen von ZeDiS. Das Programm findet Ihr hier: http://www.zedis.uni-hamburg.de/wp-content/uploads/rvl_winter2012.pdf

Unsere PartnerInitiative “Menschenbilder in der Psychologie” beschäftigt sich dieses Semestern mit dem Thema “Norm” und “Abweichung”, insofern könnte besonders dieses Semester transdisziplinärer Austausch mit Queerinteressierten fruchtbar sein. Das Programm befindet sich hier: http://menschenbilder.blogsport.eu/programm/

Dann gibt es auf den anstehenden LSF interessante Filme und Veranstaltungen, pars prototo weisen wir aus den Workshop von Rikki Beadle-Blair hin, näheres zu den Workshops unter http://www.lsf-hamburg.de/filme-und-events/fokus.html

Vortragseinladung 2012-10-17 Einführung

14.10.2012 Von: W. Kategorie: Termine, Vortragsreihe

Franziska Rauchut
Queer Theory und Queer Politics :
Thesen zur deutschsprachigen Queer-Debatte
Mittwoch 07.10.2012, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

Herzlich willkommen im Wintersemester. Im Anschluß folgt eine weitere Mail mit Veranstaltungshinweisen. Beachtet auch, daß das aktuelle Programm- und Abstractheft online verfügbar ist unter http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/test/abstractheftWS1213.pdf . Unsere Vorlesungsreihe “Jenseits der Geschlechtergrenzen” beginnt am Mittwoch, mit einer Einführung zur die deutschsprachige Queer-Debatte. Dafür freuen wir uns, Franziska Rauchut, Kulturwissenschaftlerin, Autorin und Herausgeberin aus dem weitläufigen Berlin begrüßen zu dürfen.

Aus dem Abstract:
“We are here, we are queer – we are used to it”? Zwei Jahrzehnte Queer Theory in der BRD sind Anlass genug, Bilanz zu ziehen: Welches Provokationspotential entfaltet queere Politik und Theorie heutzutage im deutschsprachigen Raum, welchen Anfeindungen und Kritiken war und ist die Queer Theorie ausgesetzt? Welche Modifikationen haben den Queer-Begriff und seine Inhalte geprägt, und welche gesellschaftlichen und strukturellen Normierungen machen das Queer-Projekt bis heute unabdingbar? Nur wenige Schlagworte und Begriffe wurden in den akademischen Debatten der letzten 20 Jahre so stark aufgenommen und lebhaft diskutiert wie queer (engl.: seltsam, pervers, sonderbar). Der notwendig unbestimmte Kampfbegriff aus dem Kontext der US-amerikanischen Lesben-, Schwulen-, Bi-, Transsexuellen- und Transgender-Bewegung der 1980er/1990er Jahre und sein zugehöriges Konzept ebneten sich den Weg in den Diskurs der akademischen Wissensbildung und modifizierten dabei herrschende Politikkonzepte. Queer fungierte als Identitäts-, Subjekt-, Ausschluss- und Normierungskritik. Das Konzept hinterfragte herrschende Geschlechter- und Sexualitätsordnungen sowie die heterosexuelle Matrix von sex-gender-desire. Queer Theory ging Bündnisse mit feministischen, antirassistischen und kapitalismuskritischen Ansätzen ein und bildete analytische Allianzen mit Cultural, Disability, Gender sowie Postcolonial Studies und vielen mehr. Protagonist_innen kämpften um Institutionalisierung und gegen Vereinnahmung in der und durch die Akademie.

Der Vortrag beinhaltet sowohl genealogische Betrachtungen zum queeren Aktivismus im US-amerikanischen und deutschsprachigen Raum, zur Veränderung und Beanspruchung des Queer-Begriffs durch verschiedene Gruppierungen, zu zentralen Denkmodellen und theoretischen Zugängen der Queer Theory als auch zu Institutionalisierungs- und Disziplinbildungsbestrebungen sowie zu queerer Kritik und Kritik an queer: Welche neuen Freiräume hat “Queer” der Politik eröffnet, was blieb auf der Strecke und wie weit unterscheidet sich das deutsche “Queer”-Konzept von seinen Ursprüngen in den USA? Provokant gefragt: (Wie) Bleibt der Begriff in (der) Bewegung?