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  • Offener Brief und Stellungnahme der ISD an die taz

    Die AG Queer Studies unterstützt den offenen Brief der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V. an die taz. Worum es genau geht könnt ihr in der Stellungnahme der ISD und in den dort verlinkten Artikeln nachlesen.

    Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD-Bund) e.V. verurteilt zutiefst die Reaktion der taz-Redaktion auf die Ereignisse, die sich rund um die Diskussionsrunde “Meine Damen und Herren, liebe N-Wörter und Innen” auf dem taz.lab 2013 zugetragen haben.

    Die Veranstaltung vom Samstag, 20.04.13 endete aufgrund des respektlosen Verhaltens des Moderators und taz-Journalisten Deniz Yücel in einem Eklat. Dies war jedoch nur der Auftakt einer Reihe von Verfehlungen, die sich die Organisator_innen des taz.labs 2013 sowie die Chefredaktion der taz seitdem geleistet haben. weiterlesen

    Wir hoffen, dass es gelingt, gemeinsam politischen Druck aufzubauen und schließen uns der Forderung nach einer Stellungnahme und inhaltliche Auseinandersetzung der taz mit den Vorgängen anlässlich des taz.lab an. Die taz muss ihre Haltung in Sachen Rassismus, rassistischer Sprache und dem An- bzw. Aberkennen von Expert_innenwissen überdenken. Noch bis morgen können sich Gruppen und Einzelpersonen den Forderungen des ISD-Bund anschließen.

  • Verantstaltungstip: 2013-05-16 Afrofuturismus

    Alexander G. Weheliye
    Afrofuturismus : Schwarze Leitkultur in Science Fiction, Kunst, Musik, Film
    Donnerstag, 16.05.2013, 19:00, Marktstraße 130 („Café Timbuktu“)
    Eintritt: 3€

    Zusätzlich zum Vortrag wird es Filmclips und im Anschluß eine „Musiklounge“ geben.

    Prof. Dr. Alexander G. Weheliye tritt am Donnerstag mit einem anderen Vortrag am Mittwoch in unserer Vorlesungsreihe auf und ist Professor für African American und Diaspora Studies an der Northwestern University, Chicago; er hält den Vortrag in deutscher Sprache. Zu seinen Themenschwerpunkten gehören afro- diasporische Literatur und Kultur, Kritische Theorie und Populärkultur. Neben diversen Essayveröffentlichungen über Schwarze Kulturen in Deutschland und den USA ist er Autor von Phonographies: Grooves in Sonic Afro-Modernity (2005) und Habeas Viscus: Racializing Assemblages, Biopolitics, and Black Feminist Theories of the Human (2014). Der Vortrag wird kuratiert von Noah Sow, der AG Queer Studies der Universität Hamburg, und dem Café Timbuktu.

    Zum Vortragsinhalt

    Afrofuturismus ist eine Kulturtheorie und künstlerische Bewegung in Musik (Sun Ra, Janelle Monae, Detroit Techno) Bildender Kunst (Krista Franklin, Hebru Brantley) und Literatur (Samuel Delany, Octavia Butler, Nalo Hopkinson), die die Zusammenhänge zwischen Science Fiction, Technologie, und Schwarzer Kulturpolitik beleuchtet. Im Afrofuturismus werden die wichtige Funktion von Technik, bisweilen auch alltäglicher (Plattenspieler, Handys) in afrodiasporischen Kulturen erläutert und durch den Einsatz von spekulativen, an Science Fiction angelehnte, Methoden dezidiert Schwarze Versionen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft imaginiert. Dabei meidet der Afrofuturismus chronologische Hierarchien, und vermeidet so die Darstellungstradition, weiße Kulturen als „entwickelter“ zu konstruieren.

  • Vortragseinladung 2013-05-15: Wie der Berliner Techno weiß wurde

    Alexander G. Weheliye
    „White Brothers With No Soul“: Wie der Berliner Techno weiß wurde
    Mittwoch 15.05.2013, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

     

    Prof. Dr. Alexander G. Weheliye forscht und lehrt zu African American and Diaspora Studies an der Northwestern University, USA. Er referiert am Mittwoch über folgendes Thema:

    Der Titel meines Vortrages stammt aus dem 2008 erschienen Dokumentarfilm „We Call It Techno!“, der die Entstehung der deutschen Technoszene beleuchtet. Wie auch in vielen anderen zeitgenössischen filmischen, journalistischen und wissenschaftlichen Dokumentationen über diesen Abschnitt der jüngeren deutschen Kulturgeschichte, wird hier eine dezidiert rassifizierte Variante des kollektiven Erinnerns praktiziert.

    Infolgedessen befasst sich mein Beitrag mit dem sowohl im deutschen als auch im angelsächsischen Raum auftauchenden Konsens über den Werdegang von Berlin als Welthauptstadt des Techno seit 1990. Das Ausklammern der multikulturellen und queeren Vorgeschichte des Techno im West-Berlin der 80er Jahre, vor allem in der damaligen Klubkultur und Rezeption Schwarzer Musik, ermöglicht Kommentatoren, den Techno als fast ausschließlich heteromaskulin, weiß, und, im angelsächsischen Raum, stereotypisch „deutsch!“ darzustellen – eine Mythologisierung, die sich reibungslos in die rassifizierte Volkswerdungs-Erzählung der deutsch-deutschen Wiedervereinigung einfügt. Somit wird Techno retroaktiv zum Soundtrack des Zusammenschlusses von weißen und heterosexuellen Brüdern ohne Soul in Ost und West stilisiert. Um dieser Mythologisierung entgegenzuwirken betone ich sowohl die ethnische und sexuelle Vielfältigkeit der Berliner Musiklandschaft in den 80er Jahren als auch das Aufkommen von Eurodance Anfang der 90er Jahre, ein Genre, das oftmals ein afro-deutsches Gesicht in der Öffentlichkeit trug und als das feminisierte Pendant zu Techno fungierte.

  • Vortragseinladung 2013-05-08: Ban Marriage!

    Sushila Mesquita
    Ban Marriage! Familienpolitiken aus queer-feministischer Perspektive
    Mittwoch 08.05.2013, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Dr. Sushila Mesquita berufliche Tätigkeit liegt in der Genderforschung an der Universität Wien und sie ist aktiv in vielfältigen Projekten im popkulturell-politischen Bereich, so u.a. für Radio Orange94. Am Mittwoch ist sie zu Gast mit folgendem Thema:

    Was passiert, wenn „Ban Marriage!“ von den Hidden Cameras mit Sister Sledge’s „We are family“ zu einem mash-up vermanscht wird? Ausgehend von queer-feministischen Kritiken an der Institution Ehe und an den Gleichstellungsbestrebungen von Teilen der LGBTIQ-Bewegung will ich zunächst die Ambivalenzen der rechtlichen Anerkennung bestimmter lesbischwuler Beziehungen skizzieren. Im Anschluss daran möchte ich nach rechtlichen Anerkennungsstrukturen suchen, die der gelebten Vielfalt von Wahlfamilien gerecht zu werden vermögen, ohne dabei hierarchisierend und normierend zu verfahren.

  • Einladung zum Newbie-Treffen der AG Queer Studies

    Newbie-Treffen der AG Queer Studies
    Freitag 3.05.2013, 16:00, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) Freiraum, 0041

    Diese Woche findet kein Vortrag statt, da der Mittwoch auf den 1. Mai fällt. Wir möchten aber alle an der Arbeit der AG Queer Studies Interessierten ganz herzlich zu einem Newbie-Treffen einladen, das am Freitag 3.5. stattfinden wird.
    Warum?
    Wir hätten gerne mehr und neue Mitglieder und möchten euch dazu zu Kaffee und Kuchen treffen.
    Denn:
    Einige alte Mitglieder hören mit der Organisation der Ringvorlesung auf, bei uns ist auch ansonsten immer was los und wir freuen uns sehr über neue Gesichter. Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Das Treffen soll dazu dienen, einfach mal vorbeizuschnuppern, uns mit Fragen zu löchern und wenn Ihr danach Lust habt auf mehr – umso besser!

    Wann? Freitag, 3.5.2013, 16.00
    Wo? Von-Melle-Park 5 („Wiwi-Bunker“), Freiraum (AStA-Trakt), Raum 41

    Wir freuen uns auf Euch!

    Eure AG Queer Studies

  • Take back the night – 30. April 2013 in Hamburg

    Wir möchten Euch auf Take back the night 2013 hinweisen:

    Der queer-feministische Aktionstag (ohne Cis-Männer*) am 30. April 2013 in Hamburg!

    Alle Infos auch auf:
    http://2013tbtn.blogsport.de/category/aktionstag-action-day/

    Der queer-feministische Aktionstag (ohne Cis-Männer*) am 30. April 2013 in Hamburg!

    Ab 15 Uhr beginnt der Aktionstag in der Roten Flora
    (Achidi-John-Platz 1, nähe S-Bahn Sternschanze)

    – Stencilworkshop: 15-18Uhr
    – Demo 1×1: ab 16Uhr
    – Hörbar an der ihr euch unterschiedliche inhaltliche Beiträge anhören könnt
    – Sehbar, wo ihr euch Kurzfilme anschauen könnt
    – Eine Demo-Vorbereitungsecke zum kreativ sein und Basteln
    – Kaffee und Kuchen
    – Raum zum Rumhängen, Vernetzen, Quatschen und Austauschen
    – Siebdruckstand
    – Infotisch + mit Pennplatzbörse
    – Büchertisch
    – ab 18Uhr Essen
    – ab 18h kurzfilme
    – Getränke
    – Kinderbetreuung (nur bis 18 Uhr)
    – wir haben keine barriere freie Toilette (kein Schlüssel)

    Ab 19 Uhr Einfinden in der Roten Flora für die Demo (Großplenum)
    Wichtige Infos und Updates erfahrt ihr auf dem Großplenum um 19 Uhr!
    Hier wollen wir uns alle auf einen Stand bringen, letzte Infos und Updates besprechen, um uns dann gemeinsam vor der Flora auf der Straße einzufinden.

    Um 21 Uhr Demo startet pünktlich vor der Roten Flora
    Die Route läuft durch die Schanze, St. Pauli bis zum Hafen.
    Wir wünschen uns eine geschlossene Demo!
    Es wird eine Awarenessgroup in/bei der Demo sein.
    Der EA ist erreichbar unter 040 / 432 78 778

    Ab 23 Uhr Party im Plan B Keller
    (St. Pauli Hafenstraße 116, nähe S-Bahn Reeperbahn/Landungsbrücken)
    Die Dj*anes für die Party:
    Ab 23h zur Einstimmung grrrlz Punk
    danach geht es weiter mit
    Lotta Fux und Finess
    (Glitzer Electro Berlin/ Hip-Hop, Pop, Electro Hamburg)

    Einmal für die Party:

    Die Party wird rauchfrei sein, zum rauchen bitten wir euch in den Garten
    zu gehen.

  • Vortragseinladung 2013-04-24: Tunten, Feministen, Radikale

    Patrick Henze (Patsy l’Amour laLove), M.A. Gender Studies, Polit-Tunte, Forscher_in und Aktivist_in, Berlin
    Tunten, Feministen, Radikale – Impulse aus der Schwulenbewegung der 1970er Jahre für queere Bewegungen
    Mittwoch 24.04.2013, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Drag Queens und Tunten sind ein selbstverständlicher Teil lesbischwuler und queerer Szenen. Unterhaltsam und schlagfertig müssen sie sein – das Publikum ist begeistert. In der tuntischen Geschichte gibt es jedoch zahlreiche Hinweise darauf, dass sie nicht immer bloß witzige Entertainmentfiguren waren und bei weitem auch nicht sind. In den 1970er Jahren auch „Feministen“ und „Radikale“ genannt, intervenierten Tunten und ihre Sympathisant_innen innerhalb der Schwulen- und Linken Bewegung gegen „bürgerliche“ und verkrustete Strukturen sowie Vorstellungen von Geschlecht und Authentizität.
    Zahlreiche Kritiken der Schwulenbewegung der 1970er Jahre, insbesondere jene der Tunten, zeigen Parallelen zu aktuellen queeren Bewegungen. Diese werden im Vortrag aufgegriffen und zur Diskussion gestellt.

  • Paul Scheibelhofer: Begehren, Gewalt und die Krisen des ‘unmarkierten Geschlechts’

    Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenIm Mai letzten Jahres hatten wir Paul Scheibelhofer zu Gast. In seinem Vortrag „Begehren, Gewalt und die Krisen des ‚unmarkierten Geschlechts’“ setzt er sich mit Diskursen um die Krise der Männlichkeit auseinander und zeigt Zugänge einer kritischen Männlichkeitsforschung auf. Paul Scheibelhofer ist Lektor an der Universität Wien und Promovend am Gender Studies Department der Central European University, Budapest. Dankenswerterweise hat er uns die Literaturliste zum Vortrag zur Verfügung gestellt.

    [podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/scheibelhofer_2012_CC.mp3[/podcast]
    Download (mp3 41,3 MB 43 Minuten)
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    Das Reden von der “Krise des Mannes” ist so populär wie problematisch. In diesem Vortrag wird zunächst ein kritischer Blick auf den dominanten Männerkrisen-Diskurs und dessen Effekte geworfen. Dabei zeigt sich: der Diskurs zeichnet ein Bild beschädigter “normaler” (heterosexueller, Weißer, Mittelschichts-)Männlichkeit, die es zu “heilen” gilt und propagiert antifeministische backlash-Politiken. Vor diesem Hintergrund wird im Vortrag eine andere, kritische Perspektive auf den Komplex “Männlichkeit und Krise” entwickelt. Homosoziale Räume werden dabei nicht nur als wichtige Instanzen männlicher Vergesellschaftung erkannt, sondern auch als Orte der ambivalenten Regulierung von Sexualität, Begehren und Gewalt. Aus so einer Perspektive wird normative Männlichkeit als intrinsisch krisenhaft erkennbar. Und es ist diese Krisenhaftigkeit, die Ausgangspunkt für emanzipatorische männlichkeitskritische Politiken darstellen kann.

  • Radio im Mai

    Die das Radioteam der QueerAG hat keine Mühen gescheut, das Programm auf FSK um folgende Beiträge zu erweitern:

    Bedenkt, daß Teile unseres hochqualifizierten AG Personals auch unabhängig davon bei FSK aktiv sind, so hier und hier.

  • Vortragseinladung 2013-04-10: Lebenserfahrung trans*

    Wiebke Fuchs, Kai (Dan) Christian Ghattas, Deborah Reinert
    Lebenserfahrung trans* – eine empirische Studie über die Lebenssituation transsexueller Menschen in NRW
    Mittwoch 10.04.2013, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Dr. Dan Christian Ghattas – Universitätsdozent, Kulturwissenschaftler und Journalist -, Deborah Reinert – Rechtsanwältin in Köln – und Wiebke Fuchs – Ethnologin, Aktivistin für Trans*-Rechte, MHC Hamburg – stellen die erste empirische Studie zur Lebenssituation Transsexueller in NRW vor.

    Welche Erfahrungen machen Transsexuelle mit Akzeptanz und Diskriminierung? Mit welchen Problemen sehen sie sich konfrontiert im Berufsleben, im Gesundheitsbereich, in Familie und Partnerschaft, bei Behörden und in der Öffentlichkeit? Wie werden diese Probleme bewältigt und was ist dabei hilfreich? Welche Forderungen an die Politik lassen sich daraus ableiten? Die Studie entstand im Auftrag des LSVD und wurde vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter, NRW gefördert.

    Studie zum Download