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  • Vortragseinladung 2013-01-16: Mimesis

    Sabine Fuchs
    Widerspenstige Subjektivitäten? Mimesis als Verfahren queerer Fem(me)ininität
    Mittwoch 16.01.2013, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Verehrte Freund*innen der AG Queer Studies

    Sabine Fuchs M.A., freischaffende Kultur- und Literaturwissenschaftlerin, Hamburg. Sie referiert zu folgendem spannenden Thema

    In aktuellen queer-feministischen Diskursen und Forschungen wird Weiblichkeit, Femininität und Femmeness nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle zugestanden. In ihrem Vortrag erörtert Sabine Fuchs widerspenstige Selbstinszenierungen von queerer Fem(me)ininität mit Theorien der Mimesis, Maskerade und Performativität. Dazu verbindet sie ästhetische und kulturanthropologische Konzeptionen von Mimesis mit feministischen und queeren Theorien von Gender und Sexualität. Gefragt wird nach Strategien der Selbstrepräsentation und Schwierigkeiten der Rezeption angesichts der grundlegenden Ambivalenz von Mimesis. Kann „kritische Mimesis“ als Differenzen Raum gebendes Verfahren der Wiederholung/Verschiebung durch Nachahmung als brauchbares Modell für widerspenstige Inszenierungen und Umgestaltungen von Gender und Sexualität herangezogen werden?

  • Veranstaltungstip 2013-21-1: Biologismus in der Psychologie

    Vanessa Lux
    Unikate Vorlesung: Biologismus in der Psychologie : Die Suche nach den Genen: Biologie und Biologismus in der Psychologie
    Montag, 21.1.2013, um 18:15 Uhr, Universität Hamburg, Von-Melle-Park 5 („WiWi Bunker“), Hörsaal B2

    Download des Posters

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    liebe interessierte Menschen,

    Wir freuen uns, im Rahmen der „Unikaten Vorlesung“ in diesem Semester Dr. Vanessa Lux (Berlin) mit einem Vortrag zum Thema „Biologismus in der Psychologie“ begrüßen zu dürfen unter dem Titel: „Die Suche nach den Genen: Biologie und Biologismus in der Psychologie“

    Dr. phil. Vanessa Lux ist Diplom-Psychologin, sie promovierte 2011 zum Thema „Genetik und psychologische Praxis“ an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Schnittstellen zwischen den Bio-/Neurowissenschaften und der Psychologie sowie Theorie und Geschichte der Psychologie. Sie arbeitet zur Zeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Kuturelle Faktoren der Vererbung“, Teilprojekt „Epigenetik und Psychologie: das Beispiel Trauma“.

    Im Anschluss an den Vortrag wird es Zeit für Fragen und Diskussion geben. Wir bitten um rege Weiterverbreitung der Einladung und freuen uns auf Ihr und Euer Kommen!

    Die Referentin über ihren Vortrag

    Seit den Anfängen der Genetik wurden individuelle Differenzen im Psychischen immer mal wieder auf Unterschiede in den Genen zurückgeführt. Die psychiatrischen Genetik hatte sogar verkündet, mit Hilfe der modernen Gentechnologie den Einfluss einzelner Gene auf psychisches Erleben endgültige aufzuklären. Anfangs schien es auch so, als hätte dies Erfolg: Nur allzu oft war in den Medien vom „Schizophrenie-„, „Depressions-“ und „Alkoholismus-Gen“ die Rede, das „gefunden“, „identifiziert“ oder „entdeckt“ worden sei. Erst seit kurzem werden komplexere Annahmen des Zusammenhangs zwischen der DNA und psychischen Funktionen – etwa unter dem Stichwort „Epigenetik“ – in Forschung und Medienöffentlichkeit diskutiert. Wie aber passen die Suche nach dem Schizophrenie-Gen und das biologische Wissen um die Komplexität auf DNA-Ebene zusammen? Was bedeutet das für die Forschungsmethoden der psychiatrischen Genetik? Welche Vorstellungen von Norm und Abweichung liegen diesen implizit zugrunde? Und schließlich: Wie verändert sich unser Verständnis von der Biologie des Psychischen durch z.B. die Epigenetik?

    Der Vortrag stellt den gegenwärtigen Wandel in der Vorstellung vom „Gen“ von der Genetik zur Epigenetik bzw. Systembiologie vor und diskutiert die Konsequenzen dieses Wandels für die Methoden, mit denen nach Genen für psychische Funktionen und ihre Störungen gesucht wird, sowie für den Umgang mit biologischem Wissen in der Psychologie.

    Mit herzlichen Grüßen, das Menschenbilder-Team in Zusammenarbeit mit dem Fachschaftsrat Psychologie

  • Vortragseinladung 2013-01-09: Noah Sow zu Medienbegegnungen

    Noah Sow
    Vorsicht, Falle! Strategien für eine traumafreie Begegnung mit den Medien – bzw. – „Hilfe, ich erkenne mein Interview nicht wieder!“
    Mittwoch 09.01.2013, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Achtung: Da eine hohe Besucher*innenzahl erwartet wird, ist eine Raumänderung in letzter Minute z.Zt. nicht ausgeschlossen. Rechtzeitiges Erscheinen könnte sich ggf. als hilfreich erweisen; v.a. lohnt sich aber, die nächsten Tage diese Seite und/oder die eMailverteilerin zu beachten.

    Kurz nach Zahlenwechsel auf dem Kalender – die üblichen guten Wünsche für die nächsten 359 Tage seien hinzugedacht – präsentieren wir ein starkultverdächtiges Highlight dieses Semesters, es referiert Noah Sow – Autorin, Künstlerin, Medienkritikerin, Gründerin und Vorstandsmitglied der ersten Schwarzen deutschen media watch Organisation der braune mob e.V. u.v.m.

    Selbst mit viel Erfahrung ist eine unmittelbare Medienbegegnung schwer manövrierbar. Damit eine solche Begegnung im potenzierten Dominanzgefälle Marginalisierte Person – Medienproduktion überhaupt eine Chance hat, ansatzweise kontrolliert und selbstbestimmt zu geschehen, sind für Angehörige von Minderheiten vielerlei Dinge zu beachten und Strategien zu entwickeln.

    Es sind zumeist dieselben Praxen im dokumentarischen Filmbeitrag, Interview oder anderen medialen Produktionen, in denen die Dominanzkultur sich eines Themas annimmt, die „Anderssein“ (sprich: Anderung) oder Widerstand beinhalten, die regelmäßig zu Ergebnissen führen, die die Be-sprochenen ihre Bereitschaft zur Mitwirkung bereuen lässt, sie nicht selten traumatisiert. Diese Themenfelder sind beispielsweise Rassismus, (Cis)Sexismus, Behindertwerden. Sie werden von und für die Dominanzgesellschaft bearbeitet, Inhalte, Bilder und Aussagen nach Belieben entlang der (imaginären) Verständnisachse der Dominanzgesellschaft verzerrt, und so zum dauerhaften verfälschten Display unserer eigenen Geschichte/n / Leben /Themen. Die Auswirkungen auf die Geschichtsschreibung, Wissensproduktion, Emanzipationsbewegung und gesellschaftlichen Verhältnisse sind auf den zweiten Blick schwerwiegend.

    • Inputvortrag über die klassischen „Fallen“ im Umgang mit hegemonialer Medienproduktion: Macht und Ohnmacht
    • Input: Welche Strategien gibt es um medialen Verzerrungen und kontraproduktiven Ergebnissen vorzubeugen?
    • Wie kann ich unzumutbare und schmerzhafte Medienbegegnungen verhindern?
    • Q&A, extensive Fragerunde zur Praxis, ggf. mit Input des Justitiars von der braune mob e.V.

    Aufbauend auf dem Vorjahres-Vortrag „Diskurs mit Schieflage: Wie Kommunikation zum Dominanzerhalt genutzt wird“.

  • Vortragseinladung 2012-12-19: Geschlecht und Psyche

    Anna Sieben
    Geschlecht und Psyche : Auf der Suche nach Geschlechtlichkeit und Sexualität in klassischen psychologischen Theorien des 20. Jahrhunderts
    Mittwoch 19.12.2012, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Anna Sieben ist Dipl.-Psych. und Doktorandin am Lehrstuhl für Sozialtheorie und Sozialpsychologie der Ruhr-Universität Bochum. Sie präsentiert uns einen kritischen, breiten und kompetenten Blick auf die Psychologie unter dem Aspekt von Geschlecht und Sexualität:

    Wie werden Geschlecht und Sexualität in klassischen psychologischen Theorien des 20. und späten 19. Jahrhunderts thematisiert? Dieser Frage bin ich in einer breit angelegten Analyse elf verschiedener Theorieströmungen – unter anderem Behaviorismus, Humanistische Psychologie, Evolutionspsychologie und Persönlichkeitspsychologie – nachgegangen. Dass in fast allen Theorien ein heteronormatives Bild biologisch bedingter Zweigeschlechtlichkeit und Heterosexualität gezeichnet wird, überrascht wenig. Interessant ist jedoch, wie die verschiedenen Psycholog_innen dieses Modell in ihre psychologischen Theorien ‚einbauen‘. Wie gelingt es ihnen, sich mit ihren Theorien eben nicht „jenseits der Geschlechtergrenzen“ zu bewegen? Auf drei Formen der Einbindung heteronormativer Vorstellung in psychologische Theorien gehe ich in diesem Vortrag ein, erstens die Verwendung geschlechtsstereotyper Beispiele, zweitens die Schaffung eines theoretischen Sonderbereichs für Geschlecht und Sexualität, der zum Teil im Widerspruch zur übrigen Theorie steht und drittens die tendenziöse Interpretation empirischer Befunde.

  • Podcast der Lesung „The Little Book of Big Visions“

    Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenMit etwas Verzögerung seit dem letzten Podcast präsentieren wir euch heute den Mitschnitt der Lesung „The Little Book of Big Visions: How to Be an Artist and Revolutionize the World“. Zu Gast waren Sharon Dodua Otoo, eine der Herausgeberinnen des bei edition assemblange erschienen Bandes, der Spoken-Word-Künstler Philipp Kaboo Koepsell (beide Berlin) und Misa Dayson, Doktorandin in Anthropologin an der University of California in Los Angeles. Im Rahmen der Lesung am 1. November 2012 führte Datoo in den gerade erschienen Band und die „Witnessed“ ein, Dayson las einen Ausschnitt aus ihrem Artikel „Imagine Us There. Visions of Radical.Art.People.Spaces“ und Koebsell trug Teile aus seiner 2010 bei Unrast erschienenen Textsammlung „Die Akte James Knopf“ vor.

    [podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/witnessed_2012_CC.mp3[/podcast]
    Download (mp3 43,8 MB 64 Minuten)
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    German theatres still have almost exclusively white ensembles and AfroGerman visual artists continue to struggle for recognition free of labels like “African” or “migrant” – even in 2012. “The Little Book of Big Visions: How to Be an Artist and Revolutionize the World,” edited by Sandrine Micossé-Aikins and Sharon Dodua Otoo, discusses the current situation of Black artists in Germany and presents their visions for equality in text and image form. This results in an innovative work engaging in a discourse reaching far beyond concepts of “integration” or “migration” – or even “race” or “equality” themselves. This anthology is aimed primarily at Black cultural producers living and working in Germany, as well as those who reside in English-speaking contexts throughout the diaspora. However, this book is also aimed at everyone who has an interest in revolutionizing the contemporary art scene in Germany and ensuring that it finally begins to be truly reflective of its actual and future populations.

    Schwarze Künstler_innen in Deutschland befinden sich – notwendigerweise – in einer Position, in der double consciousness, Subversivität und Widerstand – sowohl implizit als auch explizit – zu wichtigen Strategien werden, die es erlauben, in diesem überwiegend weißen Umfeld überleben zu können. The Little Book of Big Visions. How to Be an Artist and Revolutionize the World, die erste Publikation der englischsprachigen Reihe Witnessed, beantwortet die Fragen, wie wahrlich egalitäre Gemeinschaften und Gesellschaften aussehen könnten und welche Rolle Schwarze Kulturschaffende in der Verwirklichung solcher Visionen spielen. Wie würden Schwarze künstlerische Praxen innerhalb solch visionärer Gemeinwesen aussehen? Was befindet sich jenseits von Reaktion und Widerstand? Dieses Buch möchte einen Beitrag zu einem in Deutschland unterrepräsentierten Diskurs leisten, indem es eine Diskussion der aktuellen Situation Schwarzer Kulturschaffender in Deutschland ermöglicht und einen Fokus darauf legt, wie zeitgenössische Schwarze Kulturschaffende in Deutschland Visionen von Chancengleichheit schaffen und kommunizieren.

    Der Band ist die erste Veröffentlichung der Reihe Witnessed und ist erschienen bei Edition Assemblage.

    Mit Beiträgen von:
    Jamika Ajalon, Bibiana Arena, Mo Asumang, Sonia Elizabeth Barrett, Misa Dayson, Philipp Khabo Koepsell, Gyavira Lasana, Stephen Lawson, Sandrine Micossé-Aikins, Caille Millner, Yvette Mutumba, Sharon Dodua Otoo und
    Alexander G. Weheliye.

    Sandrine Micossé-Aikins & Sharon Dodua Otoo
    Sandrine Micossé-Aikins ist Malerin, Konzeptkünstlerin und Kuratorin und lebt in Berlin. Sandrine Micosse-Aikins war 2008-2010 Projektleiterin der Veranstaltungsreihe Re/Positionierung – Critical Whiteness/Perspectives of Color und Co-Kuratorin des Workshops sowie der Ausstellung prét-a-partager.
    Sharon Dodua Otoo ist Schwarze Britin – Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe „Witnessed“ in der edition assemblage. „the things i am thinking while smiling politely“, ihre erste Novelle, erschien kürzlich in der edition assemblage (2012). Sharon lebt, lacht und arbeitet in Berlin.

  • Vortragseinladung 2012-12-12: Trümmerfrauen

    Bertold Scharf
    „Opfer, nichts als Opfer der Naziverbrechen!“ Die „Trümmerfrauen“ als Gründungsmythos der Bundesrepublik
    Mittwoch 12.12.2012, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Bertold Scharf ist Sozial- und Wirtschaftshistoriker in Hamburg und referiert zum Inhalt seiner Magisterarbeit. Da u.a. für die AG Queer Studies tätig, erwarten wir qua Gruppendruck einen nicht weniger als großartigen Vortrag, um die ‚Hausberufung‘ zu rechtfertigen.

    Die „Trümmerfrauen“ sind aus den Erzählungen über die deutsche Nachkriegsgeschichte nicht mehr wegzudenken. Tatkräftige deutsche Frauen seien es gewesen, die in den zerbombten Städten Schutt und Trümmer beseitigt und die Voraussetzungen für den Wiederaufbau und das deutsche „Wirtschaftswunder“ geschaffen hätten, so die gängige Vorstellung. In den letzten Jahren wurde in der historischen Forschung aber Kritik an diesem Bild laut. So kritisierte Elizabeth Heineman, dass sich Frauen besonders gut als „Heldinnen“ der Nachkriegszeit geeignet hätten, da sie unbelasteter von den Verbrechen der NS-Zeit erschienen als Männer. Aber auch die tatsächliche Beteiligung von Frauen an der Trümmerbeseitigung außerhalb Berlins wurde in Frage gestellt. Hat es die „Trümmerfrauen“ in Hamburg überhaupt gegeben? Wer ist damit überhaupt gemeint? Wie konnten sie Teil eines bundesdeutschen Gründungsmythos werden und was ist daran problematisch? In diesem Vortrag wird diesen Fragen am Beispiel Hamburgs nachgegangen und die Ergebnisse zur Diskussion gestellt.

  • Hinweis: Frauen-VV

    Uniweite, studentische Frauen*vollversammlung am 11.Desember 2012 von ab 12.00 Uhr im Raum 111, AP1 (ehemaliges Hart Backbord)

    Vor ca. vier Jahren hat der damalige ASTA das Frauen*Referat abgeschafft. Wir, eine Gruppe verschiedener Frauen*, möchten das Referat wieder ins Leben rufen und in der Satzung des ASTAs festschreiben lassen.

    Aber wofür brauchen wir so ein Frauen*Referat eigentlich?

    In unserer Gesellschaft erfahren Frauen* immer noch vielfältige Formen von Diskriminierung. Sei es struktureller Art in Form von weniger Lohn für dieselbe Arbeit oder die Unterbesetzung in Führungspositionen. Aber Diskriminierung aufgrund des sozialen Geschlechts fängt schon viel früher an:

    Traut man Dir nicht zu, schwere Dinge alleine heben zu können?
    Wurde ein Beitrag von Dir im Seminar schon mal mit „Typisch Frau“ kommentiert?
    Hast Du nachts ein ungutes Gefühl, durch dunkle Straßen zu laufen?
    Sind die Diskussionen in Deinem Seminar meist männlich dominiert, obwohl mehr Frauen als Männer anwesend sind?
    Machst Du Dir häufiger Gedanken darüber, ob Deine Kleidung zu aufreizend ist?
    Stimmst Du Dein Studium jetzt schon auf die Familienplanung ab?

    Damit bist Du nicht alleine!
    Auf der Frauen*VV wollen wir Euch unsere bisherige Arbeit der Gruppe vorstellen und danach gemeinsam diskutieren, wie unser weiterer Weg aussehen soll. Ob und wie wir uns die Arbeit des Frauen*Referats vorstellen.

    Dazu laden wir ein: uniweite, studentische Frauen*vollversammlung am 11.12.2012, ab 12.00 Uhr im Raum 111, AP1 (ehemaliges Hart Backbord)

    Menschen, die aufgrund ihrer weiblichen Geschlechtszuschreibung diskriminiert werden, sind herzlich willkommen.

    Offene Projektgruppe Frauen*Referat i.A.
    Frauen*AG i.A.
    Referat für Gleichstellung Antidiskriminierung und Internationales i.A.

    Hinweis: Dir sollten aus der Teilnahme an der Frauen*vollversammlung keine Nachtteile entstehen. Zur der Frauen*vollversammlung wird offiziell eingeladen. Sprich mit Deinen Lehrenden, sonst komm zu uns und wir suchen gemeinsam nach einer Lösung.

  • Petition Stoppt Racial Profiling

    Auf der Petitionsseite des Bundestages kann derzeit die Petition „Bundespolizei — Äußere Merkmale nicht als Grund für Identitätskontrollen und Durchsuchungen“ unterzeichnet werden. Darin geht es um Racial Profiling durch die Polizei, also um verdachtsunabhängige Kontrollen von Personen of Color. Racial Profiling steht so zwar weder im Gesetz und auch das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat kürzlich festgestellt, dass die Praxis nicht rechtmäßig ist. Weil staatliche Institutionen von strukturellem Rassismus durchzogen sind, ist sie aber trotzdem Alltag. Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) und das Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung (BUG) fordern konkrete politische Schritte zu unternehmen, um Racial Profiling in Deutschland abzuschaffen. Mit eurer Unterschrift könnt ihr einen Teil dazu beitragen, denn wenn innerhalb der nächsten zehn Tage 50 000 Unterschriften zusammenkommen, wird die Initiative vor den Petitionsausschluss geladen und das Thema bekommt mehr Öffentlichkeit.

    Mehr Infos zum Thema:
    Kampagenenseite: www.stoppt-racial-profiling.de
    ISD Online: Stoppt Racial Profiling
    iheartdigitallife.de: Das bisschen Solidarität

  • Nachtrag: Girlfags & Guydykes

    Uli Meyer stellte uns zum Vortrag „Girlfags & Guydykes – Schwule Frauen und lesbische Männer zwischen Aprilscherz, Fetisch und queerer Identität“ (Abstract) eine Literaturliste zur Verfügung, welche HIER heruntergeladen werden kann. Bitte nehmt zur Kenntnis, daß wir Links zu soetwas unter Vortragsreihe->Texte sammeln.

  • Vortragseinladung 2012-12-05: Girlfags & Guydykes

    Uli Meyer
    Girlfags & Guydykes – Schwule Frauen und lesbische Männer zwischen Aprilscherz, Fetisch und queerer Identität
    Mittwoch 05.12.2012, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Mittwoch haben wir wieder einen spannenden Vortrag in unserer Vorlesungsreihe „Jenseits der Geschlechtergrenzen. Uli Meyer
    ist freie*r Autor*n aus Bremen und schreibt seit 2001 zu queeren Themen in der Popkultur, z.B. zu Geschlecht und Sexualität im Manga und Anime, Hongkong Film und US Underground Comic, und hält Vorträge an Universitäten und bei Film- und Comicfestivals. Veröffentlichungen zum Thema:
    2007 „Almost Homosexual – Schwule Frauen/ Schwule Transgender (Girl-Fags/Trans*Fags)“ in Liminalis 1 (wohl die international erste wissenschaftliche Auseinandersetzung mit girlfags).
    2010 „Hidden in Straight Sight: Trans*gressing Gender and Sexuality via BL“ in: Boys Love Manga, Essays on the Sexual Ambiguity and Cross-Cultural Fandom of the Genre (vertieft das Thema im Kontext von Manga und Anime Fans).

    Thema am Mittwoch ist folgendes:

    Wie können Frauen schwul sein und Männer lesbisch? Ist das so eine Art Fetisch? Oder sind die transsexuell? Stehen nicht so oder so alle Männer auf Lesbensex? Sind schwule Mädchen yaoi Fans und Slasher? Ist das eine neumodische Erfindung? Oder warum haben wir da noch nie was von ge hört?

    Und warum haben wir da noch nie was von gehört, obwohl Magnus Hirschfeld bereits 1906 schwule Frauen und lesbische Männer beschreibt? Können Heteros queer sein? Und was soll das Ganze überhaupt?