Die Aktive Fachschaft Politikwissenschaft an der Uni Marburg betreibt schon länger eine Podcastreihe, für die Professoren des Instituts interviewt und bildungspolitische Missstände thematisiert werden. Neuerdings kümmern sich Frank und Markus zusätzlich um die Vorträge und Vorlesungen des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung. Auf ihrer Seite podcast-kombinat.de könnt ihr die Mitschnitte anhören und abonnieren. Bisher gibt es schon Vorträge von Kerstin Palm, Frigga Haug und Hein-Jürgen Voss zu hören.
Blog
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Vortragseinladung: 05.05.2010 – Heteronormativität in ‚Star Trek – The next Generation‘
Verena Schuh, Jos Schaefer-Rolffs
Heteronormativität in ‚Star Trek – The next Generation‘
Mittwoch, 05. Mai 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079Spätestens seit dem „Cultural Turn“ ist die Populärkultur legitimer Forschungsgegenstand und wenige Phänomene dieser erreichte derartige Beliebtheit und Verbreitung von Star Trek. Wir nehmen uns einen häufig übersehenen Aspekt des Vielgesehenen vor:
Science Fiction hat sich schon seit ihrer Erfindung als Spiegel der Gesellschaft gezeigt. Auch wenn bereits in der klassischen Serie des Star Trek Franchise aus den 1960er Jahren liberale Ansätze deutlich wurden, zieht sich ein heteronormatives Narrativ auch durch die Folgeserien bis zum aktuellen Kinofilm aus dem Jahr 2009. Dies schlägt sich nicht allein erschöpfend an den Geschlechterrollen nieder. Heteronormativtät zeigt sich auch auf der Ebene einer symbolischen Ordnung, wodurch nicht nur klassische Rollenbilder reproduziert werden.
Der Beitrag soll am Beispiel der weiblichen Protagonisten der Serie Star Trek: The Next Generation dieser These nachgehen. Dies soll im theoretischen Rahmen, auch mit Hilfe von Beispielen aus der Serie, aufgezeigt werden.
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Vortragseinladung: 14.04.2010 – Jürgen Martschkat
Prof. Dr. Jürgen Martschukat
„A man is not a man without work“: Von Wirtschaftskrisen und
arbeitslosen Familienvätern in den USA der 1930er Jahre
Mittwoch, 28. April 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079In diesem highlightreichen Semester haben wir das Vergnügen, ein ganz besonderes ankündigen zu können: Jürgen Martschukat, Lehrstuhlinhaber für Nordamerikanische Geschichte an der Uni Erfurt gibt uns einblicke in seine Arbeit, die kritische Männlichkeitengeschichte.
Der Referent zu seinem Vortrag:
Allerorten ist derzeit von „Krisen“ die Rede. Der Vortrag wird den Krisenbegriff in Bezug auf Geschlechter- und Sozialordnungen überprüfen und vor allem den Effekten und Implikationen seiner Verwendung nachspüren. Dabei wird sich der Blick vor allem auf die Geschichte der USA in den 1930er Jahren richten, wo die „Krise“ schon in der Epochenbezeichnung als „Great Depression“ mitschwingt und eine Gesamterfahrung signalisiert. Ein genauer Blick auf einzelne zeitgenössische Analysen und einzelne Akteur/inn/e/n wird allerdings zeigen, wie normativ die Rede von der Krise war, wie sie zur Rezentrierung der bestehenden soziokulturellen Ordnung aufforderte und damit ignorierte, dass die Krise des einen durchaus auch als Chance der anderen wahrgenommen werden konnte.
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Fabienne Imlinger: Der Fall des Hermaphroditen – Hermaphroditismus zwischen Autobiographie und Medizin um 1900
Aufgrund der hier im Weblog geäußerten Kritik an der (befürchteten) Vereinnahmung intersexueller Menschen für die Zwecke dekonstruktivistischer Queer Theory haben wir uns entschlossen, denn Mitschnitt vom letzten Mittwoch schon heute zu veröffentlichen. In Fabienne Imlingers (Mag. phil.) Vortrag geht es um „Der Fall des Hermaphroditen: Hermaphroditismus zwischen Autobiographie und Medizin um 1900“. Zu Beginn äußert sie sich direkt zum Kommentar von „seelenlos“. Die Referentin ist Promovendin am Zentrum für Sprach- und Literaturwissenschaft der LMU München und Mitglied im Promotionsstudiengang Literaturwissenschaft (ProLit).[podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/imlinger2010_CC.mp3[/podcast]
Download (mp3, 60,2 MB)

Dieser Werk bzw. Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.Jenseits der Geschlechtergrenzen – damit könnte, und allzu treffend, der ontoepistemologische Ort des Hermaphroditen umschrieben sein: Der Hermaphrodit ist jenseits der Geschlechtergrenzen, sowohl zeitlich als auch räumlich gesehen – außerhalb, daneben, nach, vor. Der Hermaphrodit ist jenseits der Geschlechtergrenzen, wofern er die als Raum metaphorisierte Ordnung der Geschlechter überschreitet – weder/noch, beides zugleich, dazwischen. In einer geschlechtlich binär codierten Welt ist der Hermaphrodit nicht nur ein Grenzfall; er ist der Ausnahmezustand.
In meinem Vortrag möchte ich der (natur-)wissenschaftlichen Rhetorik des Hermaphroditen als Ausnahmezustand nachgehen, wofern dies eine der hegemonialen Strategien war und ist, geschlechtlich uneindeutige Menschen in ihrer ›Jenseitigkeit‹ zu denken – mit aller Ambivalenz, die dieser dem Hermaphroditen zugewiesen onto-epistemologische Ort beinhaltet. Ausgehend vom medizinischen Diskurs in Deutschland am Ende des 19. Jahrhunderts möchte ich zeigen, wie – möglicherweise auch warum – in historischer Perspektive insbesondere der Begriff des Monströsen für die Auseinandersetzungen um Hermaphroditismus von Bedeutung war und in der medizinischen Rhetorik auch noch prägend blieb, als Hermaphroditen sich längst vom Monster zur wissenschaftlichen Tatsache ›normalisiert‹ hatten.
Hier erfahrt ihr mehr über unseren Podcast und wie ihr in bequem abonnieren könnt.
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Konferenz: Cripping Neoliberalism: Interdisciplinary Perspectives on Governing and Imagining Dis/Ability and Bodily Difference
Cripping Neoliberalism: Interdisciplinary Perspectives on Governing and Imagining Dis/Ability and Bodily Difference
International interdisciplinary conference organized by Departments of Gender Studies and Anthropology, Faculty of Humanities, Charles University in Prague
Dates: October 8-9, 2010
Proposal Deadline: June 20, 2010
Host: Faculty of Humanities, Charles University in Prague, Czech RepublicThe neoliberal reconfigurations (or dissolution) of ‘the social’ and the tendency to define the individual responsibility as the response to social issues have increasingly been challenged; predominantly, scholars have pointed out the overburdening impacts on the ‘private’ and supportive networks be it community, family or otherwise. Likewise, novel subjectivities emerging in response to the interpellation to manage one’s life and its risks responsibly (such as ‘the entrepreneurial self’, ‘the private self’ etc.) have been a subjected to critical discussion.
However, with few exceptions, the effects of neoliberalism have not been explored in their specific interactions with disability, nor have been their particular (dis/abling) effects on the lives of people with various forms of disabilities. Similarly unexplored remain historical contingencies of neoliberal forms of governance in relation to dis/ability and physical/psychical/mental/sensory difference.
Hence, this conference aspires to:
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– Map out the ways in which neoliberal governance affects people with disabilities;
– Explore how and in what ways disability is operationalised and in what ways compulsory ablebodiedness intersects with the (novel) forms of bio-power and bio-capitalisation of human life, or for redefinition of the ‘human’ as such;
– Complicate the historical lineage of these neoliberal forms of power by both outlining rationalities and categories of differentiation that can be linked to the present neoliberal rationality, while at the same time looking for archaeology of other forms of imagination, categorisations and differentiations.
– Lastly, we hope to engage in instigating discussion delineating the possible alliances between feminist, crip, queer, ethnic/racial as well as class critiques (as well as their possible conflicts) of neoliberalism and neoliberal governance. To this effect, we are planning to organise a roundtable discussion.We expressly wish to create a forum for an interdisciplinary exchange and invite papers from various fields of humanities and social sciences (cultural, literary and visual studies, history and history of arts, sociology, anthropology and other). Likewise, the intersectional perspective and papers exploring the neoliberal governance of disability in relation to gender, sexuality, ethnicity, race, and class are particularly called for.
We propose to centre the conference dialogues on the following themes and questions:
a) Neoliberal governance of the ‘disabled subject’
First, exploring the entanglements of the neoliberal governmentality with compulsory ablebodiedness, we call for papers discussing the specific effects these power relations have on people with disabilities. We hope for papers that would – for instance – explore the ways, in which neoliberal politics of privatisation affect people with disabilities; explore the forms of responsibilities which are being carved out in relation to one’s health and capability/ability, their somatic effects. Likewise, we invite critical reflections on the rationalities shaping the self/ ‘the disabled subject’; or papers outlining the challenges that the neoliberal discourse of diversity, individualised freedom of choice etc. presents for disability, crip as well as feminist, queer, multicultural/multiethnic politics and their agendas.
b) Neoliberal invocations of ‘disability’
Second, we encourage papers exploring the novel forms of biopolitics and their interactions with dis/ability. Possible issues to be addressed include: relations of biopolitics and bioeconomics; forms and rationalities of economies of vitality; new shapes of ‘valuable life’ and (economic) rationalities defining ‘quality of life’; novel rationalities of eugenics; neoliberal redefinition of care, intimacy, sexual ethics and interdependence. How does the neoliberal biopolitics shape the futural perspectives of ‘the human’ and of the (bodily) difference, or how does it shape the notions of the future as such?
c) Historical perspectives on knowledge and representation of bodily difference and extraordinary bodies
Third, we open the call for historical perspective that would indicate genealogical lineage with the neoliberal forms of rationality, disciplination and/or identification as well as complicate this master narrative. In respect to both perspectives, we invite papers presenting and discussing various forms of early modern monster theories, teratology, commercialisation of freak shows, commodification of (bodily) difference, classification and/or typology of physical/psychical/mental/sensory difference, the ‘birth of the disabled subject’, rationalities of eugenic theories. Again, we are also interested in papers considering futural developments/imaginations of extraordinary bodies.d) Alliances in cripping Neoliberalism: Roundtable discussion with keynote speakers
discussing possible alliances (and/or conflicts) between various critical positionsImportant information:
Application Requirements: We invite abstracts for 20-minute papers related to one of the topics outlined in the CFP. Abstracts should be in English and should not exceed 300 words. Please include a brief biographical note of no more than 250 words outlining your current research interests, most recent publications, academic affiliation.
Deadline for abstract submission: June 30, 2010
Notification: A committee will review applicants and notify candidates selected for participation by mid July 2010.Contact: kater_kolar@gmx.de
Organisation: Kateřina Kolářová, Lucie Storchová, and student supportThere is no fee charge and we take care of your accommodation and catering during the conference! However, please note that travel funds can only be granted in exceptional cases and we ask participants to apply in time for travel funding at their home institutions.
The conference language is English. Please indicate your accessibility needs as well as any other possible requirements (childcare, dietary needs), we will do our best to meet them or get back to you to figure out what we can do. We kindly ask participants to let us know about applicable requirements or other special needs by June 20, 2010.
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Vortragseinladung: 21.04.2010 – „Hermaphroditismus 1900“
Fabienne Imlinger, Mag. phil.
Der Fall des Hermaphroditen : Hermaphroditismus zwischen Autobiographie und Medizin um 1900
Mittwoch, 21. April 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079Kommenden Mittwoch begeben wir uns in die Geschichte für ein geradezu paradigmatisches Thema in der Untersuchung der Herstellung von „Geschlecht“.
Vortragsabstract:
Jenseits der Geschlechtergrenzen – damit könnte, und allzu treffend, der ontoepistemologische Ort des Hermaphroditen umschrieben sein: Der Hermaphrodit ist jenseits der Geschlechtergrenzen, sowohl zeitlich als auch räumlich gesehen – außerhalb, daneben, nach, vor. Der Hermaphrodit ist jenseits der Geschlechtergrenzen, wofern er die als Raum metaphorisierte Ordnung der Geschlechter überschreitet – weder/noch, beides zugleich, dazwischen. In einer geschlechtlich binär codierten Welt ist der Hermaphrodit nicht nur ein Grenzfall; er ist der Ausnahmezustand.
In meinem Vortrag möchte ich der (natur-)wissenschaftlichen Rhetorik des Hermaphroditen als Ausnahmezustand nachgehen, wofern dies eine der hegemonialen Strategien war und ist, geschlechtlich uneindeutige Menschen in ihrer ›Jenseitigkeit‹ zu denken – mit aller Ambivalenz, die dieser dem Hermaphroditen zugewiesen onto-epistemologische Ort beinhaltet. Ausgehend vom medizinischen Diskurs in Deutschland am Ende des 19. Jahrhunderts möchte ich zeigen, wie – möglicherweise auch warum – in historischer Perspektive insbesondere der Begriff des Monströsen für die Auseinandersetzungen um Hermaphroditismus von Bedeutung war und in der medizinischen Rhetorik auch noch prägend blieb, als Hermaphroditen sich längst vom Monster zur wissenschaftlichen Tatsache ›normalisiert‹ hatten.
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Radio im April
Wie Euch nicht engangen sein dürfte senden wir an jedem 1. und 3. Montag 14-15:30 Uhr Vortäge auf Radio FSK, deshalb hier der Hinweis auf übernächsten Montag, den 19.04.2010:
“(Selbst-)Stilisierungen inhaftierter ‘TerroristInnen’ :
Terrorismus als Widerstand? Männliche Weiblichkeit. Der hungerstreikende Geschlechtskörper” ist der Titel des im Januar 2010 gehaltene Vortrags von Dominique Grisard (PhD), wissenschaftliche Assistentin für Gender Studies an der Universität Basel. Ihre Dissertation widmet sich einer Geschlechtergeschichte des linken Terrorismus mit einem Schwerpunkt auf die Schweiz der 1970er Jahre und erscheint in im Herbst 2010 im Campus Verlag.In diesem Vortrag wird die mediale Repräsentation von hungerstreikenden Mitgliedern der RAF und der Bewegung 2. Juni, die sich in den 1970er-Jahren in der Schweiz und der Bundesrepublik in Haft befanden, als Widerstandsstrategie gelesen. Anhand der damaligen öffentlichen Debatte über den Hungerstreik soll dargelegt werden, wie die hungerstreikenden Inhaftierten dem Staat die Souveränität über ihre Körper entzogen, indem sie auf das imperative Interesse am eigenen (Über)Leben verzichteten. Anders ausgedrückt: Sie beraubten den Staat seiner Macht, über Leben und Tod zu bestimmen. Ich argumentiere nun, dass die staatliche und öffentliche Reaktion auf die Bilder hungerstreikender InsassInnen zumindest teilweise mit deren kompromisslosen Absage an das Leben zu tun hat, dem Verstoss der “TerroristInnen” gegen den hegemonialen Geschlechterdiskurs, der Leben nehmen und Gewalt als maskulin, Leben schenken und Frieden als weiblich kodiert.
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Vortragseinladung: 14.04.2010 – „Queering Hiphop“
Katharina Morawek (Mag.A.)
Andere Sichtbarkeiten?
Queering Hip Hop zwischen Repräsentation und Aneignung
Mittwoch, 14. April 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079Für alle die sich schon auf dieses heiß diskutierte Thema gefreut haben und für alle, die es ab jetzt für ähnlich spannend halten, präsentieren wir Katharina Moraweks Vortrag zur Wahnehmung von und subversive Strategien im Hiphop. Die Referentin ist Lehrbeauftragte am Institut für das künstlerische Lehramt an der Akademie der bildenden Künste in Wien.
Die Autorin zu ihrem Vortrag:
Das Bild vom „sexistischen und homophoben Hip Hop“ ist eng verknüpft mit der Projektion, Kulturen des Hip Hop würden lediglich aus Schwarzen, männlichen, heterosexuellen Körpern bestehen – ein Paradigma, das die Soziologin Tricia Rose als „highly visible commercialized rap“ bezeichnet. Die Matrix, die dieser Wahrnehmung zu Grunde liegt, ist eine des Weiss-Seins, welches die eigene Position innerhalb von Populärkultur nicht hinterfragt. Doch wird das reibungslose Kursieren von mit Hip Hop verbundenen, stereotypen Bildern immer wieder von Hip Hop Artists in Frage gestellt und seit einigen Jahren sogar empfindlich gestört: Hip Hop wird offiziell ge-queert. Dabei kommen Repräsentationsstrategien zum Einsatz, die zwischen Parodie und Selbstbehauptung andere Sichtbarkeiten anstreben.
Der Vortrag wird einige Strategien queerer Artists vorstellen. -
Dominique Grisard: (Selbst-)Stilisierungen inhaftierter ‚TerroristInnen‘
„(Selbst-)Stilisierungen inhaftierter ‘TerroristInnen’ :
Terrorismus als Widerstand? Männliche Weiblichkeit. Der hungerstreikende Geschlechtskörper“ ist der Titel des im Januar 2010 gehaltene Vortrags von Dominique Grisard (PhD), wissenschaftliche Assistentin für Gender Studies an der Universität Basel. Ihre Dissertation widmet sich einer Geschlechtergeschichte des linken Terrorismus mit einem Schwerpunkt auf die Schweiz der 1970er Jahre und erscheint in im Herbst 2010 im Campus Verlag.[podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/grisard_2010_CC.mp3[/podcast]
Download (mp3, 34,6 MB)

Dieser Werk bzw. Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.In diesem Vortrag wird die mediale Repräsentation von hungerstreikenden Mitgliedern der RAF und der Bewegung 2. Juni, die sich in den 1970er-Jahren in der Schweiz und der Bundesrepublik in Haft befanden, als Widerstandsstrategie gelesen. Anhand der damaligen öffentlichen Debatte über den Hungerstreik soll dargelegt werden, wie die hungerstreikenden Inhaftierten dem Staat die Souveränität über ihre Körper entzogen, indem sie auf das imperative Interesse am eigenen (Über)Leben verzichteten. Anders ausgedrückt: Sie beraubten den Staat seiner Macht, über Leben und Tod zu bestimmen. Ich argumentiere nun, dass die staatliche und öffentliche Reaktion auf die Bilder hungerstreikender InsassInnen zumindest teilweise mit deren kompromisslosen Absage an das Leben zu tun hat, dem Verstoss der „TerroristInnen“ gegen den hegemonialen Geschlechterdiskurs, der Leben nehmen und Gewalt als maskulin, Leben schenken und Frieden als weiblich kodiert.
Hier erfahrt ihr mehr über unseren Podcast und wie ihr in bequem abonnieren könnt.
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QueerFilmFest Rostock: Call for Films
Uns erreichte heute der Call for Films vom QueerFilmFest Rostock:
Liebe Filmschaffende, Künstler_innen, Kings, Queens & Queers,
in diesem Sommer findet in Rostock vom 29. Juli bis zum 31. Juli 2010 zum zweiten Mal unser unkommerzielles und unabhängiges QueerFilmFest statt. Hierfür suchen wir eure Filme! Jeder queere Film ist uns willkommen, gerne zu Themen wie Intersexualität, Trans*, Gender- nicht-konform und queer in Verbindung mit Migration, Illegalität, Klasse…
Wir würden uns freuen, wenn ihr euren Film persönlich in Rostock vorstellt und dem Publikum im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung steht.
Das QueerFilmFest wird in Rostock im Peter-Weiss-Haus stattfinden, einem linken Raum für freie Bildung und Kultur.
Im Rahmen des Festivals gibt es auch Raum für eure Dia-Shows, Ausstellungen, Vorträge oder Workshops. Bei der Abschlussparty am Samstag könnt ihr euch gerne mit euren Performances, Deko-Ideen und DJ-Skillz einbringen.
Für weitere Fragen sind wir unter der E-Mail-Adresse queerfilm@systemausfall.org erreichbar, unsere Website findet Ihr unter www.queerfilmfest.deWir freuen uns auf eure Beiträge!
Leitet diesen Aufruf bitte an alle Interessierten weiter!