Autor: Kathrin

  • Seminar: Queer und Intersektionalität

    Hier ein Hinweis für alle Studierenden der Universität Hamburg: Im Wintersemester wird es wieder ein Queer-Seminar geben, dass im Kontext der AG Queer Studies entstanden ist. Thema des Seminars, das von Nina Mackert, Do Gerbig und Kathrin Ganz geleitet wird, ist „Queer und Intersektionalität“.

    Intersektionales Denken versucht, verschiedene Differenzkategorien und Dimensionen sozialer Ungleichheit und Herrschaft als verwoben und zusammenwirkend zu denken. Queertheoretische Ansätze arbeiten vor allem an der Dekonstruktion der binären und eindeutigen Differenzkategorien Geschlecht und Sexualität. Obwohl Queer und Intersektionalität beides unbedingt (wissens)politische Projekte sind und zum Teil auf ähnlichen Denktraditionen und Theoriegebäuden beruhen, sind sie bisher nur allzu selten zusammen gedacht worden.
    Im diesem Seminar werden wir nachvollziehen, vor welchen (theorie-)politischen Problemstellungen das Bedürfnis nach intersektionaler Theoriebildung und Forschung entstanden ist und sich beständig aktualisiert. Davon ausgehend sollen einzelne Modelle und Konzepte der Intersektionalität näher betrachtet werden. Im letzten Teil beschäftigen wir uns damit, wie intersektionales Denken in verschiedenen Feldern (Politik, Organisationen, Wissenschaft, Aktivismus) relevant wird. Jederzeit wollen wir intersektionale Konzepte ins Verhältnis zur Queer Theory stellen und Verknüpfungsmöglichkeiten zeigen.

    Die Seminarteilnehmer_Innen sollen anhand der Lektüre von Texten und Diskussionen im Seminar ein Verständnis für Konzepte der Intersektionalität, Queer Theory und ihrer Schnittstellen entwickeln.
    Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Seminar liegt auf dem Prozess des Schreibens: Die Teilnehmer_Innen verfassen im Laufe des Semesters kurze Texte (Lexikonartikel zu einem Begriff, Autor_Innenportrait, Rezension oder Kommentar). Die Texte werden in einer gemeinsamen Schreibwerkstatt gegen Ende des Semesters überarbeitet und sollen anschließend im Internet auf einem eigens dafür angelegten Blog veröffentlich werden.

    Das Seminar richtet sich an Studierende der Gender und Queer Studies (im Grund- und Hauptstudium) und der Soziologie (als Proseminar im Grundstudium), und kann für den Erwerb des Gender-Zertifikats genutzt werden. Es findet ab dem 19.10.09 Montags von 14-16 Uhr in Raum 0079, Von-Melle-Park 5 statt. Die Anmeldung erfolgt über Stine. Falls dies nicht möglich ist, können sich Interessierte per Email an ganz.gerbig.seminar (at) googlemail (dot) com wenden. Finanziert wird der Lehrauftrag von der Gemeinsamen Kommission.

  • Hochschulübergreifendes Promotionskolleg Gender Studies

    Im kommenden Jahr wird in Hamburg ein kostenfreies, hochschulübergreifendes Promotionskolleg Gender Studies angeboten. Das Kolleg bietet kontinuierliches Coaching und ein fachliches Diskussionsforum, in dem 20 Promovent_innen, die sich mit Themen aus dem Bereich Gender Studies, Diversity, Queer Theory und Intersektionalität beschäftigen, kontinuierlich zusammenarbeiten sollen. Dr. Alexandra Lübcke, Dozentin in den hochschulübergreifenden Gender Studies Hamburg und im Career Center der Universität Hamburg, leitet das Kolleg. Veranstaltet und gefördert wird das Promotionskolleg Gender Studies über das Zentrum GenderWissen der Gemeinsamen Kommission Frauenstudien, Frauen- und Geschlechterforschung, Gender und Queer Studies der Hamburger Hochschulen. Auf der neuen Website des Zentrum GenderWissen finden sich nähere Informationen zum Promotionskolleg Gender Studies, inklusive eines Kurzfragebogens, den Interessierte bis zum 31. Oktober 2009 an das Zentrum GenderWissen senden können.

  • Verqueerte Verhältnisse heute bei Lorettas Leselampe

    Ganz kurzfristig möchten wir an dieser Stelle noch auf „Lorettas Leselampe“ hinweisen, die heute ab 17 bis 20 Uhr auf Radio FSK zu hören ist. Thema der Sendung ist u.a. unser Sammelband „Verqueerte Verhältnisse“, und zu diesem Anlass besuchen wir Lorettas Leselampe live im Studio. Weitere Themen sind das Buch „Ambivalenzen der Sichtbarkeit“ von Johanna Schaffer, die im vergangenen Wintersemester in unserer Ringvorlesung zu Gast war, „Die unheimliche Maschine. Rasse und Repräsentation im Weimarer Kino“ von Tobias Nagl, sowie der Sammelband „Krieg und Geschlecht. Sexuelle Gewalt im Krieg und Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern“, Herausgegeben von Insa Eschebach und Regina Mühlhäuser. Ihr empfangt FSK in Hamburg über 93 MHz Antenne und 101.4 MHz Kabel oder weltweit per Livestream.

    Widerholungstermine: Donnerstag, 20. August von 9 bis 12 Uhr und Samstag, 22. August von 20 bis 23 Uhr.

  • Del LaGrace Vulcano zu pervers für Studierende? Aufruf zum Protest

    Auf dem ZtG Blog habe ich untenstehende Email von Del LaGrace Volcano entdeckt. Dem Lecturer im Bereich Photographie am britischen East Surrey College Simon Burgess drohen Disziplinarmaßnahmen und die Kündigung, weil er einer_m Student_in die Arbeit von Del LaGrace Volcano empfahl. Die Hochschulleitung bewertet die Arbeiten des bekannten amerikanischen Queer-Künstlers als pornographisch, wertlos und irrelevant. Gegen diesen homo- und transphoben Backlash muss interveniert werden, und in diesem Sinne fordert Del dazu auf, rechtzeitig zur Anhörung am 17. August Emails und Briefe zu schreiben:

    Lecturer being fired for showing my work to students!

    Dear Friends and Colleagues:

    I am asking for a favour. A young man who used to attend my lectures as a photography student is being threatened with redundancy because he recommended my work to a student doing a project on gender and sexuality. Please send letters of support for Simon Burgess to Dr Eugenie Shinkle as soon as possible! Time IS of the essence here as it seems the institutional powers that be at East Surrey College have scheduled the hearing for a time when it will be hard for Simon to rally support.

    If you value the work I and others like me have done over the past 25 years please stand up and say so! Simon needs your “expert” opinions if he is to keep his job! If you would be so kind as to Bcc: me that would be great!

    Thank you so much!

    Del LaGrace Volcano

    From: UoW UoW
    Date: Tue, 4 Aug 2009 21:37:40 +0100
    To: Shirley O’Loughlin
    Subject: support for Simon Burgess

    Simon Burgess, a lecturer at East Surrey College, is facing serious disciplinary action (and possible redundancy) for introducing students to the work of photographic artist Del LaGrace Volcano.

    Management are claiming it is pornography, salacious, grotesque, worthless and not relevant to, or appropriate for 2nd year level 3 photography students preparing for higher study.

    Apart from being censorious, backward, and homophobic, management’s stance displays a remarkable ignorance of contemporary debates and image-making strategies. This is a serious matter that has implications for all academics, teachers, and students, and we would be very grateful for an email expressing your support for Simon, and offering your expert opinion on the relevance of Del’s work to contemporary debates and practices, his status as an international transgender artist, etc.

    All emails should be sent to Eugenie Shinkle (shinkle@wmin.ac.uk), and she will forward them on to the appropriate person (we’re not sure just yet whether they should be sent to Simon, to his UCU rep, or directly to management). We’re under a bit of time pressure as his hearing has been scheduled for August 17th – which I’ve only just found out, so apologies if this reaches you at an awkward time.

    Dr. Eugenie Shinkle
    Senior Lecturer in Photographic Theory and Criticism
    School of Media, Arts and Design
    University of Westminster
    Watford Road, Northwick Park
    Harrow, Middlesex
    HA1 3TP

  • Berlin: Vorlesungsreihe Geschlecht in Wissenskulturen

    Spannende Vorträge verspricht die Berliner Vorlesungsreihe Geschlecht in Wissenskulturen. Postkoloniale und queer-theoretische Perspektiven, die vom Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“ veranstaltet wird. Wer im Wintersemester regelmäßig in Berlin ist, sollte sich das Programm unbedingt ansehen.

  • Jenseits der Geschlechtergrenzen im Wintersemester 2009/2010

    Zum Semesterabschluss präsentieren wir euch eine Vorschau auf unser Vortragsprogramm für den kommenden Winter. Es wird dieses mal ziemlich kulturell, aber seht selbst! Wer in den Sommermonaten nicht genug von uns bekommt, sollte die Augen und vor allem Ohren aufhalten, denn bald schon startet unser Podcast mit Aufzeichnungen aus den letzten Semestern „Jenseits der Geschlechtergrenzen“.

    21. Oktober
    Vorstellung der AG Queer Studies und des Semesterprogramms
    AG Queer Studies, Uni Hamburg

    28. Oktober
    Queer Future desires the Crip. Questioning the debate on the ‚right to die’ from the perspective of queer and disability theory.
    Katerina Kolarova, Prag/Konstanz, Ph.D., Junior Professorin für Cultural Studies am Department of Gender Studies der Charles Universität in Prag, Junior Fellow am Exzellenzcluster der Universität Konstanz

    04. November
    Bridge Markland – mein Leben und meine Verwandlungen. Ein Vortrag mit Performance Beispielen.
    Bridge Markland, Berlin, Tanz-Theater-Performance-Künstlerin

    11. November
    Andere Sichtbarkeiten? Queering Hip Hop zwischen Repräsentation und Aneignung *
    Katharina Morawek, Wien, Künstlerin, Lehrbeauftragte am Institut für das künstlerische Lehramt an der Akademie der bildenden Künste Wien

    18. November
    Die Diktatur des >>man<<. Von der Schwierigkeit, in linken deutschen Medien geschlechtsneutral zu sprechen. Bericht aus der weitgehend beschissenen Praxis Frank Apunkt Schneider, Hamburg, Dipl. Germ., lebt zurzeit als unfreier Autor, unfreier Künstler und Hausmann in Bamberg, Mitglied der KünstlerInnengruppe monochrom

    25. November
    Feministische Netzkultur – Spielwiese oder Kriegsgebiet? – Eine interdisziplinäre Betrachtung einer Netzlandschaft
    Svenja Schröder, M.Sc., Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung für Informatik und angewandte Kognitionswissenschaften an der Universität Duisburg-Essen (Arbeitsschwerpunkte: Netzkultur und Web 2.0)

    02. Dezember
    Wie queer sind LGBT Filmfestivals? Identitätsbasierte Festivals zwischen Community-Geschichte und theoretischem Anspruch
    Skadi Loist, Hamburg, MA, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg und Archivarin der Lesbisch Schwulen Filmtage Hamburg

    09. Dezember
    Geschlechterpolitik in Zoologischen Gärten
    Kirsten Smilla Ebeling, Oldenburg, Professorin an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fakultät III – Sprach- und Kulturwissenschaften, Forschungsgebiete: Gender Studies, Gender & Science Studies, Animal Studies, Studium der Biologie an der Universität Hamburg

    16. Dezember
    Possen des Performativen, Theater, Aktivismus und queere Politiken
    Gini Müller, Wien, Theaterwissenschaftlerin, Performancekünstlerin und Dramaturgin

    06. Januar
    Sexualität am Ende der Kindheit. Aufführung unterschiedlicher Begehrensformen
    Prof. Dr. Anja Tervooren, Hamburg, Juniorprofessorin am Fachbereich Erziehungswissenschaften, Universität Hamburg

    13. Januar
    Geschlechterstilisierungen inhaftierter ‚Ter-roristInnen‘: Diskursive Widerstandspraxen?
    Dominique Grisard, Basel, Dr. des., Wissenschaftliche Assistentin am Zentrum Gender Studies, Universität Basel. Arbeitsschwerpunkte u.a. Kriminalität & Strafvollzug, ‚Linksterrorismus’, Diskurstheorie, Geschlecht & Popkultur

    20. Januar
    Visual aspects of queer festivals in ex Yugoslavia
    Sanja Kajnic, Budapest, M.A., PhD Student des Gender Department der Central European University in Budapest

    27. Januar
    „Die Heide ruft: Sexualbegleitung für Menschen mit Beeinträchtigung“: Film und anschließende Diskussion
    Mirjam Mirwald, Berlin, Dipl. Rehabilitationspädagogin, arbeitet zur Zeit bei ambulante Dienste Berlin, und Danilo Vetter, Berlin, Student der Gender Studies und Bibliothekswissenschaften, Humboldt Universität Berlin

    03. Februar
    Neuronen, Mesonen und Matronen – Die Götter im Nacken des Unbewussten. Überschminkungen der Lebenswahrnehmungen: Willensfreiheit als Verwischung in der Bran-Spin-Zeit-Unendlichkeit. Kurz: Die Bedeutung des Paralellwelt-Seins
    Blessless Mahoney, Dekanin der Eberhardt-Anbau-Scheibenschwenkpflug-Universität, Brake an der Weser & Didine van der Platenvlotbrug, Pröpstin der Elsa-Sophia-von-Kamphoevener-Fernuniversität, Katzen-Ellenbogen

  • Die AG Queer Studies präsentiert „Verqueerte Verhältnisse“ in Berlin und Hamburg

    Am Wochenende wird es zwei Gelegenheiten geben, einen Einblick in die neue Veröffentlichung der AG Queer Studies zu erhaschen. Wir stellen unseren Sammelband „Verqueerte Verhältnisse“ auf Einladung der Linken Buchtage am Samstag in Berlin (12 Uhr, Mehringhof SFE1) vor. Unterstützt werden wir dabei von Antke Engel, die den Text „Ökonoqueer“ zu unserem Band beigetragen hat.

    Am Sonntag Abend sind wir dann wieder zurück in vertrauten Gefilden und präsentieren den Sammelband dem Hamburger Publikum. Ab 19.30 werden wir im Centro Sociale (Sternstr. 2, neben dem Schlachthof/Knust) erzählen, welche Überlegungen uns zur Herausgabe des Bandes bewogen haben, und wir bzw. die Autor_innen werden Einblicke in einige der Texte geben. Selbstverständlich gibt es auch Gelegenheit, Fragen zu stellen, sowie zum Erwerb des Buches. Aber auch wer einfach nur Lust darauf hat, mit uns anzustoßen, ist herzlich willkommen! Der Eintritt ist frei.

  • Vortrag von Kristina Reiss: Kommunikation und Körper

    Die AG Queer Studies bleibt jugendlichlich – zumindest bei den Themen. Längst gilt das Thema „Körper“ als zu wichtig, es der Biologie zu überlassen. Wir haben Prof. Dr. Kristina Reiss eingeladen, die in ihrem Vortrag „Kommunikation von Körper: Körper als Schnittstelle sozialer In- und Exklusion bei Jugendlichen“ dessen Kommunikation und Formung reflektieren wird. Kristina Reis ist Juniorprofessorin für Kommunikation in pädagogischen Handlungsfeldern in Oldenburg.

    Die Ausprägung von Körpergefühl, KörperSelbstbild & Handlungspotenzialen Jugendlicher sowie gesellschaftlich geltende Schönheitsnormen sind Resultat kultur- und genderspezifischer Sozialisationserfahrungen. Ein sehr hoher Anteil von – insbesondere weiblichen – Jugendlichen ist mit dem eigenen Körper unzufrieden. Körper(de)formierende Verhaltensweisen im Sinne von BodyModification sind sowohl bei weiblichen als auch männlichen Jugendlichen als Körperpraxen zunehmend verbreitet.
    Dabei sind soziale und genderspezifische Attributionen und Stigmatisierungen im Umgang mit Körper und Körperlichkeit von zentraler Bedeutung. Die Kategorien Schönheit und Attraktivität werden im Kontext sozialer Inszenierung und Modifizierung des Körpers – (un)abhängig von Geschlechtergrenzen – zu existentiellen Maßstäben und werden für Jugendliche zu einem zentralen Kriterium sozialer In- bzw. Exklusionserfahrungen. Dabei stellen sich Fragen der Variabilität bzw. Verschmelzung von Männlichkeit und Weiblichkeit, von Mensch und Technik und weiterer Kategorien, die auf der Folie theoretischer Körperdiskurse diskutiert und hinterfragt werden. Dabei wird erörtert, inwiefern die Konstruktion des Körpers der Konstituierung von (Gender)Identitäten dient, wenn mit dem Körper als variable formbare Größe gehandelt wird. Das Phänomen des Bodyismus, dem Streben und intentionalen Agieren um Perfektionierung und Makellosigkeit des genderisierten Körpers wird dem Wunsch nach Einzigartigkeit und Individualität gegenüber gestellt.
    In pädagogischer Hinsicht zielt die Reflexion der Instrumentalisierung des Körpers auf einen bewusst positiv-reflektierten Umgang mit Körperlich- und Befindlichkeiten und damit auf eine nachhaltige Stärkung sozialer Handlungskompetenzen sowie Förderung gesellschaftlicher Partizipationschancen Jugendlicher.

    Mittwoch 08.07.2009, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

  • Vortrag von Olaf Stuve: Identitätskritische Jungenarbeit und intersektionale Perspektiven

    Wiederum weit über den sprichwörtlichen Elfenbeinturm hinausgehend, haben wir heute Abend Olaf Stuve von Dissens e.V. zu Gast. Dissens e.V. ist ein seit 1989 bestehendes Beratung- Bildungs- und Forschungsinstitut in Berlin, welches pädagogischen Einrichtungen Fortbildungen zum Thema geschlechtsdifferente Pädagogik anbietet.

    In der Debatte um Jungenarbeit hat sich in den letzten Jahren scheinbar so etwas wie ein „pragmatischer Konsens“ herausgebildet, der zum Inhalt hat, dass Jungen in ihrer Jungenrealität erkannt und gefördert werden sollten und dekonstruktivistische Reflexionen, die die Brüchigkeit von Geschlecht beleuchten, hilfreiche Korrekturen darstellen. Damit ist einer Identitätskritik nicht Genüge getan, denn in der Praxis werden allzu gerne individuelle Förderungen mit Re-Maskulinisierungs-stragtegien (Edgar Forster) verwechselt. Ich möchte in dem Vortrag die Identitätskritik in der geschlechterreflektierten Jungenarbeit zum einen erneut stärken und zweitens mit einer intersektionalen Perspektive anreichern.

    Mittwoch 01.07.2009, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

  • Vortrag von Meike Günther: Der Feind hat viele Geschlechter

    „Der Feind hat viele Geschlechter: Körperbilder im Antisemitismus des Nationalsozialismus und Bildungsarbeit“ lautet der Titel des Vortrages am kommenden Mittwoch. Die Referentin Meike Günther (Berlin) ist Diplom Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin.

    Im Antisemitismus des Nationalsozialismus spielen Körperbilder eine wichtige Rolle. In ihnen amalgamisieren sich Rassen- und Klassenkonzeptionen mit heteronormativen Geschlechterkonzeptionen. Keine der Kategorien, die wichtig ist in diesem Gemisch, geht unverändert aus diesem wieder hervor – es entstehen veränderte Normalisierungsdiskurse und Diskriminierungspraxen.

    Beispielhaft wird dies dargelegt anhand des vergeschlechtlichten Antisemitismus und überlegt, welche Konsequenzen für die Bildungsarbeit zu dem Thema sich ergeben könnten.

    Mittwoch 24.06.2009, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079