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  • Programmvorschau Sommersemester 2010

    Pünktlich zum Abschluss des Wintersemesters stellen wir euch unser Vortragsprogramm für den Sommer vor. Im diesem Jahr feiert die Vortragsreihe übrigens ihr 20. Jubiläum, weshalb das AG Queer Studies Festkommitee sich zurzeit mit Partyüberlegungen beschäftigt. Mehr dazu dann bald an dieser Stelle.

  • Script von Gini Müller

    Da die Aufnahme bedauerlicherweise mißlang, freuen wir uns umso mehr, daß uns Gini Müller von ihrem äußerst spannenden Vortrag „Possen des Performativen“ ein Script mit Illustrierenden Bildern zur Verfügung stellte. Diesen und andere lesenswerte Texte findet Ihr unter Texte. Wir danken herzlichst der Referentin und weisen empfehlend auf ihre gleichnamige Monographie hin.

  • Achtung: RAUMÄNDERUNG!

    Da sich bereits jetzt ein gewaltiger Andrang ankündigt, wird der Vortrag am Mittwoch (03.02.: „Neuronen, Mesonen, Matronen“) in den Hörsaal „Von-Melle-Park-9 (Philturm) A“ verlegt. Dies ist ein anderes Gebäude, aber als 14 stöckiges Hochhaus vom sonst genutzten aus nicht zu übersehen.

    Wir bitten, etwaige Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, diese Information zu verbreiten und jede Person, zwecks räumlicher wie inhaltlicher Füllung (vervielfältigung von Identitäten), zahlreich zu erscheinen.

  • Vortragseinladung: 03.02.2010 – „Neuronen, Mesonen und Matronen“

    Blessless Mahoney (Dekanin der Eberhardt-Anbau-Scheibenschwenkpflug-Universität, Brake an der Weser), Didine van der Platenvlotbrug (Pröpstin der Elsa-Sophia-von-Kamphoevener-Fernuniversität, Katzen-Ellenbogen)

    „Neuronen, Mesonen und Matronen :
    Die Götter im Nacken des Unbewussten. Überschminkungen der Lebenswahrnehmungen: Willensfreiheit als Verwischung in der Bran-Spin-Zeit-Unendlichkeit. Kurz: Die Bedeutung des Paralellwelt-Seins“

    Mittwoch, 03. Februar 2010, 19ct, Von Melle Park 9 („Philturm“) A

    Zum Semesterabschluß dieses doch recht praxisnahen Semesters widmen sich zwei Expertinnen einem hochabstrakten Modethema. Wir bemühen uns für die intellektuelle Auseinandersetzung mit soviel Theorie um eine akademisch-trockene Atmosspähre der Humorlosigkeit.

    Die, auch musikalisch zu verstehende, Leitmotivik der Vorlesungen der Wissenschaftlerinnen hat in den letzten Jahren seit 1995 sich an den Deutungen der möglichen Wahrnehmungsmembranen versucht. Zum ersten Male machen nun Mahoney/van der Platenvlotbrug den transgenialen Schritt die Deutungshoheit hinter den eigenen intellektuellen Urknall und die Multi-Bran-Darlegungen der letzten Jahre bis an die Billionste Sekunde hinter den Urknall zu verschieben.

    Die ringförmige Parabel, die die beiden Philosophinnen aufspannen umfasst somit das Kleinste und das Größte: Mesonen, Matronen und Neuronen. Dass die Konstruktion der Wirklichkeit nunmehr im Gewitter der isotopischen Verfallsraten untergehen muss, bleibt klar. Doch was kommt danach? Begleiten Sie die WissenschaftlerInnen bei der Suche.

    Für die marginalisierte Gruppe der jetzt verwirrten Personen, welche unsere Starreferentinnen nicht kennen: Über die „kräuterteeabhängige Vollbluttransformistin“ Didine van der Platenvlotbrug und die „TuntenimitatorIn“ Blessless Mahoney, u.a. bekannt als „zwei Stimmen im Fummel“ folgender Link

    Als wäre dies nicht vergnügliches Highlight genug, erwartet Euch ein kurzer Ausblick auf das Programm des kommenden Semesters.

  • Vortragseinladung: 27.01.2010 – Film & Diskussion „Die Heide ruft“

    Mirjam Mirwald, Dipl. Reha-päd. & Danilo Vetter
    „Die Heide ruft: Sexualbegleitung für Menschen mit
    Beeinträchtigung“ : Film und anschließende Diskussion
    Mittwoch, 27. Januar 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079
    Sowohl Film, als auch Dikussion werden bei Bedarf in Deutsche Gebärdensprache übersetzt

    Der Film verspricht nicht nur – wie immer – sehr interessant zu werden, es kann mit intensiven Debatten gerechnet werden, auch da die beiden Filmschaffenden als Gäste anwesend sind. Die ganze Veranstaltung wird von DGS-Dolmetscher*Innen begleitet. Wir hoffen mit dieser frühen Ankündigung die Teilnahme allen möglich machen können.

    Zum Vortrag

    Im Fokus des Dokumentarfilmes steht die Auseinandersetzung mit den tabuisierten Themen Sexualbegleitung und Sexualität von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Sexualbegleitung wird als eine Möglichkeit vorgestellt, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Innerhalb des Filmes versuchen wir, mehrere Sichtweisen über Sexualbegleitung aufzugreifen.

    Der Film ist in sieben thematische Schwerpunkte unterteilt. Wir setzen uns in diesen Schwerpunkten mit Behinderung als soziale und kulturelle Konstruktion auseinander und geben einen ersten Überblick darüber, was unter Sexualbegleitung verstanden werden kann. Wir stellen Probleme mit Sexualbegleitung dar und gehen der Frage nach dem Verhältnis von Sexualbegleitung und Prostitution nach. Außerdem fragen wir nach den Geschlechterverhältnissen und geben der kritischen Perspektive auf Sexualbegleitung als Sonderweg Raum. Als letzten Schwerpunkt thematisieren wir Inklusion und Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten.

    Als Rahmenhandlung dieser inhaltlichen Schwerpunkte begleiten wir die drei Protagonisten während eines Wochenendes. Den Zuschauer_innen stellen sich drei Menschen mit Lernschwierigkeiten an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz in ihrer Werkstatt in Eschwege vor. Die drei möchten an einem Erotik-Workshop-Wochenende in Trebel teilnehmen, wo auch Sexualbegleiter_innen anwesend sein werden. Sie wohnen in Eschwege in einem Wohnheim und begeben sich zu dritt auf den Weg nach Trebel. Die Kamera begleitet die drei auf ihrer fünfstündigen Zugfahrt zum Institut für Selbst-Bestimmung Behinderter (ISBBnach Trebel. Dort finden regelmäßig Seminare und Workshops zum Thema Sexualität und Beeinträchtigung statt.

    Eröffnet wird das Erotik-Workshop-Wochenende mit einer „erotischen Tafel“, einem sinnlichen Abendessen. Im Laufe des Films lernen die Zuschauenden die drei Hauptdarsteller genauer kennen, begleiten sie u.a. bei Mahlzeiten, beim Programm des Worksshop-Wochenendes wie z. B. Tantra-Übungen, bei Spaziergängen oder in Interviewsituationen.

  • Vortragseinladung 20.01.2010: Visual aspects of queer festivals in ex Yugoslavia

    Sanja Kajnic, M.A.
    Visual aspects of queer festivals in ex Yugoslavia
    Mittwoch, 20. Januar 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Angesichts der ausführlichen folgenden Ankündigung sei lediglich vorweggeschickt, daß Sanja Kajnic PhD Student des Gender Department der Central European University in Budapest ist, der Vortrag in englischer Sprache gehalten wird und am Montag 14:00 auf Radio FSK der Vortrag vom 25.9.2009: Svenja Schröder zur feministischen Netzkultur gesendet wird.

    Zum Vortrag am Mittwoch:

    The lecture will present my phd research-in-progress that explores the debates Throughout the region of ex-Yugoslavia, the LGBT rights movement has been gaining advances and becoming articulated largely due to the activities of LGBT activists. The activists have not been the only ones who influenced both the public and the queer communities‘ perception of politics and practices of identity and citizenship. A significant and under-researched part has been play- ed by artists. What brings together these different actors and their strategies can be located in the field of visibility in the public sphere around LGBT persons that presents a novelty in ex Yugoslav countries. On the one hand, the LGBT organizations periodically launch visibility campaigns that ask for human rights of LGBT persons relying on chosen affirmative representations. On the other, the wave of queer festivals that has swept the region (all started within the last 6 years, except one much older Gay and lesbian festival) engage the field of visual culture in a quite different, polyphonic ways that however have their effects on the changes in the imaginary. While the activist network of LGBT organizations has a long standing in ex Yugoslavia and connections to other social movements (feminist and anti-war), the novelty of the recent period is the cooperation among the cultural festivals that thematize queer in 5 out of 7 ex Yugoslav countries. The festival organizers adjust the festival dates, cooperate, even organize meetings, and are self-consciously engaged in intensive circulation of visual images that work towards establishing the contours of what has been called post-socialist queer (Dobrovic, 2004).

    The lecture will present my phd research-in-progress that explores the debates born out of the intersection of the feminist film/visual arts criticism and queer theory in connection with the art work generated around those festivals, and with the visual representations of the LGBT movement. The question asked is:
    how do they engage the visual power of art to influence changes in the public imaginary. The aim is to explore the process of articulation of post-socialist queer aesthetics and its potential links with empowerment and politics. Through the analysis of the perceptions of the various actors in these events, I wish to explore different strategies of queer visibility/visuality, and their respective functions in or against the politics of normalisation . The research questions will investigate the relationship between politics and art practices using the case studies of the dynamics between queer visual arts practices and social movements in the context of different strategies used by the queer festivals and LGBT movement in ex-Yugoslavia. The research on the visual aspects of the queer festivals in ex-Yugoslavia will explore the intentions and effects of queer visual and performative art on local audiences and on public opinion to be able to see how art influences public discourses and under which conditions art reaches particular publics. One important aspect of the research will consist of exploring what queer art means in this particular context, its similarities and differences to other forms of political art. While I will attend to the naming and representation practices of artists and festival organizers (what queer art is, according to them), and engage in the interpretation of the art/visual material itself, the research will remain open to following how the audiences estimate or talk about the art and visual material they observe

  • Vortragseinladung: (selbst)Stilisierungen inhaftierter ‚Terrorist*Innen‘ am 13.1.2010

    Dr. des Dominique Grisard
    (Selbst-)Stilisierungen inhaftierter ‚TerroristInnen‘ :
    Terrorismus als Widerstand? Männliche Weiblichkeit. Der hungerstreikende Geschlechtskörper
    13. Januar 2009, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Am Mittwoch freuen wir uns auf den geschichtswissenschaftlichen Vortrag von Dominique Grisard, sie arbeitet z.Zt. als wissenschaftliche Assistentin für Gender Studies in Basel.

    In diesem Vortrag wird die mediale Repräsentation von hungerstreikenden Mitgliedern der RAF und der Bewegung 2. Juni, die sich in den 1970er-Jahren in der Schweiz und der Bundesrepublik in Haft befanden, als Widerstandsstrategie gelesen. Anhand der damaligen öffentlichen Debatte über den Hungerstreik soll dargelegt werden, wie die hungerstreikenden Inhaftierten dem Staat die Souveränität über ihre Körper entzogen, indem sie auf das imperative Interesse am eigenen (Über )Leben verzichteten. Anders ausgedrückt: Sie beraubten den Staat seiner Macht, über Leben und Tod zu bestimmen. Ich argumentiere nun, dass die staatliche und öffentliche Reaktion auf die Bilder hungerstreikender InsassInnen zumindest teilweise mit deren kompromisslosen Absage an das Leben zu tun hat, dem Verstoss der ‚TerroristInnen gegen den hegemonialen Geschlechterdiskurs, der Leben nehmen und Gewalt als maskulin, Leben schenken und Frieden als weiblich kodiert.

  • Vortrag zur Sexualität am Ende der Kindheit

    Prof. Dr. Anja Tervooren, Universität Hamburg
    Sexualität am Ende der Kindheit.
    Aufführungen unterschiedlicher Begehrensformen
    Mittwoch, 06. Januar 2010, 19ct, Von Melle Park 5 (”Wiwi Bunker”) 0079

    Herzlich einladen möchten wir Sie und Euch zum ersten Vortrag des Jahres 2010. Prof. Anja Tervooren stellt Ergebnisse ihrer queer-theoretisch informierten Kindheitsforschung vor. Wir sind gespannt auf ihren Vortrag und freuen uns auf den hoffentlich anschließenden Kneipenbesuch, dem hoffentlich auch in diesem Jahr(zehnt) jeweils noch viele folgen werden.

    In dem Vortrag stehen Sexualität und Begehren von Kindern am Übergang zur Jugend im Mittelpunkt und werden anhand von Beispielen aus einer ethnographischen Studie vorgestellt. Da Kinder zwischen zehn und dreizehn Jahren die Trennung der Geschlechter mehr und mehr betonen, gleichzeitig aber auch die gleichgeschlechtlichen Peers – auch durch einen beginnende Ablösung vom Elternhaus – zu den wichtigsten Bezugspersonen werden, ergeben sich in diesem Spannungsfeld unterschiedliche Begehrensformen und -konstellationen. An der Schnittstelle von Kindheitsforschung, Geschlechterforschung und Queer Theory werden theoretische und empirische Ergebnisse zur Sexualität am Ende der Kindheit vorgestellt und eine Lesart von Begehren erarbeitet, die dieses nicht mit eindeutigen Geschlechtsidentitäten verknüpft.

  • Radiosendungen im Januar 2010

    Auch immer neuen Jahr senden wir selbstverständlich jeden ersten und dritten Montag im Monat für Euch auf FSK, dem Freien Sender Kombinat in Hamburg.

    Den Einstieg ins Jahr 2010 geben wir am 4.Jan 2010 um 14:00h mit dem Vortrag „Queer Future desires the Crip. Questioning the debate on the ‚right to dieʼ from the perspective of queer and disability theories“ gehalten von Katerina Kolarova am 28.Okt. letzten Jahres.  Ihr Vorhaben ist es „to highlight the entanglement of normative regulations of sexuality with the “compulsory ablebodiedness” (McRuer). I will discuss two examples of representation constructed around the explicit wish of a severely disabled men (the gendered nature of these representations will be also discussed) to ʻrather dieʼ after they have become severely disabled. “ Die breite Debatte um ‚Sterbehilfe und das Recht auf einen selbstbestimmten Tod‘ wird von Katerina Kolarove kritisch gegengelesen.

    Am 18. Jan 2010 um 14:00h folgt die zweite Sendung mit dem Vortrag von Svenja Schröder, „Feministische Netzkultur – Spielwiese oder Kriegsgebiet? Eine interdisziplinäre Betrachtung einer Netzlandschaft“
    „Eine Aufbruchsstimmung in der deutschen Blogosphäre führt seit einiger Zeit zu einer zunehmenden Vernetzung von feministische_n Einzelblogger_innen* und Gemeinschaftsblogs, um der heteronormativ geprägten Blogosphäre eine (queer-)feministische Sichtweise entgegenzuhalten. Dass Frauen* aufgrund aktueller Forschung eher zum Onlinetagebuch in Blogform als zum Themenbloggen neigen, wollen diese Blogs so nicht stehenlassen. Feminismus und queere Lebensweise sind in diesen Blogs sowohl Thema als auch Grundeinstellung. Wie kommt der Wunsch nach Vernetzung zustande? Was sind gemeinsame oder verschiedene Visionen und Probleme? Wie sieht dieser Teil der Blogosphäre aus und durch welche Netzebenen wird er ergänzt (Twitter, Facebook, etc.)? Der Vortrag wird die queer-feministische Blogosphäre in Deutschland kurz umreißen und dann versuchen, auf verschiedene Aspekte der aktuellen Entwicklungen aus einer interdisziplinären Sichtweise heraus einzugehen.“

  • Iris Wigger: Die „Schwarze Schmach am Rhein“

    Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen

    Als letzten Podcast in diesem Jahr(zehnt) präsentieren wir euch den Vortrag „Die Schwarze Schmach am Rhein. Rassische Diskriminierung zwischen Geschlecht, Klasse, Nation und Rasse“ von Dr. Iris Wigger vom 29. Oktober 2008. Iris Wigger ist Lecturer in Sociology im Department of Social Sciences an der Loughborough University in England. Ihre Monographie „Die Schwarze Schmach am Rhein. Rassische Diskriminierung zwischen Geschlecht, Klasse, Nation und Rasse“ ist 2007 im Verlag Westfälisches Dampfboot erschienen.

    [podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/wigger_2008.mp3[/podcast]
    Download (mp3, 35MB)

    Iris Wigger über ihren Vortrag:

    In den 1920er Jahren bot der Einsatz französischer Kolonialtruppen im Rahmen der Alliierten Rheinlandbesetzung den Anlass für eine unter dem Titel „Die Schwarze Schmach“ von Deutschland ausgehende, internationale Kampagne gegen ihre Stationierung. Mein Vortrag diskutiert die rassistische Logik dieser Kampagne. Er verdeutlicht wie Geschlecht, Rasse, Nation und Klasse als Kategorien sozialer Integration und Ausgrenzung in der gesellschaftlichen 3 Konstruktion ‚Schwarze Schmach‘ ineinander greifen und als sich wechselseitig ergänzende Diskriminierungszusammenhänge ein rassistisches Konglomerat bilden. Muster kategorialer Einschließung und Ausschließung werden dabei nicht summativ aneinander gereiht. Geschlecht, Rasse, Nation und Klasse zeigen sich als flexible, einander überlagernde, sich teilweise substituierende Kategorien, wo die ‚Schwarze Schande‘ als französischer Angriff auf die deutsche Frau, das deutsche Volk und die weiße Rasse gewertet und mit ihr der Zusammenhalt aller Deutschen und Weißen beschworen wird. Die symbolische Reichweite von Körpern deutscher Frauen erwies sich dabei als ungemein flexibel. Allegorisch aufgeladen, dienten sie Protagonisten der Kampagne als Metapher für eine vermeintlich durch den Versailler Vertrag und die Besatzungsmächte ‚gepeinigte und erniedrigte deutsche Nation‘ und eine durch Schändung bedrohte ‚weiße Rasse‘. Deutsche Frauen, die sich nicht in die ihnen von den Konstrukteuren ‚Schwarzer Schmach‘ zugewiesene Opferrolle fügen wollten, wurden als Schandmal und Verräterinnen beider imaginierter Kollektive – Nation und Rasse – attackiert und sozial ausgegrenzt. Die Kampagne läßt sich als historisch und rassismusanalytisch interessantes Beispiel für die flexible diskursive Verknüpfung und ideologische Überlagerung verschiedener Kategorien sozialer Eingrenzung und Ausgrenzung in der Entwicklung des modernen Rassismus interpretieren.

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