Kategorie: Termine

  • Vortragseinladung: 02.06.: Mensch-Tier Forschung

    Melanie Bujok (Dipl. Sozialwissenschaftlerin)
    Tiermaschinerie, Monsterkabinett, freie Wildbahn und Streichelzoo.
    Reflexionen der kritischen Mensch-Tier-Forschung zur Ökonomie, sozialen
    Kontrolle und zu gesellschaftlichen Ordnungen des Körpers.
    Mittwoch, 02. Juni 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Am Mittwoch präsentieren wir – zur üblichen Zeit am üblichen Ort – Melanie Bujok, Lehrbeauftragte an der Universität Bielefeld und Projektleiterin in der Jugendsozialarbeit. Sie setzt sich in Theorie wie Praxis krtitisch mit Mensch-Tier Verhältnissen auseinander und forschte auch zu körpersoziologischen Fragestellungen. Bislang wurde in vielen Intersektionalitätsansätzen das Gegensatzpaar „Mensch:Tier“ mit allen weitreichenden Auswirkungen kaum beachtet, somit ist Horizonterweiterung geradezu garantiert.

    Die Referentin zu ihrem Vortrag

    Das Tier“ ist seit jeher Projektionsfläche und Spiegel einer mit Werthierarchien und Machtkonstellationen verbundenen Ordnungspolitik der jeweiligen Zeit. Am Körper von Tieren werden soziale, politische, ethische und vor allem ökonomische Normen weitestgehend ungehindert inszeniert, in Gestalt gebracht und darum besonders deutlich sichtbar. So wird durch die totale Kontrolle der Gesellschaft über einen Großteil tierlicher Individuen und durch die ihnen verunmöglichte Verfügbarkeit über ihren eigenen Körper – v.a. in den Tierindustrien – dieser auf ein manipulierbares und verwaltbares Material gesellschaftlicher Interessen und Techniken reduziert. Der Vortrag versucht anhand bestehender sozialer Tierkategorien und mit diesen verbundenen Behandlungspraxen durch die Gesellschaft aufzuzeigen, inwieweit sie nicht nur Ausdruck des gegenwärtigen Mensch-Tier-Verhältnisses sind, sondern darüber hinaus zum Teil generell aktuelle gesellschaftliche Verhandlungen des Körpers und Zugriffe auf diesen reflektieren.

  • Vortragseinladung: 31.05.: Sexualität & Behinderung

    Matthias Vernaldi
    Sexualität und Behinderung : Der Umgang behinderter Menschen mit
    Körperbildern und Geschlechterrollen im erotischen Kontext
    Mittwoch, 31. Mai 2010, 16ct, Edmund-Siemers-Allee 1, Ost (rechter
    Flügelbau) Raum 221

    In Kooperation mit unserer Partnerinitiative Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) empfehlen wir Euch am Montag, (31.05.2010) um 16 Uhr im Flügelbau Ost des Uni-Hauptgebäudes Raum 221 die Vorlesung des Theologen Matthias Vernaldi, welcher sich für das berliner Netzwerk „Sexabilities“, sowie als Redakteur für die Zeitschrift „Mondkalb“ engagiert. Er referiert zum Thema „Sexualität und Behinderung : Der Umgang behinderter Menschen mit Körperbildern undGeschlechterrollen im erotischen Kontext“

    Der Referent zu seinem Vortrag:

    Der Vortrag beginnt mit einer kurzen Vorstellung meiner Person anhand von biographischen Punkten, die von Körperbildern bestimmt wurden. Nach einer Darstellung der Arbeit der Initiative Sexybilities widme ich mich Körperkonzepten und Geschlechterrollen in der Gesellschaft und gebe anonymisierten Beispiele aus der Beratungsarbeit von Sexibilities. Vor diesem Hintergrund möchte ich fragen: Erfordert Teilhabe/Inklusion ein gemeingültiges Menschenbild/Körperkonzept, das sich von denen unterscheidet, die wir vorfinden? Wie könnte es aussehen und wie ließe es sich etablieren?

  • Vortragseinladung: 19.05.2010 – wie Erwerbslose neoliberal regiert werden

    Chistian Schultz (Dipl. Psych., Soz.Päd.)
    Erziehung zur Eigenverantwortung – wie Erwerbslose neoliberal regiert werden
    Mittwoch, 19. Mai 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Nachdem bereits mit Jürgen Martschukat am Beispiel der 30er angeregt über die Effekte von Arbeitslosigkeit disktutiert wurde, trägt Mittwoch ein ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet für die Gegenwart vor: Christian Schultz leitet die Solidarisch-Psycho-Soziale-Hilfe (SPSH), eine Beratungsstelle für Erwerbslose. Daneben unterstützte er lange Jahre das studentische Seminar „Menschenbilder in der Psychologie“ als Lehrbeauftragter.

    Gleichwohl der Kritischen Psychologie (Berlin School of Critical Psychology) nahe, nutzt er auch poststrukturalistisches Theorieangebot, wir können uns also auf einen theoretisch fundierten Vortrag eines Praxiserfahrenen freuen.

    Texte von der SPSH: spsh.de
    Texte zur Kritischen Psychologie: kripsy.de

    Der Referent zu seinem Vortrag:

    Wenn im Vortragstitel von ‚Regieren’ gesprochen wird, ist damit mehr und anderes gemeint als aktuelle tagespolitische Auseinandersetzungen. Der Vortrag orientiert sich vielmehr am Foucault’schen Begriff der Regierung und seinen Gouvernementalitätsanalysen. Er konstatiert einen tiefgreifenden Wandel in der Art und Weise, wie Erwerbslose regiert werden, der in den Hartz-Gesetzen seinen pointierten Ausdruck findet. Der Kern dieses Wandels, so die These, ist der Versuch, auf die Subjektivität der Erwerbslosen zuzugreifen und diese neu zu formieren im Sinne des neoliberalen Leitbilds – dem Unternehmer seiner selbst. Es geht also um ein Erziehungsprogramm, in dem die Freiheit des Einzelnen beschworen wird, aber mit Zwangsmitteln gegen ihn durchgesetzt werden muss. Ein paradoxer Versuch, der schwere Kollateralschäden u.a. am Sozialstaat und seinen Prinzipien billigend in Kauf nimmt.

  • Vortragseinladung: 12.05.2010 – Biologisches Geschlecht ist gemacht

    Dr. Heinz-Jürgen Voß
    Biologisches Geschlecht ist gemacht – und das in vielfältigen Ausformungen
    Mittwoch, 12. Mai 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    In unserem highlighreichen Semester freuen wir uns auf ein weiteres: Heinz-Jürgen Voß, Diplombiologe und Dr.Phil. lehrt zu Geschlecht und Biologie an diversen Universitäten und könnte auf dem Gebiet – auch biologisch – fundierter Geschlechterdekonstruktion als namenhaft angekündigt werden. Mehr von ihm und über ihn findet Ihr auf seiner Homepage und dem Blog „Das Ende des Sex“

    Biologisches Geschlecht ist gesellschaftlich hergestellt. Menschen werden in Gesellschaft hineingeboren und lernen in ihr; ihr Denk- und Sagbares ist damit durch Gesellschaft (u.a. Sprache) beschränkt. Das gilt auch für die Rede über „biologisches Geschlecht“. Die Annahme ist zu verwerfen, dass „biologisches Geschlecht“ außerhalb von Gesellschaft betrachtbar wäre. Auch bzgl. „biologischen Geschlechts“ geht es um Theorien – und diese wandeln sich, u.a. nach gesellschaftlichen Erfordernissen. Das wird in diesem Input deutlich und soll zur Diskussion anregen: Unterschiedliche Theorien über „biologisches Geschlecht“ werden vorgestellt (historisch und aktuell). Deutlich wird, dass nicht nur Argumente der Differenz, sondern auch der Gleichheit zweier Geschlechter in diesen prominent vertreten waren und sind. Sichtbar wird auch, dass Auseinandersetzungen stattfanden und stattfinden, dass also zu keiner Zeit nur eine Sichtweise verbreitet war, sondern Vertreter (später auch Vertreterinnen) verschiedener biologisch-medizinischer Geschlechtertheorien miteinander diskutierten.

    Herausgestellt wird für aktuelle biologisch-medizinische Geschlechtertheorien, dass diese zunehmend zu dem Ergebnis gelangen, dass sich als geschlechtlich betrachtete Merkmale individuell (und im Vergleich verschiedener Menschen: vielgestaltig) ausprägen. So werden mittlerweile biologisch viele Geschlechter denkbar, statt nur zwei oder drei.

  • Vortragseinladung: 14.04.2010 – Jürgen Martschkat

    Prof. Dr. Jürgen Martschukat
    „A man is not a man without work“: Von Wirtschaftskrisen und
    arbeitslosen Familienvätern in den USA der 1930er Jahre
    Mittwoch, 28. April 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    In diesem highlightreichen Semester haben wir das Vergnügen, ein ganz besonderes ankündigen zu können: Jürgen Martschukat, Lehrstuhlinhaber für Nordamerikanische Geschichte an der Uni Erfurt gibt uns einblicke in seine Arbeit, die kritische Männlichkeitengeschichte.

    Der Referent zu seinem Vortrag:

    Allerorten ist derzeit von „Krisen“ die Rede. Der Vortrag wird den Krisenbegriff in Bezug auf Geschlechter- und Sozialordnungen überprüfen und vor allem den Effekten und Implikationen seiner Verwendung nachspüren. Dabei wird sich der Blick vor allem auf die Geschichte der USA in den 1930er Jahren richten, wo die „Krise“ schon in der Epochenbezeichnung als „Great Depression“ mitschwingt und eine Gesamterfahrung signalisiert. Ein genauer Blick auf einzelne zeitgenössische Analysen und einzelne Akteur/inn/e/n wird allerdings zeigen, wie normativ die Rede von der Krise war, wie sie zur Rezentrierung der bestehenden soziokulturellen Ordnung aufforderte und damit ignorierte, dass die Krise des einen durchaus auch als Chance der anderen wahrgenommen werden konnte.

  • Konferenz: Cripping Neoliberalism: Interdisciplinary Perspectives on Governing and Imagining Dis/Ability and Bodily Difference

    Cripping Neoliberalism: Interdisciplinary Perspectives on Governing and Imagining Dis/Ability and Bodily Difference

    International interdisciplinary conference organized by Departments of Gender Studies and Anthropology, Faculty of Humanities, Charles University in Prague

    Dates: October 8-9, 2010
    Proposal Deadline: June 20, 2010
    Host: Faculty of Humanities, Charles University in Prague, Czech Republic

    The neoliberal reconfigurations (or dissolution) of ‘the social’ and the tendency to define the individual responsibility as the response to social issues have increasingly been challenged; predominantly, scholars have pointed out the overburdening impacts on the ‘private’ and supportive networks be it community, family or otherwise. Likewise, novel subjectivities emerging in response to the interpellation to manage one’s life and its risks responsibly (such as ‘the entrepreneurial self’, ‘the private self’ etc.) have been a subjected to critical discussion.

    However, with few exceptions, the effects of neoliberalism have not been explored in their specific interactions with disability, nor have been their particular (dis/abling) effects on the lives of people with various forms of disabilities. Similarly unexplored remain historical contingencies of neoliberal forms of governance in relation to dis/ability and physical/psychical/mental/sensory difference.

    Hence, this conference aspires to:

      – Map out the ways in which neoliberal governance affects people with disabilities;
      – Explore how and in what ways disability is operationalised and in what ways compulsory ablebodiedness intersects with the (novel) forms of bio-power and bio-capitalisation of human life, or for redefinition of the ‘human’ as such;
      Complicate the historical lineage of these neoliberal forms of power by both outlining rationalities and categories of differentiation that can be linked to the present neoliberal rationality, while at the same time looking for archaeology of other forms of imagination, categorisations and differentiations.
      – Lastly, we hope to engage in instigating discussion delineating the possible alliances between feminist, crip, queer, ethnic/racial as well as class critiques (as well as their possible conflicts) of neoliberalism and neoliberal governance. To this effect, we are planning to organise a roundtable discussion.

    We expressly wish to create a forum for an interdisciplinary exchange and invite papers from various fields of humanities and social sciences (cultural, literary and visual studies, history and history of arts, sociology, anthropology and other). Likewise, the intersectional perspective and papers exploring the neoliberal governance of disability in relation to gender, sexuality, ethnicity, race, and class are particularly called for.

    We propose to centre the conference dialogues on the following themes and questions:

    a) Neoliberal governance of the ‘disabled subject’

    First, exploring the entanglements of the neoliberal governmentality with compulsory ablebodiedness, we call for papers discussing the specific effects these power relations have on people with disabilities. We hope for papers that would – for instance – explore the ways, in which neoliberal politics of privatisation affect people with disabilities; explore the forms of responsibilities which are being carved out in relation to one’s health and capability/ability, their somatic effects. Likewise, we invite critical reflections on the rationalities shaping the self/ ‘the disabled subject’; or papers outlining the challenges that the neoliberal discourse of diversity, individualised freedom of choice etc. presents for disability, crip as well as feminist, queer, multicultural/multiethnic politics and their agendas.

    b) Neoliberal invocations of ‘disability’

    Second, we encourage papers exploring the novel forms of biopolitics and their interactions with dis/ability. Possible issues to be addressed include: relations of biopolitics and bioeconomics; forms and rationalities of economies of vitality; new shapes of ‘valuable life’ and (economic) rationalities defining ‘quality of life’; novel rationalities of eugenics; neoliberal redefinition of care, intimacy, sexual ethics and interdependence. How does the neoliberal biopolitics shape the futural perspectives of ‘the human’ and of the (bodily) difference, or how does it shape the notions of the future as such?

    c) Historical perspectives on knowledge and representation of bodily difference and extraordinary bodies
    Third, we open the call for historical perspective that would indicate genealogical lineage with the neoliberal forms of rationality, disciplination and/or identification as well as complicate this master narrative. In respect to both perspectives, we invite papers presenting and discussing various forms of early modern monster theories, teratology, commercialisation of freak shows, commodification of (bodily) difference, classification and/or typology of physical/psychical/mental/sensory difference, the ‘birth of the disabled subject’, rationalities of eugenic theories. Again, we are also interested in papers considering futural developments/imaginations of extraordinary bodies.

    d) Alliances in cripping Neoliberalism: Roundtable discussion with keynote speakers
    discussing possible alliances (and/or conflicts) between various critical positions

    Important information:
    Application Requirements:
    We invite abstracts for 20-minute papers related to one of the topics outlined in the CFP. Abstracts should be in English and should not exceed 300 words. Please include a brief biographical note of no more than 250 words outlining your current research interests, most recent publications, academic affiliation.
    Deadline for abstract submission: June 30, 2010
    Notification: A committee will review applicants and notify candidates selected for participation by mid July 2010.

    Contact: kater_kolar@gmx.de
    Organisation: Kateřina Kolářová, Lucie Storchová, and student support

    There is no fee charge and we take care of your accommodation and catering during the conference! However, please note that travel funds can only be granted in exceptional cases and we ask participants to apply in time for travel funding at their home institutions.

    The conference language is English. Please indicate your accessibility needs as well as any other possible requirements (childcare, dietary needs), we will do our best to meet them or get back to you to figure out what we can do. We kindly ask participants to let us know about applicable requirements or other special needs by June 20, 2010.

  • Erstes GenderCamp im Mai in Hüll bei Hamburg

    IM IN UR INTERNETZ, DECONZTRUCTIN UR GENDER!

    Das GenderCamp ist ein 3-tägiges Workshop-Event vom 7. bis 9. Mai 2010 im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll (bei Hamburg). À la BarCamp/Open Space/Unkonferenz geht es beim GenderCamp um Themen aus den Bereichen, Schnittmengen und Zwischenräumen von Gender/Queer/Feminismus und Internet/Netzkultur. Was uns umtreibt ist die die Frage nach queer-feministischer Handlungsfähigkeit und Praktiken im Internet.

    Wie?
    Das GenderCamp ist ein offenes Event für Diskussionen, Workshops, Vorträge und andere Präsentations-, Lern- oder Arbeitsformen, die durch die Teilnehmenden aktiv gestaltet werden. Jeder_r kann aktive Teilnehmer_in und nicht bloß Zuhörer_in sein. Das Programm wird vor Ort von den Teilnehmer_innen gemacht. Möglich ist, worauf ihr Lust habt: Vorträge, lockere Diskussionsrunden oder Workshops, bei dem etwas gebastelt, gelötet oder programmiert wird, können vorab auf gendercamp.mixxt.de oder aber vor Ort vorgestellt werden. Das endgültige Tagesprogramm entsteht erst ad hoc auf dem Camp. Neben einer nicht hierarchischen Arbeitsweise ist uns Vernetzung besonders wichtig. Auf dem GenderCamp können sich Menschen austauschen, die im Netz zusammenarbeiten und Ideen für neue Projekte entwickeln.

    Wer?
    Zielgruppe des GenderCamps sind alle, die sich für die Schnittstellen von Queer-/Feminismus und Netzkultur interessieren, sich informieren, austauschen und vernetzen wollen: Leute, die sich in beiden Welten tummeln. Queer-feministische Szenegänger_innen, die in Netzkultur reinschnuppern wollen. Netzbewohner_innen, die sich mal intensiver mit Queer, Feminismus und Gender beschäftigen wollen. das GenderCamp will vernetzen, Projekte anstoßen und Leuten, die sich aus queeren/feministischen Onlinecommunities, Foren, Mailinglisten und Blogosphären kennen die Gelegenheit geben, sich im real life zu treffen.

    Und alle so: Gender?
    Eine feministische Perspektive auf Gesellschaft ist unseres Erachtens nach immer noch unerlässlich, um strukturelle Benachteiligungen von Frauen und weiblichen Personen, sowie sexistische Strukturen sichtbar, kritisierbar und veränderbar zu machen. Allerdings bekommen feministische Perspektiven alleine Macht- und Herrschaftsverhältnisse in Bezug auf das Erzwingen zweier Geschlechter, die hierarchisch zueinander angeordnet sind und sich im sexuellen Begehren aufeinander beziehen sollen, nicht in den Fokus. Wir beziehen und deshalb auf den Begriff „queer“, der ein kritisches selbstreflektierendes Auseinandersetzen mit heteronormativen Strukturen und deren Verwoben-Sein mit anderen Formen der Diskriminierung fordert. Deswegen stellen wir das GenderCamp unter einen queer-feministischen Fokus und Anspruch. Es ist offen für alle (all genders welcome), die sich auf einen kritischen Umgang mit -Ismen aller Art einlassen wollen.

    Wo?
    Das GenderCamp findet im ABC Bildungs- und Tagungszentrum in Hüll statt. Anders als bei den anderen BarCamps sind die Übernachtungsmöglichlichkeiten direkt auf dem Gelände des Veranstaltungsort. Die Kapazitäten für Übernachtungsplätze und Verpflegung sind begrenzt, daher ist eine frühzeitige Anmeldung unbedingt notwendig. Der Teilnahmebeitrag liegt bei 45 € (35 € ermäßigt) inklusive Übernachtungen und Vollverpflegung. Weitere Infos zu Verpflegung, Teilnahmegebühr, Anfahrt und Unterkunft direkt beim ABC Hüll.

    Links
    http://www.abc-huell.de/abc/gendercamp-2010-07-09052010
    http://gendercamp.mixxt.de

    Auf der mixxt community könnt ihr euch in die Vorbereitung einbringen. Spread the word! Den Ankündigungstext könnt ihr gerne auf euren Blogs, Mailinglisten, in Foren oder Social Networks verbreiten.

  • Achtung: RAUMÄNDERUNG!

    Da sich bereits jetzt ein gewaltiger Andrang ankündigt, wird der Vortrag am Mittwoch (03.02.: „Neuronen, Mesonen, Matronen“) in den Hörsaal „Von-Melle-Park-9 (Philturm) A“ verlegt. Dies ist ein anderes Gebäude, aber als 14 stöckiges Hochhaus vom sonst genutzten aus nicht zu übersehen.

    Wir bitten, etwaige Unannehmlichkeiten zu entschuldigen, diese Information zu verbreiten und jede Person, zwecks räumlicher wie inhaltlicher Füllung (vervielfältigung von Identitäten), zahlreich zu erscheinen.

  • Vortragseinladung: 03.02.2010 – „Neuronen, Mesonen und Matronen“

    Blessless Mahoney (Dekanin der Eberhardt-Anbau-Scheibenschwenkpflug-Universität, Brake an der Weser), Didine van der Platenvlotbrug (Pröpstin der Elsa-Sophia-von-Kamphoevener-Fernuniversität, Katzen-Ellenbogen)

    „Neuronen, Mesonen und Matronen :
    Die Götter im Nacken des Unbewussten. Überschminkungen der Lebenswahrnehmungen: Willensfreiheit als Verwischung in der Bran-Spin-Zeit-Unendlichkeit. Kurz: Die Bedeutung des Paralellwelt-Seins“

    Mittwoch, 03. Februar 2010, 19ct, Von Melle Park 9 („Philturm“) A

    Zum Semesterabschluß dieses doch recht praxisnahen Semesters widmen sich zwei Expertinnen einem hochabstrakten Modethema. Wir bemühen uns für die intellektuelle Auseinandersetzung mit soviel Theorie um eine akademisch-trockene Atmosspähre der Humorlosigkeit.

    Die, auch musikalisch zu verstehende, Leitmotivik der Vorlesungen der Wissenschaftlerinnen hat in den letzten Jahren seit 1995 sich an den Deutungen der möglichen Wahrnehmungsmembranen versucht. Zum ersten Male machen nun Mahoney/van der Platenvlotbrug den transgenialen Schritt die Deutungshoheit hinter den eigenen intellektuellen Urknall und die Multi-Bran-Darlegungen der letzten Jahre bis an die Billionste Sekunde hinter den Urknall zu verschieben.

    Die ringförmige Parabel, die die beiden Philosophinnen aufspannen umfasst somit das Kleinste und das Größte: Mesonen, Matronen und Neuronen. Dass die Konstruktion der Wirklichkeit nunmehr im Gewitter der isotopischen Verfallsraten untergehen muss, bleibt klar. Doch was kommt danach? Begleiten Sie die WissenschaftlerInnen bei der Suche.

    Für die marginalisierte Gruppe der jetzt verwirrten Personen, welche unsere Starreferentinnen nicht kennen: Über die „kräuterteeabhängige Vollbluttransformistin“ Didine van der Platenvlotbrug und die „TuntenimitatorIn“ Blessless Mahoney, u.a. bekannt als „zwei Stimmen im Fummel“ folgender Link

    Als wäre dies nicht vergnügliches Highlight genug, erwartet Euch ein kurzer Ausblick auf das Programm des kommenden Semesters.

  • Vortragseinladung: 27.01.2010 – Film & Diskussion „Die Heide ruft“

    Mirjam Mirwald, Dipl. Reha-päd. & Danilo Vetter
    „Die Heide ruft: Sexualbegleitung für Menschen mit
    Beeinträchtigung“ : Film und anschließende Diskussion
    Mittwoch, 27. Januar 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079
    Sowohl Film, als auch Dikussion werden bei Bedarf in Deutsche Gebärdensprache übersetzt

    Der Film verspricht nicht nur – wie immer – sehr interessant zu werden, es kann mit intensiven Debatten gerechnet werden, auch da die beiden Filmschaffenden als Gäste anwesend sind. Die ganze Veranstaltung wird von DGS-Dolmetscher*Innen begleitet. Wir hoffen mit dieser frühen Ankündigung die Teilnahme allen möglich machen können.

    Zum Vortrag

    Im Fokus des Dokumentarfilmes steht die Auseinandersetzung mit den tabuisierten Themen Sexualbegleitung und Sexualität von Menschen mit Lernschwierigkeiten. Sexualbegleitung wird als eine Möglichkeit vorgestellt, selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Innerhalb des Filmes versuchen wir, mehrere Sichtweisen über Sexualbegleitung aufzugreifen.

    Der Film ist in sieben thematische Schwerpunkte unterteilt. Wir setzen uns in diesen Schwerpunkten mit Behinderung als soziale und kulturelle Konstruktion auseinander und geben einen ersten Überblick darüber, was unter Sexualbegleitung verstanden werden kann. Wir stellen Probleme mit Sexualbegleitung dar und gehen der Frage nach dem Verhältnis von Sexualbegleitung und Prostitution nach. Außerdem fragen wir nach den Geschlechterverhältnissen und geben der kritischen Perspektive auf Sexualbegleitung als Sonderweg Raum. Als letzten Schwerpunkt thematisieren wir Inklusion und Integration von Menschen mit Lernschwierigkeiten.

    Als Rahmenhandlung dieser inhaltlichen Schwerpunkte begleiten wir die drei Protagonisten während eines Wochenendes. Den Zuschauer_innen stellen sich drei Menschen mit Lernschwierigkeiten an ihrem jeweiligen Arbeitsplatz in ihrer Werkstatt in Eschwege vor. Die drei möchten an einem Erotik-Workshop-Wochenende in Trebel teilnehmen, wo auch Sexualbegleiter_innen anwesend sein werden. Sie wohnen in Eschwege in einem Wohnheim und begeben sich zu dritt auf den Weg nach Trebel. Die Kamera begleitet die drei auf ihrer fünfstündigen Zugfahrt zum Institut für Selbst-Bestimmung Behinderter (ISBBnach Trebel. Dort finden regelmäßig Seminare und Workshops zum Thema Sexualität und Beeinträchtigung statt.

    Eröffnet wird das Erotik-Workshop-Wochenende mit einer „erotischen Tafel“, einem sinnlichen Abendessen. Im Laufe des Films lernen die Zuschauenden die drei Hauptdarsteller genauer kennen, begleiten sie u.a. bei Mahlzeiten, beim Programm des Worksshop-Wochenendes wie z. B. Tantra-Übungen, bei Spaziergängen oder in Interviewsituationen.