Kategorie: Termine

  • Offenes Treffen der AG Queer Studies

    Den 29. Oktober 2010 solltet ihr euch vormerken, wenn ihr Interesse daran habt, mehr über die Arbeit der AG Queer Studies zu erfahren, die AG Mitglieder kennenzulernen und unverbindlich auszuchecken, ob die AG Queer Studies etwas für euch wäre. Wir suchen neue Mitstreiter_innen, Mitstreiter_Innen, Mitstreiter*innen und Mitstreitende mit Interesse an queeren Politiken, Theorien und Forschungsansätzen. Wir bieten ein nicht mehr ganz so junges, aber um so dynamischeres Team, das seit vielen Jahren die legendäre und über die Grenzen Hamburgs hinaus bekannte Vortragsreihe Jenseits der Geschlechtergrenzen organisiert. Und das ist längst nicht alles! Zu unserem umfangreichen Portfolio zählen wir weiterhin:

  • Veranstaltung von Workshops (z.B. Exploring Fem(m)ness, Queer Meets Disability)
  • klassische Rundfunkpräsenz bei FSK und moderne Internetstrategien des Web 2.0
  • Beratungskompetenzen und Resistenzen in der Vermittlung queerer Inhalte in der Uni und an außeruniversitäre Akteur_innen
  • soziale Kompetenzen und emotionales Kapital, z.B. als Selbsthilfegruppe für Historiker_innen und ihre Anderen
  • wissenschaftlich fundiertes Eventmarketing und effizientes Ressourcenmanagement 
  • eine grundsätzlich inter_trans*disziplinäre Arbeitsweise
  • internationale Netzwerke.
  • … im Wesentlichen also alle Skills, die mensch in der heutigen Wissenschaftslandschaft braucht. Um bei uns mitzumachen müsst ihr keine Dissertation zu Queer Theory geschrieben haben (haben wir – entgegen anders lautender Gerüchte – auch  nicht). Egal ob Erstsemester oder alte Häs_in: Eine gewisse Affinität zu schrägen, queeren und/oder feministischen Theorien und/oder Praxen genügt für antikategoriale Aktionen und die Durch_Queerung der Uni Hamburg.

    Wir freuen uns über alle, die kommen. Übrigens gibt es Kaffee und Kuchen und einen Flyer, der zum Offenen Treffen der AG Queer Studies (PDF, 438 KB) einlädt, gibt es auch.

    Freitag, 29. Oktober 2010, 14 Uhr im Queer Referat, AStA Trakt, Von-Melle-Park 5

  • Workshopeinladung: Exploring Femmeness / Femmeness erkunden

    Marlen Jacob, Andrea Rick
    Workshop: Exploring Femmeness / Femmness erkunden
    Anmeldung: Bis 20.10.2010 unter femmeworkshop(äd)gmx.de
    Unkostenbeitrag: 15-25€ (vor Ort zu entrichten)
    Samstag, 06.11.2010 (ab 9:30) & Sonntag 07.11.2010 (ab 10:00), Hamburg: Monetastr. 4

    Femmeness theoretisch und praktisch erkunden: Femme-Geschichte(n) erzählen und hören. Strategienentwicklung gegen den Ausschluss und die Abwertung von Femininität und Femmeness. Das Gute an der (queeren) Femininität. Kompetenzen-Austausch/Skill Share à la Femme. Femme-Filmschnipselgucken. Femme im Kontext (z.B. Femme-Politik, -Begehren, -Körper, -Konsum, -Konkurrenz…).

    Für alle, die selbst queere/lesbische/bisexuelle/schwule Femininitäten verkörpern bzw. sich mit eigenen Aspekten von Femmeness/queerer Femininität beschäftigen.

    Termin: Sa. 06.11.2010 (9:30-17:00 Uhr) und So. 07.11.2010 (10:00-17:00 Uhr).
    Mittagspause jeweils 13:00-14:30 Uhr.
    Samstag ggf. mit gemeinsamer Abendgestaltung.

    Teilnahmegebühr für beide Tage (inkl. Kaffee/Tee, ohne Mittagessen): 15-25 € nach Selbsteinschätzung (keine*r wird wegen Geldmangel ausgeschlossen), Zahlung vor Ort.

    Ort: Seminarraum der Ko-Stelle (Untergeschoß), Monetastr.4, Hamburg

    Anmeldeschluss: 20.10.2010

    Kontakt & Anmeldung: femmeworkshop(äd)gmx.de

    Organisiert von der AG Queer Studies in Kooperation mit der Koordinationsstelle, Zentrum GenderWissen, Hamburg

  • Vortragseinladung 14.7.: NeuroGenders

    Prof. Dr. Sigrid Schmitz
    NeuroGenders : Über Geschlechterdeterminismen und
    Geschlechterkonstruktionen in der modernen Hirnforschung
    Mittwoch, 14. Juli 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Das Semester beenden wir mit einem weiteren Highlight. Denn Wissenschaftskritik ist uns ein Anliegen und als gelernte Biologin und derzeit Professorin für Genderstudies in Wien ist Siegrid Schmitz durchaus bedeutend für das nach wie vor modische Thema der kognitiven Neurowissenschaft.

    Die Vortragende zu ihrem Vortrag

    Die Erforschung von Geschlechterunterschieden im Gehirn steht heute (wieder) im Mittelpunkt der Rückführung von Verhalten, Leistungen und des Denkens von Männern und Frauen auf biologische Ursachen. Ich möchte Theorien, Forschungspraxen, widersprüchliche Befunde, ihre Präsentation und Verwendung in der Diskussion um die „erneute“ Naturalisierung von Gehirn und Geschlecht aufzeigen. Die modernen Bild gebenden Verfahren der Hirnforschung versprechen den Blick ins lebende und arbeitende Gehirn. Ich möchte der Wirkmacht dieser digitalen Körperbilder nachspüren und transparent machen, welche Entscheidungen und Einschreibungen von Geschlechtervorstellungen auch in diesen angeblich so objektiven Verfahren zu finden sind. Wissenschaft findet immer im gesellschaftlichen Kontext statt. So gilt es, mit dem Instrumentarium der Genderforschung die naturwissenschaftliche Argumentationslogik zu durchleuchten. Dieser Beitrag soll Ansatzpunkte für eine kritische Umgangsweise mit „wissenschaftlichen“ Aussagen über das geschlechtliche Gehirn liefern.

    Siegrid Schmitz hat bereits in der Zeit veröffentlicht. Mehr zum Thema der biologisch fundierten Wissenschaftskritik finden sich auf dieser Seite von Kerstin Palm und Heinz Jürgen Voss.

  • Einladung: Anti-WM Abend

    AG Queer Studies
    Bunter Anti-WM Abend
    Mittwoch, 07. Juli 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Da unsere Referentin WM-bedingt ausfällt, machen wir aus der Not eine Tugend und zeigen zwei unterhaltsame Kurzfilme mit WM-Bezug, die uns und euch nach dem Ankommen dabei helfen sollen, das zu erwartende Straßenbild an diesem Abend angemessen zu verarbeiten. Anschließend schlagen wir die Brücke zur Debatte um Homonationalismus. Anlässlich Judith Butlers Verweigerung des Zivilcouragepreises auf dem diesjährigen Berliner CSD wird zurzeit sogar in der Tagespresse über homonationale Kompliz_innenschaft mit Rassismus und Krieg sowie die Ausrichtung Lesbisch-Schwuler-Lobbypolitik ganz grundsätzlich diskutiert. Wir geben einen kleinen Einblick in die Debatte und freuen uns, wenn ihr Lust habt, mit uns zu diskutieren und den Abend zu verbringen.

    Anläßlich dieses Themas hat die AG Queer Studies ein ausführlicheres Statment zur Lage der Nation verfaßt.

  • Vortragseinladung 30.06.2010 – Geschlecht & Behinderung

    Dr. Anke Langner
    Geschlecht und Behinderung: Zwei soziale Konstrukte treffen aufeinander
    DER VORTRAG ENFÄLLT LEIDER
    Mit DGS- & Schriftmittlung

    Anke Langner, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Modellkolleg der Universität zu Köln stellt uns ihre Forschungsergebnisse zu Geschlecht in der Behindertenpädagogik vor. Doch sollte die Ableismuskritik auch praktische Konsequenzen haben, deshalb wird es Mittwoch sowohl Schriftmittlung, als auch Übersetzung in DGS (Deutsche Gebärdensprache) geben.

    Die Referierende zu ihrem Vortrag

    Ausgehend von der Frage, was Behinderung ist, und einem folgenden kurzen historischen Abriss der Rolle des Geschlechts in der Behindertenpädagogik wird nach dem Verhältnis von Behinderung und Geschlecht gefragt. Diese Verhältnisbestimmung wird anhand von empirischem Material vorgenommen. Dieses umfasst Beobachtungen und Interviews mit Menschen mit einer sogenannten „geistigen Behinderung“. Zentral für die Charakterisierung der alltäglichen Aushandlung von Behinderung und Geschlecht sind Gewalt und Gewaltverhältnisse, denen in dem Vortrag daher eine zentrale Rolle zukommt.

  • Vortragseinladung 23.06.2010: Styling the Revolution

    Philipp Dorestal, M.A.
    Styling the Revolution : Mode, Geschlecht und Blackness in den USA der 1960er Jahre
    Mittwoch, 13. Juni 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Zunächst einmal herzlichen Dank allen Unterstützenden und Mitfeiernden, gestern solch eine großartige 20 Jahrfeier ermöglicht zu haben. Auch Mittwoch wird es geschichtlich, wir beschäftigen uns mit Herstellung von „Autentizität“ durch Style innerhalb der Black Power Bewegung. Der Referierende Philipp Dorestal ist promovend am Lehrstuhl für Nordamerikanische Geschichte der Universität Erfurt.

    Der Referent zu seinem Vortrag:

    Mitte der 1960er Jahre wurden innerhalb der in den USA entstandenen Black Power-Bewegung spezifische Vorstellungen von „rassischer“ Authentizität, geschlechtlicher Identität und von Militanz über bestimmte performative Praktiken, den Körper zu stylen, konstruiert. Dies wird anhand von drei ausgewählten Organisationen untersucht: der Black Panther Party of Self-Defense, der Organisation US von Maulana Karenga sowie der Nation of Islam. An Beispielen wie dem Afro-Hairstyle, den afrikanischer Kleidung nachempfundenen sogenannten Dashiki-Hemden oder dem Outfit der Black Panther mit schwarzer Lederjacke, Sonnenbrille und Gewehr wird analysiert, wie Style zu einem integralen Bestandteil politischer Strategien im Kampf um Repräsentation, schwarzes Selbstbewusstsein und geschlechtliche Identität genutzt wurde.

  • PartyProgramm

    Wie Ihr mitbekommen haben werdet, feiern wir am 19.06.2010 ab 21 Uhr im Centro Sociale mit Euch ein rauschendes Fest:

    Hier Folgt das qualitätativ wie quantitativ überwältigende Programm:

  • Vortragseinladung 16.06.2010: Störbilder der visuellen Geschlechterordnung

    Josch Hoenes, M.A.
    Störbilder der visuellen Geschlechterordnung : queere Körper, queeres Sehen, queeres Begehren
    Mittwoch, 16. Juni 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Queer/Trans-Aktivist Josch Hoenes, welcher einen Magister in Kunst/Kulturwissenschaft vorzuweisen vermag, sucht mit uns Mittwoch neue Wege, heteronormative Selbstverständlichkeiten im – scheinbar so unmittelbaren – Sehen zu brechen.

    Der Referent zu seinem Vortrag:

    Innerhalb queerer Theorie und Kunst der 1990er Jahre sind Transgender-Figuren sowie möglichst irritierende Repräsentationen von Körpern, die Spuren der Transformation tragen und sich durch eine „Ästhetik der Turbulenz“ (Halberstam) einer Vereindeutigung widersetzen, teilweise zu den queeren Körpern par exellence avanciert. Dagegen gelten Körper, die sich einer solchen Ästhetik verweigern und Effekte evidenter Männlichkeit produzieren, häufig als affirmativ in Bezug auf Heteronormativität. So wichtig und vielversprechend Strategien und Ästhetiken der Verwirrung sind, tragen sie das Problem mit sich, den ohnehin schon stigmatisierten trans/queeren Körper zusätzlich die Last aufzutragen, Widerständigkeit zu repräsentieren und Unruhe zu stiften. Ich schlage daher vor, die Bilder, die sich scheinbar auf den ersten Blick unmittelbar in die Ordnung heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit einfügen, einer queeren Betrachtung zu unterziehen. Gerade in der Produktion von Evidenzeffekten besitzen solche Bilder – so die grundlegende These meines Vortrags – das Potential, bislang weitgehend ungebrochene heteronormative Selbstverständlichkeiten in Bezug auf Vorstellungen von Körper und Subjektivität, sowie einer Unmittelbarkeit des Sehens zu verunsichern und damit einen Raum für wichtige Fragen und Diskussionen zu öffnen.

    Im Zitieren verschiedener Wahrnehmungs- und Darstellungskonventionen produzieren sie verschiedene Spannungsverhältnisse: zwischen Geschlecht und Sexualität; öffentlich und privat; Text und Bild; Physiognomie, Psychiatrie und Kunst. Damit führen die Fotografien nicht nur die Existenz einer visuellen westlich-modernen Geschlechterordnung vor Augen, sondern werfen grundlegende Fragen nach Praktiken und Technologien des Sehens und Wissens auf. Anhand ausgewählter Arbeiten werde ich aufzeigen, wie diese die Normalisierung und Disziplinierung von Identität, Geschlecht und Sexualität durch Wahrnehmungs- und Darstellungskonventionen problematisieren und wie sie die nach wie vor für unmittelbar und „natürlich“ gehaltenen Praktiken des Sehens ent-selbstverständlichen. Abschließend möchte ich zur Diskussion stellen, wie Praktiken des queeren Sehens – eines Sehens gegen die Norm – produktiv gemacht werden können: für eine Kritik heteronormativer Zweigeschlechtlichkeit und für die Affirmation alternativer Entwürfe von Geschlecht und Sexualität.

  • 20 Jahre – Die Jubiläumsparty am 19. Juni 2010 im Centro Sociale

    AG Queerstudies & Freund*Innen 20 Jahre „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ Jubiläumsparty Samstag, 19. Juni 2010, 21 Uhr, Sternstraße 2 im Centro Sociale

    Die AG-QueerStudies feiert 20 Jahre ‚Jenseits der Geschlechtergrenzen‘. Anno 1990 – das Veröffentlichungsjahr von „Gender Trouble“ – als studentisches Projekt an der Uni Hamburg gestartet, besteht die immer noch selbstorganisierte Vortragsreihe seit nunmehr zwei Dekaden. Damals wie heute geht es um kritische Interventionen in die Produktion von (Hetero-)Normalitaeten. Denn: Wir sind gekommen, um zu bleiben  – und uns an den Verhältnissen zu reiben! Was für ein Anlaß zum Feiern! Mit queer-kulturellem Rahmen-Programm, Stößchen, (auch veganer) Torte und Tanz, am 19. Juni ab 21 Uhr im Centro Sociale. Das – umfangreiche wie grandiose – Programm findet sich hier

  • Vortragseinladung 09.06.: S.Estes – Gay Citizenship, Military Service, and Civil Rights

    Steve Estes, Associate Professor
    Another American Dilemma : Gay Citizenship, Military Service, and Civil Rights
    Mittwoch, 09. Juni 2010, 19ct, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Durch verkettung günstiger Umstände können wir Euch einen Vortrag präsentieren, welcher unsere Reichweite sonst gesprengt hätte, Associate Professor Steve Estes von der Sonoma State University in Kalifornien präsentiert uns seine Forschungsergebnisse. Der Vortrag wird in englischer Sprache gehalten.

    Der Referent zu seinem Vortrag:

    The “don’t ask, don’t tell, don’t pursue” policy, implemented as a political compromise in 1993 and 1994, legislated the silence of gay and lesbian soldiers on active duty and in the reserves. I argue that this silence about gays in the military has led to a collective amnesia about the service and sacrifices of homosexual troops. In this case, the politics of military service are also the politics of memory. If we forget that gay and lesbian Americans have served their country, then we as a nation are much less likely to view them as full citizens, deserving of civil rights and equal protection of the law. Oral history provides one way to break this silence, to “ask and tell” about the military careers of gay and lesbian soldiers and to allow these veterans to speak for themselves about the current military policy.

    The activist must “Ask and Tell,” but the scholar has a responsibility to do more. My research and interviews with over 50 gay and lesbian veterans of the US military has four primary objectives. First, I chart the evolution of military policies on homosexuality since World War II, and I show that gay and lesbian responses to those policies were far from monolithic. I place the fight to lift the ban of open gay military service in other context of struggles for civil rights, particularly the African American struggle against discrimination and segregation in the US military. Finally, I explore the ways that silence about sexuality and military service has affected the dual – and sometimes dueling – identities of the gay veteran.