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  • Vortragseinladung 2014-06-18: Glee (Teil 2)

    Andrea Rick
    „Because of the layers? – Because of the layers.“ : Lesarten der Fernsehserie ‚Glee‘ (Teil 2)
    Mittwoch 18.06.2014, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

    Andrea Rick (M.A.) ist freischaffende Kulturwissenschaftlerin (u.a. Amerikanistik) in Hamburg und wird Freund*innen der AG Queer Studies u.a. durch einen Femmness Workshop oder vorherige Vorträge bekannt sein. Zu diesen zählte auch der gleichnamige erste Teil ihrer Ausführungen zur Serie „Glee“.

    Dieser Vortrag dürfte zwar auch ohne Kenntnis des ersten verständlich sein, aber kann Montag, 16.06.2014 ab 14:00 auf Radio-FSK nachgehört werden (in Hamburg über Antenne auf 93,0, in Hamburg und Umgebung über Kabel 101,4, weltweit über Livestream).

    Aus dem Abstract

    Im zweiten Vortrag zur amerikanischen Fernsehserie „Glee“ geht es vor allem um die Destabilisierung und Denaturalisierung von Heterosexualität, um die damit verbundene Darstellung/Erzeugung einer neuen „Homonormalität“, sowie um die Frage, wie und auf wessen Kosten diese Verschiebung kultureller und politischer Narrative im Rahmen von „Glee“ passiert.

    „Glee“, eine mehrfach preisgekrönte postmoderne Mischung aus Musical, Drama und Satire, setzt ein popkulturell gebildetes Publikum voraus, das die schier endlosen Anspielungen, Persiflagen und Hommagen an die Musik- und Medienlandschaft der letzten paar Jahrzehnte nicht nur erkennt, sondern auch deren Bedeutung für die Geschichten und Charaktere der Serie erfassen kann. Weiterhin zeigt sich „Glee“ auch in Bezug auf LGBTQ*-Kulturen mit unverkennbarem Insiderwissen ausgestattet, was sich insbesondere auf die Darstellung von lesbischen, bisexuellen, schwulen und Transgender-Figuren und deren Geschichten auswirkt. Schließlich stehen die Macher*innen von „Glee“ auch in regem Austausch mit Fans der Serie (v.a. über soziale Medien) und beziehen sich in der Serie auch auf visuelle und sprachliche Eigenheiten von kulturellen Produkten aus Fan-Zusammenhängen.

    Durch diese komplexe Erzählweise, die sich immer wieder auf ihr kulturelles Umfeld bezieht, wird „Glee“ zu einem extrem vielschichtigen Gebilde, das durch genaueres und wiederholtes Anschauen nur an Tiefe und Aussagekraft gewinnt. Dies möchte ich in meinem Vortrag anhand einiger Beispiele illustrieren, in denen ich sowohl gesprochene/gesungene Texte als auch visuelle Elemente (Kostüme, Szenenbild, Requisiten, Kameraperspektiven) betrachte.

    (Der Vortrag ist eigenständig; eine Teilnahme am ersten Teil im SoSe 2013 ist KEINE Voraussetzung für das Verständnis.)

  • Vortragseinladung 2014-06-04: #aufschrei

    Jasna Strick
    Beleidigungen, Todesdrohungen und Stalking – Gefahren feministischen Engagements am Beispiel des #Aufschrei
    Mittwoch 04.06.2014, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

    Jasna Strick ist Germanistin und Autorin in Düren, sowie eine der Initiator*innen von #Aufschrei.

    Aus dem Abstract

    Der Hashtag #aufschrei sorgte im Januar letzten Jahres dafür, dass auf Twitter tausende Frauen über sexualisierte Gewalt und Sexismus schrieben. Erstmals gelangte in Deutschland ein Thema, das im Internet stark diskutiert wurde, in die klassischen Medien und hielt sich dort viele Wochen. Verharmlosende Kommentare und Schuldzuweisungen sind unter anderem die Mechanismen, die verhindern, dass Opfer Gewalterlebnisse zur Anzeige bringen. Auch auf Twitter gehörte Victim Blaming zu den ersten Reaktionen auf die öffentlich geteilten Erlebnisse. Gegenreaktionen wurden mit steigender Aufmerksamkeit für das Thema und seine Protagonistinnen immer persönlicher und gingen in Beleidigungen und Bedrohungen bis hin zu Stalking über. Im Vortrag soll grundsätzlich erklärt werden, was Hate Speech ist und wie sie sich äußert. Es soll versucht werden, der Frage nachzugehen, wer hinter diesem Phänomen steht und über welche Methodik die Systematisierung des Hasses funktioniert. Um aufzuzeigen, welche Gefahren hinter öffentlichem feministischen Engagement stecken, sollen Beispiele aus dem Umfeld des #aufschrei und seiner Initiatorinnen gezeigt werden.

  • Vortragseinladung 2014-05-28: Extrem rechts orientierte Mädchen* und Schule

    Ina Pallinger
    Extrem rechts orientierte Mädchen* und Schule – Interdisziplinäre Annäherung an ein bisher vernachlässigtes Thema
    Mittwoch 28.05.2014, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Ina Pallinger ist tätig im Bereich Feministische Rechtsextremismusforschung an der Universität Marburg.

    Aus dem Abstract

    Frauen sind Teil der extremen Rechten. Sie sind (Mit-)Täterinnen, organisieren sich in extrem rechten Parteien, Vereinen und informellen Gruppierungen, sie besuchen neonazistische Demonstrationen, sie sind Nationalistinnen, Rassistinnen, Antisemitinnen. So banal diese Aussagen klingen, bedurfte es der intensiven Thematisierung durch feministische und antifaschistische Akteur_innen, um das Thema Frauen und Mädchen in der extremen Rechten präsent zu machen.

    Mittlerweile sind geschlechtersensible Perspektiven in Ansätzen der Prävention (in der außerschulischen Jugendarbeit) und in Analysen der extremen Rechten angekommen. Im Kontext der schulischen Präventions- und Interventionsarbeit haben sie bisher aber kaum Beachtung gefunden.

    Wie die Erkenntnisse der feministischen Rechtsextremismusforschung für den schulischen Kontext fruchtbar gemacht werden könnten, welche angrenzenden Themenfelder weiter inspirieren können, welche Potenziale für eine demokratische Erziehung im Sinne des schulischen Bildungsauftrags in der geschlechtersensiblen Betrachtung stecken und natürlich, was dem allem im Wege steht, soll Inhalt des Vortrages sein.

  • Veranstaltungstip: Dresden 2014-05-20 & 2014-05-25: Das Politische ist privat

    Das Referat Gleichstellungspolitk der TU-Dresden veranstaltet eine Reihe zum Thema „Das Politische ist privat : Geschlechterverhältnisse zwischen Kontrolle und Gegenwehr“. Wer von den Leser*innen in der nähe ist, sei auf die hochkarätige Besetzung hingewiesen:

    – Donnerstag, 15.05. | 18:30 | HSZ 201/U
    Kirsten Achtelik: Der §218 – zwischen Recht auf Abtreibung und „Lebensschützern“

    – Dienstag, 20.05. | 16:40 | HSZ 103/U
    Nadine Lantzsch: Wär’s das schon? Feministischer Aktivismus im Netz: Möglichkeiten, Grenzen und Handlungsräume im Digitalen

    – Freitag, 23.05. | 18:30 | ZEU 148 |
    Sandra Laczny: Das Politische im Privaten – von Consciousness Raising bis (Self) Care Revolution

    Es gibt ein kurzes Interview mit einem der Veranstalter auf fsk93,0 – es ist zu erwarten, daß die Vorträge auch in Eurem (nichtvorhandenen) Äther demnächst auftauchen.

  • Mittwoch beim ZeDiS: Queere Kritik an Diversity

    Als Kooperationspartner*in des Zentrums für Disability Studie hatten wir die Freunde, einen Beitrag für UniVision 2020: ein Lehrhaus für Alle – Perspektiven für eine barriere- und diskriminierungsfreie Hochschule zu schreiben. Der Sammmelband wurde von Lars Bruhn und Jürgen Homann herausgegeben, ist 2013 im Centaurus-Verlag (Freiburg) erschienen und hier auch als PDF verfügbar. In der Vortragsreihe „Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies“ wird Mit-Autor Olaf Wachenhausen unseren Beitrag an diesem Mittwoch vorstellen.

    Olaf Wachenhausen:
    Queere Kritik an Diversity – und was sich sonst noch alles ändern muss …
    Mittwoch, 21.05.2014 16:30 Uhr, Edmund-Simers-Allee 1 Ost („rechter Flügelbau des Uni-Hauptgebäudes“)

    Der Vortrag wird schriftgemittelt.

    Unter dem Titel „Ein Lehrhaus für alle“ rief das ZeDiS mit einer Konferenz und einem Sammelband dazu auf, einen besseren Ort gemeinsamen Lernens zu entwickeln. Aus diesem Anlass überlegte auch die AG Queer Studies, was wir uns für eine künftige Gesellschaft und Universität wünschen und vor allem: Wie ein solcher Ort zu gestalten wäre.

    Dabei erwies sichder verbreitete Ansatz des „Diversity Management“ als untauglich, strukturelle Hierarchien und Diskriminierungen konsequent zu thematisieren. Um andere Räume zu gestalten bedarf es grundlegend anderer Analysekategorien und Strategien, einen herrschaftskritischen Umgang mit Differenzen zu finden. Hierfür soll unser Verständnis von Intersektionalität vorgestellt werden. Statt verkürztem Machtverständnis gehen wir von sich gegenseitig beeinflussenden und nicht aufeinander reduzierbaren Machtachsen aus.

    Auf dieser Basis streben wir nichts Unbescheideneres als eine materialisierte Utopie an, gedacht als unabschließbare Konstruktion. Baustelle betreten erbeten, Cyborgs haften für ihre Subjektivierungen!

  • Vortragseinladung 2014-05-21: Vortrag und Film: „Abortion Democracy“

    Sarah Diehl
    Vortrag und Film: „Abortion Democracy“ zum Recht auf Abtreibung international
    Mittwoch 21.05.2014, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Sarah Diehl ist Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin in Berlin.

    In den meisten Ländern ist der Schwangerschaftsabbruch immer noch illegal oder aufgrund seiner Stigmatisierung nicht zugänglich. Weltweit sterben etwa 48.000 Frauen aufgrund dieser Illegalisierung, etwa 5 Mio. tragen schwerwiegende Gesundheitsschädendavon. Weltweit versuchen Konservative mit der Fokussierung auf die Rechte des Embryos die Lebensrealität und die Bedürfnisse von Frauen unsichtbar zu machen. Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die Gesetze und Bewegungen, die Frauen davon abhalten, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Diesen Themenkomplex werden wir anhand des Films Abortion Democracy zeigen:
    Abortion Democracy: Poland/South Africa, Deutschland 2008, Regie: Sarah Diehl
    (Sprache: Englisch/Polnisch mit deutschen Untertiteln, 50 min.)

    Warum ist der Zugang zu einer illegalen Abtreibung in Polen leichter als zu einer legalen Abtreibung in Südafrika? Der Film vergleicht die politischen, legislativen und gesellschaftlichen Entwicklungen bezüglich des Schwangerschaftsabbruchs in den Ländern Polen und Südafrika.

    Erkenntnisreiches Erscheinen wünscht
    Eure AG Queer Studies

  • Vortragseinladung 2014-05-14: Affective Turn

    Marius Henderson
    Wuchernde Wunden & Wunder: Notizen zum „Affective Turn“ in queer-feministischen Theorien
    Mittwoch 14.05.2014, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“)
    0079

    Marius Henderson, M.A., ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Hamburg.

    Aus dem Abstract

    In jüngster Zeit erfreuen sich affekttheoretische Ansätze in den Geistes- und Sozialwissenschaften immer größerer Beliebtheit, so dass oft von einem „Affective Turn“ die Rede ist. Was die meisten der mitunter recht unterschiedlichen, affekttheoretischen Ansätze eint, ist eine Hinwendung zu Affekten als prä-linguistischen, intensiven, unmittelbaren Gemüts(er)regungen, welche sich vordergründig auf körperlich-materiellen Ebenen ereignen und sich einer eindeutigen kognitiven und diskursiven Wahrnehmung entziehen. Fragen von Körperlichkeit und materieller Präsenz stehen, durchaus in Abgrenzung zu Paradigmen, die sich aus dem „linguistic turn“ speisten, somit wieder mehr im Mittelpunkt (kultur-)theoretischer Auseinandersetzungen.

    Auch im Bereich queer-feministischer Theoriebildung ist eine Hinwendung zu affekttheoretischen Perspektiven und Fragestellungen zu vernehmen. Zudem gingen und gehen entscheidende Impulse in der Affekttheorie von queer-feministischen Theoretiker*innen aus. In meinem Vortrag soll aus kulturwissenschaftlicher Perspektive der Versuch unternommen werden, überblickhaft einzelne affekttheoretische Strömungen und Positionen in queer-feministischen Theorien nachzuzeichnen; z.B. philosophisch-spinozistisch orientierte und (bio-)psychologische Ansätze. Gleichsam soll der Frage nachgegangen werden, inwiefern affekttheoretische Fragestellungen auch schon vor einem möglichen „Affective Turn“ in den Wissensarchiven queer-feministischer Theorien eine vordergründige Rolle einnahmen – beispielsweise durch die Infragestellung starrer, vergeschlechtlichter Grenzziehungen zwischen öffentlicher und privater Sphäre oder die Einbeziehung von alltagspraktischen Erfahrungen und Empfindungen in politische und theoretische Reflexionsprozesse. Anhand von exemplarischen Lektüren ausgewählter literarischer und künstlerischer Positionen sollen die impulsgebenden und womöglich wundersam verwundernden Potentiale affekttheoretischen „Denken(s)-Fühlens“ kritisch diskutiert werden.

  • Vortragseinladung 2014-05-07: Feministische Ökonomie

    Katharina Mader
    Feministische Ökonomie – Möglichkeiten und Herausforderungen
    Mittwoch 07.05.2014, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Wer glaubte, queere Vorlesungsreihen vernachlässigten die Ökonomie, wird Mittwoch eines Besseren belehrt: Dr. Katharina Mader arbeitet am Institut für Institutionelle & Heterodoxe Ökonomie der Wirtschaftsuniversität Wien.

    Die herrschende Doktrin der Ökonomie und ihrer hegemonialen Stellung an Wirtschaftsfakultäten blendet Macht- und Herrschaftsverhältnisse, soziale Ungleichheiten, fundamentale Unsicherheit sowie Werte und Normen aus und reduziert die Wissenschaft auf statisch-mathematische Modelle. Ausgeblendet werden damit zahlreiche Aspekte, die speziell oder verstärkt Frauen betreffen. Hierzu gehören formale und informelle Macht strukturen, die Frage der unbezahlten Arbeit oder die Bestimmung von Löhnen und Gehältern.

    Feministische Ökonomie ist daher einerseits auf die Integration von Frauen und ihren Bedürfnissen in die Wirtschaftswissenschaften ausgelegt. Andererseits geht es um ein Ausrichten der Ökonomie auf das Ziel der Verbesserung der Lebensbedingungen. Ökonomie wird als per se geschlechtslos oder geschlechtsneutral angenommen, wobei diese Annahme (oft) gar nicht erst explizit formuliert, sondern stillschweigend vorausgesetzt wird. Dieses Phänomen wird als „strategisches Schweigen“ bezeichnet. Ökonomische Theorien sind jedoch nicht geschlechtsneutral, sondern beruhen auf androzentrischen Wert- und Weltvorstellungen. Das moderne Verständnis von Wirtschaft ist geprägt von männlichen Erfahrungen und Interessen und vernachlässigt die Notwendigkeit, auch anderen Bedürfnissen Raum zu geben. Es blendet die spezifischen sozialen Erfahrungen und Lebenskontexte von Frauen aus. Die Konstruktion des ökonomischen Gegenstandsbereichs, die Wahrnehmung von Problemen sowie Erklärungen und Interpretationen eben dieser erfolgen aus männlicher Perspektive.

    Damit unterschätzt die Ökonomie die Beiträge von Frauen zur Wirtschaft systematisch. Insbesondere wird der gesamte Bereich der unbezahlten Arbeit, der die soziale Kohäsion und die zwischenmenschliche Verantwortung wesentlich aufrechterhält, nicht sichtbar, er wird nicht als (bepreiste) Leistung in einer Volkswirtschaft wahrgenommen und erfährt (damit) keine breite gesellschaftliche Schätzung und keine angemessene Beachtung innerhalb der Wirtschaft und den Wirtschaftswissenschaften.

    Dies und weitere Forschungsagenden der Feministischen Ökonomie, die Möglichkeiten und Herausforderungen ebendieser sollen diskutiert werden.

  • Veranstaltungtips: ZeDiS-Vorlesung

    An dieser Stelle möchten wir Euch nocheinmal wärmstens die Vorlesungsreihe „Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies“ unserer Partnerinitiative ZeDiS ans Herz legen, zumal deren Internetauftritt mutmaßlich noch in einer Umzugskiste ans Rauhe Haus liegt. Diese Ringvorlesung findet immer mittwochs 16:30-18:00 statt, aber am Uni-Campus.

    Die AG Queer Studies hat einen Auftritt am 21.05.2014, nächste Veranstaltung ist
    morgen:

    Ilona Nord
    Inklusion als Leitbegriff für die Religionspädagogik
    Mittwoch 07.05.2014, 16:30, Edmund-Siemers-Allee 1 Ost („Hauptgebäude rechter Flügelbau“) 221

  • Vortragseinladung 2014-04-30: Heike Raab

    Heike Raab
    Behinderung und Geschlecht in den Disability Studies
    Mittwoch 30.04.2014, 19:15, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

    Vortrag werden Schriftdolmetscher*innen anwesend sein

    Wir freuen uns, wieder einmal Dr. Heike Raab zu Gast in unserer Vorlesungsreihe haben zu können. Sie ist z.Zt. Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Innsbruck. Dieses mal zu folgendem:

    Behinderung und Geschlecht als wechselseitiger Verweisungszusammenhang ist ein bislang eher randständiges Thema innerhalb der Disability Studies wie auch innerhalb der Gender Studies. Nicht zuletzt aus diesem Grund scheint es angemessen, die Gemeinsamkeiten und gegenseitigen Ausblendungen in den Disability Studies und Gender Studies zu diskutieren. Ziel dieses Vortrags ist es deswegen, eine Forschungsprogrammatik für (queer)feministische Disability Studies zu skizzieren. Im Rahmen dessen soll eine Verhältnisbestimmung von Behinderung und Geschlecht vorgenommen werden. Ausgehend von einem dekonstruktivistischen Verständnis von Behinderung und Geschlecht möchte ich vier fundamentale Forschungsfelder umreißen, die meines Erachtens basal für die Entwicklung der feministischen Disability Studies sind: 1. Intersektionalität, 2. Körper und Subjekt, 3. Repräsentation und Kultur, 4. Biomacht und Biopolitik.

    Update: Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Zentrum für Disablity Studies (ZeDiS) statt.