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  • Mittwoch: Bridge Markland

    Bridge Markland
    Mein Leben und meine Verwandlungen
    Mittwoch 04.11.2009, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Betrachtet Euch hiermit als herzlich eingeladen zum Vortrag im Rahmen unserer Vortragsreihe „Jenseits der Geschlechtergrenzen“. Zu Gast ist die Berliner Tanz-Theater-Performance-Lebens-Künstlerin Bridge Markland, die uns einen Anekdoten- und Videobeispiel-gespickten Vortrag über ihre Tätigkeit hält. Wir erwarten ein extrem unterhaltsames, wie erkenntnisreiches Erlebnis. Die Künstlerin zu ihrem Vortrag:

    „In meinem Vortrag berichte ich auf lebhafte und unwissenschaftliche Weise aus meinem Leben und meiner Praxis als darstellende Künstlerin. Wie verschiedene Recherchen, Erlebnisse und Anekdoten zu entscheidenden Performances führten. In meinem Werk setze ich mich vermehrt mit Transgender Verwandlungen und klassischer deutscher Literatur in Wiederspiegelung von Popmusik auseinander. Ich zeige Ausschnitte aus meiner berühmtesten Verwandlungsperformance live im Vortragsaal und berichte zwischendurch von deren Entstehungsgeschichte. Im Anschluss an den Votrag können Fragen gestellt werden

  • Update zum Fall Simon Burges

    Im August hatten wir über den britischen Lecturer Simon Burges berichtet, dem die Kündigung durch seinen Arbeitgeber drohte, nachdem er eine_n Student_in mit den Arbeiten von Del LaGrace Volcano bekannt gemacht hatte. Jetzt erreichte uns über die Mailingliste des NextGenderation Network ein Update von Del LaGrace:

    > Betreff: Re: [NextGenderation] Simon Burgess & Censorship
    >
    > First of all a HUGE THANK YOU to all who wrote letters of support
    > for Simon Burgess and his use of my work in this teaching practice.
    > I have been waiting to write about the outcome of this case until it
    > was possible to pass on good news.
    > Apologies for the amount of time this has taken!
    >
    > The straight facts are that: „the case has been resolved to the
    > satisfaction of all parties“.
    >
    > What that actually means (in my opinion) is that a compromise
    > agreement was reached in exchange for Simon’s silent departure from
    > East Surrey College.
    >
    > Simon is understandably reluctant to speak publicly, even to me,
    > for fear of putting this agreement in jeopardy.
    > He has told me to that the letters were immensely helpful and to
    > pass on his thanks.
    >
    > So he no longer is employed by East Surrey College but last I heard
    > he had been shortlisted for a new photographic teaching job in
    > the south of England!
    >
    > Please distribute freely to other networks!
    >
    > Warm regards,
    > Del LaGrace Volcano
    > _____________________________

  • Programmheft für das Wintersemester online

    Das Wintersemester hat schon wieder angefangen und die Eröffnungssitzung sowie der erste Vortrag von Katerina Kolarova liegen bereits hinter uns. Wir reichen etwas verspätet unser Programmheft für das Wintersemester 2009/2010 in der PDF Version (3,5 MB) mit kleinen Texten zu allen Vorträgen nach. Eine Übersicht aller Vorträge findet ihr hier. Demnächst gibt es auch wieder neue Podcasts sowie die Ankündigungen der wöchentlichen Vorträge und unserer Radiotermine.

  • Jutta Schwarzkopf: Die Bedeutung von Gender in Geschichte der britischen ArbeiterInnenbewegung

    Logo des Podcasts von Jenseits der Geschlechtergrenzen
    Am 4. Januar 2009 ging es in unserer Vortragsreihe „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ um „Die Bedeutung von Gender in Geschichte der britischen ArbeiterInnenbewegung“. Apl. Prof. Dr. Jutta Schwarzkopf ist zurzeit Vertretungsprofessorin am Institut für fremdsprachliche Philologien, Otto-von-Guericke Universität Magdeburg.

    Der Vortrag bezieht sich auf den Begriff ‚Geschichte’ in dessen doppelter Bedeutung von historischer Entwicklung einerseits und geschichtswissenschaftlicher Erforschung andererseits. Unter der ersten Perspektive beleuchtet der Vortrag die Selbsttransformation der englischen Arbeiterschaft zur Klasse im Zuge der Massenbewegung des Chartismus, die sich die grundlegende Demokratisierung des politischen Systems in Großbritannien zum Ziel gesetzt hatte. Für den Chartismus waren die Entwicklung sowie der Kampf um die Durchsetzung eines neuen Verständnisses von Männlichkeit und Weiblichkeit von zentraler Bedeutung, und das neue Geschlechterverhältnis wurde für die sich formierende Klasse konstitutiv. Es führte zu einer erheblichen Entmächtigung (disempowerment) von Arbeiterinnen, die lange Zeit weder eine legitime Teilhabe an der maskulinisierten Arbeiterbewegung einfordern noch sich auf diese im Kampf um die Verbesserung ihrer gesellschaftlichen Lage stützen konnten.
    Unter der zweiten Perspektive werden die Veränderungen in der Darstellung der Geschichte der englischen ArbeiterInnenbewegung umrissen, die auf der Integration von Methoden und Erkenntnissen der historischen Frauen- und Geschlechterforschung zurückzuführen sind und die nicht zuletzt durch diesen Vortrag selber verdeutlicht werden.

    [podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/schwarzkopf2009.mp3[/podcast]
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  • Stop Trans Pathologization

    Es gibt eine weltweite Kampagne zur Entpathologisierung von Trans*, die
    auf die Reform des internationalen Krankheitskataloges der WHO, „ICD“ (International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems) zielt, welche 2012
    abgeschlossen sein wird.

    Mehr Informationen dazu sind hier erhältlich.

  • Seminar: Queer und Intersektionalität

    Hier ein Hinweis für alle Studierenden der Universität Hamburg: Im Wintersemester wird es wieder ein Queer-Seminar geben, dass im Kontext der AG Queer Studies entstanden ist. Thema des Seminars, das von Nina Mackert, Do Gerbig und Kathrin Ganz geleitet wird, ist „Queer und Intersektionalität“.

    Intersektionales Denken versucht, verschiedene Differenzkategorien und Dimensionen sozialer Ungleichheit und Herrschaft als verwoben und zusammenwirkend zu denken. Queertheoretische Ansätze arbeiten vor allem an der Dekonstruktion der binären und eindeutigen Differenzkategorien Geschlecht und Sexualität. Obwohl Queer und Intersektionalität beides unbedingt (wissens)politische Projekte sind und zum Teil auf ähnlichen Denktraditionen und Theoriegebäuden beruhen, sind sie bisher nur allzu selten zusammen gedacht worden.
    Im diesem Seminar werden wir nachvollziehen, vor welchen (theorie-)politischen Problemstellungen das Bedürfnis nach intersektionaler Theoriebildung und Forschung entstanden ist und sich beständig aktualisiert. Davon ausgehend sollen einzelne Modelle und Konzepte der Intersektionalität näher betrachtet werden. Im letzten Teil beschäftigen wir uns damit, wie intersektionales Denken in verschiedenen Feldern (Politik, Organisationen, Wissenschaft, Aktivismus) relevant wird. Jederzeit wollen wir intersektionale Konzepte ins Verhältnis zur Queer Theory stellen und Verknüpfungsmöglichkeiten zeigen.

    Die Seminarteilnehmer_Innen sollen anhand der Lektüre von Texten und Diskussionen im Seminar ein Verständnis für Konzepte der Intersektionalität, Queer Theory und ihrer Schnittstellen entwickeln.
    Ein besonderer Schwerpunkt in diesem Seminar liegt auf dem Prozess des Schreibens: Die Teilnehmer_Innen verfassen im Laufe des Semesters kurze Texte (Lexikonartikel zu einem Begriff, Autor_Innenportrait, Rezension oder Kommentar). Die Texte werden in einer gemeinsamen Schreibwerkstatt gegen Ende des Semesters überarbeitet und sollen anschließend im Internet auf einem eigens dafür angelegten Blog veröffentlich werden.

    Das Seminar richtet sich an Studierende der Gender und Queer Studies (im Grund- und Hauptstudium) und der Soziologie (als Proseminar im Grundstudium), und kann für den Erwerb des Gender-Zertifikats genutzt werden. Es findet ab dem 19.10.09 Montags von 14-16 Uhr in Raum 0079, Von-Melle-Park 5 statt. Die Anmeldung erfolgt über Stine. Falls dies nicht möglich ist, können sich Interessierte per Email an ganz.gerbig.seminar (at) googlemail (dot) com wenden. Finanziert wird der Lehrauftrag von der Gemeinsamen Kommission.

  • Kathrin Ganz: Von Wahlfreiheit und dem ökonomischen Charme der Familie

    Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenDer heutige Folge unseres Podcasts ist ein Vortrag, den ich im Mai 2009 im Rahmen von „Jenseits der Geschlechtergrenzen“ gehalten habe. Es geht um die Konstruktion von Elternschaft, Mutterschaft und Vaterschaft im familienpolitischen Diskurs der gerade zu Ende gehenden Regierungsperiode. Im Vortrag stelle ich die Ergebnisse meiner Magisterarbeit vor, in der ich vor einem diskurstheoretischen Hintergrund untersucht habe, welche Bilder von Familie in den Debatten um Elterngeld und Kinderbetreuung vorherrschend waren. Auf den Seiten des Feministischen Institutes habe ich einen ein Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.

    [podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/ganz2009_CC.mp3[/podcast]
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    Kathrin Ganz, M.A., Politikwissenschaftlerin und Mitglied der AG Queer Studies, Hamburg

    Familienpolitische Diskurse (re-)produzieren normative Leitbilder von Familie, die sich institutionell manifestieren und dadurch Vorstellungen und Handlungsmöglichkeiten beeinflussen. In Deutschland steht dieser Diskurs in einer besonders konservativen Tradition. Mit dieser haben in jüngster Zeit und für viele überraschend die Große Koalition und eine christdemokratische Familienministerin gebrochen.
    In meinem Vortrag zeige ich, wie sich die normativen Leitbilder der Institution Familie im familienpolitischen Diskurs seit der Nachkriegszeit verändert haben. Seit einigen Jahren zeichnet sich hierbei eine Ökonomisierung des Familienverständnisses ab, die mit gleichstellungspolitischen Forderungen und dem Ziel der Steigerung der Geburtenrate verbunden wird, während sozialpo- litische Ziele in den Hintergrund treten. Im Zuge dessen hat sich die Familienpolitik die Förderung von Frauenerwerbsarbeit und aktiver Vaterschaft auf die Fahnen geschrieben. Das Zwei-Erwerbstätigen-Modell hat mittlerweile das Alleinernährermodell als Leitbild abgelöst. Auch wenn diese Entwicklung als Öffnung des Familienbegriffes gedeutet wird, gehe ich davon aus, dass dadurch neue Leitbilder entstehen, die den Lebensrealitäten und Bedürfnissen von Eltern und Kindern nicht entsprechen und bestimmte familiäre Lebensformen aus dem Diskurs ausschließen oder aber stigmatisieren. Anhand von Bundestagsdebatten und Regierungsdokumenten möchte ich zum einen darstellen, wie Elternschaft, Mutterschaft und Vaterschaft im Zusammenhang mit dem Elterngeld diskursiv konstruiert, und wie dabei Lebensentwürfe und Geschlechterverhältnisse verhandelt werden. Zum ande- ren frage ich nach der Rolle von sozio-ökonomischen und sozio-kulturellen Strukturkategorien, die neben Geschlecht die Existenzbedingungen von Individuen und Familien prägen.

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  • Hochschulübergreifendes Promotionskolleg Gender Studies

    Im kommenden Jahr wird in Hamburg ein kostenfreies, hochschulübergreifendes Promotionskolleg Gender Studies angeboten. Das Kolleg bietet kontinuierliches Coaching und ein fachliches Diskussionsforum, in dem 20 Promovent_innen, die sich mit Themen aus dem Bereich Gender Studies, Diversity, Queer Theory und Intersektionalität beschäftigen, kontinuierlich zusammenarbeiten sollen. Dr. Alexandra Lübcke, Dozentin in den hochschulübergreifenden Gender Studies Hamburg und im Career Center der Universität Hamburg, leitet das Kolleg. Veranstaltet und gefördert wird das Promotionskolleg Gender Studies über das Zentrum GenderWissen der Gemeinsamen Kommission Frauenstudien, Frauen- und Geschlechterforschung, Gender und Queer Studies der Hamburger Hochschulen. Auf der neuen Website des Zentrum GenderWissen finden sich nähere Informationen zum Promotionskolleg Gender Studies, inklusive eines Kurzfragebogens, den Interessierte bis zum 31. Oktober 2009 an das Zentrum GenderWissen senden können.

  • Podcast: Patrick Baur – Zerstreute Geschlechter. Heidegger, Derrida und die sexuelle Differenz

    Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenMit einem philosophischen Vortrag aus dem Wintersemester 2008/2009 leiten wir das letzte Augustwochenende ein. Patrick Baur, Philosoph und Lehrbeauftragter an der Universität Freiburg, spricht über die Figur der sexuellen Differenz bei Martin Heidegger und Jacques Derrida.

    [podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/baur2008.mp3[/podcast]
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    Zum Abstract des Vortrags (mehr …)

  • Podcast: Christian Klesse – Was tun, wenn nicht alle das Gleiche wollen?

    Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenDr. Christian Klesse ist Lecturer in Cultural Studies an der Manchester Metropolitan University. Am 15. April 2009 hielt er einen Vortrag über die Schwierigkeiten in der Aushandlung nichtmonogamer Lebensweise und die Grenzen des Konsensmodells. „Was tun, wenn nicht alle das Gleiche wollen???“ lautet Christians Frage, die er im Bezug auf seine Forschung mit nichtmonogamen schwulen Männern und bisexuellen Männern und Frauen in Britannien behandelt.
    Im heutigen Podcast (direkt Download) ist einiges an störendem Rauschen zu hören, aber wir wollen euch die Aufnahme nicht vorenthalten und hoffen, ihr verzeiht uns die mangelnde Qualität – der Inhalt macht das wieder wett.

    [podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/klesse_2009_CC.mp3[/podcast]
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    Polyamory? Klasse !!!! Einverträgliche Nichtmonogamie? Toll !!! Lustbetontes Leben. Klar, da bin ich dabei !!! Verbundenheit in Freiheit? Das Schönste, was es gibt !!! Polyamory (so wie viele andere Formen offener Nichtmonogamie) basieren auf dem Versuch, intime und sexuelle Beziehungen mit mehreren Menschen zu gestalten. Polyamoröse Praxis besteht auf einem offenen und ehrlichen Umgang und propagiert einen Beziehungstil, in welchem Entwicklungen und Grenzen zwischen Partner_Innen ausgehandelt werden. Im Idealfall beschreibt polyamoröse Nichtmonogamie ein nichtmonogames Leben, das durch einen geteilten Konsens getragen wird. Doch was passiert, wenn die Vorstellungen und Bedürfnisse sich nicht decken? Was für Konflikte können in solchen Situationen entstehen? In diesem Vortag beziehe ich mich auf eine Forschung mit nichtmonogamen schwulen Männern und bisexuellen Männern
    und Frauen in Britannien. Insbesondere wende ich mich der Frage zu, wie weitere Konfliktlinien und Machtverhältnisse in der Gesellschaft, eine Praxis der Aushandlung verkomplizieren können. Sitzen wir wirklich alle im selben Boot?
    Ist Konsens immer möglich?

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