Autor: Kathrin

  • Vortragseinladung 2015-05-06: Synchronicity und die Macht von Farben

    Sharon Dodua Otoo
    Vortrag zu und Lesung der Autorin aus dem Buch „Synchronicity“
    Mittwoch 06.05.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Sharon Dodua Otoo ist Schwarze Britin – Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin der englischsprachigen Buchreihe “Witnessed“ in der edition assemblage. “the things i am thinking while smiling politely“, ihre erste Novelle, erschien dort 2012. “Synchronicity“ ist ihre zweite Novelle und 2014 erschienen. Sharon lebt, lacht und arbeitet in Berlin.

    Hier das Abstract zur Veranstaltung:

    Cee merkt allmählich, dass sie Tag für Tag ihre Farben verliert. Natürlich ist sie erstmal verunsichert – obwohl sie genau weiß, dass ihre Vorfrauen das auch schon durchgemacht und überlebt haben. Trotzdem. Nun wird sie wieder einmal lernen müssen, mit einem Verlust umzugehen – und das schon wieder so kurz vor Weihnachten …

    „Synchronicity“ ist die neueste Veröffentlichung von Sharon Dodua Otoo. Am Abend der Buchvorstellung gibt es sowohl eine Lesung als auch einen Vortrag darüber, wie die Novelle aus diversen und intersektionalen Positionierungen rezipiert wurde.

  • Vortragseinladung 2015-04-29: How Gender matters?! Zum Zusammenhang von Rechtsextremismus und Gender

    Johanna Sigl
    How Gender matters?! Zum Zusammenhang von Rechtsextremismus und Gender
    Mittwoch 22.04.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    MA Johanna Sigl ist Promovendin an der Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Göttingen. Sie arbeitet zum Thema „Verläufe der Zuwendung und Distanzierung von der extremen Rechten im Kontext der Geschlechterdimensionen und –interaktion. Lebensgeschichten von AussteigerInnen“. Außerdem ist sie im Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus.

    Hier das Abstract zum Vortrag:

    „Wie kann eine Frau nur so eiskalt sein?“ So oder ähnlich titelten viele Medien nach der Selbstenttarnung des NSU und der Festnahme von Beate Zschäpe im November 2011. Im Februar 2015 verteidigte sich eine Frau vor Gericht, die angeklagt war, auf der gewalttätigen Demonstration im Oktober 2014 in Köln (HoGeSa – Hooligans gegen Salafisten) unter anderem einen Hitlergruß gezeigt zu haben. Dies stritt die Angeklagte mit der Begründung ab, sie würde offen lesbisch leben.

    Die Beispiele verweisen darauf, dass Rechtsextremismus ein gesellschaftliches Feld ist, das in seiner Rezeption, aber auch in seinen eigenen Interaktionspraxen weit da­von entfernt ist, sich „jenseits der Geschlechtergrenzen“ zu positionieren.

    Noch immer überwiegt ein Bild über rechte Szenen, das sich vor allem durch das Merkmal Männlichkeit auszeichnet. Für Rechtsextremistinnen bedeutet das, dass sie häufig unerkannter wirken können und die Gefahr, die von ihnen ausgeht, unterschätzt wird.

    In dem Vortrag werden diese Thesen anhand mehrerer Beispiele beleuchtet und aus­gebaut. Darüber hinaus soll die Bedeutung von Gender für das Konstrukt der völkisch-rassistischen „Volksgemeinschaft“ sichtbar gemacht werden. Die anschließende Dis­kussion schließt dabei auch Schnittmengen mit gesamtgesellschaftlichen Debatten um geschlechterpolitische Themen ein.

  • Vortragseinladung 2015-04-22: Verwandelte Welten ohne Wunden

    Eva Egermann
    Verwandelte Welten ohne Wunden. Crip Theory, soziale Bewegungen und künstlerische Forschung. Das “Crip Magazin” und andere Projekte …
    Mittwoch 22.04.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079
    Der Vortrag findet in Kooperation mit den Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) statt und wird schriftgedolmetscht.

    Eva Egermann ist Künstlerin und lebt in Wien. Sie arbeitete in unterschiedlichsten Medien und Kollaborationen (wie z.B. der Manoa Free University). Neben künstlerischen Projekten sind Publikationen (z.B. „Regime. Wie Dominanz organisiert und Ausdruck formalisiert wird“ oder „Class Works“) und kuratorische Projekte entstanden. Sie war Teil der Forschungsgruppe von „Model House. Mapping Transcultural Modernisms“ und ist Lehrende an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Sie ist Dissertantin im PhD in Practice Programm an der Akademie der Bildenden Künste.

    Hier das Abstract zum Vortrag:

    Meine Recherche beschäftigt sich mit widerständigen Praktiken, Aneignungen, sozia­len Bewegungen und Popkulturen, die mit Krankheit und Behinderung zu tun haben. Verschiedenste Materialien finden sich in meinen künstlerischen Projekten wieder, re-inszeniert, überarbeitet zum Beispiel in Form einer Wandzeitung oder während einer Bandprobe. Entstanden sind dabei eine Ausstellung („Über unheimliche Zustände und Körper“), ein Zeitschriftenprojekt (das „Crip Magazine“) und künstlerische Arbeiten, wie Installationen oder Videos. Zum Beispiel habe ich Musiker_innen in einen Proberaum eingeladen, um zu dem im Jahr 1981 zensierten Song „Spasticus Autisticus“ zu impro­visieren. Die von mir gestalteten Poster an den Wänden des Probenraums verwiesen auf crip-popkulturelle Bezüge und meine Recherche.

    Der Vortrag verweist auf die „radikale Krüppelbewegung“ und die Aneignung der Krücke als Knüppel, das
 „Sozialistische Patientenkollektiv“ (SPK), welches Krankheit als Protest (bzw. Waffe) für eine klassenlose Gesellschaft formulierte, oder die Orga­nisierung von anarchistischen „Outcast Nights“ und nimmt Bezug auf Verbindungen zwischen Popmusik und Punk und den Kontext von Disability Studies und Crip Theory.

  • Vortragseinladung 2015-04-15: Geschlecht und Ökonomie – Care Revolution als Perspektive

    Ann Wiesental
    Geschlecht und Ökonomie – Care Revolution als Perspektive
    Mittwoch 15.04.2015, 19:15, Raum 0079, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Ann Wiesental
    ist bei der Gruppe „AK Reproduktion“ im Netzwerk Care Revolution.
    Sie war außerdem Mitorganisatorin der Aktionskonferenz „Care Revolution“, die im März 2014 in Berlin statt fand.

    Entlang von Care Work und der Krise der sozialen Reproduktion thematisieren Femi­nist_innen derzeit den Zusammenhang von Geschlecht und Ökonomie. An der Schnitt­stelle kann einerseits aufgezeigt werden, wie strukturell und historisch Arbeiten zum Privaten wurden und damit unbezahlt, außerhalb der Ökonomie organisiert wurden. Zum anderen wurden diese Arbeiten an Frauen delegiert und gesellschaftlich abge­wertet. Diese Konstruktion baut nicht nur auf ein Zweigeschlechtersystem, sondern auch auf eine Ökonomie auf, die männlich strukturiert und kapitalistisch profitorientiert ist. Eine emanzipative Perspektive könnte sowohl die Geschlechterverhältnisse umwäl­zen als auch eine Ökonomie entwickeln, die gerechter, diskriminierungsfreier, demo­kratischer und bedürfnisorientierter ist. Die Thematisierung von Care-Ökonomien stellt nicht nur eine Kritik an der kapitalistischen Ökonomie dar, sondern zeigt auch Utopien und Wege zu einem anderen Wirtschaften auf. Care Revolution ist ein Politikansatz, der konkret für Veränderungen eintritt und kämpft.
    Für ein gutes Leben für Alle!

  • Vortragseinladung 2015-04-08: Cripping Parenting?! Disability Studies, Queer Theory und rassismuskritische Elternschaft

    Christiane Hutson
    Cripping Parenting?! Disability Studies, Queer Theory und rassismuskritische Elternschaft
    Mittwoch 08.04.2015, 19:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) 0079

    Christiane Hutson studierte Sozialwissenschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Ihr Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Kontextualisierung von Krankheits- und Behinderungs-erfahrungen aus den Perspektiven von People of Color.

    „Hauptsache gesund!“ und „Hauptsache Abitur!“ – wenn das die Maximen von Eltern­schaft sind, dann sind wir ein armseliger Haufen.
    Die Frage ist, wie kommt es dazu? Was verleitet Eltern dazu, die Beziehung zu und die Sichtweise auf ihre Kinder – selbst ihren Wunsch nach Kindern – auf diese Weise zu reduzieren? Mich interessieren dabei nicht Fragen nach dem „Warum Leute von heute überhaupt noch Kinder kriegen wollen“ – oder eben nicht wollen. Mich interessiert die Matrix, die Ideologie hinter Elternschaft. Genauer: Wodurch wird Elternschaft zu einer Position, die die herrschenden gewaltvollen Machtverhältnisse hinnimmt und (vielleicht ungewollt) mit trägt?

    Disability Studies, Queer Theory und Kritik an Neoliberalismus verbindend, hat der Disability Studies-Forscher Dan Goodley folgende Idee: Normalität stellt sich auch darüber her, körperlich-geistige „Mangelhaftigkeit“ bei sich selbst zu verleugnen und stattdessen bei anderen zu finden. Als ehemalige Kranke/ vorübergehend gesunde Frau/ Mutter of Color möchte ich diese Idee auf Elternschaft anwenden: Ich betrachte sie als eine Strategie, mit unserem zwangsläufigen Versagen als „Normale“ klar­zu­kommen, indem wir „Versagen“ und „Mangelhaftigkeit“ in Kindern finden.

    Kann eine rassismuskritische postkoloniale Perspektive dabei helfen, elterliche Gegen­strategien zu entwickeln?

  • Vortragseinladung Semesterstart 2015-04-01: Macht_Begehren: intersektional wider die Heteronorm

    …Eine Einführung in die Queer Studies
    von Dr. Antke Engel

    Mittwoch, 01.04. 2015, 19.15 Uhr, Von Melle Park 5 (“Wiwi Bunker”) 0079

    Verehrte Freund*innen der AG Queer Studies,
    wir starten das neue Semester mit folgendem Vortrag:

    Macht_Begehren: intersektional wider die Heteronorm. Eine Einführung in die Queer Studies
    Macht ist aus der Sicht der Queer Theory nichts, was „von außen“ über uns herein­bricht und unterdrückt. Vielmehr ist Macht eine Dynamik, die sich in (gesellschaftlichen oder intimen) Beziehungen entfaltet und sich auch als Begehren ausdrücken kann. Im Rahmen dieses Vortrags möchte ich „Begehren“ als einen wichtigen Begriff der Queer Studies vorstellen und fragen, wie er im Verhältnis zum gleichermaßen bedeutsamen Begriff der „Heteronormativität“ steht. Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Und inwiefern ermöglichen sie es, Machtverhältnisse in ihrer Vielfalt und Komplexität zu denken? Ich vertrete ein Verständnis der Queer Studies, das aus queerer Kritik an Identität und stabilen Differenzkonstruktionen eine intersektionale Perspektive ableitet. Doch was bedeutet „intersektional“? Und welche Rolle spielen Geschlecht und Sexua­lität für Queer Studies, die in jeglicher Behauptung von „Normalität“ Hierarchien, Aus­schlüsse und Zurichtungen am Werke sehen?

    Antke Engel ist promovierte Philosophin, Queer Theoretikerin und freiberuflich in Wissenschaft und Kulturproduktion tätig. Sie leitet das „Institut für Queer Theory“ in Berlin (www.queer-institut.de). Zwischen 2003 und 2005 war sie als Gastprofessorin für Queer Studies an der Universität Hamburg tätig, 2011 als eben solche an der Universität Wien. Neben zahlreichen Aufsätzen hat sie zwei Monographien publiziert Wider die Eindeutigkeit (2002) und Bilder von Sexualität und Ökonomie (2009).

    Viel Spaß & erkenntnisreiches Erscheinen wünscht,
    Eure AG Queer Studies

  • Veranstaltungsreihe „Geister der (Haus)Arbeit. Zur Verschränkung von Feminismen und Migration“ in der W3

    Liebe Freund*innen der AG Queer Studies,
    unsere Vorlesungsreihe für das Wintersemester ist abgeschlossen.
    Wir freuen uns aber sehr, für die Zeit zwischen den Semestern auf folgende Veranstaltungsreihe hinzuweisen:

    Was hat es sich seit der „Lohn-für-Hausarbeit“-Debatte in den 70ern verändert? Hat die Lohnarbeit die gewünschte emanzipative Wirkung für Frauen erzielt?
 Die Doppelbelastung durch Erwerbs- und Hausarbeit zwingt viele Frauen zum Verzicht auf Lohnarbeit. Häusliche Arbeit und der ganze Komplex von Tätigkeiten, die unser Leben reproduzieren, genießen nach wie vor geringe gesellschaftliche Wertschätzung. Doch wie sieht die Hausarbeit heute aus? Was bedeutet die Neuordnung der Hausarbeit? Wer steht heute noch und wo am „Spülbecken“ und welcher Küche?

    Über diese und andere Fragen zum Thema der Neuordnung der Hausarbeit können Sie in der Veranstaltungsreihe „Geister der (Haus)Arbeit. Zur Verschränkung von Feminismen und Migration“ in der W3 diskutieren:

    Mit den Künstler_innen Johanna und Benjamin Wölfing, 2014

    Do 12., Do 19., Do 26. Februar / Videoinstallation, vor und nach den Veranstaltungen
    frankfurter küche

    Mit Filmemacherinnen Lizza May David, Claudia Liebelt
    (Dokumentarfilm, D 2011, 40 Min., eng. OF mit Handouts und Flüsterübersetzung)
    „Cycles of Care“
    Do 12. Februar, 19:30 Uhr / Film / 3,-
    Der Film „Cycles of Care“ zeigt fünf Frauen, die nach Jahren der Arbeit als Hausarbeiterinnen und Pflegerinnen alter Menschen in Israel nach Manila zurückgekehrt sind. In Fotoalben blätternd, Hebräisch sprechend und das Leben im Kibbutz oder mit ehemaligen Arbeitgebern erinnernd, sprechen sie vom Durchqueren von Grenzen in einem nicht nur geographischen Sinne. Nach dem Film gibt es die Möglichkeit mit den Filmemacherinnen zu diskutieren.

    Mit Encarnación Gutiérrez Rodríguez (Professorin für Soziologie, Universität Gießen)
    
Do 19. Februar, 19:30 Uhr / Vortrag / 3,-
    Outsourcing im Haushalt: Erkundungen zum Wert der Arbeit 

    Wie gestalten sich die Arbeitsbedingungen im privaten Haushalt? Wer beauftragt wen? Welche regulierenden Maßnahmen der EU-Migrationspolitik wirken dafür begünstigend? In ihrem Vortrag geht Encarnación Gutiérrez Rodríguez auf diese Fragen ein und zeigt, wie in den Beschäftigungsbeziehungen im Bereich der Hausarbeit das koloniale Erbe nachwirkt und rassistische Mechanismen vorherrschen.

    Mit Bini Adamczak (u.a. Autorin)
    
Do 26. Februar, 19:30 Uhr / Lesung / 3,-
    Aufstand aus welcher Küche? Reproduktionsarbeit im globalen Kapitalis­mus
    
Die Debatte über Reproduktionsarbeit (u.a. Haus- und Familienarbeit) ist eine der ältesten in der Geschichte des Feminismus. Heute kommen für Familien neue Problemfelder hinzu: Einerseits sind sie von der Doppelbelastung durch Erwerbs- und Hausarbeit betroffen, andererseits erkämpfen sie oftmals ihre Freiräume auf Kosten der Subalternen und Prekarisierten – also der Menschen, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht organisieren oder ihrer Position eine Stimme verleihen können. Dieses Dilemma beschreibt Silvia Federici als Neuordnung der Hausarbeit und als ein Ausbeutungsmechanismus in ihrem Buch „Aufstand aus der Küche“.
    Bini Adamczak, die Mitherausgeberin der deutschen Fassung, liest aus dem Buch. Als Expertin der politischen Ökonomie und Vertreterin der polysexuellen Oekonomie zieht Adamczak zudem die Verbindungslinien zwischen Federicis Thesen und queer-feministischer Positionen.

    Alle Veranstaltungen finden im Saal der W3 statt.
    W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V.
    Nernstweg 32 – 34
    22765 Hamburg

  • Vortragseinladung 2015-01-28: Die opaque Passage des Concreten. Elusiv oder lapidikol?

    Mittwoch 28.01.2015, 19:15
    Achtung! Diesmal abweichend im Hörsaal C, Phil-Turm

     
    Blessless Mahoney, Dekanin der Eberhardt-Anbau-Scheibenschwenkpflug-Universität, Brake an der Weser
    &
    Didine van der Platenvlotbrug, Pröpstin der Elsa-Sophia-von-Kamphoevener-Fernuniversität, Katzen-Ellenbogen
     
    Die opaque Passage des Concreten. Elusiv oder lapidikol?

    Das Concrete ist das Gegenteil des Abstracts. In diesem Sinne torkretieren die beiden Professorinnen der Beredsamkeit diesmal alles. Vom megalithischen Hünengrab bis zur megahitischen Ameisenpitta. Lapidare Philosophie ab 30 DEN. „Augen auf und durch!“, sagt das Kind der Freude.

     
    Wir wünschen viel Freude und Erkenntnis zum Abschluss des Wintersemesters!

  • Mittwoch beim ZeDiS: Queere Kritik an Diversity

    Als Kooperationspartner*in des Zentrums für Disability Studie hatten wir die Freunde, einen Beitrag für UniVision 2020: ein Lehrhaus für Alle – Perspektiven für eine barriere- und diskriminierungsfreie Hochschule zu schreiben. Der Sammmelband wurde von Lars Bruhn und Jürgen Homann herausgegeben, ist 2013 im Centaurus-Verlag (Freiburg) erschienen und hier auch als PDF verfügbar. In der Vortragsreihe „Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies“ wird Mit-Autor Olaf Wachenhausen unseren Beitrag an diesem Mittwoch vorstellen.

    Olaf Wachenhausen:
    Queere Kritik an Diversity – und was sich sonst noch alles ändern muss …
    Mittwoch, 21.05.2014 16:30 Uhr, Edmund-Simers-Allee 1 Ost („rechter Flügelbau des Uni-Hauptgebäudes“)

    Der Vortrag wird schriftgemittelt.

    Unter dem Titel „Ein Lehrhaus für alle“ rief das ZeDiS mit einer Konferenz und einem Sammelband dazu auf, einen besseren Ort gemeinsamen Lernens zu entwickeln. Aus diesem Anlass überlegte auch die AG Queer Studies, was wir uns für eine künftige Gesellschaft und Universität wünschen und vor allem: Wie ein solcher Ort zu gestalten wäre.

    Dabei erwies sichder verbreitete Ansatz des „Diversity Management“ als untauglich, strukturelle Hierarchien und Diskriminierungen konsequent zu thematisieren. Um andere Räume zu gestalten bedarf es grundlegend anderer Analysekategorien und Strategien, einen herrschaftskritischen Umgang mit Differenzen zu finden. Hierfür soll unser Verständnis von Intersektionalität vorgestellt werden. Statt verkürztem Machtverständnis gehen wir von sich gegenseitig beeinflussenden und nicht aufeinander reduzierbaren Machtachsen aus.

    Auf dieser Basis streben wir nichts Unbescheideneres als eine materialisierte Utopie an, gedacht als unabschließbare Konstruktion. Baustelle betreten erbeten, Cyborgs haften für ihre Subjektivierungen!

  • queer and the colony: conversation of nation, sex and home

    Wir freuen uns, für morgen noch zu einer weiteren Veranstaltung

    mit Kyla Pasha, Lahore/Pakistan & Ponni Arasu, Chennai/ India,

    einladen zu können:

    um 19.00 Uhr im Hörsaal C, VMP 6 (Philo-Turm)

    queer and the colony: conversation of nation, sex and home

    Die queer-feministischen Aktivistinnen Ponni Arasu aus Indien und Kyla Pasha aus Pakistan unterhalten sich darüber, was es bedeutet queer zu sein und was es bedeutet zuhause zu sein. Zuhause sein als Feministinnen im globalen Süden, in Interaktion mit dem globalen Norden, getrennt durch vielfältige Grenzen. Was bedeutet das für Allianzen und grenzüberschreitende Feminismen?

    Ponni führt Kylas Ein-Personen-Stück Dost (Freund_in) auf, Kyla trägt Gedichte vor und beide unterhalten sich mit Urmila Goel darüber, was das Ganze mit Deutschland zu tun haben könnte.
    Die Veranstaltung findet in Englisch statt.

    Mehr Infos auch auf: http://www.urmila.de/queerandcolony/

    Erkenntnisreiches Erscheinen wünscht,

    eure AG Queer Studies