AG Queer Studies

… jenseits der Geschlechtergrenzen
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Podcast: Do. Gerbig – Die Widerständigkeit des prozessual-strategischen Subjekts

17.07.2009 Von: Kathrin Kategorie: Podcast

Es geht los! Ab sofort wollen wir euch an dieser Stelle in 14-tägigem Rhythmus Aufzeichnungen von Vorträgen der Ringvorlesung “Jenseits der Geschlechtergrenzen” als Podcast zur Verfügung stellen.

Logo des Podcasts von Jenseits der GeschlechtergrenzenDen Beginn macht Do. Gerbig mit ihrem Vortrag “Die Widerständigkeit des prozessual-strategischen Subjekts – Ein queer-feministischer Ansatz zu agency” vom 16. Januar 2008. Do. ist Diplomsoziologin und mittlerweile Mitglied der AG Queer Studies und wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsstelle Arbeit Gender Technik an der TU Harburg. In ihrem Vortrag stellt sie ihre Diplomarbeit vor, in der sie sich auf Basis verschiedener poststrukturalistischer Theoretiker_innen wie Foucault, Derrida und Butler und einem queeren Politikbegriff mit dem Subjekt und seiner Handlungsfähigkeit auseinander gesetzt hat. Do.s Diplomarbeit ist auch die Grundlage ihres Artikels “Prozessual-strategische Subjekte in Bewegung!”, der in dem von der AG Queer Studies herausgegeben Sammelband “Verqueerte Verhältnisse” (2009) erschienen ist und die Möglichkeiten der Intervention in hegemoniale Diskurse, die anti-rassitische und queer-feministische Repräsentationen leisten können, fokussiert.

Do. Gerbig: Die Widerständigkeit des prozessual-strategischen Subjekts – Ein queer-feministischer Ansatz zu agency
[podcast]http://www1.uni-hamburg.de/QUEERAG/podcast/gerbig_2008_CC.mp3[/podcast]
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Vortrag von Sophinette Becker: Wie queer sind die realen Subjekte?

05.06.2009 Von: a. Kategorie: Vortragsreihe

Nach der Pfingstpause wird am kommenden Mittwoch Dr. phil. Sophinette Becker in unserer Vortragsreihe fragen “Wie queer sind die realen Subjekte?”. Sophinette Becker ist Leiterin der Sexualmedizinischen Ambulanz der Uniklinik Frankfurt am Main. Ihr Vortrag war ursprünglich für das vergangene Wintersemester geplant und wird am 10. Juni 2009 nachgeholt.

Der poststrukturalistische Genderdiskurs hat die Auflösung der Geschlechterdifferenz bzw. das Verschwinden der Geschlechter ausgerufen, mal mit mehr, mal mit weniger revolutionärem Pathos. In der Tat erodiert die binäre diskursive Ordnung der Geschlechter – zugleich existiert sie aber fort, selbst in ihren Zerfallserscheinungen. Auch den extremsten Inszenierungen, Maskeraden, Parodien haftet noch das an, wovon sie sich abstemmen. Diese ‘Gleichzeitigkeit von Ungleichzeitigem’ wird ein Thema des Vortrags sein. Die Potenziale und Grenzen des poststrukturalistischen Genderdiskurses werden unter 4 Aspekten diskutiert: Geht es ganz ohne Ontologie? Geht es ganz ohne Subjekte? Gibt es keinen (geschlechtlichen) Körper jenseits seiner Diskursivierung? Geht es ohne gesamtgesellschaftlichen Bezug? Ob die Queer Theory neben ihrer wichtigen Funktion als Kritik an der heteronormativen Definition von Geschlecht und Begehren auch eine emanzipatorische Lebenspraxis beschreibt, soll am am Beispiel von SM diskutiert werden.

Sophinette Becker
Wie queer sind die realen Subjekte?
Mittwoch 10.06.2009, 19:15, Von Melle Park 5 (”Wiwi Bunker”) 0079